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Show Hcrrenstein - Hersbach. 129 lieh mit Burg Hüneburg an Lichtenberg kam. Die Herrschaft umfasste ursprünglich die Orte Dettweiler, Dossenheim mit Kugelberg, Wiesentau und Hattmatt. Letzteres ging jedoch im Laufe der Zeit an Lichtenberg verloren, und an Stelle des abgegangenen AViesentau trat 1664 der auf Dettweiler Bann gegründete AVlr. Rosenweiler. Bis 1225 gehörte das ganze Gebiet den Vögten von Neuweiler, den Grafen von Aletz- Dagsburg. Nach deren Aussterben (1225) wurde es sammt der Burg H. vom Bisthum Aletz eingezogen und in unmittelbaren Besitz genommen. 1252 begannen dann jene vielfachen Verpfändungen von einzelnen Theilen der Herrschaft, die im 14. Jhdt. zu einer stets wechselnden Gemeinherrschaft einer ganzen Anzahl von Fürsten und Rittern führten. Von diesen seien hier genannt die Grafen von Zweibrücken- Bitsch (1380), die Herzoge von Lothringen (um 1390), die Herren von Lichtenberg (von 1341 bis in das zweite Viertel des 15. Jhdts.), die Kämmerer von AVorms und die Landschade (1399;, die Alünch von Wilsperg (um 1370), die Schelm von Finstingen (um 1360), ferner dazu noch im 15. Jhdt. die Sickingen, Fleckcnstein und Bock. Seit der Eroberung der Burg H. (1397) aber war die Stadt Strassburg bestrebt gewesen, in der Herrschaft festen Fuss zu fassen und es gelang ihr in der That im Laufe des 15. Jhdts. die einzelnen Theile derselben in ihre Hand zu bringen. Seit 1480 befand sie sich im Besitz der ganzen Herrschaft. Sie führte 1524- 30 die Reformation daselbst ein; trotz ihrer Neutralität konnte sie nicht hindern, dass die Herrschaft im 30jährigen Kriege hart mitgenommen wurde. 1651 sah sich die Stadt infolge von Geldverlegenheiten genöthigt, die Herrschaft sammt dem Schlosse an den General von Rosen zu verkaufen. Die letzte aus dem Geschlecht der Rosen, Sophie, brachte die Herrschaft dann nach 1774 als Heirathsgut an den Herzog von Broglie, der sie bis zur Revolution besass. Fischer, D., Notice sur l'ancien bailliage de Herrenstein. (Rev. d'Als. 1873, 399-415; 532-575.) [Auch bes.:] Alulh. 1873. Herrenstein, langgestreckter Bergrücken südwestl. Neuweiler, Ka. Lützelstein, an dessen Nordrand die Ruine gleichen Namens, 402 m, an dessen Südrand der Fastnachtfelsen, 402,3 m, TP, liegt. Herrenstube, Zechenhaus (Gde. Steinbach, Ka. Sennheim, Kr. Thann. O.-E.). 1896 erbaut. Herrenstubenkopf, auch Neuberg genannt, 776 m, nördl. Thann. (Der Name von einem alten Bergwerk «Her-renstube- ».) Herrenthalbächel s. Aloder 1. Herrenwald, Fsths. (Gde. u. Ka. Brumath, Ldkr. Strassburg, U.-E.). 3 E. 1 Hs. 1864 erbaut. Herrenwald, Fsths. (Gde. Rosteig, Ka. Lützelstein Kr. Zabern, U.-E.). 4 E. 1 Hs. Regenstat. 300 m. ca. 1850-60 erbaut. Herrenwald, Hs. (Gde. Mitzach. Ka. St. Amarin, Kr. Thann, O.-E.). Früher besonderer AO. der Gde. Mitzach, jetzt zum AO. Künbach ders. Gde. gerechnet. Herrenwald, Hf. (Gde. u. Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen. L.). 7 E. 1 Hs. - 1842 erbaut. Auf dieser Stelle des Falkenberger AValdes war während der Revolution ein Standbild des Rcvolutionshelden Alarat aufgestellt worden, um welches die Bewohner der umliegenden Dörfer an den Dekadentagen Tänze aufzuführen pflegten. Herrenwald, AVlr. iGde. Urbeis, Kr. Rappoltsweiler), s. Bois-le-Sire. Herrenwald, verschw. Hs. (Gde. Alalmcrspach, Ka. St. Amarin, Kr. Thann, O.-E.). 1855 erbaut, 1900 abgerissen. Herrenwald, verschw. Hf. (Gde. Oberhofen, Ka. Bischweiler, Kr. Hagenau. U.-E.). Ende der 30er Jahre des 19. Ihdts. abgebrochen. Herrenwald, Staatswald (Gde. Rosteig, Ka. Lützelstein, Kr. Zabern, U.-E.). 87 ha- Oberförsterei Lützelstein- Nord. Forsthaus Herrenwald. (Buche, Eiche, Hainbuche, Birke, Kiefer, Fichte, Tanne, Lärche.) Vogesen- und Buntsandstein. Bis 1452 Domäne der Grafen von Lützelstein, dann von Kurpfalz, Veldenz u. s. w. (s. Lützelstein); 1792 vom Staate eingezogen. Herrenwald, ehem. Staatswald (Gde. Willerwald, Ka. Saaralhen, Kr. Forbach, L.), 106 ha, zur Herrschaft Saaralbcn gehörig (s. d.). 1854 vom Staate verkauft. Herrenwald, Südosthang gegen das Obere Schüsselthal, über dem Forsthaus gleichen Namens nördl. Rosteig, Ka. Lützelstein. Herrenwald (Löwenguth), Fsths. (Gde. u. Ka. Brumath, Ldkr. Strassburg, U.-E.). 5 E. 2 Hsr. 1840 erbaut. Herrenwaldbach s. Saar 9. Herrenwaldhof, (Nord- u. Süd-), s. Nord-Herrcn-waldhof und Süd-Herrenwaldhof. Herrenwaldmühle s. Obere Hasselmühle (Herren-waldmühle i. Herrenwasen, Einsattlung, 713,6 m, zwischen den i beiden A'orhofköpfen (s. d.) bei Kaysersberg. Herrenwasser s. 111 85. Herrenweiher im Illgebiet, 2 km südl. Heimersdorf - 1.56 ha. Fischerei. Wird alle 6 - 10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfluss in den Lac hen weiher. Herrenweiher im Illgebiet 1.8 km östl. Largitzen - 0,85 ha. Fischerei. AVird alle 6-8 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfluss zum Geissen w eih er. Herrenweiher im Larggebiet 1,5 km westl. Niedersept - 1,95 ha. Fischerei. Wird alle 6-10 Jahre abgelassen und 2 Jahre lang bebaut. Abfluss zum Koh lensch lagweih e r. Herrenwiesgraben s. Alerbetterweiher. Herrfurt, verschw. M., um 1240 aufgeführt, vermuthlich bei Rommelfingen (Ka. Finstingen, Kr. Saarburg, L.) Damals im Besitze der Finstingen. Herrgott, B e i m grossen, s. Grossen Herrgott, Beim. Herrgott, gallisch römisches Grabfeld auf einer Waldblösse an der vom Forsthaus Schweizerhof zum Forsthaus Kaltweiler bei Zabern führenden Forststrasse, bei Einmündung der Ramsthalstrasse; jetzt ausgebeutet; viele Alterthümer von dort im Zaberner Aluseum. (Vergl. unter Gallisch römische Wohn- und Begräbnissstätten, im Art. Vogesen.) Der Name stammt von einem jetzt nicht mehr vorhandenen Christusbilde. Herrgottshöhe bei Schirmeck s. Haut-du-Bon-Dieu. Herrgottsplatz, früher Place-du-Bon-Dieu, AVald-lichtung, in der Einsattlung zwischen dem grossen Romelstein und dem Külberg. zwischen dem Alberschweiler- und dem Soldatenthal. Herrschaft, Hsr. (Gde. St. Kreuz im Leberthal, Ka. Alarkirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 19 E. 3 Hsr. DieHerr-schafft S. Johans 1564; Herschaft 1594; Herschaff 18. Jhdt. Nordöstl. von St. Kreuz. Ursprünglich Name einer im 16. Jhdt. betriebenen Blei- und Silbergrube (St. Johann), Domäne des Herzogthums Lothringern, die- im Sommer 1899 wieder geöffnet worden ist. Herrschaftsbach s. Leber 18. Herrschaftsmühle, AI. (Gde. Lüxdorf, Ka. Plirt, Kr. Altkirch, O.-E.). S. Niedermühle. Herrschaftswald, A\Tlr., s. Alachielles. Hersbach, Df. (Gde. Wisch, Ka. Schirmeck, Kr. Alolsheim, U.-E.). 480 E. 99 Hsr. Obern-Herspach 1366; ma. Herschbö (Hirschbach). - HSt. Russ-Hersbach(s. 1877). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Alolsheim (s. 1856, vorher Filiale vonAVisch). Kirchenfest8. Dez. (AlariäEmpf.). DieProte-stanten gehören zumA^ikariat Schirmeck (Pfarrei Rothau).- H. gehörte zum Bisthum Strassburg, Amt Schirmeck (s. d.), und theilte die Schicksale dieses Amtes, so auch die Verpfändung von 1366-1510. 1633 von den Schweden gänzlich zerstört; erst am Anfang des lS.Jhdts. wieder aufgebaut. |