| OCR Text |
Show 536 Krautgärtnerthalbach - Kreuzbach. stammle wahrscheinlich schon aus dem 8. Jhdt. K. war Reichsgut und gehörte später zum Territorium der Reichs-r i tte r schaft. 131o wurde es von Ludwig dem Baiern dem Kage von Schäffolsheim verliehen, 1403 von König Ruprecht den Beger, den zum Trübe! und den Haffner. Im 16. Jhdt. erhielten die Pfaffenlapp, Seebach, Uttenheim u. A. Antheil an K. Der Uttenheim'sche Theil (die Hälfte von K.) kam l'ds an die Bergheim, der Seebach'sche 1653 an die Zuck-mantel. L'm 1780 besassen die Bergheim die Hälfte, die Zuckmantel und die Haffner je ein Viertel von K. - 1587 wurde der Ort von den Franzosen verbrannt. - Kirchlich gehörte K. zum Landkapitel Oberehnheim. Die Pfarrei war der Abtei Moyenmoutier incorporirt, die auch Zehnten und Patronatsrecht besass. 1666 war Innenheim Filiale der Pfarrei, zu Ende des 17. Jhdts. jedoch nicht mehr. 1763 bestand zu K. eine Grabkapelle der Bergheim. Eine Synagoge soll schon seit dem 17. Jhdt. bestanden haben; die heutige ist 1868 erbaut worden. Krautgärtnerthalbach s, Zinsel 6. Krautländergraben s. Kraft 1. Krautweiler, Df. (Ka.Brumath [s. 1790], Ldkr.Strassburg, U.-E.i. 154 E. 30 Hsr. (10 GRe.i - 145 m. - AG. Brumath (2,1); Bhf. Brumath (1,7). - Wilre 12. Jhdt., Wiler 1297; ma. Krüt willer. - Die Gde. umfasst den HO. K. (144 E. 28 Hsr.), den AO. Münchmühle und den verschw. O. Ogeshof. - StEBez. Brumath. Armr. (s. 1826). - Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Brumath. Die Katholiken sind gleichfalls nach Brumath eingepfarrt. - Zwei Ziegelbrennereien, zwei Getreidemühlen. K. wird schon im 12. Jhdt. erwähnt, soll zu den erzbischöflich mainzischen Lehen im Bezirk Brumath gehört haben, die 1332 von den Landgrafen von Werd durch Kauf an die Herren von Lichtenberg übergingen. Doch beruht das sicherlich auf einer Verwechslung mit dem abgeg. Dorfe Weiler (s. d.) bei Gries. L'rkundlich steht fest, dass K. sammt dem Patronatsrecht, Mühle und Hof 1343 von Sigmund Fürst, Ritter zu Brumath, den Lichtenberg verkauft wurde. 1378 wurde es von diesen vorübergehend an die von Finstingen verpfändet. Nach Aussterben der Lichtenberg, 1480, kam es mit dem Amte Brumath, dem es zugetheilt war, an Zweibrücken-Bitsch, 1570 an H a - n a u - L i c h t e n b e r g , 1736 an Hessen-Darmstadt. Die Oberhoheitsrechte von Kurmainz auf K. wurden erst 1717 von Hanau-Lichtenberg käuflich erworben. - 1592 wurde K. von lothringischen Soldaten geplündert. Im 30jährigen Kriege litt es so stark, dass es 1638 fast ganz ausgestorben war, doch wurde es 1644 noch vom Obristen Bainberger geplündert. 1674 wurde es von Turenne verbrannt. - 1297 hatte Krautweiler eine Kirche des hl. Ulrich, die von Wingersheim bedient wurde; 1504-1637 war es selbständige - seit 1570 protestantische - Pfarrei. Seit 1637 insofern mit Brumath vereinigt, als der Pfarrer von Krautweiler zugleich Diakonus von Brumath war; s. 1797 Filiale von Brumath. Die Kirchenbücher gehen bis 1630 zurück. Auch die Katholiken waren im 18. Jhdt. nach Brumath eingepfarrt. Krax, Burgruine (Gde. Mittelbergheim, Ka. Barr, Kr. Schlettstadt, U.-E ). Krakes 14. Jhdt. Auf dem gleichnamigen Berge (431 mi. Im Besitz der Andlau-Bergheim, 1293 von dem Strassburger Bischof Konrad von Lichtenberg zerstört, Wiederaufbau an derselben Stelle verboten, laut Vertrag von 1301 zwischen dem Bischof und Kuno von Bergheim. Die Quadersteine wurden zur Befestigung des Städtchens Lichienau verwendet. Kraybach, Hf, M. und Oelm. (Gde. Niederranspach, Ka. Hüningen, Kr. Mülhausen, O.-E.). 9 E. 2 Hsr. Getreidemühle mit Wasserkraft.Der Oelmüllereibetrieb wurde 1888eröffnet. - K. hat seinen Namen von dem Wlf. gl. N. (s. Altenbach 2); soll schon im 17. Jhdt. bestanden haben. Kraybach. Wlf. s Altenbach 2. Krayerbach, Zgl. (Gde. Niederwciler, Ka. und Kr. Saarburg, L.). 4 E. 2 Hsr. 1859 erbaut. Krayerbach, Wlf., s. Biber 10. Krebsbach s. Fecht 21, 111 34, 36, Larg 16, 27, Thur 34, 35, Zwölfmühlenkanal 1. Krebsbachrunz s. Fecht 7. Krebsbächlein s. auch Lauch lo. Thalbach 18.' Krebsbächlein, entspringt nordwestl. Illfurt, kreuzt die Mülhausen-Belforter Bahn und verliert sich im Dorf - 0,6 km - 1 Brücke. Krebsmühle, M. (Gde. Bettingen, Ka. St. Avold, Kr. Forbach, L.i. '> E. 1 Hs. Krebsmühle (Ecrevisse), ehem. M. in der Gde. Wald wiese (Ka. Sierck, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). Seit 1869 ausser Betrieb und in ein Wohnhaus umgebaut. Krebsrunz s. Fecht 7. Kreitland, G. (Gde. Dollern, Ka. Masmünster, Kr. Thann, O.-E.). 1 Hs. Soll seit ungefähr 200 Jahren bestehen. Kreitzberg. H„ 241 m, südwestl. Bischholz, Ka. Buchsweiler, Kr. Zabern. K reitzerkopf. 328 m, zwischen Bezirksgrenze und Mühlgraben, nördl. Volksberg, Ka. Drulingen, Kr. Zabern. Kremberg, 354,6 m TP, nördl. Montenach, Ka. Sierck, Kr. Diedenhofen-Ost. Kremberybach s. Montenacherbach 3. Kremerich, Hf. (Gde. Wittringen, Ka. und Kr. Saar-i gemünd. L.i. 13 E. 1 Hs. - Auch Wittringerhof ge- I nannt. 1846 auf einer Rodung im gleichnamigen Walde erbaut. In der Nähe soll 1525 das Gefecht zwischen Lothringern unter Führung des Hauptmanns von Saargemünd, Johann von Braubach, und den aufständischen Bauern aus Deutsch-Lothringen stattgefunden haben, wobei Johann von Braubach gefangen wurde. Kremsthalbach s. Fecht 33. Krepfermühle, ortsübliche Benennung der Rappermühle (Gde. St. Louis, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.). Kreschmühle, M. (Gde. Ebersweiler, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L.). 8 E. 1 Hs. Erbauungszeit unbekannt. Kressenweiher, früher Kai ser wei her genannt (als kaiserliches Lehen der Lichtenberg 1350 erwähnt, 1401 den Schott von Hagenau verliehen, im 16. Jhdt. den Kress von Kogenheimi; liegt im Modergebiet im Gartenweg westl. Hagenau. Fischerei. Wird nicht abgelassen. Privatbesitz. Zu-und Abfluss s. Moder 21. Kretschybach s. Leber 2. Kreuz s. a. Heilig-Kreuz, St. Kreuz. Kreuz, Wir. (Gde. St. Franz [s. 1809], Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L.). 106 E. 26 Hsr. - 1790-1809 gehörte Kreuz als selbständige Gde. zum Ka. Busendorf. - La Croix 1594.- Annexe der Hilfspfarrei Laumesfeld. - War Dorf des Land-schultheissenamts Sierck, welches dort die hohe Gerichtsbarkeit besass. Die Abtei Villers-Bettnach hatte die Mittel-und Grundgerichtsbarkeit. K. ist 1583 auf einer Rodung von 1240 Morgen Wald im Kalenhofer Forste entstanden, die an 25 Ansiedlerfamilien in Erbpacht überlassen worden waren. Das Dorf, welches im 30 jährigen Krieg zerstört worden war, war noch 1683 ohne Bewohner. 1661 ist K. an Frankreich abgetreten worden. Gemeinde wald: 4.91 ha Antheil an dem Gdewalde Kerlingen und Genossen (Oberförsterei Kedingen). Kreuz, Das Beimbacher, s. Beimbacher Kreuz. Kreuz, Das Hengstberger, s. Hengstberg. Kreuz, Das Langenthaler, s. Langenthaler Kreuz. Kreuz, Das Weierer. s. Wüst. Kreuz, Z u m schwarzen, Kap , s. Schwarzen Kreuz, Zum. Kreuzbach, Hf. (Gde. Luttenbach, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E). 10 E. 1 Hs. im Crützbach, Acker und Matten, 1559. Der gegenwärtige Hof besteht seit 1848. Kreuzbach s. Kleine Fecht 10, Lauch 15, Mossel. |