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Show 4s4 Ingweiler Innenheim. mirten Pfarrei Hunspach. Die Katholiken gehörten im 18. Jhdt. /ur Pfarrei Keffenach. G e m e i n d e w a l d Oberförsterei Weissenburg llM ha. Ingweiler, St. (Ka. Buchsweiler [1790-1802 KHO.], | Kr. Zabern, U.-E ). 2333 E. iSterbt. 23,1, leb. Geb. 27,1 auf | 137 Hsr. I1- G R e - An der Moder. 185 m. - AG. Buchsweiler ''.''; Bhf. I. (0,3) - Ingoniuuilare 742; Ingewilre 117s; ma. Ingwiller. - Die Gde. umfassl den HO. I. (2291 E. 431 Hsr.) und die AO. E-spelhof, Rauschenburg (Hf. und Sägewerk , Rauschenburg (Priv.- Fsths.), Vollachermühle und die verschw. O. Dinchweiler, Gichweiler, Hechweiler, Rauschenburg (Bg.), Rauschen-burg Fsths. - P. III. Klasse. T. Oeff. Fernsprechstelle s. 'i. Nov. 1900). Stadt-Fernsprecheinrichtung (dgl.). Bhf. - 1889). Notar. Gendarmeriestation. Oberförsterei (Forstaufsichtsbezirk Strassburg - Zabern). Ortseinn. StEBez. für die Gden. Bischholz, Ingweiler, Lichtenberg, Alench-hofen, .Mühlhausen, Niedersulzbach, Obersulzbach, Reiperts-weiler, Schillersdorf, Uttweiler, Weinburg, Wimmenau, Wingen. 2 Aerzte, darunter ein Kantonalarzt. Apotheke. Asyl am Neuenberg, Hospiz Privatanstalt, gegr. Is77 durch Pfarrer Herrmann von L, 80 B., verpflegt im Sommer auch Ferienkolonisten). Armr. s. 1843). Unterstützungskasse der israel. Gde. Sparkasse s. 1892 . Schlachthaus (s. 1854). Fw. (S. 1883, 3 Spritzen.. Krgv. (s. 31. Dez. 1892). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Buchsweiler (s. 1802). Schutzheilige hl. Magdalena (22. Juli). Filialen: Bischhoiz, Alenchhofen, Schillersdorf, Weinburg. Prot. Pfarrei Augsb. Konf. s. 1570 , s. 1S02 Sitz des Konsistoriums (Inspektion Buchsweiler) für ' die Pfarreien Ingweiler, Lichtenberg, Schillersdorf, Weinburg, Weitersweiler,Wimmenau. Filiale: Menchhofen (s. 1622). Die Israeliten gehören zum Rabbinat Buchsweiler. Jüdischer Kirchhuf (s. 1809). - Kalkofen. Ziegelei. 2 Steinbrüche. Zündholzfabrik. Lohgerberei. 2 Sägemühlen. 3 Getreidemühlen. 'J Bierbrauereil n. Malzfabrik. Elektr. Beleuchtung. Sehr viel Viehhandel. Ausserdem Handel mit Bau- und Brennholz, Wein, Getreide, Gewebe, Glas; Hausierhandel mit Lumpen. Buchhandlung s. 1883 . Ende März, Ende Aug., Ende Nov. und a m letzten Dienstag des Mai Krammarkt. Fischereigenossenschaft für die Moder. Alter Ort, schon römische Niederlassung. 742 war die I Abtei Weissenburg daselbst begüt- rt, Ursprünglich im Besitz der unter bischöfi. Aletzischer Hoheit stehenden Abtei Neuweiler i Bestätigung von Patronatsrecht, Zehnten und Hof zu I. durch Papst Alexander III. 1178), kam I. später als Aletzer Lehen an die Herren von Lichtenberg. Unter deren Herrschaft wurde es 1345 mit Zu-timmung Kaiser j Ludwigs des Baicrn befestigt und zur Stadt erhoben und ferner zum Sitz eines Amtes gemacht I s. den folg. Art.). Bei der i lichtenbergischen Erbteilung von 1480 fiel I. an Bitsch-Zwei-brücken, 1570 an die Grafen von Hanau-Lichtenberg, nach deren Aussterben 1736 an Hessen-Darmstadt. 1472 baute Jacob von Lichtenberg ein Schloss zu L, das, 1535 mit Mauern und Gräben umgeben, bis 1625 häufig als Residenz gedient hat; jetzt prot. Pfarrhaus. - Einige Güter und Sitze zu I. gehörten zur Reichsritterschaft. - I. war Alünzstätte der Grafen von Hanau-Lichtenberg. Dieselben b, sassen auch, wie schon ihre Vorgänger, die Lichtenberg, seit 1349, das Zoll- und Geleitsrccht zu I. für allen durchgehenden Wein bis zum Breitenstein. - 1144 lagerten bei I. die Engländer. 1622 Alai 11 wurde I. von Alansfeldischen Reitern üherfallen, 1636 von den Schweden genommen, die es besetzt hielten. 1674, 20. Nov., bezog Turenne bei I. ein Lager. 1744 von den Oesterreichern (Panduren) besetzt, desgleichen 1793, Okt. 17-Nov. 19. - Das neue Stadthaus 1825 erbaut. Kleinkinderschule 1863. - I. hatte vor der Reformation ein Rektorat, Plebanat und Primissariat und gehörte zum Landkapitel Ober-Hagenau. Kirche schon 117s erwähnt, Patronatsrecht und Zehnten gehörten damals der Abtei Neuweiler. 1570 wurde die Reformation eingeführt. Seitdem war I. protest. Pfarrei, seit 1622 mit Filiale Alenchhofen, 1692 bis zur Revolution mit Filiale Obersulzbach, auch Lichtenberg und Reipertsweiler gehörten im 18. Jhdt. dazu. 1690 Simultaneum eingeführt zur kath. Pfarrei gehörten im 18. Jhdt. ausser I. noch Alenchhofen, Rauschenburg, Schillersdorf, Seelhofen, Weinburg *, hat bis 1894 bestanden, w o die neue kath. Kirche vollendet wurde. Die prot. Pfarrkirche hat noch Theile (unterer Glockenturm >, die aus dem 10. Jhdt. stammen. Langschiff und Chor < s] u-gothisch) 1198 erbaut, 1846 neuer Kirchthurm in Backsteinen. - I. liegt an einem Keltenwege von Pfaffenhofen in's Alodcr-thal; Tumuli mit Bronze- und römischen Funden. Reste der alten Stadtmauer. Alehrere alte Häuser der Renaissancezeit. In der Kirche zahlreiche Grabstätten, namentlich Adeliger. In I. liegt begraben der Alarschall Clarke, Herzog von Feltre, Graf von Huneburg 'f 1818). G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Ingweiler) 698,0 ha. 190-360 m über dem Aleere. Aluschelkalk, Buntsandstein, Vogesensandstein. Eiche. Kiefer, Buche, Fichte, Hainbuche, Weymouthskiefer.) Der Gebrauch des Waldes wurde der Gde. bereits 1345 von Ludwig dem Bayern verliehen, als er dieselbe zur Stadt erhob. K [assel, A.], Die alten Grabstätten der Ingweiler Kirche. (Strassb. Post 1897 Nr. 452.) Kassel, A., Die Adelsverhältnisse zu I. im 16. bis ls. Jhdt. (Jb. f. Gesch., Spr. u. Litt. E.-L.'s 13, 1897, S. 100-132.) [Auch bes.:] Strassb. 1897. Letz, Fritz, Auszug aus der Chronik der Stadt I. (Jb. f. Gesch. Spr. u. Lit. E.-L.'s 6, S. 69-75.) Letz, Karl, Zur Geschichte von Ingweiler. ijahrbuch für Geschichte, Sprache und Litteratur Elsass-Lothringens 10, S. 62-64.) Ders., Gesch. d. Stadt I. (Bausteine zur els.-lothr. Geschichts- und Landeskunde H. l.i Zabern 1896. Schoell, Th., Notes sur Ingwiller aux 17e et ISe siecles. (Rev. d'Als. N. S. 11, 1897, S. oL'-77.) Ingweiler, H a n a u - l i c h t e n b e r g i s c h e s A m t: umfasste die Stadt Ingweiler, Theile von Dossenheim, nämlich den Weiler Füllengarten und die Burg Hüneburg, die Burg Lichtenberg und die Dörfer Ingenheim, Lichtenberg Alietesheim, Neuweiler, Obersulzbach, Reipertsweiler, Schillersdorf und W i m m e n a u (ausser Kaienburgi. Das A m t setzte sich aus Allodialgut. bischöflich strassburgischen, bischöflich metzischen und Reichslehen zusammen (vergl, das Nähere bei den einzelnen Orten). Bei der lichtenbergischen Erbtheilung 1480 liel das A m t an Zweibrücken-Bitsch, 1570 an Hanau-Lichtenberg, das sofort die Reformation einführte-, 1736 an Hessen-Darmstadt. Ingweiler, Kanton. Der Ka. Ingweiler (1790-1802), 1790-95 zum Distrikt Weissenburg, 1800-1802 zum Arrondissement Zabern gehörig, umfasste die Gden. Bischho]/. Ingweiler, Lichtenberg. Alenchhofen, Alühlhausen, Nieder-modern, Niedersulzbach, Obermodern, Obersulzbach, Pfaffenhofen, Reipertsweiler, Schillersdorf, Uttweiler, Weinburg. Weitersweiler, AVimmenau, Zutzendorf. Von diesen gingen 1802, nach Aufhebung des Ka.'s, Lichtenberg, Reipertsweiler, Weitersweiler und W i m m e n a u in den Ka. Lützelstein, die andern in den Ka. Buchsweiler über. Innenbachgraben s. Fecht 8. I n n e n h e i m . Df. (Ka. Oberehnheim [s. 1790], Kr. Erstein, U.-E.). S29 E. 202 Hsr. (12 GRe.) - 150 m. - AG. Oberehnheim (9,3); Hp. Bischofsheim (7.0). - H i n n e n h e im 12. Jhdt.; ma. In nie. - Die Gde. umfasst den H O . I. (825 E. 200 Hsr.) und den A O . Wolfskapelle. - StEBez. Oeberehn-heim. Armr. (s. 1842). Station der Schulschwestern der göttlichen Vorsehung von Rappoltsweiler (seit Ende der 3c er Jahre des 19. Jndts.). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Oberehnheim 's. 1802). Schutzheiliger hl. Alartin (11. Nov.). - Hausindustrie: Sockenstrickerei, Weberei, für Firmen. I. wird im 12. Jhdt. zum ersten Male erwähnt: das Stift St. Leonhard erscheint u m diese Zeit daselbst begütert, 1257 die Abtei Niedermünster. I. war Reichsgut und gehörte |