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Show Merzen - Schmasman von Rappoltstein übergehen werden. Doch gehurt M. später zur österreichischen Vogtei, in franz. Zeit zum Amt Isenheim. In M. besass Murbach einen Dinghof; ausserdem waren begütert Goldbach und die Deutschritter von Gebweiler, sowie 1735 die Johanniterkomthurei Sulz. - Ein adeliges Geschlecht des Namens im 13. Jhdt. erwähnt. - Die schon im 12. Jhdt. erwähnte Pfarrei gehörte zum Baseler Landkapitel Citra Colles, den Kirchensatz hatte Murbach. M. hegt an einem Keltenwege von Badenweiler nach dem Gebweilerthale. In der Nähe Hallstatt-La Tene- Tumuli. Romanischer Kirchthurm aus dem 12. Jhdt.; die Kirche ist neu. Gemeinde wald (Oberförsterei Ritfach) 92,7 ha. Merzen, Df. (Ka. Hirsingen [1790-95 Ka. Altkirch], Kr. Altkirch, O.-E.). 201 E. 42 Hsr. (10 GRe.) - 350 m. - AG. Hirsingen (13,7); Hp. Ballersdorf (4,6). - Moren ze um 1090; Ma vritz 1509; Moritz he im 1571; pat. Meure n tche. - Die Gde. umfasst den HO. M. (187 E. 48 Hsr.i, den AO. Merzermühle und den unbew. O. Mühlkapelle. - Oeff. Fernsprechstelle is. 1. Jan. 1001). StEBez. Niedersept. - Kath. Hilfspfarrei des Dek. Hirsingen (s. 1802). Schutzheiliger St. Moritz (22. Sept.). Filialen (s. 1802): Füllern, St. Ulrich und Struth. Die Lutheraner gehören zum Vikariat Mülhausen, die Reformirten zur Pfarrei Altkirch. M. gehörte zum Meierthum auf der Larg der Herrschaft Alt kirch. Begütert Kloster Heilig-Kreuz (Woffenheim). Die Pfarrei gehörte bis 1S01 zum Dekanat des Sundgaus. Sie hing ab vom Kloster St. Ulrich und von dessen spätem Inhabern, den Jesuiten von Ensisheim (s. 1630) und der Universität Freiburg (s. 1773). - M. liegt an einem Keltenwege im Largthale. Römische Funde. Der Kirchthurm aus dem 13. )hdt. steht auf romanischer Basis, sein unterer Theil diente als Chor; ebendaselbst Sakramentshäusehen aus dem 17. Jhdt. Reste von Wandmalereien aus dem i5. Jhdt. Gemeinde wald (Oberförsterei Altkirch) 35,9 ha. Merzenbachrunz s. Thur 27, Merzermühle, M. u. Sgm. (Gde. Merzen, Ka. Hirsingen, Kr. Altkirch, O.-E.). 14 E. 1 Hs. Getreide- und Sägemühle mit Dampf- und Wasserkraft; ca. 30 Pferdekräfte. Soll seit dem 18. Jhdt. bestehen; der Sägemühlenbetrieb besteht seit 1871. Merzig iMerzig und Saargau), gemeinschaftlicher Besitz von Lothringen und Kurtrier, s. Saargau-Me-rzig. Merzweiler, Dt (Ka. Niederbronn [s. 1790], Kr. Hagenau, U.-E.). 2041 E. (Sterbf. 25,9, leb. Geb. 42 auf 1000). 408 Hsr. (IS GRe.) - An der Zinsel. 160 m. - AG. Niederbronn (11,7;; Bhf. M. (1,0). - Morinzanuuileri 96S; ma. Merzwiller. - Die Gde. umfasst den HO. M. (2026 E., 406 Hsr.) und die AO. Bergschmiede und Murbruch. - P. T. Oeff. Fernsprechstelle. Bhf. (s. 1S64). Gendarmeriestation. Ortseinn. StEBez. Walk. Armr. (s. 1816). Krgv. (s. 24. Mai 1886).- Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Niederbronn (s. 1802). Schutzheiliger hl. Michael (29. Sept.). Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Mietesheim. Simultankirche. Die Israeliten gehören zum Rabbinat Hagenau. Jüdischer Friedhof (s. Anfang des 19. Jhdts.). - 2 Ziegeleien und Kalkbrennereien. Eisengiesserei von Dietrich & Co. [seit 1844], vgl. Niederbronn. Spezialität: Säurebeständiger Guss, Oefen .[Feldkochöfen]. Bis in die 70er Jahre des 19. Jhdts. bestand auch ein Hochofen. Oelmühle. Getreidemühle. Viehhandel. Hausierhandel mit Lumpen. M. wird schon unter König Zvventibold am Ende des '9. Jhdts. genannt. Altes Reichsgut; von Otto I. 968 seiner Gemahlin Adelheid gegeben; nach deren Tode es jedoch ans Reich zurückfiel. 1065 von Heinrich IV. dem Grafen Eberhard (von Sponheim?) verliehen. 1322 belehnte König Ludwig der Baier den Diemar Bogener von Hagenau mit M. als Burglehen zu Hagenau. Dessen Söhne verkauften es 1350 an die Herren von Lichtenberg, die es mit der Herrschaft Oberbronn (s. d.> vereinigten. Mit dieser kam es MStimpre. 649 i 1480 durch Erbschaft an Zweibrücken-Bitsch, 1551 an Leiningen- Westerburg, 1691 an die Leiningenschen Erben. Das Forstrecht von M. im Heiligen Walde war seit 1330 den Herren von Lichtenberg verpfändet. - Kirchlich gehörte M. vor der Reformation zum Landkapitel Ober-Hagenau 1021 Rektorat, beständiges Vikariat und Primissariat. 1564 wurde M. protestantiscb und war später Filiale von Gum-brechtshofen- Oberbronn, bis es mit der Pfarrei Mietesheim vereinigt wurde. Simultaneum seit Ende des 17. Jhdts., kath. , Pfarrei (königl ) schon 1693, mit Filiale Griesbach bis 1-,,-, . - M. liegt am Keltenwege von Mittelhausen nach Gunders-i hofen. Neolithische und romische Funde, letztere in grosser Anzahl. Mesnil, Le, verschw. Hf. .Gde. Devant-les-Ponts, Ka. u. Kr. Metz, L. i. M enesn il proche le Sansonnet 1683; Menille 1709. - Ehemaliger Besitz der Abtei St. Symphorian, unweit Woippy. Ueber Zeit und nähere Umstände des Verschwindens des Hofes ist nichts bekannt. Mesnil, verschw. Df. (Gde. Lagarde, Ka. Vic, Kr. Chäteau-Salins, L i. Mesnis um 1171; Mesgnil 1419, - War durch Schenkung der frommen Frau Arche-sinde in Besitz der Abtei Salival gekommen. 1171 wurde , letzterer durch Graf Hugo von Dagsburg, Vogt der Abtei Salival, dieses Allod bestätigt, welches von dem Schwiegersohn der Schenkerin, Cono von Hercossey, bestritten worden war. Auf diesem Bann, welcher zwischen den Dörfern Dommartin, Xures, Schirzingen, Xousse. Vaucourt, Bourdonnaye und Ommeray lag, legte das Bisthum das Schloss und Dorf Lagarde an. M., welches noch 1419 nebst Lagarde genannt wird, scheint bald nachher eingegangen oder mit Lagarde vereinigt worden zu sein. Messangoutte s Mi-ssengoutte. Messelbrunnenbach s. Mutterbach 1. Messengoutte (Messangoutte), ortsübliche Bezeichnung für drei seit etwa 1820 entstandene Höfe nördlich des Weilers Stampoumont (Gde. Ranrupt, Ka. Saales, Kr. Molsheim, U.E. . Messerspach [Messerspachgraben 1456; Mes-serspach 1597 "der Eschenbachgraben entspringi nordwestl.Stetten, kreuzt die Eisenb Mülhausen-Basel - verliert sich südl. Sierenz in den Hart-Wiesen - 5 km. 5 Brücken Messingoutte s. Breusch 13. Metairie du Chäteau, ehem. Hf. (Gde. Diedersdorf, Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen, L.i. 1681 erwähnt, war Besitz der Herrschaft Diedersdorf Metairies-St. Quirin, Df. (Ka. Lörchingen [s. 1802 , Kr. Saarburg, L.;. 25h E. 81 Hsr. 10 GRe.i - 310 m. AG. Lörchingen (6,2); HSt. Unter-Barville (5,3). - 1790 A O von St. Quirin. Die Gde. umfasst den HO. M.-St. Q. (71 E. 23 Hsr.), die AO. Cre"on, Cubolot, Halmoze, Jean-Limon, Lohr, Malgre-Colle, Ober-Geisse, Rond-Pre und die verschw. O.: Fontaine aux Chcnc-s, Gersingen (?), Rondorf. - StEBez. Lörchingen. - Filiale der kath. Hilfspfarrei St. Quirin. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Saarburg. - Geschäfts- 1 spräche franz. - 3 Sandsteinbrüche (9 Arb... Kleine Sagemühle. Ziegelei. Hausindustrie: Stickerei, für Firmen in Lörchingen, Wasperweiler, Weiher. Das Dorf war Besitz des Benediktiner-Priorats st Quirin (s. Heille). Es besteht aus lauter einzelnen Wohnplätzen, die zur Zeit der franz. Revolution unter dem Namen Metairies zusammengefasst worden sind. Ausser den heutigen AO. werden damals noch genannt, Courtegain, Fontaine aux Chines und Heille, von denen die beiden letzten jetzt den HO. bilden, während Courtegain 1830 der Gde. St. Quirin zugetheilt worden ist.- Rümervveg von Lörchingen nach St. Quirin. Gemeinde w a 1 d s. St. Quirin. Methinggau s. Mathinggau. Metimpre, Hsr. (Gde. Ranrupt, Ka. Saales. Kr. Molsheim. U.-E.'. 20 E. 4 Hsr. U m 1830 entstanden. |