| OCR Text |
Show iügic; mattengraben - Ingolsheim. 4s; Niedermorschweier-Kaizcnthalj.b) Fechtwald. 105,7 ha.i Akazien- Niederwald.) Alter Besitz der Gde. Inglermattengraben s. Liesbach 2. Inglingen, Df. i Ka. Aletzerwiesc [1790-1802 KHO.], Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 236 E. 72 Hsr. (10 GRe.) - 170 m. - A G . Diedenhofen (12,0); Bhf. Diesdorf (3,9). - Ig olingen 1050; E n g e l i n g e n 1095; A n g u e l a n g e 1277; H e n k e lingen 1336; Inglange 1869. - Die Gde. umfasst den HO. I. (205 E. 05 Hsr.i und die AO. Hasdorf, Obermühlc (Inglinger-Alühle), Untermühle (Hasdorfer-Mühle). (Der frühere AO. Bopert zählt jetzt zum HO.) Ferner lagen im Gebiet der Gde. die verschw. O. Kuchenmühle, Nerdorf und Rauschmühle. - StEBez. Aletzerwiese. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Aletzerwiese (s. 1802). Kirche des hl. Alichael (29. Sept.), 1880 erbaut. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Diedenhofen - 2 kleine Getreidemühlen. W a r Sitz einer Lehensherrschaft (s. d.i. Das Dorf mit dem Kirchensatz war durch Schenkung der Gräfin Alathilde, Schwägerin des Papstes Leo IX., Besitz der Abtei Hessen bei Saarburg (1050 bestätigt) geworden. Diese Herrschaft scheint später in Hände der von Volkringen als Vasallen der Aionclcr gekommen zu sein. - 1431 war die Deutschordenskomthurei Luxemburg in I. begütert. - I. war alte Pfarrei des Archipr. Kedingen. Der Kirchensatz, welcher zuerst Besitz der Abtei Hessen war, gehörte zuletzt den Ortsherren. - Beim Bau der neuen Kirche wurden in dem Fundamente der abgebrochenen alten Kirche Alünzen aus der Zeit Karls des Dicken und Ludwigs des Kindes gefunden. Der alte abgetragene Thurm war romanisch. Von hervorragendem Werthe sind die Spätrenaissance-Grabdenkmäler der von Lellich, mit Inschriften, und der vorzüglich erhaltene Altar aus weissem Sandstein vom Jahre 1634. Das Schloss, ehemaliger Besitz der von Lellich, ist ein moderner Bau. Darin Familien-Bilder und gute Copien italienischer Aleisterwerke. Jetzt Besitz der Familie de Puy-maigre. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Kedingen) 103,4 ha. (Mittelwald. Holzarten: Buche, Eiche, Hainbuche, Kiefer.) Alter Besitz der Gde. Inglingen, Herrschaft. Luxemburgisches Lehen; - umfasste die Gemeindebänne von: 1. Inglingen z. Th.(Df. Inglingen [Endungen, Englingen], Hf. Bopert); 2. Ala Hingen z. Th. (Df. Klein-Hettingen z. Th.). - Der Weiler Kleinhettingen und der Hof Bopert (Boppuel) bildeten Zeitweise gesonderte Lehenstücke. 10.50 wird ein Hof der Abtei Hessen (bei Saarburg) in I. erwähnt, wo die Abtei auch den Kirchensatz besass und Vögte bestellte, die schon 1095 genannt werden (Bucelinus de Engelingen i. 1277 hat ein Herr von Feringen sein Allod in Inglingen der Abtei Villers- Bettnach geschenkt. Im 14. und 15. Jhdt. waren Lehensträger die Herren von Volkringen zu Puppelsdorf. U m 1500 kamen I. und Puppelsdorf durch Heirath an die Herren von Lellich. Antheile an der Herrschaft kamen durch Heirath an die Mohr vom Wald (um 1600) und die Heinsberg von Kirschbaum, welche als Alitherren 1668 erwähnt werden. 1680 besassen eine Hälfte des Lehens die Herren von Zant; 1722 werden die de Triaire neben den Herren de Clemery und Hue de Saint R e m y als Lehensinhaber genannt; Nachfolger der letzteren (durch Heirath) waren 1766 die de Gargan, die noch 1789 im Besitze waren; 1668 wird die Burg Pepinville (Puppelsdorf) bei Reichersberg als Bestandtheil oder Dependenz des Lehens Inglingen erwähnt; thatsächlich bestand nur eine Personalunion beider Lehen, die vom 14. Jhdt. bis etwa 1600 den Volkringen und ihren Erben, den Lellich und Alohr vom Wald, gehörten. [dPr.] Inglingen, Kanton. Der Ka. I. (1790-1802), 1790-95 zum Distrikt, 1800-1802 zum Arrondissement Diedenhofen gehörig, umfasste die Gden. (jetzt theilweise nur noch Aussenorte) Bidlingen, Büdingen, Diesdorf, Eisingen, Hellingen, Inglingen, Kaienburg, Kemplich .Klangen, Aletzer-i wiese, Alonneren, St. Margareth, Weckringen, welche 1802 , sämmtlich in den Ka. Aletzerwiese übergingen. Inglingerhof, Hf. (Gde. Schemerich, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L.). 7 E. 1 Hs. - Engelen 1571; Englingen 1594; Ohrengelen 1621. - Gehörte der Abtei Freisdorf, die dort die ganze Gerichtsbarkeit besass. Später wurde die Hochgerichtsbarkeit mit der Probstei Busendorf vereinigt. Der Hof steht auf der verwüsteten Stätte eines ehemaligen Schlosses und Weilers, in welchen nebst Freisdorf ! noch Rettel begütert war. Eine früher dort bestehende ; Kapelle wurde durch einen Priester der Abtei Freisdorf pastorirt. Diese Kapelle war zwischen der Abtei und dem Pfarrer von Aienskirchen streitig. - 1570 hatte der Herzog von Lothringen den Abt von Freisdorf ermächtigt, die verlassenen Dörfer Chemery (Alt Schemerich) und Engelinge zu besiedeln. Inglinger M ü h l e s. Ohermühle (Inglinger Alühlei. I n g m a r s h e i m , abgeg. O., zwischen Oberehnheim (Ka. Oberehnheim, Kr. Erstein) und Bischofsheim (Ka. Rosheim, Kr. Alolsheim, U.-E.). I g m a r s h e i m 803; I n g e m ars-heim 1388; I m m e r s h e i m 1654. - I. war Reichsgut und wurde mit der Burg zu Oberehnheim zu Lehen vergeben, 1340 als Reichslehen dem Andreas von Hungerstein vergeben, dann an die Schoenau, die das Dorf der Stadt Oberehnheim verpfändeten. 1384 war I. wieder im Besitze der Hungerstein, die das Dorf 1388 wieder an Oberehnheim verpfändeten und, da sie das Dorf nicht auslösen konnten, um 1440 an die Stadt verkauften, wozu die kaiserliche Bestätigung 1496 erfolgte. Die Bewohner des Dorfes siedelten darauf allmählich nach Oberehnheim über. Im 16. Jhdt. war es schon verschwunden. Das Pfarramt bestand noch bis zur Alitte des 16. Jhdts.; die Pfarrkirche (St. Gallus) stand noch Ende des 17. - Begütert: 803 Kloster Leberau; 1050 Kloster Hohenburg (Dinghof; Weisthum des 13. -14. Jhdts.); 1214 Deutschorden; 1225 Kloster St. Thomas (Strassburg); 1251 Kloster St. Agnes (Strassburg); 1259 Kloster St. Arbo- I gast (Strassburg). - Erhalten die Flurnamen: Ingmars-heimerfeld, -berg. L'mfassungsmauern des alten Kirchhofs; Dorfbrunnen. G y s s , J. AL, Statuten einer mittelalterlichen Dorfbruder-schaft. (Archivalische Beilage zum Ecclesiasticum Arg. XI, S. 73-76.) Ingolsheim, Df. (Ka. Sulz u. W . [1790-1802 Ka. Weissenburg], Kr. Wreissenburg, U.-E.). 206 E. 43 Hsr. (10 i GRe.) - 155 m. - A G . Sulz u. W (6,4); HSt. Hunspach (3,8). - Ingoldesaha 967; Ingoltesheim 1324; N v d e rn Ingoltzan 1371; m a. Inglse. - Die Gde. umfasst den H O . I. (200 E. 41 Hsr.), den AO. Breitenacker und den verschw. O. Alünchhof (Aishof). - StEBez. Sulz u. Wald. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). Filiale der kath. Pfarrei in Riedselz (s. 1802, vorher von Keffenach). Schutzheiliger i hl. Alichael. Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Rott. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Hunspach. Simultankirche. - Getreidemühle. L, ursprünglich in Ober- und Nieder-I. zerfallend, war im 14. Jhdt. Reichslehen der Puller von Hohenburg (Belehnungen von 1361 und 1401). Im ersten Jahrzehnt des 15. Jhdts. wurde es von den Hohenburg an Kurpfalz verpfändet. 1412 erhielten es die Hohenburg mit der Burg Kleeburg und anderen Dörfern als kurpfälzisches Lehen zurück. 1457 wurde I. von Kurpfalz den Hohenburg genommen und dem Hans von Thalheim gegeben. 1504 sprach Alaxi-milian I. den Ort der Kurpfalz ab und gab ihn an Pfalz- Zweibrücken, in dessen Besitz er bis zur Revolution blieb (Amt Kleeburg), s. 1680 unter franz. Oberhoheit. Begütert in I. war auch die Abtei Weissenburg. Nieder-I. erscheint 1371 vorübergehend im Besitz der Deutsch-Or-denskomthurei Weissenburg. - U m 1530 wurde zu I. die Reformation eingeführt. Der Ort wurde Filiale der refor- |