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Show 598 Lothringen - Lubt-court. sinken und in der 2. Hallte desselben der Verfall der Bailei sich bemerklich zu machen. Zwar befreite der Herzog Karl 111. von Lothringen 15o3 noch sämmtliche Balleigüter von jeder Besteuerung, verlieh der Bailei auch Zollfreiheit für alle Bedürfnisse des Ordens und bestätigte ihr 1595 noch alle Privilegien und Gerechtsame, indessen gerieth der Orden durch schlechte Verwaltung, durch Kriegslasten u. s. w. in Geldnöthe, die wiederholt zur Veräusserung von Ordensgütern führten. U m 1769 zählte die Bailei Lothringen noch drei Komthureien, Trier, Beck in g e n , S a a r brücken, welche von dem damaligen Landkomthur zugleich als Komthur verwaltet wurden. 1787 zählte die Bailei noch 3-4 Ordensritter, deren Einkünfte 1781 an barem Gelde für die Komthurei Beckingen 6902 Gulden, für Trier 3299 Gulden, für Saarbrücken lb45 Gulden betrugen. Durch Abtretung des linken Rheinufers an Frankreich im Luneviller Friedensvertrage vom 9. Febr. 1801 ging die Bailei Lothringen dem Deutsch-Herren-Orden für immer verloren. Litteratur: Lempfrid, Die Deutsch-Ordens-Kom-thurei Metz, 1887. Voigt, Geschichte des deutschen Ritterordens, 1859. Lothringen, verschw. Burg (Gde. Rimlingen, Ka. Wolmünster, Kr. Saargemünd, L.). Zerstörte Burg der Herrschaft Bitsch (s. d.), auf einer Höhe südwestl. von Rimlingen gelegen, an welche nur noch die Katasterbezeichnung Schlossberg erinnert. Die Burg war 1577 schon Ruine. Wahrscheinlich war das Schloss Sitz der ritterschaftlichen Familien, welche die Vogtei über das Klostergut der Abtei Hornbach trugen, und Vertheidigungspunkt der dortigen Handelsstrasse siehe Rimlingen i. Der zur Burg gehörige Hof wurde vom Grafen von Zweibrücken-Bitsch 1570 zu Lehen vergeben. - Die Herrschaft Bitsch hatte hier eine Zollstätte. - Litter.: Das alte Stammhaus Lothringen. (Gemeinde-Zeitung f. Els.-Lothr. Jhrg. 1884, S. 180 u. f.) Lothringer Ziegelei (Gde. Rakringen. Ka. Grosstänchen, Kr. Forbach, L.i. 35 E. 5 Hsr. 1891 erbaut. Lottelfelsen, franz. Pier res b ran 1 ante s, das heisst Felsen, die mit kleiner Grundfläche auf einem andern Felsen aufliegen und durch Stossen in Bewegung versetzt werden können der N a m e von «lottein > d. i. bewegen , belinden sich auf dem Rain des Chines (Eichenrain) bei L'rbeis, der Nonnenburg bei Alberschweiler und dem Schneeberg bei Wangenburg (s. de. Loudrefing s. Lauterlingen. Loutre, La, s. Rhcin-Rhonekanal 2. Loutre, Die, entspringt bei Vauthiermont (Frankr.), bildet nordwestl.Schaffnat a m Weiher - 1,2 k m - die Grenze zwischen Frankreich und dem Elsass, tritt dann auf deutsches Gebiet, kreuzt die Eisenb. Mülhausen-Beifort - mündet südwestl. Altmünsterol jenseits der Grenze in die Aine. - 5,8 Um, 4 Brücken. - Hauptrichtung N.-S. Zuflüsse: 1. D o r n e n g r a b e n [fosse de l'Epine], mündet nördl. Schaffnat a m Weiher - 1,5 km, 1 Brücke. 2. G r u e b a i n e, mündet östl. Altmünsterol, entspringt nordwestl. St. Cosman - Brückensweiler, Schaffnat am Weiher, kreuzt die Eisenb. - 11,2 km, 10 Brücken. iZufl.: Pemlerlat, mündet westl. St. Cosman - 1 km, 2 Brücken; Hinter waldgraben oder Riedingerweiherbachgraben, bildet - 0,9 k m - die Grenze nordwestl. Brückensweiler, E t a ng des bois - 1,6 km, 1 Brücke; H o n i g m a t t g r a b e n - 0,6 km, 2 Brücken; Grand' Goutte im Schaffnater Maid - 1,3 km, 2 BrUcken. L o u t r e m a n g e s. Lautermingen. L o u v i g n y , Df. (Ka. Verny [1790-1S02 Ka. Goin], Kr. Metz, L.i. 692 E. 21') Hsr. (12 GRe.) - 200 m. - A.-, L.- u. SchwG. Metz (20,3); Bhf. Peltre (17,8). - Loviniacum 11 :"; L o v e n e y 1308; ma. Lovening. - Die Gde. umfasst den HO. L. (668 E. 206 Hsr. und die AO. Hautonnerie, Moince. Neufmoulin. - P. F. Gendarmeriestation. StEBez. Solgne. Fw. (s. 1889, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Pournoy-la-Grasse (s. 1802). Kirche der hl. Cosmas und Damian 27. Sept.). Die Reformirten gehören zur Hilfspfarrei Montigny-Sablon (s. 1892, vorher zu Metz). - Ge- | schäftssprache franz.- 2 kleine Getreidemühlen. Viehhandel. Bau und Unterhaltung der Brücke über den Moincebach bei Grenzstein 941, im Strassenzuge Eplv-Louvigny, liegt der Landesverwaltung von E.-L. ob. Die Kosten werden von E.-L. und Frkr. gemeinschaftlich getragen. L. gehörte zu dem P a y s Messin (Saulnois) und war Herrschaft, die in drei getrennte Banne getheilt war, jeder mit ganzer Gerichtsbarkeit und festem Hause: Ban Bazin, Ban Drouin und Ban Sauvage. Diese Herrschaften, welche während des Mittelalters (seit dem 13. Jhdt.) Lehen von Lothringen waren, und deren Souveränität lange zwischen dem Pays-Messin und dem Herzogthum streitig war, wurden durch den Vertrag von Nomeny (lb04) an die Stadt Metz . abgetreten. Es scheint sicher, dass L. alter Besitz der Abtei St. Symphorian gewesen war, welcher später vom Bisthum eingezogen und den Grafen von Salm-Blämont zu Lehen vergeben wurde. Diese verkauften das Lehen 1262 an die Grafen von Bar, durch welche es an Metzer Familien überlassen wurde. - Ein Rittergesehlecht von L. wird von 1194 | bis 1378 erwähnt. - Der B a n Bazin, mit dem festen Hause ' Gouxet, zählte 1404 18 Feuerstellen und war bis 1441 Besitz der Dieuamy, früher hatten ihn die Moretel (1378), 1398 die Groignat: 1573 die de Gournay und Desch, lb05 die de Ligne-ville inne. - Der B a n Drouin, mit dem festen Hause vor der Kirche, gehörte 1337 den von Moellain, 1404-00 den Drouin mit 22 Feuerstellen, dann den de Gournay. - Der B a n Sau vage, mit festem Hause Sauvage, war Besitz des Edelgeschlechtes von L., genannt Sauvage, ging nach 1378 an die Dieuamy über und zählte 1404 18Feuerstellen.-Die beiden letzteren Banne waren 1591 in Händen der Tanton-ville und Montarby, als Erben der Gournoy-Raigecourt, 1605 der Leduchat, 1620 der de Boutillac, 1658-1683 der de Bezannes; 1718-1781 hatten die Faure de Fayolle die ganze | Herrschaft, die dann an die Bazelaire überging. - L. wurde, wie die Dörfer der LTmgegend, während des Mittelalters oft verwüstet, geplündert und verbrannt, so 1337 und 1444. - L. war früher Pfarrei des Metzer Archipr. Nomeny. Den Kirchensatz mit den Zehnten soll Bischof Pappole von Metz gegen das 7. Jhdt. der Abtei der unschuldigen Kinder, später St. Symphorian genannt, geschenkt haben. - Römerstrasse Metz-Nomeny, auf mehreren Stellen Reste einer , namhaften römischen Ansiedlung, Münzfund. Das alte Schloss J Sauvage, noch gut erhalten, ist jetzt Pachthof; es soll 1428 . neu erbaut worden sein, ist aber später mehrfach überarbeitet worden. Ledain, Antiquites gallo-romaines ä L. (Mem. Soc. arch. Mos. XVI, 1885, S.263.) M a g u i n , H., Notice sur L. et Cheminot. (Extrait des Memoires de la Soc. d'Archeol. de la Moselle.) Metz lSbO. Loyville, Wir. iGde. Sillegny, Ka. Verny, Kr. Metz, L.). 45 E. 13 Hsr. - L o ville 1209; Loi ville 1404; ma. Loävelle. - Gehörte zu dem P a y s Messin (Isle) und war Sitz einer Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit. Ehemaliges Lehen des Bisthums Metz und 1209 im Besitze des Marschall des Bisthums, Walter von Loyville, Vogt in Pournoy und Coin. Weitere Lehensträger oder Besitzer ; waren 1460 die Drouin (L. scheint damals mit der Herrschaft Coin a. d. Seille vereinigt gewesen und erst im 17. Jhdt. besondere Herrschaft geworden zu sein), lbOO- lbS2 Sartorius und Lespingal, 1681 de Lewenstein, 1639-1700 Le Chennev ix, 1739 de Gounay, 17.5.5 de Salse. L u b e c o u r t , Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Chäteau-Salins, L.i. 1.52 E. 44 Hsr. (10 GRe.) - 215 m. - A G . Chäteau-Salins (3,6); Bhf. Chäteau-Salins (4,0). - Lubecourt 1469; L e beilcourt 1477; L e b o n c o u r t 1528; ma. L'beco. - StEBez. Chäteau-Salins. - Annexe der kath. Hilfspfarrei | Ameiecourt. - Geschäftssprache französisch. |