| OCR Text |
Show 572 Leymcnthal - Leymenthal s. Leimenthal. L e y r i n g e n . Wir. Gde. Marspich, Ka. Havingen, Kr. Diedenhofen-West. L. . 64 E 12 Hsr. - L u r i n g e 1131; L e - range 1817. - Ehemaliger Besitz der Abtei Freisdorf, für welchen sie noch 1682 reversirte. L. war im 12. Jhdt. Allo-dialgut des Dietrich von Longwy und wurde- mit dem Dorfbanne an Wirich von Valcourt verkauft. Die Abtei Freisdorf erhielt diese Besitzungen bei ihrer Gründung (s. d.). Der Ort scheint später eingegangen zu sein, er wird in den Verzeichnissen des 18. Jhdts. nirgends erwähnt, 1817 zuerst | wieder aufgeführt. L e y w e i l e r , Df. Ka. Grosstänchen [1790-1802 Ka. Hellimer], Kr. Forbach, L.). 303 E. 89 Hsr. (10 GRe.) - 250 m. - AG. Grosstänchen (11.3); Bhf. Insmingen (10,3). - Liedes villa (?) 706; L e u willer 1365; L e y viller 1718. - Hatte 1813-33 das vorher und nachher selbständige Altrip zum A O . - StEBez. Grosstänchen. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Mörchingen s. 1802). Kirche zu Ehren Maria Himmelfahrt 15. Aug.i, 1S27 erbaut. - Kalkbrennerei. Kleine Getreidemühle. L. gehörte zu der Vogtei St. Avold, das Hochgericht aber zur Herrschaft W a r s b e r g (s. d.). L. wird als Bestandtheil der Kastellanei Homburg-St. Avold noch lbS8 aufgeführt. Ob L. das 706 genannte Dorf Liedes villa ist, ist unsicher. 1255 hat die Abtei St. Avold mit Genehmigung des Bischofs Jakob von Lothringen von Dietrich von Homburg die dortige Vogtei-Herrschaft erworben. Wie und wann L. an Warsberg kam, ist nicht bekannt. Das Dorf scheint im 17. Jhdt. zwischen Lothringen und dem Bisthum Metz streitig gewesen zu sein. Erst durch den Pariser Vertrag (1718) wurde das Dorf Lothringen zugesichert und am 12. Juli 1718 der Probstei Bolchen zugewiesen. - L. war von jeher Pfarrei : des Archipr. Mörchingen, zu welcher bis 1870 Altrip gehörte. Der Kirchensatz gehörte der Herrschaft Warsberg. - In L. wurde eine kleine übergoldete, bronzene Merkurstatuette gefunden. G e m e i n d e wald (Oberförsterei Püttlingen) 136,7 ha. (Mittelwald von Eiche, Buche, Hainbuche und Espe.) L e y w e i l e r h o f , Hf. Gde. Kammern, Ka. St. Avold. Kr. Forbach, L. . 11 E. 1 Hs. - Freihof L e w i II er 1681. - Gehört zur kath. Hilfspfarrei Büdingen (Ka. Grosstänchen). - W a r altes Kirchengut der Abtei St. Avold, wurde 1580 dem Grafen von Nassau-Saarbrücken überlassen und von diesem, wie es scheint, den von Niedbrück-Cherlay zu Lehen gegeben, wohl als Bestandtheil der Herrschaft Bettingen (s. d.). - 1707 wird es als Besitz des Stiftskapitels Homburg, 1728 der Herren von Cherlay-Castres erwähnt. L e z e y , Df. (Ka. Vic [1790-1802 Ka. Marsal], Kr. Chäteau- Salins, L.). 235 E. 57 Hsr. (10 GRe.) - 207 m. - AG. Vic (9.0); Bhf. Vic (9,1). - Aliaeey 1106; Lizeis 1192; Lezey 1290. - Die Gde. umfasst den HO. L. (214 E. 55 Hsr.) und die AO. Basse-R£court und Haute-Recourt. - P. F. StEBez. Bourdonnaye. Armr. (s. 14. Mai 1848). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Vic (s. 1802), die Gden. L. und Xanrey (bis 1S65 auch Leyi umfassend. Kirche des hl. Remigius (1. Okt.). - Geschäftssprache franz. L. gehörte 1648 noch zu der lothringischen Probstei Ein-ville, es wurde aber durch den Vertrag von Vincennes 1661 an Frankreich abgetreten und dem Bailliage Saarlouis zugewiesen. L. scheint ursprünglich alter Besitz der Abtei Remiremont, dann Lehen der Kastellanei Marsal gewesen j zu sein. 1290 verkauften Hugo und Johann, Ritter, und Gerlach, Edelknecht, dem Kloster Clairvaux in Metz, was sie im Lehen von L. hatten, für 1500 Pf. mit der Bedingung, dass dieses Dorf unter der Schirmherrschaft der Bischöfe von Metz verbleiben solle. Dieser Besitz scheint im 14. Jhdt. mit Recourt durch Kauf an die Abtei Haute-Seille gelangt zu sein. Die Abtei überliess durch Vergleich vom Jahre 1568 ihren dortigen Vögten ein Drittel der ganzen Gerichtsbarkeit und verpfändete die zwei anderen 1672 an die de Feriet. - Lichtenberg. Als Lehensträger der Vogtei werden schon um 1420 die Wisse de Gerbeviller genannt, 1433 waren es durch Pfand die Haaze von Dievelich. 1527 die de Walhey, 1508 die Por-celet, 1600-1612 die Familie Toupet, lbbl die de Chartogne. In L. w a n n noch begütert: die Abtei Neuweiler im Elsass, welche ihre dortigen Güter im 12. Jhdt. verkaufte, die Abtei Remiremont (s. unten, und 1186 das Priorat Salonnes. - Der Ort wurde im 30jährigen Kriege zerstört und war noch 1654 ohne Bewohner. - L. war vor 1802 Pfarrei des Archipr. Marsal. Kirche einschiffiger spätgothischer Bau. Der Kirchensatz, welcher ursprünglich der Abtei Remiremont gehörte, wurde 1180 von dieser an das Frauenklostcr Belle-tanche bei Metz (s.d.) geschenkt und k a m später mit dessen Gütern an die Abtei Salival. 1367 wurde durch Urkunde des Bischofs Dietrich Beyer von Boppart die Pfarrei Moncourt mit L. vereinigt. - Merovingische Gräber. L e z e y b a c h s. Seille 9. Libaville, verschw. Wir. (Gde. Ste. Barbe. Ka. Vigy, Kr. Metz, L... - Riba ville 1552; Li b a u ville 1681; ma. L i bau vel 1 e. - A m gleichnamigen Walde gelegen. Gehörte zur Pfarrei Haiss (s. d.). Lehen mit hoher und mittlerer und ; Grund-Gerichtsbarkeit, d e m Domkapitel von Metz gehörig. W a r bis 1810 A O . von Cheuby und kam dann mit diesem zusammen zu Ste. Barbe. Ging 1848-72 ein, indem die Eigenthümer der verschiedenen Häuser sich nach und nach anderswo niederliessen und ihre Häuser in L. abbrachen. Ge- [ genwärtig sind nur noch ein Garten und einige Mauerreste übrig. L i b e r m ü h l e , M. (Gde. Wollmeringen, Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.i. Auch B r a n d e n b u r g er [ M ü h l e genannt. 11 E. 1 Hs. Soll alten Ursprungs sein; Erbauungszeit unbekannt. Lichtenberg, Df. .Ka. Lützelstein [1790-1801 Ka. Ingweiler], Kr. Zabern, U.-E.). 1070 E. 219 Hsr. (12 GRe.) - ! 320 m. - AG. Lützelstein (19,2); HSt. W i m m e n a u (7,0).- Liethenberc 1207; ma. Liechteburgg. - Die Gde. umfasst den H O . L . (S03E. 164 Hsr.i, die AO.Batzenstrich (früher Mühlwald II i, Büxenberg, Champagne, Neumühle, Schweighof, Schweinstich (früher Mühlwald L und den verschw. O. Neubrück. - P. Oeff. Fernsprechstelle. StEBez. Ingweiler. Armr. (s 1872). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Neuweiler (s. 1802). Schutzheiliger hl. Ludwig (25. Aug.). Filialen: Offweiler, Reipertsweiler (nebst Wildenguthi, Rothbach. Prot. Pfarrei Augsb. Konf. (s. 18b5, vorher Filiale von Wimmenau) des Konsistoriums Ingweiler, Inspektion Buchsweiler. Filiale: Reipertsweiler is. 1865, vorher Filiale von Wimmenau'. - Oelmühle; Getreidemühle; Schlächterei. Handel: Lmbe-schlagenes Wagenholz; Hausierhandel mit Besen und Dach-i schindeln. L. ist wahrscheinlich erst nach Erbauung des Schlosses L. als Ansiedlung u m dasselbe entstanden und war, wie dieses, wohl auch Allod der Herren von Lichtenberg. Nach Aussterben der Lichtenberg (1480) k a m es an Zweibrücken- Bitsch, 1570 an Hanau-Lichtenberg, 173b an Hessen-Darmstadt. Es gehörte zum Amte Ingweiler. Im Mittelalter war L. befestigt und 1305 verlieh König Albrecht 1. dem ^Städtchens L. (oppidum annexum Castro Lichtenberg, situm ad pedem ipsius castrii städtische Freiheiten und Rechte. Bei der Belagerung der Burg L. durch die Franzosen (1677) wurde auch das Städtchen zerstört, 1680 wieder aufgebaut. Im 18. Jhdt. lag in L. eine Invalidenkompagnie. - 1570 wurde die Reformation in L. eingeführt. Prot. Pfarrei seit 1571, mit Filialen Wimmenau, Reipertsweiler, Offweiler und Bärenthal. Den Kirchensatz hatte die Herrschaft. Nach dem 3)jährigen Kriege linden wir dagegen L. als Filiale der prot. Pfarrei Ingweiler, später (bis 1696) der Pfarrei Offweiler, dann wieder von Ingweiler, seit 1803 v o m Wimmenau. Erst seit 1805 wieder eigene prot. Pfarrei, mit 1853 erbauter Kirche. Die Kirchenbücher gehen bis 1736 zurück. Seit ca. Ib90 hat L. auch eine kath. Pfarrei (königl.) des Landkapi- |