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Show Enzenberg - Epfig. 267 E n z e n b e r g , Rebhang zwischen der Strasse Türk-heim- Drei-Aehren und Gde. Zimmerbach im MUnsterthal. [Enzenberg 1278-1493; E n t z e n b e r g 1407; a m entzen-berg 1422.] Enzengesiek s. Doller 5. E n z h e i m , Df. (Ka. Geispolsheim [s. 1790], Kr. Erstein, U.-E.). 685 E. 131 Hsr. (12 GRe.) - 150 m. - AG. Illkirch (8,0); HSt. E. (2,1). - Anis he i m 10. Jhdt.; E n s heim 1210; E n e s h e i m 1444; ma. Anze. - Umfasst die verschw. 0. Küngersheim, Alongolsheim (z. Th. vgl. Bläsheim) und Niederandolsheim. - P. T. Oeffentl. Fernsprechstelle. HSt. (s. 1864). Ortseinn. StEBez. Ulkirch- Grafenstaden. Armr. (s. 1848). Verbds.-Fw. (s. 1891,2 Spritzen). - Prot. Pfarrei Augsb. Konf., s. 1802 zum Konsistorium Dorlisheim (Inspektion St. Thomae in Strassburg) gehörig. Die Katholiken gehören zur Pfarrei Geispolsheim. - Hausindustrie : Hausweberei, auf eigene Rechnung. AA'ein- und Alehlhandel. E. (vielfach mit Ensisheim, Andolsheim [= Ansulfes-heim], Nieder- und Ober-Enzen und Elsenheim verwechselt) wird urkundlich erst im 10. Jhdt. erwähnt; das strassburger Domkapitel erhielt damals eine Schenkung zu E. AVahr-scheinlich ist jedoch, dass die Abtei Leberau dort schon früher Besitzungen hatte, obwohl die darüber berichtenden Karolingerurkunden von 801 und 847 gefälscht sind; denn der Dinghof zu E. erscheint später im Besitz der Abtei; seit Anfang des 16. Jhdts. gehörte er jedoch dem Kapitel von St. Georges in Nancy, seit 1648 dem strassburger Hospital Das Dorf selbst wurde 1297 von dem unterelsässischen Landgrafen von AVerd dem Niclaus Zorn verliehen. Dass die Landgrafen es als Lehen von Lothringen besessen hätten, wie Schöpflin sagt, davon steht in der Belehnungs-urkunde nichts. Schöpflin identifizirt hier E. mit dem stets mit Hohkönigsburg, Bergheim, Orschweiler und St. Pilt zusammen genannten Orte Ensheim (s. d.), den mit Sicherheit zu bestimmen bisher noch nicht möglich gewesen ist. Dass unser E. nicht lothringisches Lehen gewesen sein kann, ergiebt sich schon daraus, dass es bereits in der ersten Hälfte des 14. Jhdts in demLehnsbuch des Bischofs Berthold als bischöflich-strassburgisches Lehen der Landgrafen erscheint, und als solches auch von diesen 1359 dem Bisthum Strassburg wieder verkauft wurde und zwar mit dem Zusatz, dass es als Unterlehen weiter vergeben sei. In der That blieben die Zorn auch nach dem Rückkauf der landgräflichen Güter im Lehensbesitz des Dorfes und behielten es, in die Zweige Zorn von Plobsheim und Zorn von Bulach getheilt, bis zur Revolution. Daher gehörte E. zum Territorium der Reichsritterschaft. - Bei E. fand a m 4. Okt. 1674 eine Schlacht statt zwischen den Kaiserlichen unter Bournonville und den Franzosen unter Turenne, bei der jede Partei sich den Sieg zuschrieb, die jedoch in AVahrheit zuletzt den Franzosen Vortheil brachte. - E. war im 15. Jhdt. Rektorat. U m 1550 wurde die Reformation in E. eingeführt. Das Patronatsrecht besassen die Zorn, das Zehntrecht im 18. Jhdt. zu je ein Fünftel die Zorn, die Gde. E. selbst, das Stift St. Leonhard, das strassburger Spital und die Erben der Familie von Glatz. Die Kirchenbücher gehen mit Unterbrechungen bis 1590 zurück. Die jetzige Kirche ist 1771 erbaut worden. Die Katholiken gehören zur Pfarrei Geispolsheim. Litt er.: Gerard, Ch., L a bataille d'Entzheim (4. Okt. 1674). Colmar 1869. Pastenaci, H , Die Schlacht bei E. den 4. Okt. 1674. Diss. Halle 1880. AVe de 1 s t ae d t, v., Das Treffen bei E. 1674. (Jahrb. f. iL deutsche Armee u. Alarine. Bd. 26. H. 1. 1878.) E p a n g e , Hfe. (Gde. Charleville, Ka. Vigy, Kr. Aletz, L.). 26 E. 2 Hsr. - E p p a n g e 1147; E p p i n g e n 1181. - W a r Df. der lothringischen Probstei Sierck (s. d.) und Besitz der Abtei Villers-Bettnach mit ganzer Gerichtsbarkeit. Ursprünglich gehörte es zur Abtei Busendorf, welche das Gut 1184 an Villers-Bettnach abgetreten hat. 1210 wird ein Albertus de Espehanges, Bruder des Arnold von A'ry, erwähnt, wohl A^ogt oder Alinisteriale der Abtei. - E. ist erst seit 1623 A O . von Charleville, gehörte vorher zu Villers- Bettnach. Epfig, Df. (Ka. Barr [s. 1790], Kr. Schlettstadt, U.-E.). (Sterbf. 19.9, leb. Geb. 31,9 auf 1000.) 2423 E. 529 Hsr. (18 GRe.) - 200 m. - AG. Barr (6,9); Bhf. E. (1,2). - He-p h e k a 762; E p h e c h e 1163; A p i a c u m 1280; m a. Apfig. - Die Gde. umfasst den HO. E. (2228 E. 484 Hsr.), die AO. Jungwald, St. Alargaretha und die verschw. O. Blide und Gallweiler. - P. F. Oeff. Fernsprechstelle (s. 1898). Bhf. (s. 1877). Notar. Gendarmeriestat. Ortseinn. StEBez. Dambach. 2 Aerzte, darunter 1 Kantonalarzt. Apoth. Hospiz (s. 1867, 21 Betten, davon für Kranke und Sieche 18, für Waisen 3: Grundbesitz 3,09 ha, worunter 0,35 ha Wald.) Armr. (s. 1815). Sparkasse (s. 1888). F w . is. 1836, 4 Spritzen). - Kath. Pfarrei IL Kl. (s. 1814, vorher [s. 1802] Hilfspfarrei und bis 1828 Dekanat). Schutzhl. hl. Georg (23. Apr.). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Alittelbergheim, die Juden zum Rabbinat Barr. Synagoge (s. den 70er Jahren des 19. Jhdts.). Jüd. Friedhof in Schlettstadt. - Dampfziegelei (s. 1898, vorher in St. Kreuz i. Leberthal). Ziegelstein- und Kalkfahrik. Weberei. Oelmühle. Hausindustrie: Sockenstrickerei, für Firmen. Getreide-, Mehl- und Kuhhandel. 762 zuerst erwähnt; Kloster Ettenheimmünster erhielt damals von Bischof Heddo von Strassburg die «basilica» zu E. Als begütert zu E. erscheinen: Abtei Alurbach 7os, Kloster Erstein S95, Abtei Baumgarten 12. Jhdt., Kloster Hugshofen 1162, St. Thomasstift zu Strassburg 1163, Kloster St. Arbogast zu Strassburg 1259. Es ist wahrscheinlich, dass einige der genannten Stifter und Abteien auf ihren Besitzungen zu E. auch Kapellen gebaut haben, da später, 1345, zum bischöflichen Lehen des Dietrich von Beheimstein zu E. die Leute von St. Peter, St. Aloritz und St. Cäcilien gehören. E. war eine der ältesten Besitzungen des Bisthums Strassburg, das dort auch einen grossen Dinghof besass, und gehörte ursprünglich zur Vogtei Bernstein, später zum Amte Benfeld. Im 15. Jhdt. war E. häufig verpfändet, so 1430 an die von Altdorf, von denen es noch im gleichen j Jahre an die Ramstein. Bock und Uttenheim überging, 1433 zur Hälfte an AA'ilh. Böeklin, 1467 gleichfalls zur Hälfte an die Bapst. Erst gegen Ende des 15. Jhdts. k a m E. wieder ganz in bischöflichen Besitz, in welchem es bis zur Revolution verblieb. Das Schloss zu E. wurde 1198 von König Philipp von Schwaben im Kampf gegen den Bischof von Strassburg und den Grafen von Dagsburg genommen. 1439 widerstand E. einem Ansturm der Armagnaken, 1444 im Sept. fiel es jedoch in ihre Hände und blieb bis Alärz 1445 vor ihnen besetzt. 1632 wurde der Ort von den Schweden besetzt, 1633 1. April das Schloss verbrannt. - Ein adeliges Geschlecht von E., im 12. und besonders im 13. Jhdt. häufig erwähnt. scheint im 14. Jhdt. ausgestorben zu sein. - Kirchlich gehörte E. zum Landkapitel Andlau. Kirche schon 7b2 erwähnt, ein Pfarrer schon 1133. Die Pfarrei wurde 1325 der bischöflichen mensa incorporirt. Im 15. Jhdt. beständiges Vikariat, Frühmesserei und 3 Kaplaneien (St. Alargaretha, St. Katharina und Muttergottes i. Im 17. und 18. Jhdt. waren von den Kapellen nur noch St. Alargaretha und St. Gallus vorhanden. Das heutige Pfarrhaus ist ein Ueberrest des alten bischöflichen Schlosses. - E. liegt an der alten Keltenstrasse von Beifort nach dem Niederrheine und einer Abzweigung davon nach Barr, AATissclnheim, Zabern u. s. w. Möglicherweise befanden sich im Banne von Epfig die Lagerplätze Cäsars gegen Ariovist (Erdwerk Afterburg). Vgl. Ittersweiler. Spuren von Feuerbestattung auf dem <Hüttbühb. Reste der Stadtbefestigung aus dem Mittelalter. G e m e i n d e w a l d i Oberförsterei Barr) 170,9 ha. 160-262 m über dem Aleere. Diluvium. (Niederwald von Eichen, Llain-buchen und AA^eichholz mit Eichen-Oberholz.) Im Besitz der Gemeinde seit 1791 '21 ha als Entschädigung für Weide- |