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Show Kerpricher Mühle - Kesseldorfer Wald. 511 Chäteau-Salins, L.i. 424 E. 94 Hsr. (10 GRe.) - 215 m. - AG. Dieuze (2,1); Bhf. Dieuze (1,6). - Kierpcrc 114b; Kirberg 1287; Kirperg 1456 und 1476; Kieiprich 1525; ma. K e r p r i. - Die Gde. umfasst den HO. K. (400 E. 90 Hsr.), die AO. Au-Hange, Ziegelei (Hs.). StEBez. Dieuze. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Dieuze (s. 1802), die Gden. K.. Gebesdorf und Genesdorf umfassend. Kirche des hl. Martin (11. Nov.). - Geschäftssprache franz. - Bei K. befand sich früher eine bedeutende Leim- und Gelatinefabrik (Collerie), sie war seit etwa 1890 ausser Betrieb, die Gebäude sind 1899/1900 abgebrochen worden. Gehörte zu der Probstei Dieuze (s. d.i und war alter Besitz, ursprünglich mit ganzer Gerichtsbarkeit, der Abtei Vergaville. K. wird 114o mit Gencsdorf und Gebesdorf unter den Besitzungen dieser Abtei aufgeführt. 1306 zog sie die Güter ein, die Pelerin von Bourdonnay schon 1296 von ihr zu Lehen trug. In den Jahren 1305, 132b, 1329 und 1341 erwarb sie, wie es scheint, verschiedene Rechte (Vogteirechte?) und Güter, durch welche ihr Besitz vermehrt wurde. In ihrem Revers an die Chambre Royale in Metz klagt die Abtei, dass ihre- Herrschaft K. durch Lothringen eingezogen worden sei. Es scheint, dass K., welches im Mittelalter durch Pest entvölkert worden war, als verlassenes Gut mit Gebesdorf und Sotzeling mit der herzoglichen Domäne vereinigt worden war. K. wurde 172b zu Gunsten eines Herren Kieckler durch Herzog Leopold von Lothringen zur Bar onn ie erhoben. Zur letzteren gehörten ausser K. noch Gebesdorf und die Hälfte vom Dorfe Güblingen mit ganzer Gerichtsbarkeit. Einige kleinere Lehensherrschaften werden noch im Dorfe erwähnt (s. Kirschberg). Ein Freihof gehörte noch im 18. Jhdt. zur Abtei Vergaville, einen zweiten hatte die Familie Guyon von 1708-1789 inne. 1237 war die Deutschordenskomthurei Saarburg in K. begütert. - K. war vor 1802 Pfarrei des Archipr. Vergaville. Kirche 1718 erbaut. Der Kirchensatz gehörte schon vor 1203 der Abtei St. Avold. - Im Walde sollen sich Hügelgräber befinden. Römische Reste. Münzfunde. Kerpricher Mühle s. Moulin de Genesdorf (Kerpricher Mühle). Kerzfeld, Df. (Ka. Benfeld [s. 1790"], Kr. Erstein, U.-E.). 973 E. 209 Hsr. (12 GRe.) - 160 m. - AG. Benfeld (2,3); Bhf. Benfeld (1,4). - Kerze veit 1180; ma. Kerzfald. - StEBez. Benfeld. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Benfeld (s. 1802). Schutzheiliger hl. Arbogast (21. Juli). - Die Protestanten gehören zur Pfarrei Benfeld. - Erheblicher Tabackbau. Tabackbauverein. Schon um 1000 erwähnt. Eine der ältesten Besitzungen des Bisthums St rassbu rg (Amt Benfeld). Im 12. Jhdt. waren Kloster Eschau und Baumgarten, im 13. Jhdt. Kloster St. Arbogast zu Strassburg in K. begütert. Ein Rittergesehlecht von K. 1215 zu ersten Male, 1327 zu letzten Male erwähnt. - Pfarrei (Pfarrkirche St. Arbogast) schon 1135 vorhanden. Patronatsrecht und Zehnten besass Ende des 12. Jhdts. die Abtei Eschau, später das Strassburger Domkapitel. Kirchlich gehörte K. zum Ruralkapitel Benfeld. - 1606 und 17b3 wird als nahe bei dem Ort gelegen eine Kapelle St. Wendelin erwähnt, ferner befand sich 1763 in der Pfarrkirche eine Kaplanei der Mutter Gottes. - K. liegt am Keltenwege von Ettenheim (Baden) nach dem Andlauthale und weiter. Bronze- und römische Funde. Gemein de wald (Oberförsterei Erstein) 184,5 ha. (Eiche, Hainbuche, Esche, Ulme, Erle, Pappel, Hasel, Espe, Dornen, Hartriegel, Liguster u. a.) Keskastel, Df. (Ka. Saarunion [1793 Ka. Neu-Saarwerden, 1794-1801 Ka. Harskirchen], Kr. Zabern, U.-E.). 1330 E. 238 Hsr. (12 GRe.) - 215 m. - AG. Saarunion (4,9); HSt. K. (0,8). - Ca is tres 1291; Kese kastei 1376; Keiser kastei 1661; ma. Kaschtl, Kaschl. - Die Gde. umfasst den HO. K. (1238 E. 231 Hsr.) und die AO. Höllenkopf, Wald-Lothringen. P. T. Oeffentl. Sprechstelle (s. 1901). HSt. (s. 1872). StEBez. Saarunion. Armr. (s. 1873). Fw. (s. 1872, 2 Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Saarunion (s. 1802). Schutzheiliger hl. Nikolaus (0. Dez.). Prot. Pfarrei Augsb. Konf., s. 1802 zum Konsistorium Saarunion der Inspektion Lützelstein gehörig. Filiale Schopperten. Simultankirche für Augsb. Bek. und Ref., aber nur zu Ka-sualfällen. - Sandgrube. Leim- und Kunstdüngerfabrik (Diehl). Getreidemühle. Hausindustrie : Seidenweberei, Leineweberei, Palmhutflechterei, für Firmen. K. gehörte zur Erbkastenvogtei Herbitzheim (s. d.), war vermuthlich Sitz des Untervogtes der Vogtei; ehemals Burg auf dem «Schlosshübel . (s. u.i. Begütert zu K. war die Abtei Herbitzheim. -Vor der Einführung der Reformation (ca. 1570) war K. Pfarrei des Landkapitels Bockenheim (Bisthum Metz). Später prot. Pfarrei, deren Kirchenbücher bis 1698 zurückgehen. Filiale: Schopperten. Bis 1710 werden ausserdem als Filialen genannt Bissen, Harskirchen und Willer, bis 1721 Herbitzheim, Oermingen und Silzheim (?); bis 1726 Altweiler, Hinsingen und Insweiler. 1884-89 gehörte auch Saaralben zur Pfarrei, das dann selbständiges Vikariat wurde. Die prot. Kirche ist 1833 erbaut worden. Seit dem 17. Jhdt. aber auch wieder kath. Pfarrei (doch 1691-98 Filiale von Herbitzheim); Kirchenbücher ab 1641. Hatte 1802 bis 1808 Schopperten als Filiale. Das Patronatsrecht besass ursprünglich die Abtei Herbitzheim, später die Landesherrschaft. 1734-1833 bestand Simultaneum. Die jetzige kath. Kirche ist 1840 erbaut worden. - K. liegt an einem Keltenweg von Drulingen nach Saaralben. Römische Funde und Reste des alten Schlosses. Gemeinde wald (Oberförsterei Saarunion) 580,2 ha. 230-290 m über dem Meere. Alluvium, Keuper, Muschelkalk. (Eiche, Buche, Hainbuche, Esche, Weichholz, Kiefer, Fichte.) Alter Besitz der Gde. Keskastelerbach s. Saar 30. Kessel, Der, der Schluss des Rauenthales bei Eckerich .Markirch), unter dem Br^zouard. Kessel, Im, Hsr. (Gde. Dambach, Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, LT.-E.). 5 E. 2 Hsr. Erbauungszeit unbekannt. Kesselberg, 351,8 m, östl. Breidenbach, Ka. Wolmünster, Kr. Saargemünd. Kesselbühl, Staatswald (Gde. u. Ka. St. Avold, Kr. Forbach, L.). 794 ha. Oberförsterei St. Avold. (Eiche, Buche, Hainbuche, Birke, Erle, Espe, Esche, Massholder, Speier-ling, Eisbeere, Eberesche, Faulbaum, Kiefer, Weymouthskiefer, Fichte, Tanne, Lärche.) Vogesensandstein. Besitz der Abtei St. Avold (St. Nabor), deren Vögte bis 1572 die Grafen von Nassau-Saarbrücken waren: 1789 als Staatsgut eingezogen. Kesselchen, Hf., s. Klosterhof (Kesselchen). Kesseldorf, Df. (Ka. Selz [1790-1802 Ka. Lauterburg], Kr. Weissenburg, U.-E.). 379 E. 72 Hsr. (10 GRe.) - 125 m. - AG. Lauterburg (16,4); Hp. Beinheim (0,8). - Kesselbach 122b. - Die Gde. umfasst den HO. K. (375 E. 71 Hsr.) und den AO. Spitalwald. - StEBez. Selz. Armr. (Gründungs-jahr unbekannt). - Filiale der kath. Hilfspfarrei Beinheim (s. 1808, vorher von Niederrödern). Hausindustrie: Haarnetzstrickerei, für Firmen. K. wird 1226 zum ersten Mal erwähnt. Kloster Königsbrück war damals dort begütert. K., ursprünglich Eigenthum der Abtei Selz, gehörte nach Zerstückelung der abteilichen Besitzungen im Ib. Jhdt. zu Kurpfalz, und zwar zum Amte Selz (s. d.), und wurde 176b mit demselben an Pfalz- Zwcibrücken abgetreten. - Kirchlich gehörte K. bis 1801 zur Pfarrei Selz (Landkapitel Unter-Hagenau). Die Reformation. 1560 eingeführt, wurde 1684 abgeschafft. Seitdem war K. wieder katholisch, und 1802-1808 Filiale von Niederrödern, seitdem von Beinheim. In der Gemarkung von K. liegen 429,8 ha des Strassburger Sp i t al wald es. Kesseldorfer Wald. s. Strassburg, Spitalwald. |