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Show III Heigerst - Heiligenbrunn. an den Bischof von Basel und nahm ihn zu Lehen ; 1351 hatte Heinrich Nüsse von Alörsberg Güter in H. als Baseler Burglehen für Pruntrut. 1377 verkaufte dieser das Patronat der Kirche an Konr. AA'aldner von Freiindstein, die AValdnei waren 1394 und 1400 Lehnsleute der österreichischen Herrschaft Altkirch. 1486 verkaufte wieder ein Alörsberg H. an Erhard von Reinach; die Reinach blieben dann bis zur Revolution im Besitz. Der Reichsfreiherr Johann Heinrich von Reinach zu H.r Kaiserlicher General, A'ertheidiger von Breisach 1638, Generalissimus der Artillerie starb 1645 als Gouverneur von Regensburg ; das Schloss mit 2 Rundthürmen noch heute bewohnt. Sonst waren begütert Alurbach und Hohenburg; sowie 1276 die Johanniterkomthurei Alülhausen. - Die Kirche gehörte bis 1801 zum Dekanat des Sundgaues, den Kirchensatz hatten die Reinach-H. - In H. hat am 28. Aug. 1475 Johann Ulrich von Surgant. Rektor der Universität Base!, dem Herrn Johann von Alörsberg zu H. die Leichenrede gehalten, wohl eine der ältesten gedruckten deutschen Reden. - Römische Funde. In der Nähe von H. wurde 1856 ein alemannisches Grabfeld entdeckt und viele AA^affen und Geräthe zu Tage gefördert. Der Thurm der Kirche stammt aus dem 13. Jhdt. Im Fussboden alte Grabsteine der von Reinach aus dem 17. Jhdt. - Der untere Theil des Schlosses ist alt, der Mittelbau des oberen Theiles erneuert. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Altkirch) 40,3 ha. Heigerst (Heyersteini. verschw. Df. (Gde. St. Louis, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.). Haigerstatt 1570. Gegen 1444 von den Armagnaken zerstört. 1570 trat Johann A'ogt von Hunolstein die alten verfallenen Dörfer Haigerstatt und Roide is. Roth) gegen Braubachsche Lehen bei Saarbrücken an Alexander von Braubach, Herren zu Dillingen und Mörsberg, ab. 17K) wird H. noch als öder Bann erwähnt. Heilgasse, Hsr. Früher AO., jetzt Theil der Gde. Sondernach (Ka. Alünster, Kr. Colmar, O.-E.). Heilhof, Hf. (Gde. Wahlbach, Ka. Landser, Kr. Alülhausen, O.-E.'. 7 E. 2 Hsr. Soll Ende des 18. Jhdts. entstanden sein. H e i l h o f g r a b e n s. Thalbach 16. Heiligbach s. Kleine Seille 6. Heiligbrunnkapelle, Kap. ostnordöstl. von Katzenthal i Ka. Kaysersberg. Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). Dem heiligen Deodatus geweiht. In den 90erJahren des lS.Jhdts. durch Ignaz Aleyer erbaut. Jetzt Eigenthum von Joseph Spannagel-Lichtle in Katzenthal. Nicht für den Gottesdienst eingerichtet, doch hält die Bannprozession a m Pfingstmontag vor ihr eine Station ab. Heiligenbach s. Alossig 14, Lauter 3. Heiligenberg. Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Alolsheim U.-E.i. 408 E. 88 Hsr. (10 GRe.) - 290 m. - A G . Alolsheim (8,7); HSt. Heiligenberg (3,4). - Arlegisbergo 773; ma. Heilibarri. - Die Gde. umfasst den HO. H. (359 E. 82 Hsr.), die A O . Dürrmatten, A\Teissenberg und AA"eschmatt und den verschw. A O . Kleerain. - P. (HSt. Heiligenberg [s. 1877] gehört s. 1898 zur Gde. Alollkirch, vorher zur Gde. Gressweiler). StEBez. Alutzig. Regenstation Weissenberg. Armr. (s. 1866). AVasserltg. (s. 1878). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Molsheim (s. 1802). Schutzheiliger hl. ATncen-tius (18. Alai). - Steinbruch; Papierfabrik (s. Dürrmatten). H. zerfiel in ein Ober- und ein Unterdorf und gehörte von Alters her zum B i s t h u m Strassburg, A m t Schirmeck, und zwar zu demjenigen Theile des Amtes, der Vogtei Ochsenstein (bischöflich strassburgisches Lehen) genannt wurde is. d.). Der Sitz dieser Vogtei war ursprünglich in H. Alit derselben wurde H. vielfach verpfändet; Pfandinhaber waren u. a. Die Pfaffenlapp zum Still, die Landsberg, Andlau, Bock, die Grafen von Zweibrücken-Bitsch. Bis 1636 hatte das Bisthum H. wieder eingelöst und blieb seitdem in direktem Besitz des Dorfes. H. gehörte zum Gericht Haslach. Der Dinghof war bischöflich); AVeisthum von 1485. - Auf dem H. hat man Spuren eines römischen Kastells entdeckt und viele Münzfunde daselbst gemacht. Zuerst erwähnt wird H. in einer Besitzbestätigungsurkunde Karls des Grossen für den Bischof Eddo von Strassburg. - 1610 Juli 10. wurde H. von den Truppen der rechtsrheinischen prot. Fürsten verbrannt. - Kirchlich war H. bis 1783 Filiale der Pfarrei Still. A'or der Revolution hatte es einen resi-direnden ständigen Vikar. Die Zehnten gehörten dem Stift Haslach. - H. liegt am Keltenwege von Molsheim nach Schirineck im Breuschthale. G e m e i n d e w a l d 326,7 ha, davon 181,7 ha in der Oberförsterei Haslach und 145 ha in der Oberförsterei Lützelhausen. (Tanne, Eiche, Kiefer, Buche, Fichte, Lärche.) Ein Theil des Waldes war früher gemeinschaftliches Eigenthum von Heiligenberg mit dem Haslacher Kapitel und 6 andern Gemeinden des Breuschthales, nämlich Dinsheim, Lützelhausen, Niederhaslach, Oberhaslach, Still, Urmatt, und kam 1833 an H. Forstort Höbgel war früher wahrscheinlich Eigenthum der Bischöfe von Strassburg und wurde später zur Ablösung von Berechtigungen der Gde. überwiesen. Ch., Heiligenberg. (Rev. d'Als. le s£r. I. 1886, S. 457-466.) Heiligenbronn, Hsr. (Gde. Freimengen, Ka. St. Avold, Kr. Forbach, L.). 16 E. 9 Hsr. - Heillenbrome 1749; St. Fontaine, Sept F o n t a i n e 1779. - H. war ehemalige Schmelzhütte, durch Edikt vom 29. Nov. 1749 errichtet. 1759 wurden «la forge et le haut fourneau» den de Wendel verpachtet. - H. scheint ursprünglich zum nassauischen Gebiet gehört zu haben, wird jedoch schon vor den Arerträgen von 17oo und 1770 als ein lothringischer Ort erwähnt, wohl wegen des Antheils der Kastellanei Homburg-St. Avold an Spittel. - Das Eisenwerk ging 1849 ein, und in dem Gebäude wurde eine llolzcssigfabrik eingerichtet, die bis 1896 bestanden hat. - Unweit der alten Römerstrasse Aletz-Saarbrücken bei einem dort fliessenden Brunnen sind bedeutende römische Reste (wahrscheinlich eines Tempels, dessen Mauern im 18. Jhdt. noch 1 m über der Erde standen) gefunden worden: Steinbilder mit Inschriften, so der Dea Dirona, des Alercur, der Venus, in natürlicher Grösse (von den Einwohnern des Dorfes zerschlagen), der Diana und Alinerva, sowie zahlreiche andere Gegenstände. Heiligenbronn, Hf. (Gde. Enchenberg, Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd, L.). 21 E. 1 Hs. - L a cense de Heil-lenborn 1751. - Im alten Banne von Alühweiler (s. d.). Ehemaliger Besitz der Abtei Sturzelbronn, 1751 zuerst erwähnt, soll früher zu Rohrbach gehört haben. H e i l i g e n b r o n n e n b a c h s. Büttenerbach 2. H e i l i g e n b r o n n e r w a l d , Staatswald (Gde. Enchenberg, Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd, L.). 155 ha. Oberförsterei Lemberg. Forsthaus Enchenberg. (Rothbuche, I Eiche, AVeissbuche, Erle, Esche, Ahorn, Rüster, Aspe, Birke, Pyramidenpappel, Kiefer, Fichte, Tanne, Lärche.) ATogesen-sandstein. Soll Besitz der Abtei Sturzelbronn gewesen sein (s. d.). Heiligenbrunn, Hf. (Gde. Leimen, Ka. Hüningen, Kr. Alülhausen, O.-E.). 0 E. 1 Hs. Soll schon im 16. Jhdt. bestanden haben. Dabei eine Kapelle der hl. AATalburga und eine Quelle, der Heilkräfte zugeschrieben werden. Kapelle und umliegende Ländereien gehörten ursprünglich einem Herrn Reich von Reichenstein, Edeln von Landskron und Plirt, kamen 1543 als Lehen an Claus Grien aus Leimen und seine Nachkommen und nach deren Aussterben 1605 als Lehen an Stefan Fritzen. Später kam alles in gleicher Ligenschaft an die Familie Houttinger. In der Revolution kam die Kapelle unter den H a m m e r und in Besitz des Zimmermanns Alüller in Leimen. 1812 wurde sie von der Gde. erworben und dem Kultus zurückgegeben, 1875 erneuert. Gegenwärtig ist H. ein weitbekannter, besonders im Alai stark besuchter A\rallfahrtsort. |