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Show Dunzmühlkanal - Durstel. 239 StEBez. Hochfelden I. Armr. (s. 1850). Verbands-Fw. (s. 1837, 1 Spritzec - Prot. Pfarrei Augsb. Konf.. 1802-52 zum Konsistorium Ingenheim, von da ab zum Konsistorium Schwindratzheim (Inspektion Buchsweiler) gehörig. Fil.: Hohfrankenheim (s. 1791, vorher zu Waltenheim geh.). - Die Katholiken sind nach Säsolsheim eingepfarrt. - Hausindustrie: Leineweberei, auf eigene Rechnung. Schon 739 erwähnt: die Abtei AVeissenburg hatte damals, sowie 774 und 7S8, Besitz daselbst. U/m 1120 erscheint auch die Abtei Alaursmünster in D. begütert, 11.54 das Kloster Schwarzach. D. gehörte zu der in Lehensabhängigkeit vom Bisthum Aletz befindlichen Herrschaft Geroldseck {ehemaliger uralter Besitz der Abtei Alaursmünster), k am noch vor Aussterben der Geroldseck (1390) als Metzer Lehen z. Th. an die AA'angen, die Ochsenstein und die Lichtenberg. Im 15. Jhdt. vielfach zersplittert und verpfändet, wurde D. nach Aussterben der Ochsenstein (1485) den Bitsch- Zwcibrücken verliehen (1490) und kam 1570 an deren Erben, die Grafen von H a n a u -Licht e n b e r g , 1736 an Hesscn-Darmstadt. Es gehörte zum Amte Buchsweiler. A'om »Anfang des 16. Jhdts. bis 1560 war es an die Rathsamhausen zum Stein verpfändet. Die Aleierei zu D. gehörte gleichfalls den Ochsenstein und ihren Nachfolgern. Den Dinghof besass die Dompropstei zu Strassburg; er war den Herren von Fleckenstein verliehen ; als Unterlehner derselben besassen ihn 1462-1509 die Uttweiler, 1509 die ImhofF, 154o und 1603 die Blicker von Rotenburg. - 1136 fand bei D. ein Kampf statt zwischen Bischof Gebhard von Strassburg und Friedrich IL, Herzog von Schwaben. - Ein adliges Geschlecht von D. 1257 zuerst erwähnt, gehörte zum Stadtadel von Strassburg (14.-16. Jhdt), Ferner nannte sich eine Linie der Zorn nach D. (Zorn von D.), ausgestorben um 1570. - D. war vor der Reformation Pfarrei, deren Patronatsrecht die Abtei Alaursmünster besass. 1547 Einführung der Reformation. Seitdem prot. Pfarrei mit Filialen AA'öllenheim, das jedoch 1686 wieder ganz katholisch wurde, sowie AA'inzen-heim und Nordheim (beide u m 1800 abgetr.i. Die Kirchenbücher gehen bis 1650 zurück. Die Katholiken waren nach Säsolsheim eingepfarrt. 1609 kaufte Hanau-Lichtenberg das Patronatsrecht von Alaursmünster. Dunzmühlkanal s. 111 88. D u o d e c i m u m , A d , verschw. Ort (Gde. Puzieux, Ka. Delme, Kr. Chäteau-Salins, L.i. A d D u o d e c i m u m 4. Jhdt. Ehemalige römische Statio auf der Strasse Aletz-Strass-burg, in den Itinerarien des 4. und 5. Jhdts. aufgeführt. Sie stand auf dem A'orsprunge des Delmer Rückens unweit der Häuser Bellefontaine und wahrscheinlich auf der Stelle eines gallischen Oppidums, dessen Spuren noch vorhanden sind. Zahlreiche Reste der neolithischen, keltischen und römischen Periode sind dort aufgefunden worden, besonders Steinwerkzeuge und römische Alünzen von Caesar an bis zur Alitte des 5. Jhdts. - AVahrscheinlich wurde diese Alilitär-station 451 beim Zuge des Attila zerstört. (Vergl. auch Delme.) Dupredevantbach s. Seille 25. D u r c h t h a l , Df. (Ka. St. Avold [s. 1790], Kr. Forbach, L.). 243 E. 57 Hsr. (10 GRe.) - 260 m. - A G . St. Avold (4,3); Bhf. St. A. (6,7). - D o r d a l h e i m 1250; Durrendallen 1343; D ü r t h a l e n 1365; D o r t - D a h l e m 15. Jhdt.; Durch-dahle 1587; D o u r d ' h a l 1869. - Die Gde. umfasst den H O . D. (228 E. 55 Hsr.), den AO. AVahlenberg und den verschw. O. Bleiwäsche. - StEBez. St. Avold. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. St. Avold (s. 1826, vorher s. 1802 Annexe der Pfarrei St. Avold). Kirche des hl. Thomas (21 Dez.). Kap. des hl. Sebastian. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - Sandsteinbruch (11 Arbeiter). D. war Dorf und Kirchengut mit ganzer Gerichtsbarkeit der Abtei Lubeln in der Kastellanei Bolchen. - Es war ehemals zwischen der Abtei und der bischöflichen Kastellanei Homburg-St. Avold getheilt. 1289 schlössen Bischof und Abt einen A'ertrag über ihre beiderseitigen Gerichte in D., das Gericht von St. Stephan und das von St. Alartin. Der bischöfliche Besitz wurde 1343 durch Bischof Adhemar dem Nicolaus von Fremersdorf zu Lehen überlassen , diese Grundherrschaft scheint später in den Händen der von Henningen gewesen zu sein, von welchen 1583 und 1507 jie Abtei sie erwarb. Durch Tauschvertrag vom Jahre 1587 gegen Coutures, s. d.i, überliess Lothringen den Antheil der Herrschaft Homburg-St. Avold an D. der Abtei Lubeln. Das Dorf wurde im dreissigjährigen Kriege zerstört. aber bald darauf von der Abtei wieder aufgebaut. - D. war bis zum Konkordat (1802) Annexe der Pfarrei Lubeln. Kirche, zuerst 1717 als Kapelle erbaut, 1836 erweitert. Die Kapelle des hl. Sebastian im nördl. Theile des Dorfes ist 1836 bei Gelegenheit der Cholera durch die Einwohner erbaut worden. G e m e i n d c w a l d iOberförsterei St. Avold) 42,4 ha. D u r e n b a c h , abg. Ort bei Reinhardsmünster (Ka Alaursmünster, Kr. Zabern, L'.-E. >. D u r e n b a c h 8. Jhdt. - Begütert ah 8. Jhdt. Kl. Alaursmünster. D u r a n d , Sgm. (Gde. Türkstein, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.i. 1891 erbaut. Nur Betriebsstätte. D u r b a c h s. Bist 7. D u r s c h b a c h s. Falkensteinerbach 10. Durstel, Df. I Ka. Drillingen [1790-94 Ka. Lützelstein]. Kr. Zabern. I" -E.). 378 E. 87 Hsr. (10 GRe.i - 290 m. - AG. Drulingen (40); HSt. Adamsweiler (3,7). - Turestodolus 71S (Trad. AViz.); Duristualda 830 (ebd.i; Duristoldas u m 1120; ma. Durschi. - Die Gde. umfasst den HO. D. (349 E. 80 Hsr.), die A O . Schwattermühle und Steinbacherhof und die verschw. O. Steinbach und Ufheim. - P. F. Oeff. Sprechstelle. StEBez. Drulingen. Armr. (s. 1863). AA'asserltg. Fw. (s. 1878, 1 Spritze). - Filiale der kath. Pfarrei Tieffenbach (s. 1802, vorher von Lützelstein). Prot. Pfarrei Augsb. Konf., s. 1852 zum Konsistorium Drulingen, Inspektion Lützelstein, gehörig. Filialen: Adamsweiler und Bettweiler. Simultankirche für Augsb. Bekenntniss und Reformirte i s. 1^4i>, nur für Casualien). - Steinbruch. Getreidemühle. Hausindustrie: Palmhutflechterei, für Firmen. Schon 718 und weiter im 8. und 0. Jhdt. erscheint die • Abtei AA'eissenburg in D. als reich begütert; ca. 1120 hatte : auch die Abtei Alaursmünster Besitzungen daselbst. Das Dorf gehörte zur Grafschaft Lütze Ist ein (s. d.) und zwar zum Schultheissenamt Bettweiler. 1335 erscheint es vorübergehend im Besitz der Herrschaft Lichtenberg. Der Zehnte zu D., sowie der im Banne des Dorfes gelegene Hof Stein-i bach gehörten zur Grafschaft Saarwerden, wurden jedoch i 1570 an Lützelstein abgetreten. - D. war im 16. Jhdt. selbständige Pfarrei des Archipr. Bockenheim des Bisthums ! Aletz, später Filiale der Pfarrei Tieffenbach, im 18. Jhdt. ! gehörten die Katholiken zu Lützelstein. 1556 (nach anderen 1564) wurde die Reformation eingeführt. Darnach blieb D. vorläufig Filiale von Tieffenbach; von 1604-36 war es eigene Pfarrei, dann kamen die Stürme des 30jährigen Krieges, und es war für 2 Jahrzehnte in dem fast ganz entvölkerten Dorf überhaupt kein Pfarrer vorhanden. 1658 wurde D. der Pfarrei Hambach zugetheilt. Erst seit 1695 wieder eigene luther. Pfarrei mit Filialen Adamsweiler, Bettweiler und Gungweiler (bis 18o7). Die Kirchenbücher gehen bis 1695 zurück. Die Kirche (bestand schon im 16. Jhdt.) ist 1846 erneuert worden. Das Patronatsrecht gehörte im 15. Jhdt. den Herren von Heringen, später der Grafschaft.- Im 18. Jhdt. waren bei D., auf dem Lupberge, Eisenerzgruben in Betrieb. - Neolithische Funde. Tumulus aus der Hall-statt- Zeit. Römische Alterthümer (Strassenanlage i; 1877 römisches Urnengrab aufgedeckt; fränkische Gräber. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Saarunion) 127,9 ha. (Buchen mit Eichen und Hainbuchen.) Der Walddistrikt Kerbholz ist im Besitz der Gde. seit 7. Sept. 1862 durch Kan- |