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Show illzach - Immenkopf. 1-1 Strbst. Burzweiler (s. 1889), I. (s. 1888 und Modenheim (s.1885 . Alter Ort; zur Alerowinger- und Karolingerzeit Sitz einer nach ihm benannten Grafschaft s. d.) und einer königlichen ' Pfalz. Gehörte später zur württembergischen Grafschaft Horburg, wurde jedoch 1437 v o m Grafen Ulrich von Württemberg an die Stadt Alülhausen verkauft, mit der es 1515 in die Schweizer Eidgenossenschaft eintrat und 1798 an Frankreich kam. - Die Burg zu I. war Lehen der österreichischen Grafschaft Plirt und wurde 1454 zur Hälfte den Rappoltstein, 14ol> zur Hälfte den von Huse verliehen. L'nter-lehner waren 1489 die Giel von Gielsberg (aus der Schweiz), 1502-1613 die Herren von Hohen fürst, seit 1616 die von Breiten-landenburg. Begütert in I. war die Deutseh-Ordenskomthurei Mülhausen-Rixhcim. Von dem Zehnten standen dem Orden zwei Drittel, dem Domkapitel in Basel ein Drittel zu. Diese Gefälle erhob später der Ordenspfarrer zu Rixheim. - 1465 und 1466 wurde I. sehr verwüstet. 1525 Aug. 30 unentschiedenes Gefecht bei I. zwischen aufständischen Bauern und dem Sundgauer Adel. - Nach 1. nannte sich ein wahrscheinlich dem Herrenstande angehöriges Geschlecht, 1227 zuerst erwähnt, im 13. Jhdt. in Colmar ansässig, im 14. und 15. auch in Alülhausen, u m Ulli ausgestorben. - I. war vor der Reformation Pfarrei (1441 Rektorat i des Landkapitels Citra Colles des Bisthums Basel. Später war es Filiale von Alülhausen und 1808 bis 29 von Sausheim, seitdem gehört es zur Pfarrei Kingersheim. Von Alülhausen aus wurde 1527 die Reformation in I. eingeführt. Seitdem prot. Pfarrei. Die prot. Kirche wurde im 18. Jhdt. erbaut und 1886 erneuert. L»ie Kirchenbücher sehen bis 1531 zurück. Ein Viertel des Zehnten und das Patronatsrecht besass Alülhausen, das im 18. Jhdt. auch die übrigen, bisher von der Herrschaft Reichenweier zu Lehen gehenden drei Viertel des Zehnten erwarb. - I. liegt an einer Römerstrasse von Alasmünster nach Banzenheim. Römische Funde. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Alülhausen) 31.4 ha. Graf, Alatth., Geschichte der Stadt Alülhausen und der Dörfer I. und Alodenheim. Alülhausen 1819-26. [Grünberg, Paul,] Die Einführung der Reformation in Alülhausen und I. (Eis. Ev. Sonntagsbl. 36, 1S99, S. 42-44.) Lutz, J., Ulzaeher Chronik, auf Grund meist ungedruckter Quellen zusammengestellt. Rappoltsweiler 1898. Illzach, Grafschaft, C o m i t a t u s Ilchicha 672; com. Ille ch i k 817; c o m i t a t u s qu i p er t i n e t a d 1 o c u m A z i c h (lies) Illzicha situm 1040. Eine vom 7. bis zum 12. Jhdt. vorkommende Bezeichnung für die Grafschaft S u n d g au oder Oberelsäss (s. d.i. Noch im liber marcarum veteris epis-copatus Basileensis aus den Jahren 1441-69 (Trouillat, Monuments de l'histoire de l'ancien öveche' de Bäle V, 15 und 69. wird I. mit Illzich bezeichnet. I m s. die Hauptnamen, z. B. I m Schloss s. Schloss Im. I m b s h e i m , Df. (Ka. Buchsweiler |s. 1790], Kr. Zabern) U.-E.). 788 E. 158 Hsr. (12 GRe.) - 265 m. - AG. Buchsweiler (3,6); HSt. Hattmatt (2,5). - H u m m e n e s h e i m 1157 und 1178; ma. Imbse. - Im Gebiete der Gde. lag der verschw. O. Itter. - Oeff. Fernsprechstelle (s. 1901). Ortseinn. StEBez. Buchsweiler. Armr. (s. \Shh). F w . (s. 1889, 2 Spritzen). - Filiale der kath. Pfarrei Buchsweiler, Kirche, des hl. Alartin (simultan; Neubau 1899). Prot. Pfarrei (s. 1570, vorher Filiale von Prinzheim), Konsistorium und Inspektion Buchsweiler. Filiale: Hattmatt. Ursprünglich der unter bischöflich Aletzischer Hoheit stehenden Abtei Neuweiler gehörig (1178 bestätigt durch Papst Alexander III.), kam I. später mit der Vogtschaft über Neuweiler als Aletzer Lehen an die Herren von Lichtenberg, die es dem Amte Buchsiveiler zutheilten. Alit diesem ging es 1480 durch Erbschaft an H a n a u - ! Lichtenberg, 1736 an Hessen-Darmstadt über. - Im 30jährigen Kriege fast entvölkert; 1639 zählte es nur noch zwei Familien. - Das erst vor ca. 25 Jahren abgebrochene Rathhaus zu I. war eins der ältesten im Lande. Die Bürgi r von I. hatten Holzrechte im Walde Breitschloss (s. d.). - Kirchlich war I. nach Einführung der Reformation (1515 zunächst Filiale von Prinzheim, seit 1570 jedoch eigene Pfarrei mit Filiale LIattmatt. Die Kirchenbücher gehen bis 1757 zurück. Simultaneum 1695 eingeführt; die Katholiken gehörten schon damals zur königlichen Pfarrei Buchsweiler. Patronatsrecht und Zehnten zu I. gehörten schon 1178 der Abtei Neuweiler; damals schon eine Kirche zu I. erwähnt. Die heutige Kirche ist 177S erbaut worden. I.- in ein de wald Oberförsterei Buchsweiler) 46 ha. Imlingen, Df. (Ka. [s. 1700] u. Kr. Saarburg, L.i. 594 E. 134 Hsr (12 GRe. - 260 m. - A G . Saarburg (3,6); Hp. I. (0,4i. - E m m e l i n g e n 1125; E m m e l d i n g e n 1240; Hemeling, V m e l i n g e n 1634. - Die Gele, umfasst den HO. I. (566 E. 129 Hsr.), die AO. Bormatt, Hammerwerk, Oberhammer uler frühere A O . Imlingcr Schloss zählt jetzt zum HO.) und die verschw. O. Galba (?), Hartenstein ? , Saarrixingen, Sentingen. - P. T. Hp. (s. 1892). StEBez. Saarburg I. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Saarburg is. 1802). Kirche zu Ehren der Kreuzerhöhung (14. Sept.). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Saarburg. - 2 Kalksteinbrüche (46 Arbeiter). 2 kleine Getreidemühlen. Hausindustrie: Stickerei, auf eigene Rechnung. I. gehörte zu dem Amte S a a r b u r g , und war Lehen mit Schloss und ganzer Gerichtsbarkeit. Imlingen zählte zum ältesten Besitze der Grafen von AIömpelgard-Bar. 1125 wurde es durch Graf Maynard von Alörsberg dem von ihm gestifteten Priorat Zellen (s. d.) als Ausstattungs^ut geschenkt. 1331 erscheint der Ort in Händen der Grafen von Blämont, welche damals auch andere Stücke der früheren Herrschaft Alörsberg is. d.i inne halten, und wahrscheinlich die Vogtei in I. ausübten. Von 1525 bis 1.504 war das Dorf im Besitze der Herren von Braubach, dann mit einem Hofe in Schweixingen durch Kauf in Händen der von Lützelburg bis zur Revolution. 1634 und 1661 bei der Abtretung an Frankreich wird I. als freies Allod erwähnt, wohl als früherer Besitz des Priorats Zellen, denn noch los] reversirte der Prior für I. vor dem Aletzer Parlamente mit der Bemerkung -Tmling dont le prieure ne jouit plus>. W a n n I. zum A m t Saarburg gekommen ist, ist nicht bekannt. - Seit Ende des 16. Jhdts. Pfarrei des Archipr. Saarburg. Den Kirchensatz hatten die von Lützelburg wegen der Herrschaft. - Römische Reste. Steinsärge aus dem Alittelalter. Auf einer Anhöhe bei dun Dorfe Spuren des während der Revolution zerstörten Schlosses (siehe Hartenstein). Dasselbe wurde 1530 von den von Lützelburg nach Zerstörung der Burg von Dann (s. Dann und Vierwinden) erbaut. Im Schlosse Imlingen empfing König Heinrich IL von Frankreich im Jahre 1552 während seiner Unternehmung gegen Strassburg eine Strassburger Deputation. Imlinger Schloss, Schi. (Gde. Imlingen, Ka. u. Kr. Saarburg, L.). Früher AO., jetzt Theil der Gde. I. I m m e g a r t e n , A u f d e m , Hs. (Gde. Hof, Ka. u. Kr. Saarburg, L ) . 3 E. 1 Hs. 1893-94 erbaut. I m m e i d i n g e n , I »f. Gde. Bertringen, Ka. Aletzerwiese, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 260 E. 79 Hsr. - E m m e l d i n g en 1240; Nieder- u. O v e r - E m e l i n g e n 1416; Y meld in g en 1564 - K a p . des hl. Lauren tius. - Gehörte zu der Herrschaft Bertringen (s. d.). Hier war das Aletzer Domkapitel 1429 bis 1789 begütert, wie auch 1775 die Jesuiten von Trier. 1240 erscheint I. im Besitze der Herren von Finstingen, wahrscheinlich als Vögte der Aletzer Kirche. Ihre damaligen Lehensträger waren die Edeln von Brücken (Bliesbrücken). Verschiedene Güter in I. werden 1564 Lükersgüter genannt. Im selben Jahre wird ein Johann von Ymeldingen erwähnt. O r t s w a l d s. Bertringen. I m m e n k o p f , 493,5 m, südwestl. Oberbronn bei Niederbronn. Auf dem Gipfel eine 400-500jährige Buche von 7 m Umfang in Brusthöhe. 31t |