| OCR Text |
Show 60 Barst - Basel. Barst, Df. (Ka. St. Avold [seit 1790], Kr. Forbach, L.). 304 E., 85 Hsr. (10 GRe.) - 285 m. - A G . St. Avold (11,5); Bhf. Oberhomburg (9,3).- B a r n c c h e y t 875; Barneseit, B a r - r ex eim 962; Barst 1681. - Die Gde. umfasst den HO. B. (17o E., 53 Hsr.i und den AO. Alarienthal (seil 1811, vorher selbstständig). - StEBez. St. Avold. - Kath. Hülfspfarrei di s Archipr. St. Avold (seil 1804, vorher Annexe der Pfarrei Maxstadt). Kirche des hl. Wendelin (20. Okt.), früher nur Kapelle. 1819 erweitert. Die Protestanten gehören zur Pfarrei St. Avold. - Hausindustrie: A'erfertigung von Schuhnägeln und Strohhüten, erstere auf eigene Rechnung, letztere für eine Firma in Saaralben. B. war Dorf und bischöfliche Lehensherrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit im Bailliage A'ic. Es scheint ursprünglich mindestens zum Theil alter Besitz der Abtei St. Glossinde in Aletz gewesen zu sein, wegen ihres Gutes Maxstadt (s. d.). Als Sitz der dortigen A'ogtei scheint sich Barst zur Hochgerichtsherrschaft imLaufe der Zeiten herausgebildet zu haben. Die ersten Lehensträger sind nicht bekannt, • scheinen aber die Herren v. Hingsingen gewesen zu sein. 1609 reversirte Hartard v. Palland, Herr v. Warize, welcher Erbe der v. Brücken war. für das Lehen an den Aletzer Bischof de Givry; 1623 verkaufte AA'ilhelm Alartzlof v. Brau-baeh, Erbe der v. Heringen, dem Prinzen v. Lixheim seinen Besitz in Maxstadt, Barst und Host. Noch 1736 gehörte '|3 der Hochgerichtsbarkeit von Barst der Herrschaft Armsdorf, ehemals Besitz der Heringen und Kriechingen. Somit war Barst zuletzt eine sehr getheilte Herrschaft. Den erworbenen Antheil der Braubaeh hat der Prinz zu Lixheim 1630 dem Herrn de Carelle, Herrn v. Alarimont, zu Lehen gegeben. Später erscheinen als Herren in Barst die Familien de Busselot 1681-1700, 1700-1732 die Forget de Barst, 1789 de Vaulx d'Achv. - B. war schon 875 Annexe der Pfarrei Maxstadt. - In Barst wurden zwei neolithische Steinheile, in der Gegend Dimmersteine (Donnersteine i genannt, gallische Alünzen und römische Reste gefunden. Die alte Burg stand dem jetzigen Schulhause gegenüber. G e m e i n d e w a l d ; 17,6 ha (Oberf. Püttlingen). Barten h e i m . Dl. Ka. Landser [1790-95 Ka. Hüningen |, Kr Alülhausen, O.-E.). 1690 E., 359 Hsr. (18 GRe.) - 260 m. - A G . Sierenz (2,8); Hp. B. (0,9). - Bar t e nh a i m 829; Bartenhein 1341; ma. B a r t c n e . - Die Gemeinde umfasst den AO.B. (1410 E., 314 Hsr.i und die A O . Neuweg (Stutz) (seit 1830, vorher Theil der selbstständigen Gde Neuweg [s. d.] im Ka. Hüningen) und Obermühle. - P. F. Hp. (seit 1840). Le-iritimationsscheinstelle. Ortseinn. StEBez. Sierenz. Oeff. Vorschusskasse is.ls90) für die Gden. B., Brinkheim, Kappeln, Niedermagstatt, Ohermagstatt, Stetten, AA'ahlbach, Zassingen. Fw.(seit 1888, 1 Spr.).- Kath.Hilfspfarrei des Dekanats Landser (seit 1802). Schutzheiliger: hl. Georg (23. April). Kapelle des hl. Nikolaus. Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. - Getreidemühle mit AVasserkraft im Orte, ausserdem die Obermühle (s. d.). B. war altes habsburgisches Stammgut und gehörte später zum Theil zur österreichischen Herrschaft Landser; ein anderer Theil des Dorfes war jedoch als Lehen dieser Herrschaft im Besitz verschiedener adliger Geschlechter, so der v. L' ff heim Anfang des 14. Jhdts.), des Hugo zur Sonnen v. Basel (1338), der Rathsamhausen z. Stein (1402), später der v. Landenburg. Der Dinghof zu B. gehörte 1494 der Baseler Domprobstei. Begütert zu B. waren: 829 Abtei Alurbach, 1040 Kloster Einsiedeln (Schweiz), ca. 1180 Stift St. Ursitz (Bern), 1190 das Baseler Domkapitel, 1293 Kloster St. Leonhard zu Basel. - 1466 wurde das Dorf von den Alülhausern zerstört. - Kirchlich gehörte B. zum Landkapitel Inter colles des Bisthums Basel. 1441 Rektorat. Das Patronatsrecht he> ts-, das Baseler Domkapitel. B. bildete früher mit Geispitzen, Kembs. Sierenz und AValtenheim die Pfarrei Hochkirche (s. iL). - B. liegt an einem älteren Keltenwege von Basel nach Egisheim über Habsheim und Ensisheim. Der Kirchthurm stammt aus dem 13. Jhdt. Barthelemy, s. a. Grange-Bartheiemv. Barthelemy, Sgm. (Gde. Plaine, Ka. Saales, Kr. Molsheim, U.-E.). 6 E., 1 Hs. 1867 entstanden. Barthlihutte. Hf. (Gde. Largitzen, Ka. Hirsingen, Kr. Altkirch, O.-E.). 6 E., 1 Hs. - Auch Lebküchleinhütte genannt. Soll ein Rest des verschwundenen Dorfes Steinbach i (s. d.) sein. Der Name Barthlihutte soll herrühren von einem Pächter Bartholomäus, der vor etwa 150 Jahren dort gewohnt habe. Barville, bis 1820 selbstständige Gemeinde; in der Eintheilung von 1790 nicht angegeben, aber schon vor 1802 zum Ka. Lörchingen gehörig. 1820 wurde sie AO. der Gde. Nitting is. d. und Ober- und Unter-Barville), mit Ausnahme des Hofes Haute-Bourdonne (s. d), welcher der Gde. AVeiher i s. d.) zufiel. B a r y ide>, Fabrik iGde. u. Ka. Sulz, Kr. Gebweiler, 0.- E.). 6 E. 1 Hs. Seidenwinderei der Seidenweberei de Bary Merian Söhne in Gebweiler, 51 Arbeiter. Die Fabrik ist 1872 erbaut worden. B a s , au, Hsr. (Gde. Lach, Ka.Weiler, Kr. Schlettstadt. , U.-E.). 31 E. 12 Hsr. Bestanden schon Anfang des 19. Jhdts. B a s , les, Hsr. (Gde Ranrupt, Ka. Saales, Kr. Alolsheim, U.-E.i. 9 E. 3 Hsr. U m 1700 entstanden. B a s - C h e n e , AVlr. (Gde. St. Julien b. Metz, Ka. u. Kr. Aletz, L.c 147 E. 22 Hsr. Soll gleichen Alters mit dem Haupt-i orte St. Julien sein. Zu Bas-Chene wird seit 1898 auch der früher besonders geführte A O . Petit Chäteau gerechnet. B a s e hist hai. verschw. Fsths. (Gde. Gereuth [Krüt], Ka. AVeiler, Kr. Schlettstadt, U.-E.). 1842/43 entstanden, 1900 abgebrochen. Baschney, Sgm. (Gde. Grendelbruch, Ka. Rosheim, Kr. Alolsheim, U.-E.). 2 E. 1 Hs. Besteht s. 1835. Baschney baeehel s. Breusch 32. Bas-de-la-Camme, Hf. (Gde. Urbeis, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 9 E. 1 Hs. Vergl. auch Camme (Gde. Urbeis) und Cammes (Gde. Schnierlach). Herrschaft Rappoltstein. Bas-de-Rougigoutte. Hf. (Gde. St. Kreuz im Le-berthal, Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 7 E. 1 Hs. j 1702 zuerst erwähnt. Bas-des-Huttes, Hf. (Gde. Urbeis, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 4 E. 1 Hs. (Vgl. auch Unter- ! hütten, AATr.i Herrschaft Rappoltstein. Bas-des-Monts, Hf. (Gde. Steige, Ka. A\reiler, Kr. i Schlettstadt, L'.-E. 8 E.i. 1 Hs. U m 1840 entstanden. Bas-des-Monts, Bergabhang bei Steige, s. Roffling. Bas-Donon, Hf. (Gde. Grandfontaine, Ka. Schirmeck, I Kr. Alolsheim, U.-E.). 8 E. 2 Hsr. Soll Ende des 18. Jhdts. entstanden und das älteste Gebäude auf dem Donon sein. Bas-d'Urbeis, AV. u. Hs. (Gde. Grube, Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt, U.-E.). 13 E. 3 Hsr. Soll gleichen Alters mit Urbeis (s. d., Kr. Schlettstadt) sein. Basel, Bisthum. 1. Kirchlich Zum Bisthum Basel gehörten bis zur Revolution die katholischen Pfarreien des Ober-Elsasses, mit Ausnahme von Altmünsterol, Bretten, Jungmünsterol, Luttern, St. Cosman, Schaffnat am AVeiher, ! AVelschensteinbach, die das Bisthum Basel durch Arertrag | vom 7. Dez. 1779 um Tausch gegen einige andere Gemeinden an das Bisthum Besancon (s. d.) abgetreten hatte. (S. a. Alasmünster, Landkapitel, und Eisgau. Landkapitel und Gau.) Dieselben waren ursprünglich in folgende 7 Landkapitel eingetheilt: 1) Ultra colles Ottonis oder Unten am Ottens Bühl; 2) Citra colles Ottonis oder Oben am Ottens Bühl; 3) Citra Rhenum oder A m Rhein; 4i Suntgaudiae oder des Sundgaus; 5) Inter Colles oder Zwischenbergen; 6) A'allis lutosae oder des Lcymenthals; 7) Elsgaudiae oder des Eisgaus (de 1'Ajoie). A'on dem Landkapitel des Sundgaus wurde im 17. Jhdt. das Landkapitel Alasmünster abgetrennt, so |