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Show Gundshof - Gutenbronn. Gundshof (Guntz), verschw. Hf. (Gde. Banzenheim, Ka. Habsheim, Kr. Alülhausen, O.-E.). Lag am Rheine; dort soll früher die Burg Froeschbach (s. d.) gestanden haben. Gunglingen, Zgl. u. Hsr. (Gde. Grossblittersdorf [2 Hsr.] u. Wölferdingen [2 Hsr.], Ka. u. Kr. Saargemünd, L.). 25 E. 4 Hsr. - Das heutige G., 1860 und später erbaut, steht auf der Stelle einer schon früh zerstörten Ortschaft. 1120 wird das Dorf Gundelinga, in welchem das Priorat St. Quirin begütert war, erwähnt. An das Vorhandensein eines eingegangenen Ortes erinnert die lokale Sage über verborgene Schätze. Die Ziegelei (Gde. Grossblittersdorf) wurde 1860 als Sodafabrik erbaut, dann Holzsägemühle und ist jetzt Dampfziegelei. Gunglinger Rerg, bewaldetes Plateau, 325,7 m, zwischen der Saar und Dorf Ruhlingen, Ka. und Kr. Saargemünd. Gungweiler, Df. (Ka. Drulingen [1790-94 Ka. Lützelstein], Kr. Zabern, U.-E.). 267 E. 64 Hsr. (10 GRe.) - 325 m. - AG. Drulingen (3,5); HSt. Adamsweiler (6,8). - Unolf-gundauuilare 830 (? Trad. AViz.); ad Gundelingas um 1120; ma. Gungwiller. - StEBez. Drulingen. Armr. (s. 1853). Wasserltg. (Anlagejahr unbekannt). Fw. (s. 1884, 1 Spritze). - Filiale der kath. Pfarrei AVeyer (s. 1808, vorher von Lützelstein) und der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Eyweiler (s. 1867, vorher von Durstel).- Hausindustrie: Palmhut-tlechterei, für Firmen. - Anfang Alai Kram- und Ziegenmarkt. G. war wahrscheinlich schon 830Besitz der Abtei AVeissenburg, ca. 1120 hatte auch die Abtei Alaursmünster in G.Besitzungen, im 13. Jhdt. Kloster Graufthal. Das Dorf gehörte zur Grafschaft Lützelstein is. d.;, Amt Bett weiler. Infolge des 30 jährigen Krieges war es von 1636-1690 unbewohnt. - Im Alittelalter besass G. eine Kapelle, deren Collatur dem Kloster Graufthal zustand. 1556 wurde die Reformation eingeführt. G. war anfangs Filiale der prot. Pfarrei in Tieffenbach, seit 1603 Filiale von Durstel, seit 1867 von Eyweiler. Kirche 1825 erbaut. Die Katholiken gehörten im 18. Jhdt. zu Lützelstein. Gemeinde wald (Oberförsterei Saarunion) 7,5 ha. Gungweilerhöhe, Zgl. u. Hf. (Gde. Berg, Ka. Drulingen, Kr. Zabern, U.-E.). 13 E. 2 Hsr. 1845 entstanden. Gunstett, Df. (Ka. AVörth [1790-1802 Ka. Niederbronn], Kr. AVeissenburg, U.-E.). 513 E. 123 Hsr. (12 GRe.) - 180 m. - AG. AVörth a. d. Sauer (4.9); Hp. Alorsbronn (1,5). - Gonzolinhuus (?) 736. - StEBez. Wörth a. d. Sauer I. Armr. (s. 1828). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats A\rörth (s. 1802). Schutzhl. hl. Alichael (29. Sept.). Zur Pfarrei gehören auch die Katholiken in Oberdorf. - Oelmühle. Hanfreibemühle. 2 Getreidemühlen. G. ist vielleicht identisch mit dem 736 erwähnten Gonzolinhuus, wo die Abtei Alurbach damals begütert war. Später erscheint G. als Rei chsdorf der Landvogtei Hagenau, seit der französischen Herrschaft (1648) als königl. Dorf. Dinghof und Schultheissenamt zu G. gehörten der Abtei Surburg. Vogtei und Hochgericht besassen die Herren von Fleckenstein als Reichslehen. Auch die Lichtenberg besassen Gerechtsame z u G. - Das Schloss zu G. wurde 1678 von den Franzosen zerstört. In der Schlacht bei Wörth, 6. Aug. 1870, bildete G. einen Theil des Schlachtfeldes. - Kirchlich gehörte G. zum Landkapitel Unter-Hagenau. Pfarrei schon im 15. Jhdt., im Anfang des 18. Jhdts. mit Dürrenbach, 1763 mit Spachbach netzt AO. von Oberdorf), Oberdorf (jetzt noch) und Biblisheim (bis 1808) als Filialen. Den Zehnten erhob das Kapitel von Hagenau. Das Patronatsrecht besass der Probst von Alt-St. Peter in Strassburg. - Im Kirchthurme AVand-malereien (geschichtl. Denkm.). Auf dem Kirchhof 2 Gräber zweier deutscher, bei AVörth gefallener Offiziere, ausserdem im Gebiete der Gde. ein drittes Grab und ein Sammelgrab. Gemeindewald [(Oberförsterei Weissenburg) 78,4 ha. Litt er.: Alömoire pour le Chapitre et la Collegiale d'Haguenau contre la commune de Gundstett. 1768- Gunstetter Rerg, H., 223,0 m, TP., nördl. über Gunstett, Ka. Wörth, Kr. Weissenburg; auf demselben Crucilix mit zwei Linden; weiter Ueberblick über das ganze Schlachtfeld von AA'orth. Hier übernahm am 6. Aug. 1870 um 12 Uhr General von Böse die Leitung der Schlacht bei AVörth auf dem linken Flügel. Guntz, verschw. Hf., s. Gundshof. Gunzweiler, Hf. (Ka. Pfalzburg [1790-1802 Ka. Niederweiler], Kr. Saarburg, L.i. 421 E. 83 Hsr. (10 GRe.) - 320 m. - AG. Pfalzburg (11,0); Bhf. Arzweiler (3,0). - Gunduino villa 699; Guntzwilre 1240; Gundes wilre 1270. - Die Gde. umfasst den HO. G. (398 E. 80 Hsr.), die AO. A m Kanal, Neumühle und AVackenberg, den unbew. O. St. Vincentius von Paula (Kap.) und den verschw. O. Glasschmelze. - StEBez. Saarburg IL AVasserltg. (s. 1898). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Pfalzburg (s. 1802). Kirche zu E. von Alariä Himmelfahrt (15. Aug.). Kapelle des hl. Vincentius von Paula (beim AO. AVackenberg). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Pfalzburg, die Reformirten zur Pfarrei Saarburg. - Kleine Getreidemühle. G. gehörte zu dem Reichsfürstenthum Pfalzburg (s. d.). Schon 699 war hier die Abtei AVeissenburg begütert. G. gehörte später zur Ganerbschaft Lützelburg (s. d.). 1240 hatten die Herren von Finstingen Lehensleute in G. 1270 wird ein Burkard von Gundeswilre genannt, welcher Güter an die Abtei Hessen schenkte. Der Ort war schon 1361 im Besitze der von Lützelburg. Sie behielten ihn in der Familie bis in das 18. Jhdt. hinein. 1780 waren Lehensträger die von Custine. mit ganzer Gerichtsbarkeit. Das alte G., welches 1635 zerstört und dann verlassen wurde, lag etwas südlich vom heutigen Dorfe, welches erst 1701 entstanden ist. Auf dem Gewanne «Glasschmelze» ist 1700 eine Glashütte gegründet worden, welche noch 1729 bestand. - G. war seit 1721 Pfarrsitz des Archipr. Saarburg, Bisthum Aletz. Kirche 1720 erbaut. Der Kirchensatz war Ende des lS.Jhdts. zwischen dem Bischof von Aletz und den von Lützelburg streitig. Vor 1721 war G. Annexe der Pfarrei Hommartingen. - Von der alten Kirche von G. hat sich noch ein Taufstein erhalten. Litt er.: [Faust, L ] , Une ancienne verrerie Lorraine [Gunzweiler]. (Revue ecciesiastique de Aletz 4, 1893, S. 605- 616; 5, 1894, S. 53-63, 102-108.) Gustal-Mühle, AI. iGde. u. Ka. Fentsch, Kr. Diedenhofen- AVest, L.). 15E. 1 Hs. - Gourstal 1206; Gustaulx 1681. - 1206 durch A\ririch von Valcourt an die Abtei Justemont für das Haus der Nonnen von Hammeviller geschenkt (s. d.). Diese Schenkung ist 1224 durch des Gebers Sohn AVirich bestätigt worden. Es scheint, dass die Alühle später durch die Abtei Villers-Bettnach erworben wurde, denn 1624 verkaufte letztere diesen Besitz an einen Herrn Aleunier, welcher eine Eisenhütte, auf der Stelle eines früheren schon vorhanden gewesenen Eisenwerkes, errichten liess. 1666 war die Mühle noch vorhanden und gehörte den von Beauviller zu Bettstein. Huart, E. d', Notice sur les forges de Gustal. (Alem. de LAc. de Metz 1844-45, Ire partie, p. 83.) Gusthütte, städt. Fsths. (Gde., Ka. u. Kr. Schlettstadt, U.-E.). 6 E. 1 Hs. Ende des 18. Jhdts. entstanden. Gustiberg, Sennh. (Gde. Lautenbach-Zell, Ka. u. Kr. Gebweiler, O.-E.). 1 Hs. - Consteberg; Consteber 1775. - Erbauungsjahr unbekannt. Besteht schon über 150 Jahre. Gustiberg, ca. 1010 m, südöstl. Ausstrahlung der mittleren Bers is. d.). TP. bei 996,5 m. Gustiberg, 977 m, nördl. Ausstrahlung des Grossen Belchen mit Sennh. gl. N. Gustyberg, Sennh. Siehe Brennwald (Gustyberg), Sennh. Gutenbronn s. Cappel, Df. |