| OCR Text |
Show Furt - Galfingen. 321 Casimir nach Frankreich zu führen beabsichtigte, den mit einer Abtheilung Kriegsvolk auf dem Alarsche von Strassburg nach Zabern begriffenen Grafen Ems und schlug ihn nebst seinen Leuten in die Flucht. Der Graf rettete sich nach Zabern. - Die Reformation wurde 1570 eingeführt; F. war zuerst Filiale der Pfarrei Ingenheim, s. 1865 von Zehnacker, s. 1889 selbst Pfarrei. Die Kirchenbücher gehen bis 1862 zurück. Die Katholiken waren von jeher nach AVald-olwisheim eingepfarrt (Landkapitel Zabern). Den Zehnten besass die Abtei Maursmünster. - F. liegt am Keltenwege von Barr nach Buchsweiler und hart an der Römerstrasse von Strassburg nach Zabern. Alittelalterlicher Kirchthurm, an welchen das Schiff angebaut ist. 1854 wurde dies erweitert, und 1872 ersetzte eine Thurmspitze das sogenannte Schäferdach. Furt, verschw. Df. (Gde. Kirweiler, Ka. Saaralben, Kr. Forbach, L.). A'urt 1335. - Eine Hälfte des Dorfes, das im Banne von Kirweiler gelegen haben soll, gehörte 1335 zur Grafschaft Saarwerden und war damals an Kurtrier verpfändet. Fussbach, verschw. Df. (Gde. Kaihausen, Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd, L.). Lag südlich von Kaihausen, zwischen Ettingen und Schmittweiler. 1726 als «öder Bann> erwähnt. Fuxenmühle, M. (Gde., Ka. u. Kr. Forbach, L.). S. Erste Alühle (Fuxenmühle). G. Gaaweiher [gahe weyherj, 2 AVeiher im Doubsgebiet, 1,5 südwestl. Struth, je 1 ha. Fischerei. Werden alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Gemeindebesitz. Abfluss s. Rhein-Rhonekanal 2. Gabelfels am Liemesbühl (s. d.), südl. Ober-Steinbach, Kr. AVeissenburg. Gänglingen, Df. (Ka. Falkenberg [1790 Ka. Waibelskirchen, 1792 Ka. Rollingen, 1795 Ka. Falkenberg], Kr. Bolchen, L.). 363 E. 100 Hsr. (10 GRe.) - 235 m. - AG. und Bhf. Falkenberg (7,5). - G ingoniago fine 848; Guin-guelanges 1354: Gengelingen 1377; Guinlange 1869. - Die Gde. umfasst den HO. G. (277 E. 80 Hsr. i, die AO. Helflingen, Klein-Helflingen, N eumühle, Unterstmühle, Vitringerhof und den verschw. O. Edlingen, (der aber vielleicht auch auf dem Banne von Elwingen [s. d.] lag). Die früheren AO. Corv6e und Oberstmühle zählen jetzt zum HO. - Ortseinn. StEBez. Falkenberg IL Fw. (s. 1868, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Falkenberg (s. 1804; Kirche des hl. Petrus ad vineula (1. Aug.). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - 2 kleine Getreidemühlen. War Dorf der Bischöflichen Lehensherrschaft Helflingen (z. Th.), z. Th. auch der Herrschaft Homburg-St. Avold. Da die Hälfte des Dorfes zum Priorat Insmingen gehörte, wird wohl diese Theilung von diesem Umstand herrühren. - G. wird schon 818 in einer Urkunde der Abtei St. Arnulf erwähnt. Eine Vogtei der Alarienkinder (Leute des Priorats Insmingen) auch von St. Alarie genannt, wird dort im 17. und 18. Jhdt. aufgeführt. - G. war vor 1804 Pfarrei des Archipr. Waibelskirchen und hatte Hemilly als Annexe. Den Kirchensatz hatte der Prior von Insmingen. Gemeinde wald (Oberförsterei Falkenberg) 125,8 ha. (Eichen und Buchen.) Alter Besitz der Gde. Gänsbacherhof, Hf. (Gde. Morsbach, Ka. u. Kr. Forbach, L.). 14 E. 2 Hsr. - Gensbach und Ginsbach 1681; Quinsbach 1751; Gensbach 1779. War Hof und Alühle (letztere jetzt preussisch) der Dorfschaft Kochern. Gänsbach war ehemaliger Besitz der Abtei Fraulautern in der Herrschaft Homburg-St. Avold, welcher die Vogtei zustand, und die desswegen jährlich 4 Goldgulden und 10 Malter Korn bezog. Gänsbrüchelbächel s. Hausanbach 5. Gänsenberg, H., 311,4 m, südöstl. Brunstatt bei Alülhausen. Im Genszberg 1548; a m Genszberg 1553; j m Gännssenberg 1570: imgänszberg, imgänsenberg 1743; im Kaiaster: Gantzenberg. Gänseweiher im Larggebiet 0,4 km westl. Brückensweiler - 0,5 ha. Wasserbehälter für Feuerlöschzwecke. (Gemeindebesitz. Abfluss zum Trau bach s. Larg 18. Gänsmühle. AI. (Gde. Retschweiler, Ka. Sulz u. AV., Kr. Weissenburg, U.-E.). 5 E. 1 Hs. Soll schon seit Ende des 17. Jhdts. bestehen. Ihr ursprünglicher Name war Non-nenbrückmü hie; derselbe soll sich auf ein Nonnenkloster, das angeblich früher oberhalb der Alühle gestanden habe, beziehen. Gänsweiher (Gde. Alutterhausen, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd. L.1. 0,24 ha. Privatbesitz. Foredenfischerei. Gärtlesrain, Sennh. (Gde. Sulzern, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.'. 1 Hs. Entstehungszeit unbekannt. Gärtnerberg, Hf. (Gde. Kirchberg, Ka. Alasmünster, Kr. Thann, O.-E.). 9 E. 1 Hs. Erbaut 1793 durch den Gärtner Jean Thirion. Gässgraben s. Thalbach 16. Gässle, Hsr. (Gde. Alühlbach, Ka. Alünster, Kr. Colmar, O.-E.i. Theil des Dorfes Alühlbach, früher als AO. bezeichnet. Gailbach s. auch Obergailbach. Gailbach, AVIL, s. Blies 1. Gaillard s. Alilberg, Hf. (Gde. Azoudange, Ka. Rixingen, Kr. Saarburg, L.). Gaillemühle, AI. (Gde. Alenglatt, Ka. Dammerkirch, Kr. Altkirch, O.-E.). 6 E. 1 Hs. Auch Caillemühle, sowie AVachtel- und L u m p e n mühle genannt. Kleine Getreidemühle mit AVasserkraft. Soll zu Anfang des 19. Jhdts. errichtet worden sein. Gaire. verschw. Hs. (Gde. u. Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 1877 abgebrochen. Gaisbach s. Kannerbach 9. Gaise, La, Hs. (Gde. AVallersberg, Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen, L.». Ehemaliger Hof, dient jetzt als Scheune. Gaisserainrunz s. AATeiss 9. Gaisserthälrunz s. Lauch 17. Gaisweidgraben s. Larg 22. Gaite, AA'. (Gde. Puttigny, Ka. u. Kr. Chäteau-Salins, L.c 1 E. 1 Hs. Besteht seit 1848. Galas, Haut de, s. Haut de Galas. Galba, zerst. Ort (Gde. Imlingen, Ka. u. Kr. Saarburg, L.i. Flurname im Banne der Gde. Imlingen, angeblich Stätte einer eingegangenen Ortschaft. Galberg, H., 278 m, westl. Chicourt, Ka. Delme, Kr. Chäteau-Salins. Galfingen, Df. (Ka. Alülhausen-Süd, [1790-95 Ka. Brunstatt, 1795-1802 Ka. Lutterbach], Kr. Alülhausen, O.-E.). 032 E. 123 Hsr. (12 GRe.) - 290 m. - A.-. L.- u. SchwG. Alülhausen (12,0 5 Bhf. Lutterbach (8,8). - Galfingen 1261; Galfingen 1441. - Zur Gde. gehört der unbew. Ort Schacher (Kap.). Zwischen Galfingen, Illfurt (Ka. Altkirch) und Oberspechbach (dgl.) lag der verschw. Ort Dornhausen. - StEBez. Dornach. - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Alülhausen (s. 1802). Schutzheiliger hl. Gangolf (17. Alai). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar, die Reformirten zur Pfarrei Dornach. G. gehörte zur österreichischen Herrschaft Thann, Vogtei Thann. 1283 wird G. als lediger Bann bezeichnet, scheint also damals unbewohnt gewesen und später wieder besiedelt worden zu sein. 1150-60 erscheint Kloster Feldbach in G. begütert. - Kirchlich gehörte das Dorf zum Landkapitel Sundgau des Bisthums Basel. Das Patronatsrecht besass die Abtei Masmünster. Gemeinde wald (Oberförsterei Alülhausen) 57,3 ha. |