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Show Bacourt (Herrschaft) - Bärenbach. 17 Delme (s. 1802). Kirche des hl. Alartin (11. Nov.). - Geschäftssprache französisch. - Kleine Getreidemühle. B. war Dorf der Herrschaft A'iviers und Sitz einer Lehensherrsch aft derselben mit ganzer Gerichtsbarkeit. Das Schloss mit einer Gasse im oberen Dorfe bildete eine zweite Lehensherrschaft ebenfalls mit ganzer Gerichtsbarkeit, welche Lehen des Bisthums Aletz war, und zu welcher Güter, wohl alte A'ogteigüter, in Brehain, Alarthil, Lesse, Chenois, Lucy, Nied, Chevillon, Thimonville und Aloncheux gehörten. - Bacourt wird schon 816 als Besitz des Klosters Horren bei Trier erwähnt. Ende des 12. Jhdts. verkauften die Edeln von Bacourt ihr Schloss dem Aletzer Bischof Bertram; 1314 trug Thierry v. Bacourt für 400 Pf. Turneser sein festes Haus mit Zubehör, das er früher als Allod besass, dem Bischof Renaud von Bar wieder zu Lehen auf, was auf zwei verschiedene Burgen zu deuten scheint, die in der That in Bacourt bestanden haben. Das Lehen wird zuletzt 1088 als Bestandtheil des Bisthums erwähnt. - B. war von jeher Pfarrei des Archipr. Delme. Die Kirche ist ein gothischer, jetzt zum Theil umgebauter Bau des 15. Jhdts. Kirchensatz und Zehnten hatten die Herren v. Bacourt. - Ein neolithisches Steinbeil und bearbeitete Feuer- ! steinsplitter, sowie römische Alünzen sind in A. gefunden •worden. G e mein de wald: 38,5 ha (Oberförsterei Chäteau-Salins). Bacourt (Herrschaft) Lehen der Herrschaft A'iviers. Im 13. Jhdt. war Bacourt sowie Thimonville und die Herrschaft Brehain im Besitz der mächtigen Familie de i Brissy, später von Chambley genannt. Diese ursprüngliche Herrschaft Bacourt scheint sich überhaupt auf Besitzungen der Abtei St. Arnulf bei Aletz ausgedehnt zu haben, so auf Alorville, Brehain, Alarthil, Chenois und Lemoncourt. Sic ist wohl als eine grössere Vogtei-Herrschaft über verschiedene Kirchengüter anzusehen. Schon im 12. Jhdt., 1189, erscheinen Ritter von Bacourt, welche wahrscheinlich mehr als einfache Lehensleute der v. Chambley waren. Das Geschlecht erlosch mit Ferry von Bacourt, gestorben 1460, und beide Lehen gingen durch Heirath der einzigen Erbin Alargarethe von Bacourt an die Herren von Kriechingen über. Dieselben haben sowohl dem Bisthum als auch der Herrschaft A'iviers für Bacourt gehuldigt, so 1437, 1454, 1465, 1562, und zuletzt lo41 an A'iviers. 1642 wurde die gesammte Herrschaft an die Le Bachele und die Couet de Viviers verkauft Sie befand sich löol -lo92 in Händen der Streiff | v. Lc-wenstein, dann der Fourrier genannt v. Bacourt bis zur Revolution. Bacourtbach s. franz. Nied o. Bad, Schi. (Gde. AA'attweiler. Ka. Sennheim. Kr. Thann, O.-E.c Früher als AO. bezeichnet, jetzt Theil der Gde. AAL Bad (Waldsburger), Geh. iGde. Artolsheim, Ka. Alarkolsheim. Kr. Schlettstadt, U.-E.). 20 E. 2 Hsr. AVar bis 1878 Alineralbad und wird schon im 17. und 18. Jhdt. als solches erwähnt. AVallfahrtskapelle zum Heiligen Kreuz. Bad Bronn s. Kestenholz. Bad, Chinesisches, s. Chinesisches Bad. Bad Sulz, Kuranstalt ((".de. Wolxheim, Ka. und Kr. Molsheim, U.-E... 7 E. 2 Hsr. Vgl. Sulzbad, Df. Bad Sulzbach, Kuranstalt (Gde. Sulzbach, Ka. Alünster, Kr. Colmar, O.-E.). 4 E. 1 Hs. HSt. AVeier im Thal. Jetzt nur noch Alineralwasserversand. Vgl. Sulz- i bach, Df. - Der Sauerbrunnen von S. wurde 1603 entdeckt. In aeidulis S u 1 zb ach e n s i bu s 1627. Der Sauerbrunnen 1644. Alezius, Sultzbachischen Heilquellbrunnens Vortrab, oder kürtzlicher Bericht, etlicher new erfundenen Saurbrunnc-n zu S. Freyburg i. Br. 1616. Schenk, Beschreibung der heilsamen Quelle von S. Basel 1617. Salivallis acetosella mineral is. Colmar 1640. (Ist Nachdruck der Schrift von Alezius.) Scherhius, Kurzer Unterricht vom Sauerbrunnen zu S. Colmar 1683. Haussmann, Acidularum Sulzbachiensium j historia. Argentorati 17o4. Alieg, Ueber die Eigenschaften und den Gebrauch des Sauerwassers zu S. [Basel] I7s|. Bcltz, Description des eaux de S. Colmar 1789. Barthol dy et Kirschleger, Notice sur les eaux minerales de S. Colmar 1832. Robert, A., Notice sur les eaux de Soultzbach. Strasb. et Colmar 1.854. 2. id. 1870. Kirsch leger, F., Les eaux de Soultzbach au 17e siecle (Rev. d'Als. 2c ser. I, lsoo, S. 2oo-27o) Des eaux gazeuses de S. Strasb. 1855. ls.57. [Faudel, F. C] Notice sur l'eau gazeuse alcaline et ferrugineuse de S. Colmar 1860. Jacquemin, Notice sur les eaux minerales de S. Nancy 1882. Oppermann, Ch. [F.], Analyse de l'eau minerale de S. (Estr. des Alem. de la Soc. d'hist. nat. de Strasb.) Strasb. 1853. [Rohmer, C] Station hydrominerale de S. Colmar 1878. (Ders.) Alineralbad S. Ebd. 1878. Bad Sulzmatt, Kuranstalt (Gde. Sulzmatt.Ka. Rufach, Kr. Gebweiler, O.-E.i. U m isla errichtet; die Quellen werden schon 1514 erwähnt. 1893 abgebrannt. Das daselbst errichtete Mineralwasserversandhaus zählt jetzt zum HO. Baden-Bismarck, Zwischenwerk, s. Zwischenwerk Baden-Bismarck. Badenbronner-Berg, 380 m. Zwischen dem oberen Eskerhach- und Alelcher-Thal, nördl. Reipertsweiler (Ka. Lützelstein, Kr. Zabern, U-E.). Badhaus, Hs. (Gde. Alondorf, Ka. Kattenhofen. Kr. Diedenhofen, L.c 1 Hs. Badischhof, Arh.-Kas. iGde. u. Ka. Alünster, Kr. Colmar, O.-E... 201 E. 5 Hsr. Soll seit 1839 bestehen. Badwasser s. Ehn 3. Bächel. Hsr. bei der Bahnhofsgasse; jetzt zu den Hsrn. der ESt. AVesserling gehörig. (Gde. Fülleringen, Ka. St. Amarin, Kr. Thann, O.-E.). Bächelgraben s. Zorn 28. Bächerkopf, B., 925,3 m, n. Thann (auf den Becher 1766; Baecli er köpf 1789). Bächle, Hsr. (Gde. Luttenbach [3 Hsr.] u. Eschbach 13 Hsr.], Ka. Alünster, Kr. Colmar, O.-E.i. 42 E. 6 Hsr. - Ze Bechelin 1330. Ein Gut «das Bächlin genant» im 16. Jhdt. Die Bühelsmatte daselbst 1607 und 16S8 erwähnt. Poechlen 1775. Bächlein s Thur 25 Bächlengraben s. Thalbach lö. Bächlenrunz s. Thur 19, 20; AVunach 3. Baehlbach s. Hausanbach 1. Bärbach s. Alosel 36. Bärberg, 552,6 m, isolirter Granitkegel im obern Thurthal, nw. Odern, der Annahme nach durch die erodirende AATirkung der Gletscher gebildet, ebenso wie der Märleberg und der Kirchberg in Odern. Bärenacker, Hsr. (Gde. Breitenbach, Ka. Alünster, Kr. Colmar O.-E). lo E. 5 Hsr. Eine «alte» Scheuer daselbst 1713 erwähnt. Bärenbach, Fsths. u. Sgm. (Gde. Hägen, Ka. Alaursmünster, Kr. Zabern, U.-E.). 8 E. 2 Hsr. Das Fsths. bestand schon 1820; über das Alter der Sägemühle ist nichts bekannt. Bärenbach, Hf. (Gde. Sewen, Ka. Alasmünster, Kr. Thann, O.-E.). 11 E. 1 Hs. Berenbach 1731. Soll mindestens 300 Jahre alt sein. Barenbach, Sennh (Gde. Stossweier, Ka. .Münster, Kr. Colmar. O.-E.c 1 Hs. Soll Jhdte. alt sein. Bärenbach entspringt ö. Hub am Nordhange des Wolfsberges-Dagsburg, Reinhardsmünster, Hägen (Sgm. i, kreuzt die Zabern-Saarburger Eisenbahn, mündet in Stambach w. Hägen in die Zorn, rechtes Ufer, 11,5km, 20 Brücken. Zuflüsse: 1. Gross Alu ck enthalbächel, rechtes Ufer, entspringt am AVesthang des Geisfels, mündet w. Reinhardsmünster, 1,5 km. (Zufl.: Klein Aluckenthal-b ächel 0,8 km). - 2. Wolfsbächel 0,6 km. - 3. Gromerthal- oder Lohhaldthalbächel, entspringt am Osthang des Ditschelkopf s. Hültenhausen, 0,8 km. |