| OCR Text |
Show Hohekirkel - Hohenburgberg. 447 bereits 1453 mit dem zusammenfassenden Namen Hochen- Egeszheim, 1510 Dreyegenszheim. später volksthümlich Drei Exen bezeichnet. Er bestand aus drei, in nordöstlicher Richtung, bei ca. 60 m Abstand von einander liegenden Schlössern, von denen das südlichste, Weckmund, und das mittlere, AVahlenburg (1251 AValhenburg) auch Mittelburg genannt, von dem Grafen Hugo IA'. von Egisheim im 11. Jhdt. erbaut wurden. Das nördlichste, bedeutendste und nach Berlers Schilderung (1510) schönste Schloss, die Tagsburg oder Dagsburg (Degensburg cit. 1175, Tagesburg 1251), stammt, wie der Name schon sagt, aus der Zeit, als die Egisheimer Grafen ausgestorben waren (1144), und ihr Besitz an die Grafen von Dagsburg gefallen war. Es wurde noch im 12. Jhdt. errichtet. Nach Erlöschen des Dagsburger Geschlechtes gingen die Schlösser in den Besitz der Grafen von Pfirt über, welche die Alittelburg an die Hattstatt zu Lehen gaben. 13öl belehnte Herzog Rudolf damit Scyfer-mann von Nortgasse und dessen Schwester Benigna. Im 15. Jhdt. war H. in den Händen Peters von Regisheim. Doch wurde die Alittelburg 1500 wieder von den Hattstatt zu Lehen genommen. Ihr Erbe (sie starben 1585 aus) war die Stadt Basel. Im 18. Jhdt. hatten die Herren von Klinglin das Lehen. - Die Schlösser wurden im Sechsplappertkriege vom Rheingrafen vom Stein zerstört. Hohekirkel s. Grosshohekirkel. Hohenack s. a. Petit-Hohnack. Hohenack, Burgruine (Gde. Zell, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). Auf einer alten Landkarte mit Urach bezeichnet. S. Hohenack und LTrbeisthal (Amt und Herrschaft). Hohenack u. Urbeisthal, Amt (u. Herrschaft). Das Rappoltsteinische Amt Hohenack umfasste zu Ende des 17. Jhdts.: 1. Burg Hohenack (1655 zerstört i; 2. Dorf Diedolshausen (dabei das verfallene Schloss Judenburg) mit dem Aleierhofe la A'iolette ; 3. Dorf Schnierlach mit den AVeilern Escheimer, Goutte und Klein-Rappoltstein; 4. Dorf Urbach; 5. Dorf Urbeis mit den Weilern Ober- und Niederhütten und Tannach; 6. Dorf Zell. Bis auf Urbach, welches (zum ersten Alale um 1330) als Baseler Stiftslehen bezeichnet wird, waren sämmtliche Ortschaften - als zur Herrschaft Hohenack gehörend - österreichisches Lehen, welches 1648 auf die Krone Frankreich überging (vgl. Rappoltstein - Herrschaft, insbesondere die dort erwähnte vorläufige Belehnung des Pfalzgrafen Christian IL von Birkenfeld, im Sept. 1668). [Herrenschneider, E. A.,| Das Schloss Hohenack. Ein Beitrag zur Geschichte des Elsasses. Nach neuen Quellen. (A'ogesen-BIatt, Beil. z. «Strassb. Post» 1898, Nr. 3.) Levrault, L., Le chäteau de H. (Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als. III, 1858-60, 2 S. 211-218.) Hohenack (Grosser), pat. logrand Veurvönais, 976,1 m, TP., B. in dem das Thal von Urbeis und das Münsterthal scheidenden Kamm, nordwestl. A\ralbach im Allinsterthal (Gem.-Zeitg. f. E.-L. 1880 Nr. 12; 1881 Nr. 10, 11, 19, 20). Das Arolk nennt den Gipfel des Berges auch das «Riesengrab». Auf demselben mächtige Felsen, deren oberster mehrere Vertiefungen zeigt, im Volksmunde «Hexenkessel» genannt. Siehe Stöber, Elsäss. Sagen, Neue Ausg. I, S. 91 u. 142. Ferner: Zell und der Hohnack. (Der Wanderer im Elsass III, S. 266-268, 273-276, 281-283, 289-291.) Hohenack, der kleine, pat. lo p'tit TchatCi (= chäteau), ca. 920 m, mit Ruine gl. N., nordwestl. vom Grossen Hohenack, südwestl. Urbeis, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler gelegen. Hohenberg, ca. 485 m, südöstl. Ausläufer des Langen-berges (s. d.i, nordwestl. über Lützelhausen im Breuschthal. Hohenburg, Burgtr. (Gde. Wingen, Ka. u. Kr. Weissenburg, U.-E.). 550 m. - Erbaut von den zuerst im 13. Jhdt. erscheinenden Puller (1224 Konrad Puller; 1266 werden die Puller als Strassburger Hausgenossen genannt), die sich Puller von H. nannten und denen der Minnesinger Konrad Puller von H. angehörte. Von den Puller dem Reich aufgegeben und zu Lehen empfangen. 1444 wurde Wirich von H. in der Burg vom Bischof von Strassburg und dessen Verbündeten erfolglos belagert. 1457 vom Kurfürsten von der Pfalz erobert und den H. z. Th. genommen. Alitbesitzer wurden die Hoffwart von Kirchheim und die Sickingen. Nach dem Erlöschen der Puller von H. 1148?) kam die Burg an Schweighart von Sickingen, Gemahl der Alargarethe von H. und A'ater des Franz von Sickingen. Letzterer liess H. neu befestigen; nach seinem Ende (1523) ergab sich die Burg ohne Widerstand, wurde niedergebrannt und kam in den Besitz d:s Erzbischofs von Trier. 1542 erhielten sie die Sickingen zurück und bauten sie wieder auf. 1630 durch Alonclar zerstört. Gesch. Denkm. - Um 1880 wurden auf der Burg Ausgrabungen vorgenommen und Arerzierungen, AVappen und dgl. gefunden. - A m Fusse der Burg der Jungfern- oder Alaidcbrunnen (Sage von der weissen Jungfrau). Alwens, Zur Geschichte der Hohenburg. (Alittheilun-gen der Gesellschaft für Erhaltung der geschichtlichen Denkmäler im Elsass, 2. F. XVI, S. 94-109.) Lehmann, J. G., 13 Burgen des U.-E. (Strassb. 1878), S. 105-128. Näher, J., Die H. im Elsass. (Südwestdtsche Touristen- ! Zeitung 3, 1S97, S. 47-49.) AVitte, Heinrich, Der letzte Puller von Hohenburg. Ein Beitrag zur politischen und Sittengeschichte des Elsasses und der Schweiz im 15. Jhdt , | so wie zur Genealogie des Geschlechtes der Puller. (Beiträge ' zur Landes- und A'olkeskunde von Elsass-Lothringen, Heft | lö.) Strassburg 1893. Franck, J., Der Alinnesänger Puller von Hohenburg und die Burg AVasichenstein. (Germania XXA', S. 429 ff.) Hohenburg, Herrschaft. Die H. gehörten zu den ; alten Herrengeschlechtern des Landes. Sie führten ursprüng- | lieh den Namen Puller, der schon 1224 vorkommt. Gotfrid, I dictus Pullare, war Feldhauptmann Kaiser Friedrichs IL in Oberitalien. Der Name Puller von H. erscheint zuerst j 1262. Der Alinnesänger Konrad von H. (1262 und 1278 genannt) war ein Mitglied dieses Geschlechts. Der bedeutendste I der Familie war jedoch unstreitig AVirich IL Puller von H. | (gest. um 1454), der allenthalben das höchste Ansehen genoss und ausserordentlich bedeutende Besitzungen und Güter zusammenbrachte. Nach seinem Tode sank das Geschlecht. Sein erster Sohn, AVirich III., starb schon um 1456, der zweite, Richard, der letzte des Geschlechts, wurde 1482 zu Zürich wegen Unzucht verbrannt, seine Besitzungen grösstentheils eingezogen (besonders die sehr umfangreichen kurpfälzischen Lehen: Amt Kleeburg, s. d.). Der Rest der Besitzungen kam zum Theil (Schloss Greiffenstein bei Zabern, Alitbesitz von Hindisheim und Lipsheim, und das Schultheissenthum zu Lampertheim) an den Schwiegersohn AVirichs IL. Hoffwart vonKirchheim, zum grösseren Theil jedoch an den Schwiegersohn Wirichs III., Schweikardt von Sickingen. Dieser Theil, in den Reichslehen Burg H. mit Klimbach, den ochsen- | steinischen Lehen Löwenstein mit AATngen (z. Th.) und dem i Zweibrücken-Bitscher Lehen Keffenach (letzteres nur bis 1649) bestehend, bildete die eigentliche Herrschaft H. und blieb mit Ausnahme einer vorübergehenden Einziehung von 1523- ! 1544 bis zur Revolution Besitz der Sickingen. 1680 war sie ; durch Reunionskammerbeschluss französisch geworden. Eine Linie der Sickingen nannte sich Sickingen-H. Nach der Revolution hat dieselbe wiederholt ihr Eigenthumsrecht an | H. geltend gemacht, wurde aber nach langen Prozessen 1834 und 1836 endgültig mit ihren Ansprüchen abgewiesen. Litteratur vgl. Hohenburg. Burgruine. Hohenburg, Kloster, s. Odilienberg. Hohenburgberg, von den Umwohnern kurz H o m burgberg, auch Heimburgberg genannt, ist der nürd- ' liehe Theil des Odilienbergmassives (s. Odilienberg),717,5 m, I westl. über St. Nabor und Ottrott bei Oberehnheim. Der |