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Show 15s Canal Napoleon - Carspach. Canal Napoleon s, Rhein-Rhonekanal. Canalbächel s. Andlau 3. Canardiere, Hf. (Gde. Gondrexange, Ka. Rixingen, Kr. Saarburg, L. i, 26 E. 2 Hsr. - Hof der ehemaligen Grafschalt Rixingen, 175) zum ersten Mal erwähnt. Canardiere, D e v a n t la, s. C o m t e d'Onkespur. C a n n e r b a c h s. Kannerbach. C a n o n , Hs. (Gde. Kestenholz, Ka. u. Kr. Schlettstadt, L'.-E.c 22 E. 2 Hsr. Soll schon im IS. Jhdt. bestanden haben. Cantine, Arb.-Kas.(Gde. Rosslingen, Ka.Gross-Moyeuvre, Kr. Diedenhofen-West, L.i. Ehemaliger Aussenort der Gde. Rosslingen, jetzt mit dem Dorfe vereinigt. C a n y s. Moulin de Cany iGde. Burlioncourt, Ka. u. Kr. Chäteau-Salins, L.). Capell W i e s e n t a u s. AA'iesentau, abgeg. Ort. Capitaine M o n t e , deutsch-amtlich Rittmeister. bewaldeter Höhenrücken, 290 m, auf der deutsch-französ. Grenze, südöstl. Chambre} (Ka. u. Kr. Chäteau-Salinsi. C a p p e l , Df. Ka. St. Avold [1790-1802 K a Püttlingen], Kr. Forbach, L.i. 378 E. 81 Hsr. (10 ORe.i - 260 m. - AG. St. Avold (12,9); Bhf. Oberhomburg (10.7). - Capplen 1.544; Kappelen lo81. - Die Gde. umfasst den H O . C. (359 E. 77 Hsr.i und den AO. Chätcau-Neuf. Sie erhielt 1813 als A O . A'alette (vorher selbständig; und wurde mit diesem lslö A O . von Oberhost; 1826 wurde dann C. allein wieder Gde., Valette blieb AO. von Oberhost. - StEBez. St. Avold. Wasserltg. (s. Alai 1898). Fw. (s. 1878. 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. St. Avold (s. 1880, vorher s. 1802 Annexe der Hilfspfarrei Oberhost), zu der auch der A O. Valette (Gde. Oberhost) gehört. Kirche des hl. Gangolf (11. Mai). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konfession in St. Avold. - Hausindustrie: Strohhutrlechterei, für einen Fabrikanten in Saaralben, und Sammetweberei, für Geschäfte in Püttlingen und Saargemünd. Das Dorf bildete mit Farschweiler eine Herrschaft (s. d.i und Dorfschaft. - C. war bis zum Konkordat (1801) Annexe der Pfarrei Farschweiler. An der östl. Banngrenze liegt der G u t e n b r o n n , ein früher sehr besuchter Wallfahrtsort. - Römische Reste, besonders ein kleiner tragbarer Viergöttersteinaltar. (Sammlung des Herrn Huber in Saargemünd. i G e m e i n d e wald (Oberförsterei Püttlingen i 314,5 ha. (Mittclwald von Eiche, Buche, Hainbuche, Aspe.) Die Gemeinden Cappel und Farschweiler waren bereits im Jahre 1744 im Besitze ihrer Waldungen. A'on 1744-lSöS war der <grosse Wald» gemeinsamer Besitz von Cappel und Farschweiler; 1868 und 69 wurde derselbe getheilt. Der Cappeler AA'ald liegt auf dem Banne Farschweiler. H u b e r , E„ Trouvaille de Cappel (Saint-Avold). iMem. de l'Ac. de Aletz 1894|95, S. 221-231. C a p p e l g r a b e n s. Mutterbach 3. C a p p e l w e i h e r s. Altweiher im Saargebiet. C a p u c h o n f e l s e n s, Schaufelshalt. C a r a n u s c a , verschw. O. (Gde. Büdingen, Ka. Aletzcr-wi( -e Kr. Diedenhofen-Ost, L.). N a m e einer im 4. und im 6 Jhdt. als Gannia erwähnten römischen Statio an der Militär- Strasse Metz-Trier, deren Lage noch nicht mit Gewissheit bestimmt worden ist (Mein- Elzingen und Klangen.) Ge'rard, Recherches sur l'emplacement de C. uMem.de l'Ac, de Aletz 1845 lo. le ptie. p. 127.) Caritatem s. A d Caritatem. Carlshütte, Hochöfen (Gde. u Ka. Diedenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). Hochofenwerk der Firma Gebr. Röch-ling in Völklingen mit 7 projektiven Hochöfen, von denen bis jetzt (Juni lsoo, •_> eröffnet sind. Produktion 1899: .so727 t Roheisen bei 4 iL' Arbeitern. 2 weitere Hochöfen im Bau. Spätere Anlag, eines Stahl- und Walzwerkes sowie einer Verbindungsbahn mit der Gewerkschaft Röchling- in Algringen is. d.) ist vorgesehen. Schlackencemcntwerk derselben Firma 2 Schlackensteinfabriken. C a r m a g n o l , ehem. Hf. zw. Reyersweiler u. Schwangerbach (Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L i. 1755 erwähnt, 1779 als Landhaus iSchloss) bezeichnet. Auch Johannesthal genannt. Bildet gegenwärtig einen Theil des H O . Reyersweiler. Carolabad, Kuranst. (Gde., Ka. u. Kr. Rappoltsweiler, O.-E.i. 1 E. 1 Hs. - Eine Thermalquelle (erdiges, schwefelsaure Alkalien enthaltendes, lithiumhaltiges Alineralwasser, für Krankheiten der Harnorgane), die im 15. und 16. Jhdt. bekannt, dann aber lange ver schollen war, wurde 1887 wieder aufgefunden und 1888 gefasst («Carolaquelle»), und zugleich wurde die Badeanstalt («Carolabad») errichtet und durch Kaiserl. A'erordnung vom 26. Okt. 1893 als Unternehmen von öffentlichem Nutzen erklärt (Schutzgebiet von 500 m Radius). Frequenz bis Alitte Aug. 1899: 365 Kurgäste, 9756 Bäder; AA'asserversand: 15253 Flaschen. Ausserdem ist noch eine zweite, weniger mineralisirte Quelle vorhanden: der Rappoltsteiner Schlossbrunnen. Sein AA'asser wird mit Kohlensäurezusatz zur LTnterstützung der Heilwirkung der Carolaquelle und als Tafelwasser gebraucht. Versand bis Alitte Aug. 1899: 32795 Flaschen. - Nördl. von dem Carolabade soll schon zu römischer Zeit ein Bad bestanden haben. Häutige Funde römischer Klcinalterthümer. Fresenius, CR., Chemische Analyse der Carolaquelle. Wiesbaden 1889. [Kube, AL], Das C. in Rappoltsweiler. Leber den therap. AVerth der Carola-Quelle. Berlin 1895. Staub, Ch., Die Carola-Quelle zu Rappoltsweiler. [Auch frz.] Strassb. 1889. Ders., Das Carola-Bad in Rappoltsweiler (O.-E.). Strassb. 1894 u. 1895. Ders., Der therap. AVerth der Carola-Quelle zu Rappoltsweiler. [Auch frz.] Strassb. 1890 u. 1891. C a r p e , W . (Gde. Richeval, Ka. Rixingen, Kr. Saarburg, L.). 8 E. 1 Hs. - Carpe-Frite 18. Jhdt. - AVar bis 1. Apr. 1896 A O . der bis dahin selbständigen, jetzt gleichfalls zu Richeval gehörigen Gde. Haie-des-Allemands. - Ehemalige Posthaltestelle an der Staatstrasse, schon im 18. Jhdt. erwähnt: »Carpe Frite . Carriere, La. Ortsübliche Benennung der Kolonie Niedeck (Gde. u. Ka. St. Avold, Kr. Forbach, L.). Carriere de m a r b r e , unbewaldeter Kopf, 57S m, südl. Russ im Breuschthal. Carrieres, Hsr. (Gde. Amanweiler, Ka. u. Kr. Aletz, L.). Früher AO., jetzt Theil der Gde. Amanweiler. C a r s p a c h , Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Altkirch, O.-E.). 1295 E. 232 Hsr. (12 GRe.) - 300 m. - AG. Altkirch (3,4); Hp. C. (0,4). - Charoltespach 877; K a r s p a c h 1420; K a r st b a c h 1576. - Die Gde. umfasst den H O . C. (1266 E. 226 Hsr.) und die A O . Bannholz, Kanalhäuschen Kohlhütte, AVasensteg; die verschw. O. Bergacker und Kohlhüttenweg. Ausserdem, nw. von C. eine unbedeutende Kapelle, 1869 von der Familie Berra gestiftet und der Alutter Gottes geweiht. - P. F. Hp. (s. 1892). Hp. Carspach-Sonnenberg (,s. 1896). StEBez. Altkirch I. AVasserltg. <s. 1886). A'erbds.-Fw. is. 1882, 2 Spritzern. - Kath. Hilfspfarrei des Dek. Altkirch •s. 1802). Schutzheiliger St. Georg (23. Apr.). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar - Kneipp'sche Heilanstalt <Sonnenberg> is. 1894). Frequenz bis 8. Aug. 1899: 668 Personen. Kleine Ziegelei mit Kalkbrennerei. Kleine Getreide-und Sägemühle mit AVasserkraft. C. wurde 1365 als österreichisches Lehen der Herrschaft Alt kirch dem Ulman von Plirt (s. Plirt) verliehen. Das Kloster St. Morand besass einen Dinghof in C . dem die Brüder Ulrich und Theobald von Plirt einen Getreidezins von 26 Vierteln gaben, 1420. Die Linie Pfirt-C. erlosch 1794. Ausserdem waren begütert St. Thomas in Strassburg 920, Lützel und Feldbach 1146, vielleicht auch Hohenburg und Zürich. - Es gab zwei alte Schlösser in C : Ober- und Niederschloss. Die Pfarrei gehörte zum Dekanat Sund-gaudiae bis 1801; den Kirchensatz hatte das Domstift zu Basel. Bis 1752 hatte C. Aspach (s. d.) als Filiale. Gern ein de w a l d (Oberförsterei Altkirch) 467,7 ha. |