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Show Meckenweiher - Meilberg. 641 mit einer Kapelle zu Ehren des hl. Johannes Baptista. - Der Sage nach soll König Dagobert in M. ein Schloss gebaut haben, «le chäteau de Saales» genannt. Ortswald s. Sanry b. Vigy, Gemeindewald. Meckenweiher im Dollergebiet dicht nördl. Niederburnhaupt - 0,61 ha. Fischerei. Privatbesitz. Zufl. Wasser- j furchgraben; Abfls. Fei d ma tlgraben verliert sich in i den Wiesen. Mecleuves, Df. (Ka. Verny [1790 Ka. Anserweiler, 1795-1802 Ka. Solgne], Kr. Metz, L.). 385 E. 111 Hsr. (10 GRe.) - 220 m. - A.-, L.- u. SchwG. Metz (12,4); Bhf. Courcelles a. d. Nied (5,1). - Maicleve 1137; Mar clive 1179 ; ma. Maikiöf. - Die Gde. umfasst den HO. M. (258 E. 62 Hsr. , die AO. Champel, Frontigny (s. 1812, vorher selbstdg.), Pot-de- Vin und den verschw. O. Chailly delä les bois. - StEBez. Verny. Armr. (s. 1829). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Pournoy-la-Grasse (s. 1S04). Kirche zu Ehren Maria Geburt (8. Sept.). (Der AO. Champel gehört zur Pfarrei Courcelles a. d. Nied.) Die Reformirten gehören zur Hilfspfarrei Mon-tigny- Sablon (s. 1892, vorher zu Metz). - Geschäftssprache französisch. M. gehörte zum Pays Messin (Saulnois) und war Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit. Alter Besitz, bis zur Revolution, des Metzer Domkapitels. 1482 wurde das Dorf durch die Herren von Kriechingen verwüstet. - M. war Pfarrei des Archipr. Noisseville, zu welcher bis Ist iL' Orny (s. d.) gehörte und die auch den verschw. O. Cama, (s. d.i umfasste. Kirchensatz und Zehnten hatte das Domkapitel. - Von der alten spätgothischen Kirche, 1856 abgebrochen, ist nur das Chor erhalten. Römerstrasse Metz- Strassburg und Römische Reste. Medelchen, Zgl. (Gde. Geblingen, Ka. Saaralben, Kr. Forbach, L.). 8 E. 1 Hs. 1894 erbaut. Mederchen, abgeg. Ort (Gde. Zimmingen, Ka. u. Kr. Bolchen, L.). Mudechinga 1307; Meudresange de leiz G y m m a n g e s 1350; Miderken 1664; Mederchen 1703. - Lag zwischen Zimmingen und Buschborn, war Besitz der Abtei Lubeln. - Ein freies Allod, das die Herren von Helflingen dort besassen, wurde 1350 durch die Abtei erworben. 1703 nur noch als Flurnamen erwähnt. Megange s. Mengen. Mehlingerhof. Hf. (Gde. Bettweiler, Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd, L.). 10 E. 1 Hs. - Mehl ing 1751 u. 1779. - Gehörte zu der Herrschaft Bitsch und ist nach 1681 (1751 zuerst erwähnt) auf dem alten Dorfbanne von Melingen entstanden. - Wann die Ortschaft Melingen zerstört worden ist, lässt sich nicht ermitteln. Mehlmühle, M. (Gde. Bendorf, Ka. Pfirt, Kr. Altkirch, O.-E.). 3 E. 2 Hsr. Auch Hauli- oder Wirrattenmühle genannt. Kleine Getreidemühle mit Wasserkraft. Mehrgraben s. 111 52. Meiburg s. Meiweier, verschw. Df. (Gde. Ammerschweier, Ka. Kaysersberg, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). Meienhart, abgeg. Ort bei Dietweiler (Ka. Landser, ] Kr. Mülhausen, O.-E.). Me gen hart 1284; Meienhart 1303. - 1284 Nikolaus von M., 1286 Werner von M. - Habs- | burgisches Stammgut unbekannter Herkunft, zum Obern Amt der Herrschaft Landser gehörig. - Im 14. Jhdt. mit Dietweiler vereinigt. Erhalten Flurnamen: Einharts-winkel. Meienheim, Df. (Ka. Ensisheim [s. 1790], Kr. Gebweiler, O.-E.). 646 E. 130 Hsr. (12 GRe.) - 210 m. - AG. Ensisheim (5,9); Hp. M. (0,36). - Maginhaim 780; ma. Maiene. - Die Gde. umfasst den HO. M. (634 E. 128 Hsr.) und die AO. Obermühle und Untermühle, früher noch Harth (Jagdhüterhs., 1883 abgebrochen); zwischen M. und Merxheim lag der verschw. O. Tellonewilare. - Hp. der schmalspurigen Nebenbahn Colmar-Ensisheim-Bollweiler (s. 24. Okt. 1901). StEBez. Ensisheim. Fw. (s. 1859), 1 Spritze. - Kath. Hilfspfarrei (s. 1802; des Dekanats Ensisheim, Schutzheilige Peter und Paul (29. Juni), 1802-20 Filiale Munweiler. Die Protestanten werden von Algolsheim pastorirt. Habsburgisches Stammgut. 1303 zum Amt Ensisheim gehörig. Hier wurde mehrfach unter freiem Himmel das landgräfliche Gericht abgehalten. Begütert waren die Klöster Murbach 780, Eschau gegen 999, St. Die 1114, St. Klara in Basel 1287, dann die Johanniterkomthurei Sulz 1309 (auch die Deutschherren in Gebweiler i). Geschlecht von M. vom 12.-15. Jhdt. - Die Einkünfte von M. erhielt in österreichischer Zeit der Stadtvogt von Ensisheim, in französischer Zeit sein Nachfolger. 1700 kaufte der Deutschritterorden ein Sechstel des Zehnten. Im Jahre 1716 waren Lehensträger die j de Pechciry, ihre Nachfolger die Cointet de Filaine bis zur ] Revolution. In französischer Zeit gehörte M. zum Amt Ollweiler. Als Pfarrei schon 1187 erwähnt, gehörte 1441 zum j Baseler Landkapitel Citra Colles Ottonis, die Kollatur hatte die Aebtissin von Remiremont. - M. liegt an einem Keltenwege von Basel über Habsheim, Ensisheim und Heiligkreuz nach Horburg. Hallstatt-La Tene-Tumuli; schöner romanischer Kirchthurm aus dem 12. Jhdt. mit Satteldach. Gemein de wald (Oberförsterei Sulz) 119,6 ha. (Miitel-vvald. Eichen, Hainbuchen, Weichholz.) Alter Besitz der Gemeinde. Meienheim, verschw. Schi., s. Pfaft'enheim (Ka. Rufach Kr. Gehweiler, O.-E.). Meienheimsweiler Gde.. Ka. u. Kr. Zabern, U.-E), ursprünglicher Name (12. Jhdt.) des Dorfes St. Johann bei Zabern (s. d.i. Vergl. Egeheimswciler. Meierei, Fsthsr. (Gde. St. Quirin, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). 16 E. 3 Hsr. Is45 als Hof entstanden. Meierei, Sgm. (Gde. St. Quirin, Ka. Lörchingen, Kr. i Saarburg, L.i. 1 E. 1 Hs. Hiess früher (bis 1888; Courier. Sie besteht seit 1845. Meierhof, Hf. (.de. Wasserburg, Ka. Münster, Kr. j Colmar, O.-E.i. 4 E. 1 Hs. Meyerhof 1662 verpachtet. Meilberg, ehem. Herrsch. (Gde. u. Ka. Metzerwiese, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). Benennung einer ehemaligen Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit im Dorfe Metzerwiese (s. d.) und Bestandtheil des Luxemburgischen Lehens Meilberg (s. d.). Der Ban d'Esclin (s. d.) in Metzerwiese gehörte j dieser Herrschaft allein. Meilberg, zerstörtes Schloss (Gde. Illingen, Ka. Metzerwiese, Kr. Diedenhofen-O. t, L.i. Mulsberg 1004; Meilberg 1147; Mirabel 13. Jhdt.; Meilburg 14.Jhdt. - 1 Ehemalige Burg, deren Spuren im Walde westlich von Illingen über der Mosel noch sichtbar sind, wohl auf oder in der Nähe der Stelle des Karolingischen Malbergs, des königlichen Fiscus Diedenhofen und während des Mittelalters Sitz einer bedeutenden Herrschaft (s. den folg. Art.), von welcher im Laufe der Zeit mehrere andere Herrschaften abgesplittert worden zu sein scheinen, so z. B. Diesdorf, Ham, Bertringen, Metzerwiese, Busbach (s. iL). - Das alte Geschlecht der Mirabel-Meilburg scheint mit den Familien von Briey, Walcourt und Rodemachern stammverwandt gewesen zu sein. Meilberg, Herrschaft. Luxemburgisches Lehen; bestehend aus: ai den Herrschaftsdörfern in den Ge-meindebännen von 1. Diesdorf z. Th. (Df. Künzig); 2. Escheringen z. Th. (Wir. Molvingen); 3. Garsch z.Th., (Df. Garsch z. Th., ohne Df. Kechingen und ohne die Antheile der Landmeierei Oetringen und der Herrschaft Scheuern); 4. Illingen z. Th. (zerst. Schi. Meilbergi, z. Th. zum Lehen der Herrschaft M. gehörig (Df. Illingen; erscheint 1662 nicht mehr als Lehen, sondern als Bestandtheil der Herrschaft Meilberg); 5. Kanfen z. Th. (Df. Kanfen z. Th. seit 1659); 6. Nieder-Jeutz z. Th. (Df. Nieder-Jeutz); 7. Ober-Jeutz; 8. Ueckingen z. Th. (Df. Ueckingen z. Th.). b) den Lehen in den Gemeindebännen von: 1. Breisdorf z. Th. (Df. Breisdorf z. Th., zum Lehen Monhofen (Scheuern) gehörig); 2. Garsch z. Th. (Df. Garsch z. Th.c, z. Th. unmittelbarer 41t |