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Show 246 Edlingen - Egisheim. und seit 1720 zum Ka. Bust ndorf gehörig. Hat seinen be-sonderen Bann behalten. - Kapelle des hl. Wendelin. - Das Dorf war getheilt. Es gehörte zur Hälfte zur Herrschaft Berus (Nied-Vogtei) und zur Hälfte war es Lehen des Erz-bisthums Trier, mit einem Theile von Anzelingen. Berus hatte aber dort nur die Hochgerichtsbarkeit, das übrige hatten die Abteien Rettel, Freisdorf und Busendorf inne. Das trierische Lehen war Bestandtheil der Herrschaft Freisdorf. Edelingen bildete bis zur Revolution eine Dorfschaft mit dem A'intringerhof. Orts w a l d (Oberförsterei Busendorf i 17 ha. Edlingen, verschw. Wir. (Gde. Elwingen oder Gänglingen, Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen, L.i. Soll 1740 zerstört worden sein, gehörte zum Schlosse Helflingen (s. d.i. Flurnamen erhalten. Efringen, abgesonderte Gemarkung i Theil der Gemarkung der bad. Gde. E.) bei der Gde. Rosenau iKa. Hüningen, Kr. Alülhausen, O.-E.). Eftermatten, Fsths. (Gde. Andlau, Ka. Barr, Kr. Schlettstadt, U.-E.i. 6 E. 1 Hs. 1838 entstanden. Dabei früher eine Sägemühle, die 1890 abgerissen worden ist. E g e h e i m s w e i l e r , abgeg. Ort bei St. Johann bei Zabern Ka. u. Kr. Zabern, L'.-E.). A'iellcicht dasselbe wie Alcienheimsweiler (s. d.). Egelessengraben s. Doller 29. E g e l g r a b e n s. Altenbach 6. Selzbach 16. E g e l s b e r g (Igelsberg), auch B r u n nenf eisen genannt, B., 400 m, n. über AVeiler Schvvcizerländel, Gde. Egelshardt. Ka. Bitsch. E g e l b a c h s. Thur 32. E g e l s e e s. Larg 24. Egelshardt, Df. Ka. Bitsch [s. 1790], Kr. Saargemünd, L, . 158 E. 100 Hsr. (10 GRe.i - 250 m. - AG. Bitsch (7,8); Bhf. Bannstein (2,7). - Egelshard 1329. - Die Gde. umfasst den H O . E. (206 E. 45 Hsr.), die A O . Bannstein, Bellerstein, Eichelsberg, Erbsenthal, Glasbronn, Papiermühle, Schweizerländel, Waldeck (Fsths., früher Bellerstein genannt), Waldecfe (Wir. , den unbew. Ort Waldeck i Burgruine) und die verschw. Orte Armsberg und Neuzinzel. Die früheren AO. Hof und Hübel zählen jetzt zum HO. - Bhf. Bannstein (S. l*o9). StEBez. Bitsch.- Kath. Hilfspfarrei (s. 1804, vorher Annexe von Bitsch) des Archipr. Bitsch. Sprengel: E. und Philippsburg nebst den AO. Pfaffenberg und Stockbronn der Gde. Bitsch. Kirche zu Ehren der Kreuzerhöhung (14. Sept.). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Bitsch. - 4 kleine Sagemühlen. Weinhandel. E. war Burg und Lehen, später Meierei, der H e r r schaft Bitsch. 1592 schon «ein gebrochenes Haus im AVasgau> genannt. - Zu dem wahrscheinlich schon im 15. Jhdt. eingezogenen Lehen scheint Hof Ballerstein gehört zu haben. Später Sitz einer Aleierei (1594) der Herrschaft mit dem früheren Lehen AValdeck und Gentersburg. Als Dorf ist Egelshardt neueren Ursprungs; es wird noch 1723 als Hof erwähnt. - Kirchlich gehörte E. im 18. Jhdt. zur kath. Pfarrei Schorbach. dann zu Bitsch; seit 1804 ist es selbst Hilfspfarrei. Kirche 1856 neu gebaut. G e m e i n d e w a l d 30,1 ha, davon 25,2 ha in der Oberförsterei Bitsch und 4,9 ha in der Oberförsterei Bannstein. E g e l s h a r d t e r b a c h s. Falkensteinerbach. E g e l s h a r d t e r w e i h e r im Alodergebiet (247,2m) nördl. an Egelshardt. - 2,79 ha. Sägemühlenbetrieb. Privatbesitz. Zu- und Abfl. s. Falkensteinerbach. E g e s h e i m , abg. Ort, bei AVibolsheim (Gde. Eschau, Ka Geispolsheim, Kr. Erstein, U.-E.). E g e s h e i m 12. Jhdt. - Begütert: im 12. Jhdt. Kl. St. Stephan in Strassburg (angeblich durch Schenkung Lothars v. 845). Eggertstein, IL, 320,8 m, nördl. Brubach, Ka. Landser, Kr. Mülhausen bi dem nöckerstein 1434; im Ne-gartstein 1554; bey dem Neckherstein 1620; am N e c k h e r stein 1743 E g g s - M ü h l e , ehem. AI. (Gde. u. Ka. Oberehnheim, Kr. Erstein, L'.-E. !, s. Au-Alühle. E g i s h e i m , Df. (Ka. AVinzenheim [1790-1802 KHO.], Kr. Colmar, O.-E.). 1649 E. 355 Hsr. (18 GRe.). - 210 m. - A.-, L.- und SchwG. Colmar (6,5); Hp. E. (1,5). - Egenes-heim 817; E x h e i m 1644; ma. Egse. - Die Gde. umfasst den H O . E. (1623 E. 349 Hsr.) die AO.: Beyershof (Zur schönen Aussicht), Alarbach, Oberfeld, Waldhäusel; die unbew. O. Dagsburg (Ru.) und Regele's Kapelle. - P. T. Oeff. Fernsprechstelle. Hp. (s. 1*411. Gendarmeriestation. Ortseinn. StEBez. AVinzenheim. Gemeindehospiz (gegr. vor 1602). Armr. (Stip. Boll, vermuthlich s. 1829). Oeffentl. Vorschusskasse (s. 1888), umfassend die Gden. E., Herlisheim, Obermorschweier, A^öklinshofen, AVettolsheim. Schlachths. (s. 1858, umgebaut 1869). 2 Wasserleitungen (eine seit 1863 und eine seit 1893). A'erbds.-Fw. (s. 1884, 5 Spritzen). Krgv. (s. 9. Alärz 1891). - Kath. Pfarrei IL Kl. (s. 1802); Schutzheiliger hl. Petrus und Paulus (29. Juni). Kap. des hl.Leo, 1394 eingeweiht. D e k an a t, umfassend die Pfarreien E., Türkheim und AVinzenheim, und die Hilfspfarreien Häusern, Herlisheim, Obermorschweier, Vöklinshofen, AValbach, AA^ettolsheim, Zimmerbach. Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. - Ziegelei und Kalkofen. Sandsteinbruch für Pflastersteine, welcher ca. 600000 Steine im Jahr liefert. AVeinhandel. Elektrische Beleuchtung. - E. war der Stammsitz des nach dem Orte benannten Etichonischen Grafengeschlechts. Die Burg daselbst, die im 18. Jhdt. noch bewohnt war (Weiteres vergl. u.), soll im ,*. Jhdt. von dem Grafen Eberhard, dem Enkel Herzogs Attich und Stifter der Abtei Alurbach, erbaut worden sein. Nach dem Erlöschen des Geschlechtes im Jahre 1144 ging sein Besitz durch Erbschaft an die Grafen von Dagsburg über, und nach dem Aussterben dieses Hauses erwarb das Bisthum Strassburg 1226 dessen Hinterlassenschaft und behauptete E. den Ansprüchen der Grafen von Plirt gegenüber, welche in der Urkunde vom 5. Febr. 1251 förmlich darauf verzichteten. Seitdem gehörte der Ort, der a m Ende des 13. Jhdts. als Stadt erscheint, zum Ober-AI u n d at und bildete mit Obermorschweier und AVettolsheim die A'ogtei E. Bei der Errichtung der frz. Intendanz wurde E. mit Obermorschweier und AVettolsheim eine Stabhalterei des Amtes R u f ach. - Als begütert in E. erscheinen Kl. Ebersmünster vom 7.-13. Jhdt., Alünster 898, St. Trudpert 903, Eschau u m 1000 und 1180, St. Stephan zu Strassburg 1003, Hohenburg 1050, Alaursmünster 1120, St. Thomas in Strassburg 1163, Truttenhausen 1181, Lautenbach 1183, Alarbach 1211, Johanniterkomthurei Colmar 1295, Johanniterkomthurei Strassburg 1494. Die Abtei Alurbach besass daselbst einen Hof, dessen Vogtei 1259 als Stiftslehen in den Händen der Habsburger war. Bischöfliche Sesslehen zu E. hatten im 13. und 14. Jhdt. die Herren von Hattstatt und von Horburg, im 15. Jhdt. die von Blienschwciler. welchen ein A'iertel des Stadtschlosses und einige Güter gehörten, im 16.-18. Jhdt. die von AIüllenheim-Rechberg. - Von den 5 in E. befindlichen Dinghöfen stand der Girsperg-Dinghof den Herren von Rappoltstein zu, der Kiburg- oder Braunschweiger Dinghof dem Domkapitel von Strassburg, der Hohenburg- oder St.- Katherinen-Dinghof dem Katherinenkloster in Colmar, der Zorn- oder Escher Dinghof dem Kloster Eschau, dann den i Edlen von Ruest und später dem Dreifaltigkeitskloster von Ensisheim. Der 5., des Kaisers Dinghof, zuletzt Eigenthum der Rappoltstein, bildete den Oberhof über die 4 anderen; dorthin wurden die Appellationen der letzteren gezogen. - E. wurde 1298 vom König Adolf von Nassau vergeblich belagert. 1444 besetzten und plünderten die Armagnaken die Stadt. - Die Burg wurde 1795 als Nationalgut verkauft. - Die Pfarrei zu St. Petrus und Paulus gehörte zum Landkapitel ultra colles Ottonis des Bisthums Basel. Das Patronatsrecht hatte das Kapitel Alouticr Grandval bis 1620, dann das St. Alartinsstift in Colmar, welches es an den Bi- |