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Show b84 Metzerwiese - Meurthe. Metzerwiese hatte das Stiftskapitel St. Sauveur in Metz den Kirchensatz 'schon sehr früh, 1248 wurde ihm die Pfarrei verliehen), sowie Grundbesitz und grundherrschaftlichc Rechte, für welche es 1681 an die Chambre royale reversirte. - Alte Pfarrei (bis 1802) des ehem. Archipr. Kedingen, zu der im 18. Jhdt. auch Diesdorf und Stückingen gehörten. Kirche zuletzt 1778 umgebaut. Gemeinde wald (Oberförsterei Kedingen > 3s,0 ha. Metzerwiese, ehem. Herrschaft, s. Domprobst. Metzerwiese, Kanton I Kr. Diedenhofen-Ost, L.). Um-fasst die Gden.: Bertringen, Bettsdorf. Bidlingen, Büdingen, Buss, Diesdorf, Eisingen, Endorf, Homburg-Bidingen, Illingen, Inglingen, Kedingen, Kemplich, Königsmachern, Künzig (erst s. 1902, vorh. AO. von Diesdorf), Lüttingen, Metzeresch, Metzerwiese, Monneren, Niederginingen, Niederham, Rörchingen, Udern, Weckringen, Wolsdorf und enthalt ' 1895) auf 236,7280qkm 2758 bewohnte Häuser etc., mit 11588 Einwohnern. - Der Ka. M. besteht s. 1S02 als Theil des Arr. Diedenhofen und umfasste bei seiner Bildung ausser den heutigen Gden. noch Kerlingen, Klein-Hettingen und Mallingen, die alle drei 1825 zum Ka. Sierck kamen (Klein-Hettingen war ausserdem s. 1811 AO. von Mallingen), sowie Altdorf, Gelingen, Hellingen, Kaienburg, Kirsch b. Lüttingen, Klangen. Klein-Breisdorf, Künzig (vgl. o. I, Leiserhof l Logne), Lemmersdorf, Menchen, Metrich, Monterchen, Reningen, St. Margareth, Schell, Stückingen, Walmesdorf, Weckringen. Von den letzteren wurde Kaienburg später AO. von Laumesfeld (Ka. Sierck), die andern wurden AO. anderer im Ka. Metzerwiese gelegener Gden., Weckringen aber 1901 wieder selbständig. Vor 1802 gehörten Bidlingen. Büdingen. Diesdorf, Eisingen, Hellingen, Inglingen, Kaienburg, Kemplich, Klangen, Metzerwiese, Monneren, St. Margareth, Weckringen zum Ka. Inglingen, Illingen, Klein-Breisdorf, Königsmachern, Künzig, Metrich, Niederham, Stückingen, Udern, Walmesdorf zum Ka. Königsmachern, Kerlingen, Klein-Hettingen, Lemmersdorf und Mallingen zum Ka. Sierck, die übrigen zum Ka. Lüttingen. Metzerwieser Mühlchen, verschw. M. (Gde. Metzerwiese, Ka. gl. N., Kr. Diedenhofen-Ost, L.). S. Bi-bischmühlchen. Metzerwieser Mühle, verschw. M. (Gde. Wolsdorf, Ka. Metzerwiese, Kr. Diedenhofen-Ost, L). 1882 niedergerissen, die Stauvorrichtung jedoch zum Zweck der Wiesenbewässerung beibehalten. Metzgerau, Kl. etc. (Gde. u. Stadtkr. Strassburg, U.- E.'. Früherer AO. der Gde. Strassburg, Ka. Ost e. m., jetzt mit dem AO. Neudorf ders. Gde. vereinigt. - Waisenhs. St. Joseph Privatanst., Schwestern vom hl. Kreuze). -Ursprünglich hiess das ganze Gebiet zwischen Rhein und 111 südl. der Stadt vor dem Metzgerthor bis an den Neuhofer Wald Metzgerau Der Namerührt daher,dass 1321 die ganze «Au» den Metzgern als Viehweide überlassen wurde. Hier fanden Truppen-musterungen, Uebungen der städtischen Artillerie und grosse Festlichkeiten statt, so 1507 aus Anlass der Weihe des Bischofs Wilhelm, Graf von Hohnstein, ein grosses Schiessen in Gegenwart des Kaisers Maximilian, des Kurfürsten von Brandenburg u. s. w. A m 13. Juli 1790 wurde hier das Föderationsfest gefeiert. Hier hielten 1349 die Geisseibrüder (Flagellanten) ihre Andachtsübungen ab. 1674 lagerten hier die Truppen des grossen Kurfürsten, der sein Hauptquartier in der Schachenmühle (s. d.) hatte. Jetzt ist der Name der Metzgerau auf ein kleines Gebiet an der Illkircher Strasse nördl. von Hohwarth westl. vom Entenfang Meinati i beschränkt. Die Metzgerau war schon im 15. Jhdt. besiedelt; doch wurden die dortigen Häuser 1475, wie dies im Umkreise der ganzen Stadt geschah, als Karl der Kühne einen Angriff auf Strassburg plante, abgerissen, bei welcher Gelegenheit auch die vor dem Metzgerthore liegenden Kloster St Marx, St. Elizabeth, St. Agnes, St. Johann in undis u. s. vv. niederlegt wurden. 1674 wurde in der Metzgerau ein Militärlazareth errichtet, nach welchem heute noch I eine Strasse benannt wird; im Lazareth, später Segeltuch- | fabrik, wird jetzt eine Hasenhaarschneiderei betrieben. Der Name <Bundesau», welcher der Metzgerau nach dem J Feste der Verbrüderung der Stände (s. o.) beigelegt wurde, ! hat sich nicht erhalten. Metzgergraben s. 111 88. Metzgermatt, Hs. (Gde., Ka. u. Kr. Zabern, U.-E.). Früher AO., jetzt Theil der Gde. Zabern. Metzgerweiher im Saargebiet in Münzthal - 0,25 ha. Forellen-Fischerei. Wird nicht abgelassen. Eigenthum der Actiengesellschaft Verreries et Crystallerie de St. Louis. Zu- und Abtls. s. Spiegel bach 1'. Metzgerweiher. 3 Weiher im Larggebiet 0.3 km südwestl. Ueberstrass - 1 ha, 0,9 ha und 0,6 ha. Fischerei. Werden alle 6 - 10 Jahre abgelassen und 2 Jahre lang be- ! baut. Privatbesitz. Abfls. auf die Wiesen. Metzing, Wir. (Gde. Reich, Ka.u. Kr. Chäteau-Salins, L.). 30 E. 7. Hsr. - Mentzelingen 1718; Metzingen 1751. - Der Wir. soll alt sein. Er wurde im dreissigjährigen Krieg zerstört und ist dann durch Ansiedler aus Tyrol bevölkert worden. Metzingen, Df.(Ka. Forbach [lToii-isiiL'Ka. Püttlingen], Kr. Forbach, L ) . 337 E. 68 Hsr. (10 GRe.) - 235 m. - AG. Forbach (13,9,; Hp. Dieblingen (1,2). - Messig 1473;Mut z in gen 1594. - 1813-46 AO. von Nussweiler. Die Gde. umfasst den HO. M. (332 E. 67 Hsr.), den AO. Volpersau und den verschw. O. Walen. - StEBez. Forbach IL - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Forbach (s. 1882. vorher Annexe der Pfarrei Nussweiler). Kirche des hl. Hippolytus (13. Aug.). - Hausindustrie: Hutflechterei und Seidenspulerei, für Firmen in Püttlingen und Saargemünd. Gehörte zu der Herrschaft Püttlingen (s. d.). Gemeindewald (Oberförsterei Saargemünd) 65,6 ha. Metzingen, Wir. (Gde. Volkringen, Ka. Hayingen, Kr. Diedenhofen-West. L.). 93 E. 16 Hsr. - Me t z ange 1681. - Gehörte zu der Probsteiherrschaft Volkringen fs. d.). Metzingen, verschw. Wir. (Gde. Elwingen, Ka. Falkenberg. Kr. Bolchen, L.i. Mizingen 1756, Mintzing. Bann- ! lehen, 1779. Soll schon um 1000 bestanden haben; Zeit des Abganges unbekannt. Vgl. auch den Hof Mentzing bei Kriechingen. Metzingerbach s. Mosel 26. Meurthe, ehemaliges franz. Departement, durch Ca-binetsordre des Königs von Preussen als Oberbefehlshaber der deutschen Armee vom 14. Aug. 1870 dem Generalgouvernement in Lothringen mit dem Sitze in Nancy unterstellt; durch Ordre vom 21. August 1870 wurden die Arrondissements Chäteau-Salins und Saarburg vom Generalgouvernement für Lothringen abgetrennt und dem Generalgouvernement im Elsass zugetheilt, in welchem sie mit den Arron-dissements Metz, Diedenhofen und Saargemünd das Departement Mosel (Deutsch-Lothringen) bildeten. Schon im Präliminarfriedensvertrage wurden aber Theile der Arrondissements Chäteau-Salins und Saarburg abgetrennt, welche durch den Frankfurter Friedensschluss vom 10. Mai 1871 wieder an Frankreich überlassen wurden (s. Ka. Vic, Lörchingen und Rixingen). Durch Art. 10 der Zusatzconvention vom 12. Okt. 1871 und Beschlüsse der Grenzregulierungs- I kommission vom 28. August 1872. wurden Theile der Gemeinden Raon-sur-Plaine (Arrondissement St. Di€) und Raon-les- Leaux (Saarburg) wieder an Frankreich abgetreten (s. d.). ! Die deutsch gewordenen Theile des Meurthedepartements bildeten nunmehr die Kreise Chäteau-Salins und Saarburg des Bezirks Lothringen. Marquis, Memoire statistique du dept. de laM.,publie par ordre du Gouvernement. Paris an XIII. Michel, Statistique administrative et historique du dept. de la M. Nancy 1822. Dictionnaire statistique du dept. de la M. par M. E. G. Luneville 1.836. 2 Bde. Lepage, L., |