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Show Buris - Burner. 151 der Habsburgischen Linie in Spanien entbrannte der Spanische Erbfolgekrieg. Durch den Friedensschluss von Utrechl (1713) kamen die spanischen Niederlande an Oesterreich. Frankreich hat durch mehrere Friedensschlüsse zwischen 1559 und 1769 ansehnliche Theile der spanischen Provinzen erworben, insbesondere was das heutige Rcichsland betrifft, Stücke des Herzogthums L u x e m b u r g , bezüglich deren auf dieses Schlagwort verwiesen wird. Wegen der zum ßur-gundischen Kreise gehörigen oder doch von Spanien dazu gerechneten Exklaven im Aletzer Lande, auf welche Spanien hei verschiedenen Anlässen ungenügend begründete Ansprüche bei verschiedenen Conferenzen über den Vollzug der Friedensschlüsse von Cambrey (1559) und des Pyrenae-ischen Friede..s (1659) erfolglos erhob, s. auch Luxemburg, dann Herrschaft Ennery, ferner Th.i, S. 298. In verschiedenen Schriften, besonders des 1*. Jhdts., wird zum Burgundischen Kreise irrthümlich auch das Herzogthum Lothringen gerechnet. Der Irrthum rührt wohl daher, dass im Reichsabschiede von Augsburg (1548), durch welchen die spanischen Niederlande ausgekreist wurden, zu den Provinzen dieses Gebietes auch das Herzogthum < Lotharingien '(neben Brabant, Limburg, Luxemburg und Lieldcrni gerechnet wurde, unter welcher Bezeichnung aber nicht das ehemalige Herzogthum Oberlothringen gemeint war, sondern die inhaltslose herzogliche AVürde in Niederlothringen, die, wie oben erwähnt, von Brabant und von Limburg als leerer Titel übernommen wurde. So ist im Reichsabschiede von 1548 auch die Markgrafschaft des hl. Reichs als Bestandtheil des Burgundischen Kreises erwähnt, die indessen nichts weiter ist, als das'den Herzogen von Oberlothringen als Reichslehen zustehende A m t der Marchis zwischen Rhein und Alaas, dtis sich ursprünglich auch auf Niederlothringen erstreckt zu haben scheint, weil die Herzoge von Lothringen aus dem Hause Elsass für die Grafschaft von Chiny 124.5 den Grafen von Bar Zugeständnisse bezüglich dieser ihnen zustehenden AVürde gemacht haben. Alit der Zeit übten allerdings die Nachfolger der Herzoge von Oberlothringen dieses A m t in Niederlothringen nicht mehr aus (s. Marchis). Als 1531 vor dem Reichskammergerichte die Angelegenheit des Herzogs von Lothringen verhandelt wurde, der trotz seiner Neutralität fremden Lehensträgern Schutzbriefe ertheilt hatte, wurde der kaiserliche Gesandte von den Räthen befragt, was denn unter dem Namen Lotharingia in der goldenen Bulle gemeint sei. Die Antwort des Gesandten, dass unter «Lotharingia vel Brabantia > das alte Herzogthum Lothryk, d. h. das alte Nicderlothringen gemeint sei, dessen herzoglicher Titel auf Brabant und Limburg übergegangen sei, aber nicht das Herzogthum Lothringen (Oberlothringen), erfuhr die Billigung des Kaisers. Der Irrthum erhielt sich aber, und selbst Friedrich der Grosse hielt 173* noch Lothringen für ein Glied des Burgundischen Kreises. - Die Organisation des Burgundischen Kreises war eine andere, als z. B. die des Rheinischen, Fränkischen oder Schwäbischen Kreises. Da das ganze Gebiet einem Herrn unterstand, wurden Kreis-ausschüsse nicht gebildet und Kreistage so wenig abgehalten, als im Oesterreichischen und in den beiden Sächsischen Kreisen, die in gleicher Lage waren. Litter.: Moser, J. J., Deutsches Staatsrecht XXVI, S. 371-75; B u e s c h i n g , Erdbeschreibung. 8. Aufl. 17*7 IL, III, 976-85. B e r g h a u s , Dr. H.. Deutschland seit hundert Jahren. I. Abth. I. Bd., S. 127-141. Histoire du congres et de la Paix d'LTrecht, comme aussi de Celles de Rastatt et de Bade. LTrecht 1716. A\Teber, Ottokar, <Der Friede von LTrecht». Gotha 1891. Fitte, S., Das staatsrechtliche Verhältniss des Herzogthums Lothringen zum Reiche seit 1542. Strassburg 1891. S. 94-102. S. auch die Litter. bei Luxemburg. Herzogthum. [dPr.] B u r i s (Gde. L a Alaxe, Ka. u. Kr. Aletz, L.i. Buris und Sancta C r u x in Buris gegen 1130 und 1206; B u r ey 1324. - Ehemalige Benennung des Ortes, w o die Abtei St. j Croix (s. d. errichtet wurde. 15L4 wird IL als Vorort der Stadt Metz erwähnt, Buris war von Thurv verschieden. Burlachgraben s. Saar 2o. Burlevigne. Ehemalige Lehensherrschaft des Bis Ihum? Metz; wahrscheinlich in der jetzigen Gemeinde Scy (Ka. und Kr. Metz. I..., aus Weinbergen und einem Kelterhause bestehend, lür welche 155t> die Baudoche gehuldigt haben. Burlioncourt, Df. Ka, u. Kr. Chäteau-Salins, L.). (1790-1802Ka.Habudingen Dalli, im 363E.97Hsr, (lOGRe.) - 220 in. - AG. Chat'au Salins 9,1); HSt. Hampont '2,7c Bru Ion i ourt 1170; Brui Honcourt 1266; Brülingen | 1335; B r u 11 oncourt 1344; ma. BreTonco. - Die Gde. umfasst den HO. B 150 E. 94 Hsr und die A O . Haut-de-Hesse und Moulin-de-Cany. - Ortseinn. StEBez. Chäteau-Salins. . Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Chäteau-Salins (s. 1802); Kirche des hl. Leodegar 2. Okt. . - Geschäftssprache französisch. - Kl. Getreidemühle. B. war ein zwischen der bischöflichen Kastellanei Habudingen (s. d.) und der lothringischen Lehensherrschaft Dürkastel getheiltes Dorf, - Es scheint ursprünglich ein ganz bischöfliches Dorl gewesen zu sein und wurde noch als sei, hes 1334 dem Peter von Bar, Herrn zu Pierrefort, verpfändet, 1344 dem Grafen von Salm. Im Dorl war die Abtei Salival begütert, die dort den Bann dei verschwun- ] denen Ortschaft Chanoncourt Chany, Canj mit den Zehnten durch Schenkung des Arnold, Sohn des Vogtes Simon von Aletz. 1226 erworben hatte. Ein Bann von Lixheim,ehemaliger Besitz dieses Priorates, wird dort noch 16*2 erwähnt. - B. war vor 1802 Pfarrei des Archipr. Habudingen. Kirchensatz und Zehnten hatte durch Schenkung des Albero von Habudingen die Abtei Lubeln 1170erhalten. - Angebliche R( m r Strasse nach Marsal und gallo-römische Reste. B u r m a n n e r K o p f , Osthang tmt dem linken Ufer des obern Alodei ihak-s, nördl, Weiler Moderfeld, Gde. Zittersheim, Ka. Lützelstein. B u r n e n , abgeg. Ort bei Brunstatt,! Ka. Mülhausen-Süd Kr. Alülhausen, O.-E.c B u r r o n 1195; B u r n e n 1384; B r u e - nen 1474; B u r n n e n U79; auf die B u r n b a c h 1743. - Be- | gütert: 1195 Baseler Domkapitel. - AVar Pfarrei des Landkapitels Inter colles. Kirchenheiliger St. Stephan. Kirchensalz: 1112 Joh. von Trotthofen. Die Burnenkreuzkapelle s. d.) nächst dem Burnenbrunnen südl. von Brunstatt soll an der Stelle der Kirche des verschwundenen Ortes stehen. B u r n e n , zerst. Hf. (Gde. Bust, Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost. L. c B u rn a c h a in p a g o Moslensi 839. - j Scheint ursprünglich Dorf und Besitz der Abtei St. Alaximin i bei Trier gewesen und früh zerstört worden zu sein. Im 18. Jhdt. nur noch herrschaftlicher Hof, Li maison du Sieur Bournon>, zur Grafs« halt Rüttgen gi hörig und Annexe der Pfarrei Usselskirch. Burnenbach s 111 12. B u r n e n k r e u z k a p e l l e , Kap. Gde. Brunstatt, Ka. Mülhausen-Süd, Kr. Mülhausen,O.-E.). Wallfahrtsort, dem hl. Kreuze geweiht. 1882 durch die Eheleute Stengel an Stelle ' einer älteren, während dir französischen Revolution zerstörten Kapelle, wahrscheinlich der Pfarrkirche des ver- , schvvundenen Ortes Burnen is. d.i, erbaut und der Gde. Brunstatt überlassen. B u r n e q u i n , Ehemaliger Bann mit ganzer Gerichtsbarkeit in der Gde. Charly, Ka. Vigy, und Gde. A'aux, Ka. Gorze, Kr. Aletz, L. (s. d.i. B u r n e r , abgeg. Ort a m linken Giessenufer, nordwestl. von Schlettstadt (Ka. u. Kr. Schlettstadt, L'.-E.). B u r n e r J 1105; B r u n n arium 1217 ; B ü r n e r 1402. - Altes Könlgsgut. 1217 verlieh Kaiser Friedrich IL seine Güter in B. der i Propstei St. Fides zu Schlettstadt. 1310 wurde das Dorf, das bisher im Lehnsbesitz der Herrn von Ochsenstein gewesen war, von Kaiser Heinrich VII. der Stadt Schlettstadt verliehen. Die Ochsensteiner verzichteten 1315 und noch ein- |