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Show Grenelle - (,iw e. 361 kam nach Aussterben derselben (1225) an das Bisthum Strassburg. Dem Amte Schirmeck (s. d.) zugetheilt, war es mil diesem von 1366-1510 verpfändet. 1068 erscheint die Abtei Altdorf in G. begütert. In dem Dorf befand sich ein bischöflicher Dinghof (AVeisthum von 1550). Durch 2 grosse Feuersbrünste, 1612 und 1830 (Aug. 15.) wurde G. hart mitgenommen. Auch im 30jährigen Kriege hat es stark gelitten. 1633 zählte es 60 Bürger, 1660 nur noch 19. Im Jahre 17oo waren dann wieder 108 Familien vorhanden. - Kirchlich gehörte G. zum Landkapitel Oberehnheim. Die Pfarrei wurde 1331 der Abtei Altdorf incorporirt, die von jeher das Patronats- und Zehntrecht zu G. besass. Als Filialen werden schon 1586 Laubenheim und Alollkirch genannt. Auch die Kapelle zu Girbaden war von G. abhängig. G e m e i n d e wald 865,6 ha, davon 805 ha in der Oberförsterei Oberehnheim und 60,6 ha in der Oberförsterei Rothau. (Hochwald: Tanne, Fichte, Buche, Kiefer, Eiche, Lärche.) Im Besitz der Gde. seit 1807; vorher ungetheilt mit den Gden. Barenbach, Natzweiler und Russ. Litt.: Die Feuersbrunsl zu G. Strassburg 1836. Grenelle, AVlr. (Gde. Urbeis, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler. O.-E.i. 25 E. 4 Hsr. Entstehungszeit unbekannt. G r e n i n g e n , Df. (Ka. Grosstänchen [1790-1802 Ka. Hcllimerl, Kr. Forbach, L ) . 181 E. 50 Llsr. (10 GRe.) - 230 m. - AG. Grosstänchen (10,9); Bhf. Insmingen (4,5). - Gre-n a n ges 1337; G r ü n i n g e n 1594. - 1811 -1840 A O . von Kleintänchen. StEBez. Grosstänchen. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Alörchingen (s. 1865, vorher seit 1804 Annexe der Hilfspfarrei Hellimer). Kirche des hl. Joseph (3. Sonntag nach Ostern), 1842 erbaut. - Hausindustrie: Palmhutflech-terei für Firmen in Saaralben und Saarunion. G. war Dorf der Aleierei Insmingen (s. d.), z. Th. auch der Erbkastenvogtei Herbitzheim (s. d.). Letztere besass dort nur einige Unterthanen (die Alaricnleutc) und das Grundgericht über einen Theil des Bannes, das Uebrige war lothringisch. Den Herbitzheimischen Antheil scheinen die Edeln von Chambley 1337 als bischöfliches Lehen getragen zu haben. In demselben Jahre verwüsteten die von Krie-chingen das Dorf, welches im 17. Jhdt. abermals verbrannt und erst später wieder aufgebaut wurde. - G. war bis zum Konkordat (1802) Annexe der Pfarrei Insmingen. G e m e i n d c w a l d (Oberförsterei Püttlingen; 46,1 ha. Grenotte, Hang, s. Striemberg. Grenouille (Beau-Sejour), Mei. (Gde. Diedolshausen, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 9 E. 2 Hsr. L a Grenouille 1*14. G r e n z a c h s. Erzach. G r e n z b a c h s. franz. Nied 4, Spiegclbach. G r e n z h o f , LIf. und Oclm. (Gde. Mettingen, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.). 9 E. 1 Hs. Besteht seit 1840. Grenzhofbach s. Zinzel 3. G r e n z i n g e n , Df. (Ka. Hirsingen [1790-95 Ka. Pfirt], Kr. Altkirch, O.-E.). 509 E. 125 Hsr. (12 GRe.) - 339 m. - A G . Hirsingen (4,8); HSt. Grenzingen (0,6). - Grencingen 1243; ma. Granzigge. - Mit G. vereinigt ist jetzt der früher selbständige O. Niederdorf (s. d.). - P. T. Oeffent-liche Fernsprechstelle. HSt. (s. 1892). StEBez. Hirsingen. Wasserltg. - Kath. Hilfspfarrei des Dek. Hirsingen (s. 1802); Schutzheiliger hl. Alartin (11. Nov.). Pfarrannexen (s. 1802): Henflingen und Oberdorf. Die Lutheraner gehören zum Vikariat Alülhausen, die Reformirten zur Pfarrei Altkirch.- Getreidemühle mit Wasserkraft. Oelmühle. G. war Aleierthum der Grafschaft Pfirt, zu dem Steinsulz, Roppenzweiler und AValdighofen gehörten. Das Geschlecht von G., zuerst 1293 erwähnt, scheint im 14. Jhdt. erloschen zu sein. Hier hatte Kloster St. Alorand einen Dinghof. 14S4 investirte der Bischof von Basel die Eptingen mit den Lehen in Oberdorf und G., wie sie von den Hasenburg und Hirzbach herrührten. Seit 1307 hatten die von Gliers ein Viertel vom Zehnten; seit 1474 wollte der Bischof die Tullieres nicht als rechtmässige Erben derselben anerkennen; s IL i-mersdorf. - Die Pfarrei gehörte bis 1*01 zum Dekanat Sundgau des Bisthums Basel. Den Kirchensatz hatten die Kloslerfrauen «zu den Steinen zu Basel, nach der Reformation der Rath von Basel. A'or 1700 war AValdighofen Filiale der Pfarrei. G r e n z r ü c k e n , 280 m, auf der Kreisgrenze von Aletz- Land und Bolchen, nördl. Remilly, Ka. Pange, Ldkr. Aletz. G r e s s o n s. auch Gratzen. G r e s s o n , verschw. Hf. (Gde. Lagarde, Ka. A'ic, Kr. Chäteau-Salins, L.). G r a n g i a G r a c u n s 11.50; le Gresson 1600. - Alter Klosterhof der Abtei Haute-Seille in der bischöflichen Kastellanei Lagarde. Wahrscheinlich im 3njäh-rigen Kriege zerstört. Gressweiler, Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Molsheim,U.-E.). 868 E. 17o Hsr. (12 GRe.) - 200 m. - A G . Alolsheim HSt. G. (0,8). - Grezwilre 12*9; ma. Grasswiller. - Die Gde. umfasst den H O . G. (830 E. 173 Hsr.i und die AO. Schweinspferch und Wangenhardt. - HSt. (s. 1877). StEBez. Alutzig. Armr. (s. 1855). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Alolsheim (s. 1802). Schutzheiliger hl. Alartin 111. Nov.). Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Dorlisheim. - Steinbruch von Vogt & Ebcrt (1894 42 Arbeiten. Fabrik feiner Stahl-und Eisenwaaren (besonders Sägen) von Coulaux & Co. (140 Arbeiten. Sagemühle. Hausindustrie: Sockenstrickerei, Haar- und Seidennetzfabrikation, für Firmen. Handel: Bauholz. Altes Königsgut, 849 von Kaiser Lothar dem neugegründeten Kloster Erstein geschenkt; doch wird es sich bei dieser Schenkung nur u m den Dinghof gehandelt haben nebst Kirchensatz und Zehnten, die auch später stets im Besitz des Klosters gewesen sind. Jedenfalls erscheint das Dorf seit dem 13. Jhdt. als Rcichsgut: 12S9 wurde es von Kaiser Rudolf von Habsburg dem Hugo von Lupfenstein verpfändet, Ende des 14. Jhdts. war es als Reichspfandlehen im Besitz der Herren von Andlau, die es 1414, nach vorhergehender A'erpfändung an die Z u m Trubel, den AVctzcl von Marsilien verpfändeten. Kaiser Sigmund gestattete später dem Guntram, AVirth zum Nesselbach in Strassburg, das Dorf an sich zu lösen; dieser verzichtete jedoch 1434 den Wetzel gegenüber auf das Lösungsrecht. Zu Anfang des 16. Jhdts. befand sich G. im Pfandbesitz der Gräfin Sophie von Tübingen. A'on dieser löste es Bischof AVilhelm III. von Strassburg mit Erlaubniss Kaiser Maximilians I. 1507 ein. Seitdem blieb das Dorf im Besitz des Bisthums Strassburg und wurde dem Amte Dachstein zugetheilt. - Der Dinghof zu G., wie schon erwähnt, ein altes Besitzthum der Abtei Erstein, wurde von dieser der Stadt Alutzig abgetreten. - Das Frauenwerk zu Strassburg hatte im 15. Jhdt. eine Steingrube zu G. - Kirchlich gehörte G. zum Landkapitel Oberehnheim. 1464 Rektorat und Plcbanat. Das Dorf wurde schon im 17. Jhdt. und weiter bis 1790 durch die Franciska-ner von Hermolsheim pastorisirt. Das Patronatsrecht besass die Abtei Erstein, später das Strassburger Domstift. - G. liegt an dem Keltenwege vom Odilienberg nach A\7asseln-helm und Barr. Der Kirchthurm stammt aus dem 15. Jhdt, G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Haslach) 99,3 ha. G r e s s w e i l e r F e l s e n am rechten Ufer der Breusch. südöstl. Gressweiler bei Alolsheim : auf demselben ein Kiosk des Yog.-Clubs. Gressweiler Kanal s. Breusch 35. G r e t h b a c h s. Alosel 40. Gretschy, Hfe. (Gde. u. Ka. Alarkirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E). 15 E. 3 Hsr. Cretschi, Cret sch iberg 1762; «La grande Pohette ou Pohe en all. das Gretsi 18. Jhdt.; i Kretschiberg 1839. G r e v e , S. auch Basse-. Haute-, Petite-Grive. G r e v e , Hsr. (Gde. PommeTieux, Ka. A'erny, Kr. Aletz, I L.). 8 E. 2 Hsr. 1850 erbaut. |