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Show 51 i Kattenbach runz - Kattenbachrunz s. Thur 29. Kattenhofen. Df. Ka. gl. N. [s. 1790], Kr. Diedenhofen- Ost, L i. 842 E. 261 Hsr. (12 GRe.) - In der Nähe der Mosel. - 150 m. - AG. Diedenhofen (9,4); HSt. Königs-machern (4.2). - Ket e n h e i m 12.-15. Jhdt.; K e t t e n h o v e n 1558; Kettenhouf 1594; C a t t e n o m 1869. - Die Gde. umfasst den HO. K. (795 E. 24b Hsr.), die AO. Homeldingen. Hüssingen, Moselfähre, Reiter. Warpig und die verschw. O. Schaffe-Platz und Vertgen. - P. T. Notar. ObStktr. StA. IL StEBez. Diedenhofen. Armr. (s. 15. Aug. 1826). Sparkasse s. 1890). Wasserltg. (s. 1884). F w . (s. 1844, 2 Spritzen). - Kath. Pfarrei IL Klasse (s. 1802), Sitz eines Archipr. des Bisthums Metz, die Pfarrei K. und die Hilfspfarreien Arsweiler, Beiern, Berg, Bust. Escheringen, Ewringen, Fixem, Garsch,Gross-Hettingen,Kanfen, Nieder-Rentgen, Oetringen Püttlingen, Rodemachern, Rüttgen, Ruxweiler, Sentzich, Suftgen, Wollmeringen umfassend. Kirche des hl- Martin (11. Nov.), 1881 erbaut. Kap. des hl. Stcphanus a m Südende des Dorfes. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Diedenhofen. - Anfangs Okt. 3 Tage Kram-, Vieh- und Pferdemarkt. K. war Sitz einer Herrschaft der Probstei Diedenhofen (s. Kattenhofen, Gericht). Begütert in K. waren die Abtei St. Matthias bei Trier mit einer Grundherrschaft, die Abteien Villers-Bettnach und Münster in Luxemburg, sowie Kloster Bonnevoie. Die Burg war seit 1431 zur Hälfte im Besitze des deutschen Ritterordens (Komthurei Metz) durch die Schenkung Philipps von Eibingen, der nach dem Tode seiner Gattin Katharina mit seinem Sohne Johann in den deutschen Orden eintrat und 1434-1440 Komthur zu Luxemburg war. K. war kein Komthursitz, zeitweilig wohnte ein Ritter dort zur Beaufsichtigung der Güterbewirthschaftung; 1443 wurde der deutsche Orden v erurtheilt. dem Mitbesitzer A d a m von Daistein 1500 Gulden Schadenersatz zu zahlen, weil durch Nachlässigkeit der Ordensunterthanen das Schloss in die Hände des Grafen von Gleichen gefallen war. 153o wurde Burg und Hof verpachtet. - K. war vor 1802 Pfarrei des ehem. Archipr. Diedenhofen, und hatte bis 1804 und dann wieder 1808-22 Sentzich als Annexe. Den Kirchensatz hatte 1210 durch Schenkung die Abtei Münster erhalten. Das feste Schloss wurde erst 1831 abgetragen. Die Schlosskapelle, zu Ehren des hl. Stephan, war gewölbt, übrig ist noch der starke, polygonale, aus Hausteinen aufgeführte Thurm, jetzt Kirchthurm. Die alte 1843 abgebrochene Kirche stand auf dem Friedhof; von derselben ist eine Krypta erhalten. A n dem Kirchthurm Inschrift aus dem 12. Jhdt. Gerne in de w a l d (Oberförsterei Diedenhofen i 333,2 ha, gemeinsam mit Gde. Sentzich. Im Besitz der Gden. seit 1793. Benoit, A., Notes sur les dediberations de l'Assemblee municipale de Cattenom en 1788 et en 1789 et sur l'etat des esprits au moment de la revolution. (Mem. de l'Ac. de Metz 1S97-9S, S. 83-112.) Kattenhofen, Gericht. (S. a. Diedenhofen, Markvogtei oder Propstei Ille. Kattenhofen gehörte zur Grafschaft Arlon und ist durch die Heirath des Grafen Walram von Limburg mit Grätin Ermesinde IL von Luxemburg 1214 an Luxemburg gekommen, das anfänglich den Ort zu Lehen vergab. Schon vor dem 12. Jhdt. wird ein Rittergesehlecht von Ketenheim erwähnt, wohl die ersten Lehensträger, später waren es die Herren von Distorf; unter König Johann von Böhmen (1313-4(o wurde das Lehen eingezogen und der Ort befestigt; seitdem wurde der Ort mehrfach verpfändet, z.B. 133s zur Hälfte an Jakob von Moncler, und es wurden die dortigen Domänen zu Burglehen vergeben, z. B. 1411 das Burggut (noch 17L'l so benannt) als Burglehen der Burg Luxemburg dem Egidius von Kettenheim; andere Lehen hatten um 1400 die Herren von Sentzich und von Mensdorf, letztere um 1450 von den Daistein beerbt. 14<v2 war mit der Hälfte des festen Hauses zu K. Friedrich von Brandenburg belehnt. 1-lln hatten die Deutschherren der Kattenhofencrwald. i Komthurei Becking eine Hälfte der Burg (Adamstheil). 14C»9 waren Zoll und Geleite den Rodemachern als Pfandlehen j (Hesperingerlehen)vergeben. In den unterDiedenhofenfMark- ' vogtei Ille.) erwähnten Dürfern des Gerichtes (justicerie) K., welche «droit de bourg et de franchise» hatten, wurde die herzogliche Gerichtsbarkeit durch einen vom Herzoge ernannten Meier (justicier) und sieben Schöffen ausgeübt; die Berufungen gingen an den Provinzialrath von Luxemburg ; für den herzoglichen Dienst war zeitweise ein eigener Probst bestellt, oder der Dienst wurde durch den Probst oder Unterprobst von Diedenhofen versehen. 1662 wurde das Gericht Kattenhofen wegen dieser Abhängigkeit von Diedenhofen als Bestandtheil der Markvogtei Diedenhofen von Frankreich in Besitz genommen. 1640 nannte sich Wilhelm de la Margelle Herr von Kattenhofen. Diese Familie besass losi noch Sentzich, während der Rest des Lehens damals dem Baron de Fleron gehörte ; 1085 und 1706 war das Hespe- | ringerlehen zu K. als Pfandlehen vergeben. 1748 wird als i Lehensträger von K. der Graf de Breiffillac du Tr6voux i genannt, 1789 die Familie von Wolter von Neuerburg. Den Kirchensatz hatte seit 1210 die Abtei Münster, die Grundherrlichkeit die Abtei St. Matthias in Trier; der Zehnte war 1242 der Abtei Bonnevoie und dem Kloster zum hl. Geiste in Luxemburg geschenkt worden. [dPr.] K a t t e n h o f e n , Kanton (Kr. Diedenhofen-Ost, L.). L-m-fasste 1881-1901 die Gden. Arsweiler**, Beiern**. Berg*, Breisdorf**, Bust*, Escheringen**, Ewringen**, Fixem*, Garsch*, Gau wies*, Gross-Hettingen, Hagen**, Kanfen**, Kattenhofen**, Mondorf**, Nieder-Rentgen**, Oetringen**, Oettingen**, Püttlingen**, Rodemachern**, Rüttgen**, Ruxweiler**, Sentzich*, Suftgen**, Wollmeringen** und enthielt auf 235,3401 qkm 3221 bewohnte Häuser etc. mit 1457b Einwohnern. - Der Ka. K., 1790-95 zum Distrikt, 1800-1370 zum Arrondissement und 1871-1901 zum Kreis Diedenhofen gehörig, umfasste 1790 ausser den oben mit einem Sternchen bezeichneten Gden. noch Elingen, Kechingcn, Monhofen; 1795 kam Gross-Hettingen (und wahrscheinlich Soetrichi hinzu, aus dem Ka. Gross-Hettingen, während Elingen zum Ka. Oetringen kam ; 1802 wurden ihm ferner zugewiesen die oben mit zwei Sternchen bezeichneten Gden. und Algringen, Bevingen vor St. Michel, Boler, Burg-Rüttgen, Dodenhofen, Elingen (von Neuem), Entringen, Esingen, Ewingen, Gandern, Hallingcn, Himlingen, Molvingen, Niederkontz, Nonkeil, Oberkontz, Ober-Rentgen, Preisch, Simmingen; davon stammten Algringen, Arsweiler, Bevingen vor ! St. Michel, Elingen, Entringen, Escheringen, Kanfen, Mol- I vingen, Nonkeil, Oetringen, Oettingen, Ruxweiler und Wollmeringen aus dem Ka. Oetringen, die übrigen aus dem Ka. Rodemachern. Nach 1802 gingen nachfolgende Veränderungen im Gemeindestande des Ka. vor sich: Monhofen kam 1810 und Algringen 1841 zum Ka. Diedenhofen; Bevingen vor St. Michel und Elingen wurden 1811 A O . der Gden. Volkringen und Weimeringen, gleichfalls im Ka. Diedenhofen, Niederkontz kam 1871, Oberkontz 1881 zum Ka. Sierck, die übrigen Gden. des Jahres 1802, welche im späteren Gemeindestande des Ka. K. nicht mehr erwähnt sind, sind AO. anderer Gden. des Ka. geworden. Durch kaiserliche Verordnung vom 8. April 1901 wurde der Ka. dem Kreise Diedenhofen- Ost zugewiesen und gab durch Verordnung des Statthalters vom 9. April 1901 die Gden. Arsweiler, Oettingen und Ruxweiler, wogegen das wieder zur Gde. erhobene Entringen zum Gemeindestande des Kantons K. hinzukam. K a t t e n h o f e n c r w a l d .Königs w a l d , Königs-bisch), Staatswald (Gde. u. Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen- Ost, L.). 530 ha. Oberförsterei Diedenhofen. Forsthaus Garsch. I Eiche. Hainbuche, Rothbuche, Espe, Esche, Ahorn.) Diluvium. Ehemals Domäne des Herzogthums, zeitweise verlehnt oder verpfändet, 1620 ausgelöst und der Probstei Diedenhofen unterstellt. Die Deutsch-Herren der Komthurei I Becking. seit 1440 in Kattenhofen im Besitze einer Burg- |