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Show :io Glöckelsberg - Görsdorf. Vogesen. Vielleicht fand auf dem Gl. 58 v. Chr. die Zusammenkunft zwischen Cäsar und Ariovist statt. Funde von fossilen Knochen. G l ö c k e l s b e r g s. a. Külberg. G l o c k e n b r u n n e n , Brunnen mitten im Feidezwischen Brubach (Ka. Landsen und Flachslanden (Ka. Alülhausen- Süd). Dort soll die Kirche des verschw. Dorfes Walpolts-weiler (s. d.) gestanden haben. G l o c k e n h o f , (Gde. Kreuzwald) s. Gluckenhof. Gloriette, Hf. (Gde. Gravelotte, Ka. Gorze. Kr. Aletz, L. . 14 E. 3 Hsr. - LSD! erbaut, 1842 und 1862 vergrössert. Glossberg, A'orberg, 327,6 m, südl. Fsths. Eimersforst, Gde. Balbronn, Ka. AA'asselnheim. G l u c k e n h o f , AATr. (Gde. Kreuzwald, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L. . 23 E. 4 Hsr. Ende des 18. Jhdts. entstanden. Früher AVendelhof genannt, weil er dem Herrn von AVendel zuertheilt worden war, als er die Eisenhütten bei Kreuzwald gründete. G l ü c k a u f , Bergw. (Gde. Redingen, Ka. Fentsch, Kr. Diedenhofen-Ost, L.>. S. Pickberg (Glückauf). Glücklachgraben s. Saar 26. G o b e d i n g e n , verschw. O., 1240 mit Haldingen (Hollingen < und D e n t in g e n bei Bolchen als Afterlehen des Bisthums Aletz erwähnt, das Gottfried von Haldingen von den Herren von Finstingen zu Lehen trug. Scheint Eblingen I s. d.) zu sein. G o d c h u r e , Hf. (Gde. Villers-Bettnach, Ka. \rigy, Kr. Metz, Li. 9 E. 1 Hs. G a descheu ren 1594; G a n s c h e u r re 1685; G o t t e c h u r e 18. Jhdt. - Gehört zur Pfarrei Altdorf. - Ehemaliger Besitz mit ganzer Gerichtsbarkeit der Abtei Villers-Bettnach, in der Probstei Sierck (Cour de Perl) später im Amte Freisdorf, dann Busendorf. - AVar früher Annexe der Pfarrei A'illers-Bettnach. - In der Nähe, im Gemeindewalde, Ruine, mit dem Namen «ATieux Chäteau» bezeichnet. G o d o b a c h s. Deutsche Nied 2. G o e b e n , Fort, s. Fort Goeben. Göft s. Hohen- und Kleingöft. Göftberg, H., 396,6 m, TP., südl. Hohengöft, Ka. Alaursmünster, Kr. Zabern; höchste Erhebung in dem Hügelland des Kochersberges zwischen Strassburg, Zabern und Alolsheim, mit weiter Rundsicht. Der Berg zeigt, im Gegensatz zu den auf der andern Seite des Thaies liegenden Sandsteinbergen, reine Juraformationen (A'ersteinerungen). A m Nordhang die St. AA'ende linsk ap eil e. Göfter Kapelle, Kap. südöstl. Hohengöft (Ka. Alaursmünster, Kr. Zabern U.-E.). AA'allfahrtskapelle des hl. Kreuzes. 1772 durch Alichael Adam, Pfarrer in Hohengöft, erbaut. G ö n d e r s b e r g i Gentersberg), Staatswald (Gde. Schorbach, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). (Gentersberg) 966 ha. Oberförsterei Bitsch-Nord. Forsthäuser Ochsenmühle. Neubach. (Eiche, Buche, Birke, Erle, Kiefer, Fichte, Tanne, Lärche, Douglastanne.) Vogesensandstein. Domäne der Herrschaft Bitsch, 129S-1570 lothringisches Lehen der Grafen von Zweibrücken, 1570 das Lehen eingezogen (s. Herrschaft Bitsch, II). 1681 als Lehenstück aufgeführt. Durch Gesetz vom 7. Januar 1901 sind die Forstorte Hauersberg in der Gde. Roppweiler (41,545 ha), Lützelberg Gde. Haspelscheid 88,250 hai und AVustweilerberg in der Gde. Schorbach (244,30 hai an den Militärfiskus zur Anlage des Manöverplatzes bei Bitsch verkauft worden (s. auch Waldeck, Gde. Haspelscheid). G o e r b a c h s. Nied 21. Görlingen, Df. Ka. Drulingen [1793-1801 Ka. AA'olfskirchen], Kr. Zabern, U.-E.). 2ö5 E. 80 Hsr. (10 GRe.) - 260 m. - AG. Drulingen (14,6); Hp. Saaraltdorf (4,1). - Gairoal do villa 700; villa G e r b o l d i n g a 763; Geroldingen 1314; ma. Gärlinge. - Die Gde. umfasst den HO. G. i-24S E. " Hsr. und den AO. Görlinger Alühle. - i StEBez. Drulingen. Armr. (s. 1866). Fw. (s. 1878. 1 Spritzco. - Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Hirschland und der reformirten Pfarrei in Rauweiler. Die Katholiken gc- ! hören zur Pfarrei Bärendorf. - Getreidemühle. Hausindustrie: Palmhutflechterei, für Firmen. Altes Dorf; schon 700 und 763 erscheint das Kloster Weissenburg daselbst als begütert. Später hatten auch das Saarwerdensche Stift St. Blasien und die Abtei Lixheim (bis 1314> Besitzungen in G. Bedeutende römische Reste («Heidenschloss»). Im «Weyerwald» Tumuli. - G. gehörte zur Grafschaft S a a r w e r d e n (s. d.); bei deren Theilung 1745 k a m es an Nassau-Saarbrücken (Amt Harskirchen). Im j 15. Jhdt. verödete das Dorf; erst 1559 wurde es durch französische Hugenotten wieder besiedelt und Coerlingue genannt und gehörte seitdem zu den sogenannten «welschen Dörfern» der Grafschaft. Im 30jährigen Kriege abermals I fast ganz entvölkert. - G. war seit Einführung der Reformation zuerst Sitz eines reformirten Pfarrers. 1722 wurde es Filiale der reformirten Pfarrei Rauweiler. Die alte Kirche 16.85 von den Franzosen zerstört, 1742 wieder aufgebaut. Die Katholiken waren nach Bärendorf eingepfarrt. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Saarunion) 39,1 ha. Görlinger M ü h l e , AL u. Hsr. (Gde. Görlingen, Ka. Drulingen, Kr. Zabern, U.-E.). 17 E. 3 Hsr. Soll seit Alitte des 17. Jhdts. bestehen. Görsdorf, Df. Ka. Wörth [1790-1802 Ka. Niederbronn], Kr. AVeissenburg, U.-E.). 733 E. 171 Hsr. (12 GRe.) - 215 m. - A G . AVörth a. d. Sauer (2,8); Hp. Liebfrauenthal- Görsdorf (0,17). - Arilla G erleihes 695; Gaerlaigovilla 713; Gerleihesdorph 791; Gerlingesdorf 1604. - Die Gde. umfasst den H O . G. (697 E. 163 Hsr.) und die AO. Altmühle, Karlsmühle, Liebfrauenberg, Liebfraucnthal. - P. T. Oeffentliche Fernsprechstelle (in Liebfraucnthal). HSt. Mattstall (s. 1899). Ortseinn. StEBez. AVörth a. d. Sauer IL Armr. (soll s. 1796 bestehen). Wasserltg. (s. 1893). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats AA'örth (s. 1802). Schutzheiliger hl. Alartin (11. Nov.). Filiale Lampertsloch. Ferner gehören zur Pfarrei auch die Katholiken in Alitschdorf (s. 1802, vorher zu Diefenbach). Prot. Pfarrei Augsb. Konf. (s. 1836, vorher Filiale von Wörth) des Konsistorium AVörth der Inspektion AVeissenburg. Filiale: Alitschdorf (s. 1836, vorher zu Preuschdorf). Die Israeliten gehören zum Rabbinat Hagenau, der jüdische Friedhof ist ebendort. - Verein zur Förderung der Obstbaumzucht. - 2 Steinbrüche. Kalk-und Ziegelofen. 2 Getreidemühlen. Kuhhandel. Altes Dorf; schon 695 erwähnt und dann sehr häufig im Laufe des 8. Jhdts. Die Abtei AVeissenburg hatte damals sehr bedeutenden Besitz in G. Der Ort war später bischöflich strassburgisches Lehen der Herren von Lichtenberg, kam 1480 an Bitsch-Zweibrücken, 1570 an Hanau-Lichtenberg und 1736 an Hessen-Darmstadt (Amt AVörth). Die Lichtenberger hatten G z. Th. von den von Born (1314), z. Th. (ein Viertel) v o m Pfalzgrafen Ruprecht 1391 käuflich erworben. 1348 wurde G. von Kaiser Karl IA7'. zur Stadt erhoben, erhielt dieselben Rechte wie Hagenau und Rosheim und wurde gleichzeitig von den Lichtenbergern mit Alauern umgeben. Noch 1480 wird G. oppidum genannt; später sank es wieder zum Dorf herab. 1603 werden Vitriolwerke zu G. erwähnt. - Kirchlich gehörte G. zum Landkapitel Unter- Hagenau. U m 1570 wurde die Reformation eingeführt; 1571 Sitz eines prot. Pfarrers, später jedoch Filiale von Preuschdorf, seit der Revolution von AArörth und 1836 selbständig. Bis 1836 gehen auch die Kirchenbücher zurück. Die gothische Pfarrkirche 1339 erbaut, 1883 renovirt. Simultaneum bestand 1693-1895, w o die neue kath. Kirche vollendet wurde. 1693 kath. Pfarrei (königl.) mit den Filialen Diefenbach, Alitschdorf, Preuschdorf und Lampertsloch. 1763 erscheint jedoch nur noch letzterer Ort als Filiale, 1802 k a m dann Alitschdorf wieder hinzu. - Ehemals befestigter Kirchhof, dessen Thor noch vorhanden ist. Alte Inschrift im Chore der Kirche. |