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Show l,o| Metz. heute wenige Reste. Litier.: Hist de M. II, 278. Gallia ehrist. XIII, 835. F. d e s R u h e n s , Notizen im Bull.de la soc. d'archeol. de la Mos. 1860 p. 15 ff. Abel, Mem. de la s,,c. d'archeol. de la Mos. VIII über die Fresken); dgl. im Bull. IX. 74ff., los. - Pontiffroy, ehem. Cistercienserabtei am Pont Tiffroy (Diedenhofener Brücke). Die Mittel zur Gründung gewährten 1320 die Metzer Bürger Jean Louvias und Frau Poince nebst ihrem Sohne Jean de la Cour. Die Abtei, zunächst von Mönchen aus Villers-Bettnach besetzt, bli.b auch jederzeit von diesem Kloster abhängig. 1565 wurde die Abtei beim Bau des neuen Walles in ein Haus in der Nähe der Kirche St. Georg verlegt. Die Abtei verarmte und ihre noch übrigen Güter wurden im Jahre 1599 auf das Kloster Petit Clairvaux übertragen. 1741 sollte die Abtei wieder erneuert werden, der Versuch schlug jedoch fehl, und sie wurde endgültig aufgehoben. Hist. de M. II, 512. Gallia christiana XIII, 833. C a l m e t , Hist. de Lorr. II, 490. - Ste. Ciaire s. Franziskaner. - S o e u r s Colettes s. Ste. Ciaire unter Franziskaner. - Cölestiner-kloster (Celestins). Ein Metzer Bürger Bertram le Hungre gründete im Jahre 1367 eine kleine Kapelle in der Nähe des Champ-ä-Seillc und veranlasste 1368 zwei Cölestiner, die aus Paris nach ihrer Heimath Lethringen gekommen waren, den Gottesdienst zu übernehmen. 1371 cedirte ihnen Bertram die Kapelle, und nachdem 1 '•'•'- und 1375 Erweiterungsbauten stattgefunden hatten, entstand allmählich das Cölestiner-kloster. Im Jahre 1452 erhielten die Magdalenenschwestern ein im früheren alten Kirchhofe der Cölestiner gelegenes Gebäude (Elisabethkapellc - zum Aufenthalt angewiesen. Mit dem Bau der Coislinkaserne wurde das Kloster stark eingeengt und man beschloss einen Neubau aulzuführen. Da jedoch die Zahl der Mönche stetig zurückging, beantragte Montmorer.cy beim Könige die Unterdrückung des Klosters, die thatsächlich 1774 a m 9. Dez. ausgesprochen wurde. Die Einkünfte fielen zum grössten Theile dem Seminar S. Simon zu; die Gebäude wurden zunächst dem Bisehof zur Verfügung gestellt und 1785 dem Militärfiskus überlassen. Die Kirche wurde fast völlig zerstört, lsll das Arsenal du genie hieher verlegt; die Reste der Kirche wurden als Militärschmiede verwendet. L i 11 e r.: Hist. de M. 11,564.111,215. Chabert, Austrasie VI, 202ff. Bouteiller, Notice sur le couvent des Celestins de Metz Mem.de 1'acadcmie de M. 1862 Ders., Bull, de la soc. d'archeol et d'hist. de la Mos. IV, 267. Epitaphien bei d'Hanoncelles II, 109, 111, 135, 159, 169, 206, 233ff. - Congregation de Notre D a m e (religieuses de lai. 'Auch Dames de la congregation S. Augustin.) Die Schwestern, deren Orden von Pierre Fourrier gegründet ist, kamen im März 1623 nach Metz und fanden zunächst Aufnahme bei der Aebtissin von S Pierre. Sie erwarben sodann einen Besitz zwischen Medarden- und S. Georgenbrücken-strasse und errichteten hier Ordenshaus und Kapelle. Für letztere Neubau 1757. 1625 Juni 14 i-t die Congregation von der bischöflichen Behörde genehmigt worden. 1721' stellte Bischof Cambout de Coislin den Schwestern Ordensregeln auf. Hist. de M. II, 21'5. - Ste. C r o i x i Sanctae Crucis). ehem. Prämonstratenserabtei, s.S. Eligius unter P rä m o n s tra-tenser. - D a m e s de la doctrine chretienne s. Er-ziehungshäuser. - Dominikaner (Freres pre-cheurs . .Angeblich gegründet 1215 durch den heil. Dominikus selbst, als er in Metz weilte. Aus einer Urkunde des Bischofs Conrad von Scharfenhcrg von 1221 April 21' geht indessen hervor, dass die Dominikaner damals eine Niederlassung in Metz noch nicht besassen und erst vom Bischof die Erlaubnis erhielten eine solche zu begründen. Regnier Tigniane wird al- derjenige genannt, der durch reiche Schenkungen die Be-gründung des Ordenshauses ermöglichte; dasselbe lag an der Stelle der heutigen Kriegsschule zwischen Bären- und Arnulfstrasse. 1286 soll Kloster und Kirche geweiht worden sein. Für die Bedeutung der Met/er Niederlassung spricht. dass drei mal in den Jahren 1251, IL"1^ und 1313 der Orden sein Generalkapitel hier abgehalten hat. 155.' wurde das Kloster den Mönchen von St. Arnulf zugewiesen, und die Dominikaner bezogen ein Haus a m Ludwigsplatze, - la Lanterne». Der Prozess, den sie gegen St. Arnulf anstrengten, blieb trotz des Eintretens der Päpste Pius IV. und Pius V. erfolglos und endete erst 1717 mit völliger Abweisung. Ein zweites Kloster wurde dem früheren gegenüber gebaut an der Ecke der Bären- und Ponceletstrasse und erhielt am 26. Aug. 1668 Bestätigungsbriefe von Ludwig XIV. Hier er- ; hielten die Dominikaner eine theologische Unterrichtsanstalt, welche bis zur französischen Revolution bestand. Ueber das Schicksal der Klosterbaulichkeiten s. St. Arnulf. Litter.: Meurisse 444ff. Hist. de Metz II, 418. Thiriot, Recherches sur l'ordre des Dominicains ä Metz. (Jahrb. für lothr. Gesch. u. Alterthumsk. IV 2, 232 V«, 108.) S. ! auch die Litteratur über das Arnulfskloster. Epitaphien bei d'Hanoncelles II, 32, 44, 46, 51, 57, 5s, 67, 68, 84, so, 107ff., 124, 134, 143, 146, 151, 156, 188, ISO, 191, 242, 246, 266, 267, 271. Saget, Le convent des Fr.-Pr. (Revue eeeiesiastique 1892 . - D o m i n i k a n e r i n n e n i PrOcheresses). Wahrscheinlich wurde der Orden zur Zeit des Bischofs Laurent ius (1269-791 gegründet; er hatte seine erste Niederlassung in der Nähe der Diedenhofener Strasse (Pontiffroy-. Im Jahre 1278 erwarb er ein Anwesen in der heutigen Bischofsstrasse (Cour de Vy) und erbaute hier im 14. Jhdt. eine Kirche, deren • Reste heute noch vorhanden sind. Im Jahre 1502 wurde der Orden reformirt. 1701 schenkte die Gemahlin des Herzogs Max Emanuel von Baiern die in Silber getriebenen Köpfe Kaiser Heinrichs IL und seiner Gemahlin Kunigunde. Litter.: Mcurisse 479. Hist. de M. II, 4o4. Epitaphien bei d'Hanoncelles II, 18, 113. - Ste. Elisabeth s. Filles d e 1 a P r ä s e n t a t i o n N o t r e D a m e unter F r a n z i s k a n e r , - S.Elo y s. Prämonstratenser. - Erzieh- : u n g s h ä u s e r : Ste. A n n e ( S e m i n a i r e de). Im Jahre 1657 fasste die Königin Anna von Oesterreich bei Gelegenheit einer Reise nach Metz zuerst den Plan, ein Seminar \ zum Unterricht zukünftiger Geistlicher zu gründen. 1663 wurde das Projekt verwirklicht. Das Seminar erhielt nach ihr den Namen und die Lehrstühle wurden den Pre-tres de la congregation de la mission anvertraut. M a n unterrichtete Theologie bis 17o3. Nachdem in diesem Jahre die Lazaristen auch das Seminaire S. Simon übernommen hatten (s. dort) wurde in Ste. Anne nur noch Philosophie gelehrt. Das Seminar war im Hotel Montgomery in der Brunnenstrasse, gegenüber S. Nicolaus, untergebracht. Litter.: Hist. de M. III, 599-300. , Notes historiques sur le petit-seminaire de Metz. (Revue eeeiesiastique. Jahrg. isoo p. 27ff.) - C h a noine s r eg u 1 ier s. Die Regularkleriker des Ordens S. Sauveur kamen im Jahre 1735 von St. Pierremont (bei Briey) nach Metz, u m sich hier niederzulassen, nachdem sie der König von den Bestimmungen (28. ! Febr. 1666 und 27. März 1719). dass keine neuen klösterlichen Niederlassungen in Metz zugelassen werden sollten, dispensirt hatte. In dem 1735 begonnenen Fort de la Double-Couronne (Moselfort) legten Bischof S. Simon und Marschall Belle-Isle den Grundstein zu ihrer Niederlassung, die 1740 fertig wurde. Die Kirche diente gleichzeitig als Pfarrkirche. 1753 genehmigte der Papst und 1755 der König, dass die Einkünfte von St. Pierremont zur Gründung eines College royal in ihrem Hause verwendet würden. Es sollten 12 adelige Knaben hier erzogen werden. Litter.: Gallia Christ. XIII, 947. - D o c t r i n e c h r e t i e n n e . Die Schule «des filles de la doctrine chretienne» wurde vom Domherrn Pierre Goize 1712 gegründet, hauptsächlich u m Arme im Lesen. Schreiben und in Handarbeiten zu unterrichten. Die Lehrerinnen hatten keine Klostergelübde abgelegt. Die Schule, durch die Revolution eingegangen, wurde 1807 wieder eröffnet und wird jetzt von Schwestern de Sainte chretienne oder de l'enfance de Je-siis et de Marie geleitet. Das Schulgebäude liegt zwischen Bischof- und Gangulfstrasse. Die Brüder de la doctrine chretienne wurden durch den Bischof St. Simon 1747 |