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Show Leimengrube - Lellingen. 5b7 L. war Lehen der österreichischen Grafschaft Pfirt (s. d.) und bis zur Revolution im Lehensbesitz der Freiherren Reich von Reichenstein. Begütert daselbst erscheint 728 die Abtei Murbach. Ein adliges Geschlecht von L. schon 1245 erwähnt, scheint ca. 1400 erloschen zu sein. - Kirchlich gehörte L. zum Landkapitel Leimenthal (s. d.) des Bisthums Basel. Das Patronatsrecht besassen die Reichenstein. Ehemalige Pfarrkirche war Weisskirch (s. d.). Der Zehnte war Lehen des Baseler Bisthums: Lehensträger die- Münch von Münchenstein, seit 1773 die Grafen von Frohberg-Hirsingen. Gemeinde wald (Oberförsterei Mülhausen) 321,32 ha. (Hochwald aus vorwiegend Eiche und Buche. Ein Distrikt alter Weisstannenbestand. Als Mischholz Kiefer, Esche, Ahorn, i Im Besitz der Gde. seit langer Zeit, ein grosser Theil des jetzigen Waldes früher Wcidelläehe der Gde. Leimengrube, l\f. Gde. u. Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.i. Früher AO., jetzt Theil der Gde. Münster. Leimengrube, Kopf, 281,3 m, nordöstl. Lichtenberg, Ka. Lützelstein. Leimenkopf, 414,1 m, östl. Saareinsberg, Ka. Bitsch. Leimenthal, Gericht. Im Leimenthal, anscheinlich im Bezirke des gleichnamigen Landkapitels (s. d.), bestand im 14. Jhdt. einbesonderes landgräflichesGericht, mit welchem die Grafen von Horburg von der Landgrafschaft belehnt waren. Diese haben 1324 mit der Herrschaft Horburg auch Jas lantgerieht, so wir haben in dem Laimenthal an dem Blauen an Württemberg verkauft. Vgl. auch Ober-Elsass, Landgrafschaft. Leimenthal Vallis lutosa), ehemaliges Landkapitel des Bisthums Basel, umfasste die Pfarreien: Alt-Pfirt, Attenschweiler, Buchsweiler, Leimen, Luppach,Lutter, Muespach, Neuweiler, Niederhagenthal, Oberhagenthal, Obermichelbach, Oltingen, Pfirt, Radersdorf, St. Blasius, Volkensberg, Weisskirch, Wenzweiler, Wolschweiler. Leimenthalerhof, verschw. Hf. (Gde. Bärenthal, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). Gehörte zu dem Amte Lemberg (s.d.), noch 1798 erwähnt, als zur Herrschaft Falkenstein (s. d.) gehörig. Leimhütte, A n der, Kas. u. Hs. (Gde., Ka. u Kr. Forbach, L.). Früher AO., jetzt Theil der Gde. Forbach. Leiningen, Df. Ka. Albesdorf [1790, dann Ka. Altdorf], Kr. Chäteau-Salins. L ) . 312 E. 73 Hsr. (10 GRe.) - 222 m. - AG. Albesdorf 5.1 ; HSt. L. (1,3). - Lendingen 1334; Lendanges 134J ; Leningen 1506; Ley ningen 1594; Lening 18b9. - Zwischen L. und Albesdorf soll der verschw. O. Sessingen is. d.i gelegen haben. - P. T. HSt. (S. 1881). StEBez. Albesdorf. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Albesdorf (s. 1802), zu welcher bis 1807 auch Altdorf und Montdidier gehörten. Kirche des hl. Bartholomäus (24. Aug.). Die Protestanten gehören zum Vikariat Augsb. Konf. in Saaralben.- Kleine Getreidemühle. Hausindustrie: Strohhutfabrikation, für eine Firma in Saarunion. Gehörte zum Theil zur Herrschaft Altdorf (Freialtdorf) zum Theil auch zu der H e rrschaft Hingsingen. Siehe Altdorf. L. scheint ursprünglich Besitz des Hauses Saarbrücken, dann der Nebenlinien (Zweibrücken und Leiningen .Herrschaft Mörsberg; gewesen zu sein; war aber im Lehenstausehe von Lothringen 1297 nicht einbegriffen, sondern damals - in Folge Heirath - Besitz des Hauses Blämont; eine Hälfte kam später an Lothringen, die andere an die Herren von Brück zu Hingsir.gen (s.d.); es wird dort 1510 ein Jahrmarkt erwähnt, der Ort soll während des dreissigjährigen Krieges 3 Mal verwüstet und verbrannt worden sein; er war bis 1664 verlassen. Im Dorf oder in der Nähe sollen zwei Schlösser gestanden haben, eins für jede Herrschaft. Das eine wird wohl identisch mit dem Schlosse von Altdorf sein. - L. war vor 1802 Pfarrei des Archipr. Mörchingen und hatte Altdorf (Freialtdorf) und Montdidier als Annexen. Der Kirchensatz gehörte dem Grafen von Helmstadt als Herrn von Hingsingen. Gemeindcwald 64,2 ha (Oberförsterei Albesdorf). Litter.: Statist. Mittheilungen über Els.-Lothr. Hefl 28 L898) S. 241-43. Leipzig, Hf. (Gde. Chätel-St. Germain, Ka. Gorze, Kr. Metz, L.) 6 E. 1 Hs. - 1814 auf einer Rodung erbaut. In der Nähe das Grab dreier deutscher, im Kriege von 1870/71 gefallener Soldaten. Leirs, verschw. \{f. (Gde. Maizieres bei Metz, Ka. u. Kr. Metz, L.i. Leirs 1317, 1404. - Gehörte zu dem Pays- Messin (Val de Metz, und war Bestandtheil der Herrschaft und Pfarrei Mai/i, res bei Mi 1/ s. d.). Leisbach s. Süffel 6. Leiserhof (Logne), Schi. u. Hf. (Gde. Rörchingen s. 1812], Ka. Metzerwiese, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 20 E. 3 Hsr. Vor 1812 selbständig und 1790-1802 zum Ka. Lüttingen, dann zum Ka. Metzerwiese gehörig. - Lonhes um 1330; Loigne 13o 1 und 1404; Linsen 1572; Logne 1624. - Gehört zur kath. Pfarrei Av (Ka. Vigy). - Schon 1330 als Pfarrdorf des Archipr. Rombach aufgeführt, Kirchensatz und Zehnten gehörten der Abtei Ste. Marie in Metz. War im 17. Jhdt. Sitz einer Luxemburgischen Lehensherrschaft geworden 's. Logne, Herrsch.), Leite, Schöne, s. Schöne Leite. Leitersweiler, Df. (Ka. Sulz u. W . [s. 1790], Kr. Weissenbur-, U.-E.). 210 E. 45 Hsr. 10 GRe.) - 140 m. - AG. Sulz u. W . (5,6 : Bhf. Höfen '1,7c - Lutichswiler 1189; Luterswiller 1207 ; ma. Leiterschwei 1 er, Li t-ters chwiller. -StEBez. Hatten. Armr. i Gründlingsjahr unbekannt). - Filiale der kath. Pfarrei Rittershofen (s. 1847, vorher von Hatten . Schutzheiliger hl. Aegidius. Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Rittershofen. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Hunspach. Simultankirche. - Hausindustrie: Haarnetzstrickerei, für einen Agenten in Rittershofen. L. wird 1189 zum ersten Male erwähnt. Kaiser Friedrich I. schenkte damals dem von ihm gestifteten Hospital zu Hagenau Güter in L., die ihm 1207 von König Philipp bestätigt wurden. L. war ursprünglich Reichslehen und gehörte zu den 7 Dörfern des Hattgaus (s. d.), der sich in lichtenbergischem, seit 1480 Hanau-Lichtenbergischem | Besitz befand (Amt Hatten). - Die Kirche des hl. Aegidius wird schon 1180 erwähnt. U m 1545 wurde die Reformation in L. eingeführt. Der Ort war nacheinander Filiale der prot, Pfarreien Oberbetschdorf, Hatten und .seit ca. 1743. Rittershofen. Die Katholiken von L. gehörten seit 1693 zur königl. Pfarrei Hatten, seit 1847 sind sie nach Rittershofen [ verpfarrt. Zehnten und Patronat war im Besitz der Deutsch-i Ordens-Komthurei zu Weissenburg. - L. liegt an einem Keltenwege von Selz nach Sulz u. W . Spätgothische Kirche I aus dem 15. Jhdt. Leitsehweg, Fbr. (Gde. u. Ka. Kaysersberg, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 31 E. 2 Hsr. Baumwollspinnerei der Firma Johann Kiene-r Söhne in Günsbach mit 120 Wasser-und 100 Dampfpferdekräften; 9700 Selfaktorspindeln; 70 Arbeiter, gebaut 1836 durch Heinrich, im Besitz der genannten Firma seit 1875. - Der Name kommt als Orts-bezeichnung schon im Mittelalter vor (Lüzcheweide 1278 und später; auf «der Leytschweit» 13521. Leitzelthal, Wir. (Gde. Philippsburg, Ka. Bitsch. Kr. Saargemünd, L.). 45 E. 9 Hsr. Louzendal 1335; Loitz-dale 1493. Gehörte zu dem A m t e Lemberg (s. d.), wird I schon im 14. Jhdt. erwähnt ; er gehörte damals zur Herrschaft Falkenstein (s. d->. 1358 wird in Lötzenthal eine Klause erwähnt, in welcher Katharine von Falkenstein lebte. Leitzelthalbach s. Falkensteinerbach 4. Lellingen, Df. (Ka. Grosstänchen [1793-1802 Ka. Hellimer], Kr. Forbach, L. . 377 E. 95 Hsr. (10 GRe.) - 255 m. - AG. Grosstänchen (7,8); Hp. Tetingen (7,6). - Lellinga 1275; Lesseiingen 1677; Lelling 1869. - StEBez. Grosstänchen. Fw. (s. 1868, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des |