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Show 278 Exen, Drei Ursprünglich Name für die über die Doller führende Brücke, alte Zollstätte und Grenze des Zollrechtes, soweit es die Grafen von Egisheim besassen. Später ging das letztere in den Besitz der Grafen von Plirt und dann der Oesterreicher über. Die Brücke wurde vom Amte Thann unterhalten, 1581 trug die Stadt Thann den 10. Pfennig zu den Kosten bei. Das Holz lieferten die L'nterthanen des Rothenburger Thaies, die Frohnden hatten die L'nterthanen der A'ogtei Traubach zu leisten. 12sl» war der AA'inter so milde, dass die Buben zu Eggsen badeten. 1433 wurde die ] Brücke ausgebessert. - E. ist der Geburtsort des Chemikers Jean-Thiehoult Silbermann. 1806-65. E x e n , Drei, s. Drei Exen und Hoh-Egisheim. E y w e i l e r , Df. (Ka. Drulingen [s. 1793], Kr. Zabern, U.-E.i. 413 E. "7 Hsr. 110 GRe.) - 290 m . - A G . Drulingen (6,2); HSt. AA'olfskirchen (5,9). - Einswiller 1578; I ville Anfang des 17. Jhdts ; ma. E y w i 11 er. - StEBez. Drulingen. Armr. (soll seit 1838 bestehen). Wasserltg. Fw. s. 1882, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Weyer (s. 1854, j vorher Filiale von Eschweileri. Schutzhl. hl Gallus(16. Okt.). Prot. Pfarrei Augsb. Konf. (s. 1867, vorher Filiale von Pis- j dorf) des Konsistoriums Drulingen der Inspektion Lützelstein. Filiale: Gungweiler. - Hausindustrie: Palmhutflechterei, I für Firmen. Gehörte zur Grafschaft S a a r w e r d e n (s. d i, Oberamt Neusaarwerden; bei der Theilung der Grafschaft 1745 fiel es an Nassau-Weilburg. Gegen Ende des Alittelalters verödete das Dorf, hauptsächlich durch eine Feuersbrunst. Erst 1559 wurde es wieder von flüchtigen Hugenotten besiedelt, und hiess eine Zeit lang Iville (daher noch heute der Flurname Basdivil = Bas d'Iville). Im 30jährigen Kriege wurde es wieder fast ganz entvölkert. 1722 war E. Mittelpunkt der Saarwerdener Bauernempörung. - 1559 wurde die Reformation in E. eingeführt. Zunächst war E. danach Filiale von Burbach, 1671-.85 von AVolfskirchen, 1698-1704 von Pisdorf, 1704-13 von Hirschland. 1713-57 von Berg, 1757-1867 wieder von Pisdorf. Die prot. Kirche ist 1712 erbaut worden; die Kirchenbücher gehen bis 1746 zurück. Die Katholiken waren seit 1685 nach AVolfskirchen, seit 1771 nach Eschweiler eingepfarrt. Seit 1854 eigene kath. Pfarrei, zu der bis 1865 die Orte Berg und Thal als Filialen gehörten. Gerne in de w a l d (Oberförsterei Saarunion) 83 ha. Eyttenlach oder V e t t e n l a c h s. Zwölfmühlen-kanal 5. F. Fabert, Schi., s. Aloulins bei Aletz (Ka. u. Kr. Aletz, L.). F a b i n g s m ü h l e , AL Gde. Siersthal, Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd, L.c 12 E. 1 Hs. 174o durch Alarx Fabing erbaut. Fabrik, Brau. u. AL Gde. u. Ka. Fentsch, Kr. Dieden-hofen- West, L A 23 E. 5 Hsr. Die Alühle soll schon sehr Lmge bestehen; die Bierbrauerei ist seil 1872 in Betrieb. An ihrer Stelle war früher eine Tuchfabrik und eine Walkmühle. | F a b r i k w e i h e r , 3 Weiher im Larggebiet, 0,5 km südl., bezw. südöstl. Alorzweiler - G r o s s w e i h e r 1,51 ha, AI i 11 e 1 w e ih e r 0,56 ha, F a b r i k w e i h e r 0,20 ha. Fabrikbetrieb. Besitzer : Gebr. Dreyfuss. Zu- und Abfl. s. L a r g 22. F a b r i k w e i h e r Gde. Dreibrunnen, Ka. u. Kr. Saarburg, L. . 1 ha. Eigenthum der Glaswerke von A'allerysthal (s. d.i. Forellenfischerei. F a b r i k w e i h e r , 2 Weiher (Gde. Alutterhausen, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.-. 7 ha und 1,70 ha. Privatbesitz. Forellenfischerei. Siehe a. Oberer Fabrikweiher. Fabrique, Derriere la, M. u. Hsr. (Gde. Leberau, Ka. Alarkirch, Kr. Rappoltsweiler. O.-E.). 20 E. 5 Hsr. Ent-stehungszeit unbekannt. Die früher hier befindliche Oelmühle i-t 1S91 abgi brannt. - Faite. Facherelle, zerst. Hf. Gde. Viviers, Ka. Delme, Kr. Chäteau-Salins, L.i. L a g in der Nähe von Faxe. Fackelköpfle bei Gebweiler s. Hochkopf (Windkopf). F a c k e n k o p f , B.. 580 m., auf der rechten Seite des Alagelthales, östl. Grendelbruch, Ka. Rosheim. F a c k e n t h a i , Fsths. (Gde. u. Ka. Rosheim, Kr. Alolsheim, L'.-E.). 3 E. 1 Hs. 1808 entstanden. F ä h n e l auf dem Hohenburgberg (s d. . F a e t e n b a c h s. Falkensteinerbach 11. F a h r b e r g , IL, 311 m.,w. Oetingen, Ka. u. Kr. Forbach. F a h r w a s s e r s. Eberbach (Sauer) 13. Failly, D L iKa. A'igy [1790 Ka. Argancy, 1795-1802 Ka. Antillv |, Kr. Metz, L.). 198 E. 69 Hsr. (10 G R e ) - 185 m. - A.-, L.- und SchwG. Aletz (9,1); Bhf. Devant-les-Ponts (10,2 . - Failcy 1218; ma. Fai. - Ortseinn. StEBez. Vigy. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. A'igv (s. 1804). Kirche des hl. Trudo (18. Nov.). Filialen: Vany und Vremy. - Geschäftssprache franz. F. war Dorf des P a y s Alessin, Haut Chemin, Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit, Schloss und 500 Alorgen Land, und A'ogtei. Ursprünglicher Besitz der Aletzer Kirche, und zwar Lehen derselben, war der Ort 1193 z. Th. allodialer Besitz der Familie Bataille geworden, welche ihn an Luxemburg »sans ost ni ehevauchie> zu Lehen auftrug. Der andere Theil war als bischöfliches Lehen in Händen der von Epinal, von welchen AVilhelm von Heu 1324 verschiedene Güter erwarb. Es folgten in der Herrschaft: 13S3 die Louve, 1404 Berroy, Corbe, Faulquenel, später (15. und 16. Jhdt.) die Baudoche und de Heu, 1564 Ancillon, dann seit 1665 die Grasset de Failly. - Auch das Domkapitel war in F. begütert. - A m 31. Aug. und 1. Sept. 1870 wurde das von Theilen der 3. Reserve-Division und des Regiments 3, nachher auch von einer Kompagnie des 1. Regiments und dem Landwehrbataillon Samter unter Alajor Hülsemann vertheidigte Failly von der französischen Division Tixier dreimal vergeblich angegriffen. - F. war vor der Revolution Pfarrei des Archipr. Noisseville mit folgenden Annexen: Servigny, Vremy, Villers l'Orme, Augny s. Grimont, Poixe und Vany. (Servigny wurde 1808, Poixe 1854 abgetrennt, A'any [mit A^illers l'Orme] und A'remy gehören noch zur Pfarrei, Augny s. Gr. [s. d.] besteht nicht mehr.) Kirche 1871-1875 erneuert. Der Kirchensatz, einst im Besitz (mit Lehen) des Stiftskapitels von Ober-Homburg, war Ende des 18. Jhdts. mit dem Seminar St. Simon vereinigt worden. - Römische Reste. A'on dem alten befestigten Hause ist noch ein Thurm übrig. Die Pfarrkirche ist ein nicht uninteressanter drei-schiffiger Bau der Uebcrgangszeit des 13. Jhdts., umgeben von einer ehemals als Befestigung dienenden und früher mit Zinnen versehenen Kirchhofsmauer. 31 Kriegergräber von 1870 "1. Faing, Wir. Gde. L'rbeis, Ka. Schnierlach, Kr. Rap-poltsweiler, O.-E.). 338 E. 33 Hsr. - Zu A f f a n e n (Matten) oder genannt Effain 1442; L e Fain 1642; B a t a n d du fain (Alühle) 1660, lööl; O n Fain (Hausi 1663. Herrschaft Rappoltstein. - 2 B a u m woll Webereien der Firma J. Kiener Söhne in Günsbach, mit Wasser- und Dampf kraft, zusammen 187 Pferdekräfte; 358 AVebstühle. 169 Arbeiter. Sägemühle; kleine Getreidemühle. Faite s. a. Haut-de-Faite. Faite, Hf. (Gde. St. Kreuz im Leberthal, Ka. Alarkirch, Kr. Rappoltsweiler. O.-E.i. 7 E. 1 Hs. Bestand schon im Ls. Jhdt. Faite, AVlr. (Gde. Zell. Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 8b E. 16 Hsr. Roche de feste (champs) 1609; Eine Schmiede und Häuser a L'este 1664 ; Les champs de Feite, Ackerland mit 2 Häusern 1760. Herrschaft Rappoltstein. G e r m a i n , L^-on, LTne question de geographie historique Riste-sur-Feste. iBetr. den Namen Faite.) iBulI. de la Soc. philom. vosg. XXI, 1396, S. 177-200.) |