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Show Huttmatt - Hunaweier. lo'J Hüttingen, von 1240-1335 genannt; 1337 erscheinen dort die von Lüdersbach; der Ort wurde durch Vertrag von 1621 an Lothringen abgetreten und mit der Herrschaft Bitsch vereinigt. Ein Banntheil blieb jedoch bei der Grafschaft Saarwerden bis 1766 und 1768, wo er durch Vertrag mit Frankreich letzterem zufiel. Das Dorf Hüttingen scheint während des 30jährigen Krieges zerstört worden zu sein: 1631 wird es nur noch als Hof erwähnt und zwar als Lehen mit besonderem Banne, im Besitz eines Herrn de Vaux, 1722-1788 der Familie Normand du Cöteau. - H. war im 18. Jhdt. Annexe der Pfarrei Achen. Huttmatt, auch Holzmatt, Plateau 370 m, östl. der StrassePetersbach-Struth, Ka.Lützelstein. - Hüttmatter- Kopf, 344 m, östl, Ausläufer desselben gegen das obere Eichelthal. Hützelhof, Hf. (Gde. Sturzelbronn, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). 20 E. 4 Hsr. Huzeldorff 1779. Früher auch Fournierhof genannt. Ehemaliger Besitz der Abtei Sturzelbronn; zuerst 1779 erwähnt. Hützelthal, verschw. Glash. (Gde. Meisenthal, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). Im 10. Jhdt. erwähnt; im 17. schon zerstört. Hützelthal, verschw. Glash. (Gde. Sturzelbronn, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). Im 16. Jhdt. gegründet, scheint Anfang des 17. Jhdts. eingegangen zu sein. Sie lag wohl in der Nähe des heutigen Hützelhofes und war Besitz der Abtei Sturzelbronn. Huf s. Krcuzwald-Huf. Huf, Staatswald (Gden. Kreuzwald, Falk, Alerten, Gertingen, Ham u. Varsberg, Ka. Bolchen u. Busendorf, Kr. Bolchen, L.). 1536 ha. Oberförsterei Bolchen. Forsthäuser Hirschbrunn, Hargarten und Gertingen. (Buche, Eiche, Hainbuche, AVeichhölzer, Kiefer, Tanne, Fichte, Lärche.) Vogesensand-stein und Aluschelkalk. Der Wald gehörte zur Herrschaft Berus, Lehen von Lothringen, deren Sitz 1815 preussisch geworden. Lothringen hat 1543 Berus an Graf Valentin von lsenburg gegen die Herrschaften Chätel-sur-AIoselle undBainville au miroir vertauscht und 1705 das Lehen wieder eingezogen, das seitdem Domäne geblieben. 1880, 1882 und 1888 an die Eisenbahn-Verwaltung 12 ha abgetreten. 1882 7,6 ha an die Gde. Kreuzwald vertauscht; 1886 13,7 ha erworben; 1895 der Bergwerkgesellschaft Huf 1,2 ha abgetreten zur Errichtung des Kohlenschachtes Alarie. Huf oder La Houve ist der Name für einen Theil des Warentwaldes, der zum Theile zur Nassauischen Herrschaft Ueberherren gehörte (La Houve - AVil-helmsbronn), zum Theile der Abtei Busendorf (La Houve - Kreuzwald), welche den Besitz 1594 an Berus verkauft hat. Der Nassauische Theil ist erst durch Vertrag vom 15. Febr. 1766, vom Deutschen Reiche genehmigt 4. Okt. 1767, vom König von Frankreich durch Patentbrief vom 14. Nov. 1770 von Frankreich erworben worden. Die von Frankreich in einem Nachtragsvertrage vom 16. Nov. 1770 erworbenen Waldkantone hiessen: Wilhelmsbronn, Stangen, Hespenhübel, David-Roth (oder Ronnhagen) und AVeinbronn. H u - oder Hüfels bei Odern s. Uhufels. Hugshofen (Im Kloster), Schi. u. Zgl. (Gde. St. Martin, Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt, U.-E.). 15 E. 3 Hsr. Honcourt 1869. 1781 erbaut. H. liegt am Keltenwege durch das AVeilerthal und an der Stelle der ehemaligen Benediktinerabtei gleichen Namens (s. den folgenden Artikel). Hugshofen, ehemalige Ben ediktin er-Abtei. Hugonis curia 1000; Hugeshoven 1061. Im Jahre 1000 vom Grafen Werner von Ortenberg (Hohenberg) gestiftet, von dessen Sohn Volmar 1061 dem Strassburger Alünster geschenkt. Abt Conrad (t ca. 1104) führte die Reform von Cluny ein. Erste Bestätigung der Privilegien durch Papst Calixt IL 1120. Arögte des Klosters waren später die Habsburger als Erben derer von Ortenberg. 1186-1286 Bau der Kapelle: Rundbau mit viereckigem Chor und Krypta; Nachbildung des Aachener Domes, wie die Klosterkirche in Ottmarsheim (s. d.); 1782 niedergerissen. Im 15. Jhdt. wurde H. von den Armagnaken und von Peter von Hagenbach verheert, 1525 im Bauernkriege von den Bauern des AVeiler-thales geplündert. Dadurch ging das Kloster zu Grunde. Der letzte Abt war Paul Voltz, gewählt 1512, seit 1528 evangelischer Prediger zu Strassburg, f 1544. Seitdem verwaltete die österreichische Regierung die Klostergüter. 1599 wurde H. von Rudolf IL für 4000 Gulden der Abtei Andlau übertragen, 1616 derselben endgiltig incorporirt. Die Vogteirechte wurden mit 20000 Gulden abgelöst. Was in der Revolution noch von Gebäulichkeiten übrig war (Schlössel-Haus der Stiftsdamen, Kapelle St. Michael und Fruchthäusel) wurde am 17. Febr. 1792 als Nationalgut verkauft. May, J., Paul A^olz von Offenburg u. d. Annalen von Schuttern. Leipzig 1898. Hugssäge, Sgm. (Gde. Linthal, Ka. u. Kr. Gebweiler, O.-E.). 7 E. 1 Hs. Besteht seit 1860. Hugstein, Brauerei (Gde., Ka. u. Kr. Gebweiler, O.-E). Besteht seit 1898. Hugstein, Burgruine (Gde. Bühl, Ka. u. Kr. Gebweiler, O.-E.). 389 m. Alu rb ach i s eher Besitz, erbaut vermuthlich vom Alurbacher Abt Hugo von Rothenburg zu Anfang des 13. Jhdts.; durch zwei Thürme vergrössert vom Abt Bartholomäus von Andlau, der 1476 auf H. starb. 1542 in einem Streite zwischen dem Murbacher Dekan Heinrich von Istetten und dem Abt Rudolf von Stör von letzterem genommen und zerstört. Gesch. Denkmal. Thi£ry, C. E., Les vieux chäteaux de l'Alsace et leurs legendes dessine's et gravis. Le H. pres de Guebwiller. Alulhouse 1873. Hummelloch (Gde. Windstein, Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, U.-E.). S. AVelschhof (Hummelloch). AO. derselben Gde. H u m m e l m ü h l e , AI. (Gde. u. Ka. Rufach, Kr. Gebweiler, O.-E.). 8 E. 1 Hs. 1699 durch die Gde. erbaut und an Jakob Hummel als Erblehen abgetreten. Hummelsberg, H., 424,4 m, südl. Obersept, Ka. Hirsingen, Kr. Altkirch. Hummersberg, Bergrücken, 266 m, nordwestl. Bidlingen, Ka. Aletzerwiese, Kr. Diedenhofen-Ost. Hunabrunnen, ein reichlich fliessender, vierröhriger Brunnen, am Ausgang des Dorfes Hunaweier bei Rappoltsweiler, nach Zellenberg zu. Ueber die Sage s. Stöber, Elsäss. Sagen, Neue Ausg. I, S. 101 u. 146. Hunabühl, Kopf, 521 m, nordwestl. Türkheim bei Colmar. [Zu hünenbühel 1347; hünenbühel 1278-1493.] Hunaweier, Df. (Ka. u. Kr. Rappoltsweiler, O.-E. [1790-1802 Ka. Reichenweier]). 702 E. 149 Hsr. (12 GRe.) - 260 m. - AG, Rappoltsweiler (3,3); HSt. R.-Stadt (2,6). - Hunnivilla 1114; Honewilre 1304; Hunenwilre 1306; Honnenwiler 1456; ma. Hunnewihr. - Die Gde. umfasst den HO. H. (697 E. 14S Hsr,) und den AO. Windspiel. - P. T. Oeff. Fernsprechstelle. Ortseinn. StEBez. Rappoltsweiler. AVasserltg. (s. 1894). Verbds.-Fw. (s. 1871,3 Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Rappoltsweiler (s. 1802), Schutzheiliger St. Jacobus der Aeltere (25. Juli). Prot. Pfarrei Augsb. Konf. des Konsistoriums Reichenweier, Inspektion Colmar. Simultankirche für Katholiken und Protestanten. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Alarkirch. - Elektrische Beleuchtung. Das Dorf war im 13. Jhdt. im Besitze der Herren von Horburg - ob als lothringisches Lehen, wie behauptet wird, ist nicht zu erweisen (vgl. Bilstein, Burg). Nach dem Tode Burchard's IL von Horburg (f 1332) kam es an die Grafen von A\rürttemberg (Arerkaufsurkunde vom 7. December 1324); es gehörte zur Herrschaft Reichenweier, nach 164S zum Amt Reichenweier. Nach Auflösung des AVürttembergischen Amtes Reichenweier (1789), gehörte H. anfangs zum Kanton Reichenweier, später zum Kanton Rappoltsweiler. - Neben den horburgisch-württembergischen Einwohnern gab es zu |