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Show 190 Jähstieg - Jebsheim. Windstein. - Der Eisenhammer im Jägerthal 1602 (nach anderen schon u m 1550, benannt nach dem HUttenwerkmeister A d a m Jäger) von Hanau-Lichtenberg errichtet; durch em-phytcuiischen Vertrag von 1690 von Joh. Dietrich erworben. 1757 ein zweiter H a m m e r angelegt. Noch heute im Besitz der Freiherren von Dietrich. Der Betrieb ist aber seit 1890 eingestellt. Ein früher vorhandener Hochofen besteht schon seit den 70er Jahren des 19. Jhdts. nicht mehr. Ein Theil des Ortes gehörte bis 1802 zur kath. Pfarrei in Wörth. Jähstieg, Köpfchen, 566 m, zwischen Otterthal und Limbachthal, zwei rechten Seitenthälchen des Weissbach-thales, östl. Escheimer. Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler. Jailly, M. Gde. Marange-Silvange, Ka. u. Kr. Metz, L.). 6 E. 1 Hs. W a r ehemals mit ganzer Gerichtsbarkeit Besitz der Abtei Justemont und als solcher Bestandtheil der Probstei Briey. J a k o b s h o f s. Jockeishof Jakobshof). J a k o b s m ü h l e , M. (Gde. Saales, Ka. gl. N., Kr. Molsheim, U.-E.!. Ist ein Theil des A O . Voistine (s. d.) ders. Gde. Jalhaye, Kopf, 651.1 m, über dem Weiler Gouite nördl. der von St. Blaise im Breuschthal nach Senones . Frankreich) ziehenden Strasse. Jallaucourt, Df. (Ka. Delme [s. 1790], Kr. Chäteau- Salins, L. 422 E. 118 Hsr. (10 GRe.) - 260 m. - A G . Delme (6,9); Bhf. Chäteau-Salins (11,8). - Jalacort 1328; Gellaicourt 1359; ma.JTöco. - Gendarmeriestation. StEBez. Delme. Armr. (s. 9. Mai 1844). Verbds.-Fw. (s. 1828. 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Delme (s. 1802). Kirche des hl. Dionysius (9. Oct.) gegen 1860 erbaut. - Geschäftssprache französisch. Das Dorf wird 1594 als Bestandtheil des Ban St. Pierre erwähnt; dieses scheint aber irrig zu sein. - Jallaucourt war damals Lehensherrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit in der Kastellanei A m a n c e . Durch Spruch vom 9. Juni 1594 wurde, den Behauptungen der damaligen Besitzer entgegen, die das Dorf als freies Allod ansahen, Jallaucourt als Lehen erklärt. - Diese Herrschaft scheint ursprünglich Kirchengut gewesen zu sein, wahrscheinlich der Metzer Kirche, das vom Bisthum an die von Oriocourt als Allod v ergeben wurde. Erbe der Oriocourt wurde z. Th. die Familie Besänge aus Metz, z. Th. die Herren von Craincourt. Erstere trugen ihren Antheil, ein Viertel, schon 1359 Lothringen als Lehen auf. Dasselbe thaten später (1506) die Craincourt aus der Linie- Wallersberg, nachdem die Craincourt und ihre Verwandten, die Herren von Germingen, 1473 einen Theil des Dorfes durch Lehensauftragung an das Bisthum Metz gebracht hatten. Im 17. Jhdt. erscheint die Herrschaft vielfach getheilt: 1626 werden genannt die de Tornielle, die Rutant, Erben der Besänge, die Erben de Gournay, 1664 die Rennel de l'Escut, die de Mesnil, die de Greiche zu Craincourt und Jallaucourt. - J. war schon vor 1802 Pfarrei des Archipr. Delme. Den Kirchensatz hatten die Herren von Jallaucourt. - Römische Reste. V o m alten Schloss sind noch einige Theile erhalten. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Chäteau-Salins) 170,4 ha. (Mittelwald mit Eichen- und Buchen-Oberholz und Eichen-. Hainbuchen- und Weichhölzer-LTnterholz.) Jallaucourtbach s. Seille 19. Jamailles, Eisenwerk (Gde. Rosslingen, Ka. Gross- Moyeuvre-, Kr. Diedenhofen-West, L.i. 123 E. 30 Hsr. W a s serltg. Die Walzwerke J., 1816 von Franz von Wendel, dem Grossvater der jetzigen Inhaber der Firma »Die Enkel von Franz von Wendel», angelegt, stellen alle möglichen Pro-lileisen und Walzdraht her (757 Arbeiten. J a m b e - d e - b o i s s. Stelzbeinbach (Leber 9). J a m b r o t , Hf. .Gde. Lagarde, Ka. Vic, Kr. Chäteau- Salins, L. . 7 F. 1 Hs. J a m b r o y 1600; J a m b r o c 1715 - W a r Lehen der Kastellanei Lag-trde. Der Hof scheint alt zu sein; er soll Anfang des 12. Jhdts. Bestandtheil der Ausstattungsgüter des Priorats Xures gewesen und durch die Abtei Senones. von welcher Xures abhing, vor 1177 1 durch Tausch der Abtei Haute-Seille überlassen worden sein. L war im lo. Jhdt. Bestandtheil der Kastellanei Lagarde, 15o4 sind einige Güter in Lagarde und J. zu Gunsten j des Philippe Lombard zu Lehen errichtet worden. 1599 reversirten der eben genannte Philippe und Johann von Abocourt für das Lehen J., 1601 die Familie Saubourel, 1609 dieselbe für eine Hälfte und die de Baufort für die andere, Uno, die de Mille, 1723 die Thirion. - Der Hof war im ls. j Jhdt. mit einer Mauer umschlossen. J a n a n h o f , Hf. Gde. Rahlingen, Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd, L.i. 9 E. 1 Hs. - Vayer, metairie 1730: Janan, cense fief 1751. - Steht auf dem Banne des verschw. O. Weiher, der zwischen Biningen und Rahlingen auf-getheilt wurde. Es waren ursprünglich 2 Höfe, einer im Gebiete von Biningen, der andere in dem von Rahlingen, 1730 entstanden, 1736 als Lehen errichtet für J. Guichenon. Der Hof auf dem Bininger Bann wurde 1820 verkauft und niedergerissen. J a n a n h o f b a c h s. Büttenerbach 4. Jardin d e s F e e s auf dem Langenberg s. Feengarten. Jardinot, ehemalige (1756) Bezeichnung des Weilers Ober-Geisse (Gde. Metairies-St. Quirin, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). W a r Besitz des Priorats St. Quirin (s. d.). J a r d i n s - d e - M o n c e , Hs. «Gde. Remilly, Ka. Pange, Kr. Metz, L.). 1 Hs. 1*49 erbaut. Jars, Insel (Gde. Strassburg, Ka. Nord extra muros, I Stdtkr. Strassburg, U.-E.). (Isle-Jard 18. Jhdt.) Durch die Aar (s. d.) und das Elsässerle (s. d.i gebildet. Die darauf befindlichen Häuser (ausser dem Landgut Schützenberger alle erst 1899 erbaut) zählen zum AO. Tivoli (s. d.). Die Insel J. war um 1750 Besitz der durch ihren Briefwechsel mit Voltaire bekannten Gräfin Maria Ursula von Lützelburg- Saareck, geb. von Klinglin i Schwester des berügten Praetors von Strassburg Franz Jos. von Klinglin), die 1765 in ihrem Landhause Isle-Jard im Alter von 82 Jahren gestorben ist. J a u m o n t , Schi. etc. (Gde. Roncourt, Ka. u. Kr. Metz, i L.). 36 E. 5 Hsr. - Schi, gegen 1820 erbaut; der Ort ist älter: i J o l m o n t 1327; J o m o n t 1669. - Dabei die (.Steinbrüche von J.» (100 Arbeiten und 2 kleine Steinbrüche (250 Arbeiter), welche die vorzüglichen Jaumontsteine liefern. Die Steinbrüche von J., die bedeutendsten des Bezirks, sind mit einem 115 m hohen Bremsberg und mittels Dampfbahn mit der Bahnstation Maizieres bei Metz verbunden. J a u x b e r g , Südwesthang des Herrenstein gegen das Maibächelthal, Gemeindewald Dossenheim, Ka. Lützelstein. Ja vel. Sgm. (Gde. Alberschweiler, Ka. Lörchingen, Kr. i Saarburg, L.). 1 Hs. Soll etwa seit Mitte des 19. Jhdts. bestehen. J e a n - L i m o n . Wir. (Gde. Metairies-St. Quirin, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.i. 3 E. 4 Hsr. - Annexe der Pfarrei St. Quirin. - Aus einem gegen 1750 durch das Bene-j diktiner-Priorat St. Quirin erbauten Hofe entstanden und nach dem damaligen Besitzer benannt. Jeannette, ehem. Hf. (Gde. Marthil, Ka. Delme, Kr. Chäteau-Salins, L.). S. Marthil. J e b s h e i m , Df. 'Ka. Andolsheim [1790-1802 Ka. Horburg], Kr. Colmar, O.-E.). 941 E. 220 Hsr. (12 GRe.) - 182 m. - A.-, L.- u. SchwG. Colmar (12,2); Hp. J. (0,7). - Jebi-nesheim 896; ma. Iebse. - Die Gde. umfasst den HO. J. j (930 E. 219 Hsr.) und den AO. Blindmühle (Jebsheimer Mühle). ! - P. T. Oeff. Fernsprechstelle. Hp. J. und J.-Rathhaus (s. 1890). Notar. Gendarmeriestation. Ortseinn. StEBez. Munzenheim. Kantonalarzt. Filiale der Sparkasse zu Colmar (s. 1S92). F w . (s. 1876, 2 Spritzen!. - Filiale der kath. Hilfspfarrei in Grussenheim. Luth. Pfarrei s. 1521), zum Konsistorium Andolsheim der Inspektion Colmar gehörig (s. 1803). 3,8 ha Kirchenwald (Oberförsterei Colmar-Ost). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Markirch. |