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Show Metz. 677 eveques de Metz. (Mem. Soc. arch. Mos. IX, 1866, 53.) Benoit, A., Notes pour servir ä la statistique religieuse du diocese de Metz dans le cours du dix-huitieme siede. Les terres d'empire. les comtes de Nassau-Saarbruck, Nassau- Saarwerden, de Crehangc etc. Metz 1888. C h a u s s i e r, F., Les eveques de Metz du lOe au 13e siecle. (Rev. eccl. de Metz 2, 1891/92, S. 14-23, 69-75. 150-156, 259-267, 306-313, 351- 369, 421-426, 476-482, 537-545, 589-595, 653-658, 695-704.) Chronica episcoporum Metensium 1260-1376(1530). Hrsg. v. G. W o l f r a m . (Jb. d. Ges. f. lothr. Gesch. 10, 1898, S. 296- 337.) C o u t u m e s de l'Eveche de Metz. 1701. Dilange, Coutumes generales de l'Eveche de Metz. La Haye 1772. Doering, Osk., Beiträge zur ältesten Geschichte des Bisthums Metz. Innsbruck 1886. H a m m e r s t e i n , Frhr. H. v., Der Metzer Bischof Kardinal de Givry (1609-1612) und die französischen Annexionsabsichten auf das Fürst-Bisthum. (Jb. d. Ges. f. lothr. Gesch. 10, 1898, S. 153-170.) Sauerland, H. v., Die Annexion des Fürstbisthums Metz an Frankreich im Jahre 1613-1614. (Jb. der Ges. f. lothr. Gesch. 5, 1S93, 2, S. 188-201.) Nachtrag dazu ebd. 6, 1894. S. 281- 283. Ders., Geschichte des Metzer Bisthums während des vierzehnten Jhdts. (Jb. d. Ges. f. lothr. Gesch. 6, 1894, S. 119- 176; 7, 1895, 2, S. 69-168.) Voigt, G., Bischof Bertram von Metz (Jb. d. Ges. f. lothr. Gesch. 4, 1892, 2, S. 1-65; 5. 1893, 1, S. 1-91.1 W i c h m a n n , Adelbero L, Bischof von Metz, 929-962. (Jb. d. Ges. f. lothr. Gesch. 3, 1891, S. 104- 174.) [dPr] M e t z , Kgl. Bailliage. Das Bailliage presidial von Metz | wurde errichtet durch Edikt vom Aug. 1634, als Presidial durch Edikt vom Febr. 1685, mit einer Polizeikammer ausgestattet 1699. Es umfasste: 1. Die Stadt Melz. 2. Das Pays Messin, eingetheilt in die Bezirke: Val de Metz (links der Mosel), L'Isle (zwischen Mosel und Seille) und Saulnois (zwischen Seille und Nied). (S. die betr. Artikel). 3. Ban Saint Pierre (streitig zwischen Frankreich und Lothringen, das 171S endgiltig verzichtet hat [s. d.]). 4. Ban de la Rotte (wie zu 3, s. d.). 5. Die dem Domkapitel von Metz gehörige Herrschaft Burgaltdorf mit Gebling und Beidersdorf (s. d.). 6. Die Herrschaft Morville a. d. Nied, der Abtei St. Arnulf (s. Morville, Herrsch.). 7. Die zum Franc alleu (s. d.) gerechneten Dörfer, in welchen Metzer-Recht galt: Bazoncourt, Bingen (ohne Morlingen), Chanville, Chenois (ein Drittel), Flocourt; Foville, Füllingen (z. Th.: Ibringen und Schwalingerhof), Han, Herlingen, Holacourt, Juville, St. Epvre, Voimhaut. Die durch den Vertrag v o m 28. Febr. 1661 von Frankreich erworbenen Gebiete, Gorze und die Dörfer der «Route» (s. d.), sind dem Bailliage Metz -unterstellt worden, und zwar letztere insoweit, als dort das Gewohnheitsrecht von Bar icoutume de St. Mihiel) galt; es waren dies: Achätel, Alaincourt, Ancy-ies-Solgnc, Delme, Donjeux, Fresnes-en-Saulnois, Laneuveville-en-Saulnois, Lemoncourt, Liocourt, Oriocourt, Puzieux, Sailly, Secourt, Solgne, Stoncourt. D e m Siege Presidial zu Metz wurden durch Edikt vom Juni 1772 die Bailliages Longwy, Villers-la-Montagne, Diedenhofen, Busendorf, Bolchen und Briev unterstellt. [dPr.] M e t z , Grafschaft. Diese Gau-Grafschaft hatte die gleiche Ausdehnung, die etwa im s. Jhdt. der Metzer Gau, pagus Metensis (s. d.), hatte, dürfte aber keineswegs mit dem Moselgau oder dem Ducatus Moslensis gleichbedeutend sein, der wohl von grösserer Ausdehnung war. Die Grafschaft Metz, welche Metz zum Sitze und zum Mittelpunkte hatte, war am weitesten gegen Süden, weniger gegen Osten ausgedehnt und hatte gegen Norden und gegen Westen einen geringeren Umfang, da die Abtei Gorze und die Grafschaften Bar und Luxemburg das Gebiet der Stadt einengten. Gegen Norden grenzte die Grafschaft an den Pagus Judiacensis (s. d., die spätere luxemburgische Probstei Diedenhofen), gegen Westen an den Pagus Matensis und Virdunensis (die spätere Grafschaft Bar und Herrschaft Briey, sowie das Land Gorzei ; im Süden an den Pagus Salinensis (die spätere Markgrafschaft Pont-ä-Mousson»; im Osten an den Pagus Nitensis (später zum lothringischen Bailliage d'Allemagne gehörig). Grenzorte waren z. B. gegen Norden Hagendingen, A y und Tremery, im Osten Vigy (714), Vry, Brittendorf, Haiss, Kürzel und Luppy, im Süden Lorry, Cheminot (783), Secourt (783), Remilly (855), im Westen Arnaville, Verneville, Noveant u. s. w. Diesen Grenzen entsprechen die im 14. Jhdt, z. B. 1324, für den Verkehr mit den Nachbargebieten bestimmten Grenzgerichte (marches d'estaut) der Stadt Metz, in Voisage bei Arry gegen das französische Lothringen und gegen Bar, in Lüttingen, später in Flas-garten und auf der Kaischerbrücke (Pont-ä-Chaussy; über die Nied, gegen das Bailliage d'Allemagne und in Reichersberg auf der Brücke über die Orne gegen Luxemburg. Ob und welche Gebietsveränderungen die Grafschaft Metz als königliche oder als bischöfliche Grafschaft erfahren hat, ist nicht bekannt; doch ist nicht ausgeschlossen, dass der pagus Metensis ursprünglich grösser war, als die bischöfliche Grafschaft im 13. Jhdt., welche ungefähr die Ausdehnung des späteren Metzer Umlandes (Pays Messin) hatte. Das Gebiet der Abtei Gorze (Terre oder Pays de G.) dürfte früher zur königlichen Grafschaft gehört haben, zur bischöflichen Grafschaft aber nicht und ebenfalls nicht zum Pays Messin unter städtischer Herrschaft ts. Gorze, Abtei); auch das später von Frankreich zum Pays Messin gerechnete Gebiet, Ban de Bazaille und ein Theil des franc alleu,gehörten nicht zur alten Grafschaft Metz. - Der comitatus Metensis wird schon 783 erwähnt; die Grafschaft wird auch als pagus Mettensis (634) oder Moslensis bezeichnet. Der Pagus Muslensae, 636, 720, 762, 776 u. s. w. erwähnt, wird 835 vom Triergau unterschieden, 870 bei der Zutheilung an Deutschland von den Gauen von Toul und von Scarpone, umfasste demnach nur einen Theil des Mosellandes und insbesondere Metz und Umgegend ; 732 ist von einem Ducatus Moslicis, 788 von einem Ducatus Moslingis die Rede, doch beziehen sich diese Bezeichnungen nur auf den Moselgau hei Metz, wenn auch der Moselgau eine grössere Ausdehnung hatte als der Metzer Gau und das spätere Metzer Land (Pays Messin); wenn im 10. Jhdt. das Herzogthum Oberlothringen vielfach ducatus Mosellae oder Mosellanorum genannt wird, so ist der Grund hierfür wohl darin zu suchen, dass zum Herzogthume der ganze obere Lauf der Mosel gehörte. Grafen von Metz oder Moselgau werden erwähnt 841 (Adalbert) 872 und 882 (Adalard der jüngere), 886 (Segold); später scheint die Grafschaft zu dem Lehen der Grafen Matfried und Gerhard gehört zu haben, welche wegen Hochverraths 897 und dann wieder 906 ihrer Aemter, Lehen und Abteien verlustig erklärt wurden; 907 und 909 wird ein Graf Leut-hard von Metz erwähnt. 926 aber war wieder ein Graf Matfried im Besitze der Grafschaft Metz (oder des Mathing-gaues?), dem sein Sohn Adalbert, gest. 944, folgte, dessen Erbtochter ihrem Gemahle, Graf Eberhard im Nordgau (Unterelsass), die Grafschaft Metz zubrachte. Von Eber-hard's Söhnen wird Gerhard (de Alsatia) 1005 (und 1012?) Graf von Metz genannt, nach ihm Adalbert, gest. 1033 (comes in Sarachowa, qui et Metensibus praeerat). Auch Adalbert's Sohn, Gerhard IL de Alsatia (gest. 1045), war Graf von Metz. Doch ist zu bemerken, dass nicht mit Sicherheit feststeht, dass die vorgenannten Grafen wirklich Grafen von Metz waren. Als aber des Letzteren Sohn Adalbert 1047 zum Herzoge von Oberlothringen ernannt worden war, in welcher Würde ihm 10J8 sein Bruder Gerhard (gest. 1070) folgte, soll das gräfliche A m t dem Hause Luneville übertragen worden sein, während das Haus Elsass das A m t eines Marchis zwischen Rhein und Mosel behielt; doch scheint es, dass Mitglieder des Hauses Luneville schon vor 1048 bischöfliche Grafen von Metz waren. Graf Folmar der Alte aus dem Hause Luneville wird 1055 als Graf von Metz genannt; ihm folgten in diesem Amte: Folmar IV. (gest. 1090), |