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Show le, Alldorf - Bauernkriege, wo es gänzlich ausgeplündert wurde. Nach dem 30jährigen Kriege waren nur noch 6-7 Mönche vorhanden. In der Revolution wurde die Abtei aufgehoben, ihre Güter als Nationalgut verkauft, die Gebäude abgebrochen mit Ausnahme des Abtbaues, der jetzt als Pfarrhaus des Dorfes Altdorf dient. Die schöne Kirche, z. Th. aus dem 12. Jhdt.. im Uebergangsstil, ist heute Pfarrkirche des Dorfes. - Ein Nonnenkloster zu A., gleichzeitig mit der Abtei gegründet, wurde 1250 von Bischof Heinrich III. wieder aufgehoben. Sattler: Kurze Gesch. der Benedikt. Abtei A. Strassb. 1887. Clauss: Die Stiftung des Kl. A. im U.-E. (Studien u. Mittheil, aus d. Benedikt, u. Cisterz. Orden, 1895). Heilig, L, Die Benediktiner Abtei Altdorf. (Mitth. d. Ges. f. Erh. d. gesch. Denkm. im Eis. 2. Folge XVII, 1893, S. 158-175.) Schulte, Aloys, Notae historicae Altorfenses. iMitth. d. Inst. f. öst. Geschichtsf. IV. Bd. 2 H.) Altdorf (Freialtdorf), Df. (Ka. Albesdorf [1790 Ka. Altdorf], Kr. Chäteau-Salins, L.). 780 E. 210 Hsr. (12 G R e . ) - 230 m. - AG. Albesdorf (0, 1), HSt. Leiningen (2,3). - Leiningen- Altdorff 1453; F r ey-A 11 or f f, F r an c- A11 r o f f 1628.-Die Gde. umfasst den H O . A. (757 E. 212 Hsr.) und die AO. Bellevue, Körperhof, Kreuzhof.- P. F. Ortseinnehmerei. StEBez. Albesdorf. Fw. (s. 1870, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Albesdorf (s. 1802), die Gden. A. und Nenfvillag-e umfassend. Kirche des hl. Hubertus (3. Nov.). Auf dem Kirchhofe Kapelle der hl. Barbara.- Hausindustrie: Strohhutflechten, für eine Firma in Saarunion. Jeden Monat 2 Mal Ferkelmarkt. A. war Lothringisches Lehen, zum Reichsfürstenthum Lixheim gehörig. Diese Herrschaft, fünf Sechstel von Altorf, Leiningen zur Hälfte und Montdidier umfassend, war ursprünglich Theil der alten Herrschaft Mörsberg (s. d.). Sie ist dann im Erbwege zum Theil von dieser abgetrennt worden. Die Grafen von Leiningen blieben im Besitz ihres Antheils an Mörsberg und Umgegend. Graf Emich hatte ihn u m 12o6 seiner Tochter Cunigunde, vermählt mit Heinrich von Blämont, überlassen. Durch Testament gelangte dieser Besitz an ihren jüngeren Sohn, dessen Wittwe, Margaretha von Montfaucon, 1327 tlen Pelerin von Bourdonnay damit belehnte. 1344 trug Johann von Kerpen Biedesdorf und Leiningen von Blämont zu Lehen. Diese Leiningenschen Erbgüter, ' ,-, der Hoch-, Mittel- und Grundgerichtsbarkeit in Altdorf und die Hälfte in Leiningen, scheinen durch Adelheid von Blämont an die Habsburg-Laufenburg übergangen zu sein, die sie wahrscheinlich den Herren von Brücken, Herren zu Hingsingen, verkauft haben. 1453 verpfändete Johann von Rollingen, Erbe der v. Brücken, die Hälfte von Leiningen; 1574 ist das Gut in Händen der von Helmstadt zur Hälfte als Erbe der Herren von Brücken, und zwar als freies Allod, nicht als Lehen; die andere Hälfte der v. Brücken, die dem Herzog von Lothringen zugefallen war, trug als Grundherr Johann von Nassau. Der andere Theil war mit Mörsberg an das Herzogthum gekommen und zwar als Lehen der Kastellanei, Lehensträger waren 1314 die von Wolmeringen, später die von Dorsweiler und von Ura-blig (1300), endlich die Kriechingen, welche noch 1507 dafür reversirt haben. Das Schloss wird 1507 als zerstört bezeichnet, der Herzog untersagte die Wiederherstellung desselben. 1534-o7 war dieser Antheil in Händen der von Brau-bach und wurde 1623 zur Domäne eingezogen und mit der Herrschaft Lixheim (s. d.) vereinigt. Ein Verzeichniss des Amtes Dieuze aus dem Ende des 17. Jhdts. unterscheidet noch einen Theil. der zum Amt Dieuze gehörte: <Lennin le reste de ce village appartient ä Mr. le Prince de Lixin et ä Mr. d'Helmstatt . lbs'l war die ganze Herrschaft im Besitz der von Helmstatt. In Altdorf war im 10. Jhdt. oder etwas spater die Abtei St. Avold begütert (Altor juxta Tannae villam [Grosstänchen]). Im Banne von Altdorf ist die Ortschaft Montdidier (s. d.) gegründet worden. - A. war Alteckendorf. vor 1807 Annexe der Pfarrei Leiningen. Die Hälfte der Kirchenzehnten gehörten ehemals der Abtei Werschweiier. G e m e i n d c w a l d (Oberf. Albesdorf i: 5 Distrikte: 1. Der j grosse Wald. 2. Der Hintere Bucherbesch. 3. Bucherbesch. i 4. Die Kleinen Espen. 5. Die Grossen Espen. 1°7,8 ha. Unterholz: Hainbuchen. Oberholz: Eichen. Mittelwald. Im Besitz der Gemeinde seit 1789; zuvor war der Besitz streitig zwischen der Gemeinde und den Grafen von Helmstatt als Herren von Altdorf; mit der Gemeinde Montdidier wurden 1818 gemeinschaftliche Güter getheilt. Altdorf (Freialtdorf), Kanton. Der Ka. Altdorf, 1790 als Theil des Distriktes Dieuze gebildet, umfasste die Gden. Altdorf, Bensdorf, Bermeringen, Dorsweiler, Leiningen, Neufvillage, Vahl und Wirmingen. Nach der wahrscheinlich 1795 erfolgten Aufhebung des Kantons kamen Bensdorf, Bermeringen und Wirmingen zum Kanton Conthil, die übrigen Gden. zum Kanton Albesdorf. Altdorferbac h s. Kannerbach 0. Altdorfer Breusch s. Breusch 40. Altdorfkopf, Kopf, J59 m, in der plateauartigen Erhebung («Oberzorn») zwischen den beim «Enteneck» zusam-menfliessenden Bächen der Gelben und Weissen Zorn. Altebach, s. Liesbach, Sauer. Alte B e r g , der, und der N e u e B e r g , Rebenhügel nördl. Uhrweiler (Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, U.-E.i. Alte Blind, s. Blind 8. Alte B r e m m , Hf. (Gde. Stieringen-Wendel, Ka. und Kr. Forbach, L.i 8 E., 1 Hs. - Vor 1851 Schäferei. Alte B r e u s c h s. Breusch 20, 111 89. Alteckendorf, Df. Ka. Hochfelden [s. 1790], Ld.- Kr. Strassburg, U.-E.). 757 E. 141 Hsr. (12 GRe.) - 190 m. - A G . Hochfelden (5,2); HSt. Alteckendorf (1,3). - In E c h a n - h a i m e 742 (Trad. Wiz.); E c c h e n t h o f und Ecchendorpf 774; ma. Alt dorf und Ackedorf. - Die Gde. umfasst den H O . A. und den verschwundenen O. Etschhausen. - P. T. Oeffentliche Fernsprechstelle (seit 1. 10. 00J. HSt. (s. 1895). Ortseinnehmerei. StEBez. Hochfelden IL Armr. (Gründungsjahr unbekannt). Feuerwehr (s. 1882, 2 Spr.). - Prot. Pf. Augsburger Konf. (s. 1547), seit 1852 zum Kons. Schwind- : ratzheim der Insp. Buchsweiler gehörig. Filiale der kath. Pf. in Minwersheim. - Ziegelstein- und Kalkfabrik. A. ist u m die Mitte des 18. Jhdts. aus der Vereinigung der Dörfer Altdorf (Oberaltdorf) und Eckendorf entstanden. Eckendorf schon 742 erwähnt: die Abtei Weissenburg erscheint damals, sowie noch wiederholt im 8. Jhdt., als begütert daselbst. U m 1120 hatte auch Kloster Sindeisberg, 1194 Kloster Neuburg Besitzungen in Eckendorf. Beide Dörfer waren ursprünglich Reichsgut. Im 13. Jhdt. waren sie im Besitz der Landgrafen v. W e r d und zwar als Lehen der Abtei Weissenburg. 1332 wurden sie (als Reichslehen) von den Landgrafen an die Lichtenberg verkauft. Nach deren Aussterben (1480) kamen sie an H anau- L i cht enberg, 1730 an Hessen-Darmstadt. Sie gehörten zum Amte Pfaffenhofen. Das Schloss Eckendorf zu A. war reichsritterschaftlich und seit 1365 als lichtenbergisches Lehen im Besitz der Zuckmantel von Brumath. Nach deren Aussterben (1781) fiel es an die Herrschaft zurück. Den Dinghof zu Eckendorf hatte 1417 Kloster Sturzelbronn laut Bestätigung Kaiser Siegmunds. - Eckendorf und Altdorf (von denen jedes eine Kirche hat) bildeten u m 1500 eine Pfarrei. 1546-1547 wurde die Reformation eingeführt. Seitdem protestantische Pfarrei, etwaige Katholiken waren nach Minwersheim eingepfarrt. Das Patronatsrecht gehörte vorher der Abtei Neuburg, seit der Reformation der Grafschaft Hanau-Lichtenberg (durch Kauf). Die Kirchenbücher gehen bis 1059 zurück. - A. liegt an einem Keltenwege von Wasselnheim nach Pfaffenhofen. Neolithische Funde. Romanischer Kirchthurm aus dem 12. Jhdt., romanischer Kapellenthurm aus derselben Zeit. - In A. geboren: Timoth. Wilh. R ö h r ich (1802-I8ö0), Verfasser , der «Geschichte der Reformation im Elsass» und anderer |