| OCR Text |
Show 192 Johanncsgiessen - Jouv-au\-Arches. J o h a n n e s - oder Rheingiessen, auch 111-Rhein-kanal, vermittelte schon seit .Ion ältesten Zeilen den Schiffahrtsverkehr zwischen dem Rhein und dem Inneren Strassburg- und war desswegen von grosser Bedeutung, besonders, da er zur Beischaffung von Baumaterial aus dem Schv arzwald und vom Kaiserstuhl diente, ehe die Vogesen durch Strassen und Kanäle zugänglich gemacht waren. Auf diesem Kanal fuhren die Züricher am 20. Juni 1 576 in Strassburg ein. Der K an al zweigte aus dem Kleinen Rhein ab und ging längs der heutigen Citadelle - beim Bau derselben 16sl musste der Lauf etwas verlegt werden - durch die Südfront in die Stadt und durch die heutige Züricherstrasse in die 111. Zwei Schleusen, die Katzen-stegschleuse an der Mündung und die Magistratsschleuse an der Kehler Strasse, vermittelten die Haltung des Wasserstandes. Die Anlage des II1-R h e i n-Kana 1 s s. d.i machten den Johanncsgiessen als Schiffahrtskanal überflüssig, und es wurde der in der Stadi laufende Theil 1872-73 überwölbt und in Strassen verwandelt, wie es schon im Laufe der früheren Jhdte. mit einigen Seitenarmen in der Krutenau geschehen war, der auf dem Glacis gelegene Theil ist jetzt der u. L. des Zie gel w a s s e r s (s. d.). J o h a n n e s h o f , verschw. Hf. (?) (Gde. Niederwiese, Ka. u. Kr. Bolchen, L.). Ein ehemaliges Hofgut der Herrschaft Kriechingen. Möglicherweise jedoch identisch mit dem Wirthshause St. Johann, Gde. Dentingen. J o h a n n e s m ü h l e , Hs. (Gde. Folpersweiler, Ka. u. Kr. Saargemünd, L.i. 11 E. 2 Hsr. Soll seit Ende des 16. Ihdts. bestehen; war bis 1883 Mühle. J o h a n n e s t h a l s. Carmagnol (Gde. Bitsch, Ka. Bitsch, K r. Saargemünd, L. I. J o h a n n e s w e i l e r , verschw. O. (Gde. Farschweiler, Ka. u. Kr. Forbach, L.). G u e h a n e s viller 1744 : J o h an nes-v i 11 e r cense 1778; ma. Gehanswiller. - 1808 als Nebenort der Pfarrei Farschweiler erwähnt. Früher selbständige Gde., war aber schon 17.51 mit Farschweiler vereinigt. Soll nach örtlicher LTeberlieferung 13 Hsr. gehabt haben. Die Ortschalt bestand noch 17.51, soll aber bald darauf abgegangen s,in, worauf die Herrschaft Püttlingen aus dem Gelände das theilweise auf der Gemarkung von Dieblingen lag, ein Hofgut gebildet haben soll, das im 19. Jhdt. zerstückt wurde. L>as verschw. Haus, früher Zie g ele i Johannsweiler (s. d ) auf dem Banne von Lupershausen, aber dicht an der Banngrenze von Farschweiler, war wohl eben-lalls ein Rest des Ortes. J o h a n n i s b a n n b e r g , 335 m TP. auf dem nördl. Gipfel. 37s,5 m , plateauartige Erhebung zwischen Nieder- , wiese und Momersdorf, Ka. u. Kr. Bolchen. Johannisberg s Kirchberg. J o h a n n i s m ü h l e , Hf. u. M. (Gde. Kiffis, Ka. Plirt. Kr. Altkirch, O.-E. . 5 E. 1 Hs. Die Mühle ist seit etwa 1893 nicht in Betrieb. Johannisthal, Höfe Gde. Neuweiler, Ka. Lützelstein, Kr. Zabern. I'.-E l. 18 E. X Lisi'. 1751 als Melkerei des Stiftes Neuweiler erwähnt J o h a n n s - R o h r b a c h , Df. (Ka. Saaralben [179:-1802 Ka. Püttlingen], Kr. Forbach, L.'. 7».3 E. 205 Hsr. (12 GRe.) - 235 m. - AG. .Saaralben (14,4); Bhf. Farschweiler (9,4 . - R o r b a c h 1170 ; St. Jean de Rorbach 1594; St. Jean- R o h r bach 1869. - Die Gde. umfasst den HO. J.-R. (755 E. 203 Hsr.i, die AO. Haymühle, Trosslerie und die verschw. O. Dammhütte, Weiler. - P. StEBez. Püttlingen. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Saaralben (s. 1804). Kirche des hl. Johannes (24. Juni . Die Israeliten gehören zum Rabbinat Saargemünd. - Hausindustrie: HutHeehterei, für eine Firma in Saarunion. W a r allodiale Herrschaft in der Probstei Dieuze (s. d . We>;en des häuligen Vorkommens des Namens in Lothringen und in den benachbarten Gegenden ist es nicht leicht, über die Geschichte des Dorfes bestimmte Angaben zu inachen. Es scheint, dass J.-R. altes Familiengut der Grafen von Saarbrücken und von Saarwerden war. Ein I Theil davon kam durch Heirath an die Grafen von Lützelstein, die es spater dem Bisthum Strassburg zu Lehen auftrugen und den von Greifenstein als After-Lehen vergaben. 1294 verkaufte Graf Hugo von Lützelstein mit der Genehmigung des Strassburger Bischofs ein Drittel von Rohrbach den Gebrüdern Johann und Jacob von Warsberg- Alben. Auch die Abtei Wadgassen hatte dort Allo-dialgüter (wohl schon seit ihrer Gründung). 1195 schloss sie wegen der Vogtei einen Vergleich mit dem Grafen von Saarwerden. Die Vogtei ging dann durch Kauf an die Abtei ! über. Saarbrücken hatte ausserdem dort einen Antheil behalten, welchen Johanna von Clermont, Tochter des Grafen Simon III. von Saarbrücken, derselben Abtei schenkte. Das Haus Leiningen und später durch Heirath Blämont (siehe Hellimer) besassen in J.-R. Güter und Rechte. 1411 verpfändete Graf Heinrich von Blämont, was er in Biedesdorf, Blittersdorf, Hellimer und Johanns-Rohrbach besass, an den Johann Wisse von Gcrbeviller. Schon 1441 war J.-R. in alleinigen Besitz der Herren von Kriechingen übergegangen. Das Dorf wird später und noch Ende des 17. Jhdts. als freies Allod von Lothringen unter den Dörfern der Kastellanei Dieuze aufgeführt. Die Kriechingen haben es den Rheingrafen von Salm zuerst 1687 verpfändet, dann 170. verkauft. Endlich haben diese es mit der Herrschaft Püttlingen vereinigt. - J.-R. war vor 1804 Pfarrei des Archipr. St. Arnuald. Kirche 1729 erbaut. D e n Kirchensatz hatte bis 1574 das Kapitel der Kollegiatskirche von Münster, 1606 das von Vic, seit 1678 der Bischof von Metz. Es wird in J.-R. noch eine alte kleine Kapelle erwähnt.-Johanns-Rohrbach ist der Geburtsort der unter Napoleon I. berühmt gewordenen Generäle Eble (1758-1812) und H e y m e s. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Püttlingen) 183,6 ha. (Mittelwald und Hochwald von Eiche, Buche, Hainbuche und Espe.) Alter Besitz der Gde. J o h a n n s w e i l e r , verschw. Hs. (Gde. Lupershausen. Ka. u. Kr. Saargemünd, L.). L a cense de Joannes-viller 1751. 1891 abgerissen. Bis 1865 Ziegelei. W a r wohl Rest des verschwundenen Ortes Johannesweiler (s. d.), dessen Haupttheil auf dem Banne von Farschweiler (s. d.) lag. J o m i n e t . Hs. (Gde. Plappeville, Ka. u. Kr. Metz, L.i. 2 E. 1 Hs. 1872 erbaut. W a r früher A O . hängt aber jetzt mit dem HO. Plappeville zusammen. Jost'sche M ü h l e s. Elsinger Mühle (Jost'sche Mühle). J o t t e n a r d w e i h e r im Seillegebiet 0,7 km nördl. Donnelav. 0,98 ha. - Schaftränke. Wird nicht abgelassen. Privatbesitz. Abfls. zum V i d e lin gerb a ch s. Güblingen. Jouaville, W . (Gde. Vremy, Ka. Vigy, Kr. Metz, L.i. Frühere Bezeichnung (nach dem Namen des Besitzers) des AO. Net s. d derselben Gde. J o u r d a i n s. Sirene (Jourdain). J o u y - a u x - A r c h e s , Df. (Ka. Gorze [1790-1802 Ka. Augny] Kr. Metz, L.i. 952 E. 195 Hsr. (12 GRe.) - 180m. - A G . Ars a. d. Mosel (1,7); Bhf. A.a.d.M. (1,5). - G a u d i a c um 745; G a u g i a c u m 795. - Die Gde. umfasst den H O . J.-a.-A. (925 E. 192 Hsr.., die A O . Luzerailles, Polka, Polka-Schleuse und den unbewohnten O. Bellevue. - P. F. Ortseinn. StEBez. Ars a. d. Mosel. Regenstat. (171 m ) . Armr. (s. 1817). Wasserltg. Fw. (s. 1880, 1 Spritze). - Erholungs- und Krankenhaus der Schwestern der göttlichen Vorsehung aus Peltre (s. 1873, 72 Betteni. Sanatorium • Römerbad» (Kaltwasserkuranstalt, s, 1892). - Kath Hilfspfarrei des Archipr. Gorze (s. 1804). Kirche des hl. Andreas (30. Nov.). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Ars a. d. Mosel. - Geschäftssprache franz. - Ziegelei («Metzer Dampfziegelei», Ges. m. beschr. H.), seit 1898 (24 Arbeiter). Weinhandel. J.-a.-A. gehörte zu dem P a y s Messin (Islei und war Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit und in zwei getrennte Banne, jeder mit einem festen Hause, geschieden: Ban |