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Show 228 Donnelav, AVeiher von - Donon. (Trad. Wiz.) und 783; D u n n i n g e n 1178 und 1436; D o n ner ey 1183. - Die Gde. umfasst den H O . D. (515 E. 127 Hsr.) und die AO. Bru, Grange-aux-Bois (Holzhofe Romur, St. Hubert. - P. F. Gendarmeriestat. Ortseinn. StEBez. Bourdonnaye. AVasserltg. (s. 1850). Fw. (s. 1857, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Vic (s. 1802). Kirche z. E. Alariä Himmelfahrt (15. Aug.). - Geschäftssprache franz. - Handel mit Bauholz, Getreide, Wein. D. war Dorf der Kastellanei Alarsal (s. d.i. Es wird schon 766 unter den Besitzungen der Abtei AA'eisscnburg erwähnt und soll, mit dem in der Nähe gelegenen Dorf Ley, Stiftungsgut der Abtei Neuweiler im Elsass gewesen sein. 1178 wurden ihr durch Päpstliche Bulle beide Dörfer bestätigt. Die Abtei hatte dort Hoch-, Mittel- und Niedergerichtsbarkeit. Die Souveränetät und die Obervogtei gehörte dem Bisthum. Die Untervogtei, welche u m 1183 durch einen bischöflichen Alinislerialen, Hugo von Donncreys, getragen wurde, war 1228 in Händen des Petrus von Alörsberg. 1436 überliess die Abtei ihren Besitz in Donnelay und Ley dem Aletzer Bischof Conrad Beyer von Bopparl auf Lebensdauer. Nach Ableben des Bischofs erwarben 14ol die Herren von Finstingen die Herrschaft und schenkten dieselbe mit der ganzen Gerichtsbarkeit gleich darauf (1471) an das von ihnen gestiftete Kollegiatskapitel St. Peter in Finstingen (s. d.). 1565 flüchteten die aus Finstingen durch die Rheingrafen vertriebenen Kanoniker nach Donnelav. Die Pfarrkirche wurde hierauf 1571 durch den Cardinal von Guise zur Kollegialkirche erhoben, welchen Titel sie auch bis 1667 behielt. 1459 erscheinen als bischöfliche Lehensträger die Herren von Rineck, 1479 die von Esch, 1492 die Gournay. Donnelav, las Kirchengut in der Kastellanei Alarsal war (s. o.) und mit dieser 1593 an Lothringen gekommen war, wurde 1661 an Frankreich abgetreten. (S. Route.) Die Herrschaft Finstingen reversirte noch 1682 für die hohe, mittlere und niedere Gerichtsbarkeit von Ley und Donnelay, ebenso auch der dortige Pfarrer für seinen Antheil. Auch die Ba-ronnie Alarimont hatte in D. Besitz. - D. war schon 117S selbständig. Pfarrei (mit Ley als Annexe) des Archipr. Alarsal. Der Kirchensatz, welcher, wie die Herrschaft, Besitz der Abtei Neuweiler war, blieb bei dieser. - Auf dem Kakelberg Gräberfund: Waffen und Alünzen. Kirchthurm z. Th. alt, wohl aus dein 13.Jhdt. Beim Bau des Schiffes fanden sich antike (römische?) Reste. Donnelay, W e i h e r von, s. Brüweiher. Donnelaybach s. Seille 5. D o n n e n b a c h s. Eichel 2. D o n n e n b a c h e r Berg, Südhang im Donnenbach- (oberen Eichel- thal, östl. Struth, Ka. Lützelstein. D o n n e n b a c h e r m ü h l e , Luftkurort iGde. Struth, Ka. Lützelstein, Kr. Zabern, L'.-E). 6 E. 1 Hs. - Bestand schon Anfang des 19. Jhdts., brannte Anfang der zwanziger Jahre ab und wurde wahrscheinlich 1826 wieder aufgebaut. Im Frühjahr 1898 ganz abgerissen und als Luftkurort eingerichtet. D o n n e n b a c h e r w e i h e r im Saargebiet 4 k m nw. Lützelstein. -3,5 ha. Fischerei und Mühlenbetrieb. AVird nicht abgelassen. Privatbesitz. Zu- und Abfluss s. Eichel 2. D o n n e n h e i m , Df. (Ka. Brumath [s. 1790], Landkr. Strassburg, U.-E.). 148 E. 27 Hsr. (10 GRe.) - 175 m. - AG. Brumath (6,1); Hp. Stephansfeld (4,0). - D anoneuuilar e 774 Trad. AViz.i; D u n e n h e i m 1196; ma. D o n n e n e. - I m Gebiet der Gde. lag der verschw. O. Baumgarten (Hf.). - StEBez. Brumath. Armr. (s. 1866). - Filiale der kath. Hilfspfarrei Bilwisheim (s. 1862, vorher von AVingersheim). Schutzheiliger hl. Bernhard (20. Aug.). Schon 774 und weiter 776 und 780 erscheint die Abtei Weissenburg in D. als begütert. Das Dorf gehörte ursprünglich zur unterelsässischen Landgrafschaft, wurde jedoch 1196 von Kaiser Heinrich AT. derselben entzogen und der dort schim vorher reichbegüterten Abtei N e u bürg übertragen. welche es bis zur Revolution im Besitz behielt. Ein Streit um D. zwischen den Landgrafen und der Abtei zu Anfang des 13. Jhdts. wurde 1236 von Friedrich II. zu Gunsten der letzteren entschieden. - Kirchlich war D. schon im 16. Jhdt. Filiale von AVingersheim, wurde 1802 Filiale von Hohatzenheim und 1808-61 wieder von AVingersheim. Die Kapelle zu D. war 1298 der Abtei Neuburg incorporirt, die auch Patro-nats- und Zehntrecht besass. D o n n e n m ü h l e , AI. u. Hsr. i Gde. Beiern, Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 14 E. 4 Hsr. D o n n e r s c h e u e r , verschw. H L (Gde. u. Ka. Diedenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). Lag bei Obergentringen, jetzt nur noch Flurname; in der Nähe des heutigen AVeilers Briquerie. D o n o n s. a. Bas-, Haut-, Plate-Forme-Donon. D o n o n , Fsths. (Gde. Grandfontaine, Ka. Schirmeck, Kr. Alolsheim. L'.-E). 5 E. 1 Hs. - P. F. - Anfang der 60er Jahre des 19. Jhdts. entstanden. D o n o n , Gasths. (Gde. Grandfontaine, Ka. Schirmeck, Kr. Molsheim, U.-E.). 3 E. 1 Hs. 1892 a m Fusse des Donons erbaut, vom Besitzer Hotel A'elleda genannt. - Oeffentl. Fernsprechstelle. D o n o n , Berg: a) Grosser D o n o n , franz. Haut D o n o n , 1008 m , TP. (auf dem Gipfel Nachbildung eines römischen Tempels (s.u.) und zwei Orientirungstafeln des Vog.- Clubs ), und b) Kleiner D o n o n , franz.Petit D o n o n , 964 m; beide getrennt durch den Dononsattel, franz. Entre les d e u x D o n o n s , 822,5 m, auf der AA^asserscheide zwischen dem Breuschthal und den Thälern der Rothen und AVeissen Saar-unweit der deutsch-französischen Grenze. A'on den beiden Gipfeln ist der weitaus berühmtere der Grosse Donon, zuerst erwähnt unter dem Namen Ferratus m o n s in zwei lateinischen L'rkunden aus den Jahren 1172 und 1272, in französischen aus späterer Zeit übersetzt durch Ferre-mont. Der heutigen Tages allgemein verbreitete Name D o n o n , das keltische AVort D o n oder D u n = Berg, findet sich schon in einem Vertrage aus dem Jahre 1436 des deux Donons); D o m Ruinart (Ende des 17. Jhdts.) erwähnt ihn neben dem, wie es scheint, zu seiner Zeit geläufigeren, jetzt nicht mehr gebräuchlichen Namen F r a n k e n berg, franz. Alontagne de F r a m o n t . Der N a m e H o h e Donne, mit dem früher die deutsch sprechende Bevölkerung des Landes den Berg bezeichnete (schon bei Specklin in seinem Bericht aus dem Jahre 1580 [im Strassburger Stadtarchiv]: «auf der hohen und grossen Thonn»; auch Dagobert Fischer [Die ehemalige Priorei St. Quirin, 1864] gebraucht noch ausschliesslich diese Bezeichnung), ist leider in Vergessenheit gerathen und sollte wieder zu Ehren gebracht werden. Ob der von mittelalterlichen Chronisten dem Odilienberg beigelegte N a m e Altitona wirklich - wie Schöpflin glaubt - nur durch eine A'erwechslung mit dem Donon auf den Odilienberg übertragen worden ist oder ob, was bei der Etymologie des Namens nicht unwahrscheinlich ist, beide gleich be, rühmten Berge diesen Bergnamen (Altitona = Hohe D o n n e , der h o h e Berg) geführt, muss dahingestellt bleiben. - Der D. war einst reich an Denkmälern verschiedener Art aus gallisch-römischer Zeit, deren Entdeckung wir den Brüdern D o m Hyaeinthus Alliot, 1676-1705 Abt von Aloyenmoutier, und D o m Petrus Alliot, 1684-1715 Abt von Senones, verdanken, die im Jahre 1692 zum ersten Alale und in den folgenden Jahren noch öfter den Donon besuchten und uns Berichte und bildliche Darstellungen der dortigen Denkmäler hinterlassen haben. Auf dem Plateau des Berges, das westlich unterhalb des eigentlichen Gipfels sich ausbreitet, fanden sie die Reste dreier Gebäude, von denen eines noch vorzüglich erhalten war; von letzterem sind heutigen Tages nur noch die Grundmauern vorhanden, vom Volke als <.AIerkurtempel» angesprochen, die beiden andern sind spurlos verschwunden; in der Nähe des Gebäudes eine noch vorhandene Cisterne. Ferner fand man Bruchstücke von Säukn |