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Show Hohwalsch - Hohweyersberg. 5Ö3 dorffer dorflutc bitzhar gehebt hant und habent, und da sie genossen hant und niessent.» Spätere Grenzbeschreibungen dieser «Allmende» sprechen vom Tannenwalde vom Holzplatze am Schcllenberge bis zum Hochfelde und scheiden die Kastanienwälder am Alönkalb und im St. Ulrichssthal als anderen Eigenthümern gehörig aus (1563). - In Urkunden von 1385, 1390 und 1393 über die damals den Herren von Ochsenstein verpfändete Herrschaft Barr wird der H. als gemeinschaftliches Eigenthum von Barr, Heiligenstein, Gertweiler, Goxweiler und Burgheim erwähnt, ebenso noch 1467 und 1475. Bei der Verpfändung der Herrschaft Barr 1518 an den 1522 vom Kaiser damit belehnten Reichs-ATcekanzler Nikolaus von Ziegler zu Ziegelberg wurde der H. nicht erwähnt. In einem Inventare über die Rechte der Herrschaft Barr (1525) ist von Rechten der Herrschaft am H. nicht die Rede. Nachdem die Herrschaft Barr durch Kauf 1566 und 1568 in den Besitz der Stadt Strassburg übergegangen war, hat diese unter Widerspruch der betheiligten Dörfer ein Miteigenthum, insbesondere am H., geltend gemacht, und 1736 eine Forstordnung erlassen, gegen welche die Gden. Klage erhoben und 1737 zunächst im Besitze geschützt wurden. 1740 wurde die Eigenthumsklage der Stadt der Gerichtsbarkeit des hohen Rathes in Colmar durch königl. Befehl entzogen und dem Staatsrathe in Paris überwiesen, der das Miteigenthum der Stadt Strassburg 1755 anerkannte, die 1763 durch Theilung den Hinterwald (Hohwald, 889 ha)inden DistriktenHaag, Kirschbühl undKohlschlagerhielt, während der A'orderwald (1300 ha', den fünf Gden. zugetheilt wurde. Zwar hat 1789 der Senat der Stadt Strassburg mit Zustimmung des Ausschusses der Vierziger auf die Erwerbung verzichtet; da jedoch ein Mitglied des Ausschusses dagegen gestimmt hatte, verlangte die Stadt 1792 die Aufhebung des Arergleichs, die im Verwaltungsverfahren 1805 erfolgte. Die fünf Gden. wandten sich dann an den Staatsrath, der das Arerfahren der Verwaltungsbehörde für nichtig erklärte und die Sache 1823 vor die Gerichte verwies. Das Tribunal von Schlettstadt erkannte das Eigenthum der fünf Gden. an (1824), der Appelhof von Colmar dagegen (1836) und der Kassationshof (1838) anerkannten den Thei-lungsakt von 1763 als authentischen Titel, welchem gegenüber die Gden. den Beweis nicht erbracht hätten, dass diese Theilung durch Alissbrauch der Feudalgewalt herbeigeführt worden sei. Litter.: Peucer, Der Process um den Hohwald. (Alittheilungen aus dem Vog.-Club. Nr. 25, 1892, S. 29-42.) Siehe auch Barr, Gemeindewald. [dPr.] Hohwalsch, B., 563,2 m, mit dem gegen Süden schroff abfallenden Hohwalschfelsen, zwischen den Thälern der Gelben Zorn und der Biber. (Stöber, Elsäss. Sagen. Neue Ausg. II, S. 76 u. 309.) A m Fusse desselben der Hohwalsch-platz, eine Einsattelung, durch die eine beide Thäler verbindende Strasse führt. Hohwart. 690 m, flacher Kopf südwestl. über Hof Klausmatt bei Rappoltsweiler. Hohwart, B., 414,8 m, TP., nahe der Bezirksgrenze von Unter-Elsass und Lothringen, südl. Weiler Neuschmelz, Gde. Mutterhausen, Ka. Bitsch. Hohwarth, Df. (Gde. St. Petersholz, Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt, U.-E.). 374 E. 74 Hsr. H. wurde 1269 vom Strassburger Bisthum gegen Verzicht auf die Vogtei im Alundat Rufach an Rudolf von Habsburg abgetreten. Gehörte zur österreichischen Herrschaft Weilerthal (s. d.). Bis 1312 sollen die Templer dort ein Haus gehabt haben, an das der Flurname H e r r c n h o f s t a d t erinnert. 1525 im Bauernkriege eingeäschert, entstand das Dorf erst allmählich wieder. Im 18. Jhdt. war es Pfarrsitz mit Filiale St. Petersholz. Hohwarth, Fsths. (Gde., Ka. u. Kr. Hagenau, U.-E.). Frühere (vor 1888) Bezeichnung des AO. B r u d e r h a us (s. d.) derselben Gde. Hohwarth, Hsr. (Gde. Ulkirch-Grafenstaden, Ka. Geispolsheim, Kr. Erstein, U.-E.). 19 E. 3 Hsr. Siehe Hohwarth Wir., Gde. Strassburg. Hohwarth, AVlr. (Gde., Ka. u. Kr. Strassburg, U.-E.). 238 E. 31 Hsr. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Neuhof. - Strbst. (s. 1886). - An der Strasse nach Ulkirch-Grafenstaden gelegen. Die Warte wurde 1429 erbaut und zu Anfang Neue AArarte, später auch wohl Illkircher AVarte genannt. Sie ist 1678 von den Franzosen unter Crt-qui besetzt und dann geschleift worden. Im 18. Jhdt. dort Wirthshaus Hohewarte, das als Zollstätte diente. Die Ansiedlungen daselbst, zum Theile auf dem Banne von Ulkirch-Grafenstaden gelegen, sind erst im 19. Jhdt. entstanden. H o h w e c k , AVlr. (Gde. Dagsburg, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L ). 91 E. 16 Hsr. - Hohwerck 1777. - Bestand schon 1723, wird auch Haub6 genannt. Hohweckthal, Hs. (Gde. Dagsburg, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg. L.i. 7 E. 1 Hs. U m 1847 erbaut. Hohweiler, Df. (Ka. Sulz u. AV. [s. 1790]. Kr. Weissenburg, U.-E.). 370 E. 80 Hsr. (10 GRe.) - 175 m. - AG. Sulz u. W . (2,2); Bhf. Sulz u. AV. (1,9). - Hohenuuilare 774; ma. Höh willer. - StEBez. Sulz u. AV. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). - Filiale der kath. Pfarrei in Sulz u. AV. Schutzheiliger Johannes der Täufer. Prot. Pfarrei Augsb. Konf. (s. 1846, vorher Filiale von Sulz u. W.) des Konsistoriums Sulz u. AV. (s. 1852, vorher des Konsistoriums Hatten) der Inspektion AA^eissenburg. Zur Pfarrei gehören auch die Protestanten in Hermersweiler (s. 1846, vorher zu Sulz u. AV.), Reimersweiler (s. 1846, vorher zu Oberbetschdorf) und Schönenburg (s. 1893, vorher zu Birlenbach). Simultankirche. H., mit Schloss, ursprünglich Reichslehen, scheint im 13., 14. und 15. Jhdt. gemeinschaftlicher Besitz der Herren von Fleckenstein und der Pullcr von Hohenburg gewesen zu sein. Noch am Anfang des 15. Jhdts. (1401-07) verpfändeten die Hohenburg die Hälfte von H. an Kurpfalz. Später waren die Flcckenstein alleinige Besitzer des Ortes. 1548 trugen sie ihn den Grafen von Hanau-Lichtenberg auf und empfingen ihn von diesen als Lehen zurück. Nach dem Aussterben der Fleckenstein 1720 kam H. an deren Erben, die Gayling von Altheim, Joham von Alundolsheim, A;izthum von Egersberg und von Göllnitz. Oberlehnsherr von H. wurde nach Aussterben der Hanau-Lichtenberg der Landgraf von Hessen-Darmstadt. H. gehörte zum Amte Sulz u. AV. - 1543 wurde die Reformation in H. eingeführt. Protestantische Pfarrei, die jedoch Ende des 17. Jhdts. eingegangen zu sein scheint. Seitdem gehörte H. zur protestantischen Pfarrei Sulz u. W . Auch für die Katholiken von H. war Sulz u. AV. Pfarrei. - H. liegt an einem Keltenwege von Sulz u. W . nach Selz. Römische Funde. Altes Kirchenchor des 15. Jhdts. und einige spätgothische Gegenstände sowie A\Tandmalereien aus dem 15. Jhdt. (gesch. Denkmal) in der sonst modernen Kirche. Hohweinberg, ca. 370 m, nördl. AVeitersweiler, Ka. Lützelstein. TP. bei 343,5 m. Hohwetsohkopf, 590,5 m, westl. über Rammersmatt, Ka. Thann. Hohweyersberg, verschw. Schi. (Gde. Alutterhausen, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). Name eines zerstörten Jagdschlosses, aus Holz und Lehm, durch Graf Jakob von Zweibrücken-Bitsch auf dem Gipfel des Grünhohweyers-berges (s. den folgenden Artikel) vor 1570 erbaut. Das Schloss lag zwischen Egelshard und Alutterhausen; seine vier unbewohnten Thürme standen noch Ende des 18. Jhdts. Jetzt sind nur noch geringfügige Erdaufwürfe und Steinhaufen vorhanden. - Vergl. Thilloy, Les ruines du comt6 de Bitche. (M£m. de l'Acad. de Aletz, 1S61-62, le partie, S. 153 bis 232; bes. S. 214.) Hohweyersberg, Name zweier nordöstl. Alutterhausen, Ka. Bitsch, gelegener Berge: der nördl. der Dürre H., 419,5 m, TP., der südl. der Grüne H„ 2S3.7 m. auf AIB. |