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Show 148 Burbach - Burgaltdorf. Wasserltg. (Anlegungsjahr unbekannt i Fw.-s. 1887,2Spritzen). - Filiale der kath. Hilfspfarrei Berg u. Thal (s. 1865, vorher von Eyweiler). Ref. Pfarrei des Konsistoriums Strassburg Filialen: Oermingen (s. etwa 1855) und Saarunion (s. 1740); ausserdem die Diaspora in der L'mgegend. - Hausindustrie: Palmhutflechterei, für Firmen Gehörte ursprünglich der Abtei Wadgassen; 1195 wurde es von der Grafschaft S a a r w e r d e n (s. d.) erworben, bei der es fortan verblieb; bei ihrer Theilung 1745 kam es an Nassau-Weilburg. 152* veräusserten die nach dem Orte benannten Herren von B. ihre Besitzungen daselbst an die Grafschaft. Zu Anfang des 15. Jhdts. war das Dorf stark heruntergekommen; erst 1559 wurde es durch französische und lothringische Hugenotten wieder bevölkert; daher eines der sogen, «welschen Dörfer der Grafschaft. - B. hatte schon 1328 einen Pfarrer und eine Kirche des hl. Nikolaus. U m 1559 wurde die Reformation in B. eingeführt. Seitdem lutherische Pfarrei i zeitweise auch Filiale von Pisdorf und AA'olfskirchen i bis zur Revolution und reformirte heute noch bestehende) Pfarrei mit Filiale Neusatirwerden seit 1740. 1575-1629 war auch schon reformirter Gottesdienst gehalten worden, 1697-1740 lutherischer, während letzterer Zeit htitten die Reformirten zur Pfarrei Diedendorf gehört. Bis 1854 gehörte auch Bärenthal, dessen Reformirte dtinn nach Lixheim eingepfarrt wurden, zur Pfarrei. Die Kirche, 1700 erbaut, war seit 1707 simultan für Lutheraner und Reformirte. Seit dem 17. Jhdt. ausserdem kathol. (königl.) Pfarrei, anfangs mit Benutzung der 1686 von Ludwig XIA7'. erbauten Kirche; von 171o ab mus-,te der Gottesdienst in der Hauskapelle des Pfarrers abgehalten werden. Den Zehnten zu B. besass das Stift St. Blasien in Saarwerden, das auch schon im 15. Jhdt. daselbst als begütert erscheint. Zur kath. Pfarrei gehörten seit Ende des 17. Jhdts. die Filialen Berg, Rexingen und Thal. 1802 bildete Burbach mit Berg eine kath. Pfarrei mit den Filialen Rexingen und Thal, 1808 war es Filiale von Berg, 1854 wurde es mit diesem Filiale von Eyweiler und 1865 Filiale der Pfarrei Berg und Thal. Bis 1*">4 und 1*65-05 befand sich das Pfarrhaus für die Pfarrei Berg (und Thal) in Burbach, seitdem in Thal. - Römische (oder merowingische?) Gräber. G e m e i n d c w a l d (Oberförsterei Saarunion) 106 ha. iBu-chen mit Eichen und Hainbuchen. I Alter Besitz der Gemeinde. B u r b a c h , Fsths iGde. Felleringen, Ka. St. Amarin, Kr. Thann, O.-E.). 7 F. 1 Hs. Besteht s. 1855. B u r b a c h , Hs. (Gde. Krüt, Ka. St. Amarin, Kr. Thann, O.-E.L 1 Hs. Erbauungszeit unbekannt. B u r b a c h , Wlf., s. Doller 20, Kannerbach 12, Alontenacherbach, Saar 23. B u r b a c h e r M ü h l e , Geh. (Gde. Burbach, Ka. Drulingen, Kr. Zabern, L'.-Ej. 5 E. 1 Hs. - 1734 als herrschaftliche Alühle der Grafschaft Saarwerden erwähnt. Seit 1898 nur noch Gehöft Burbachrunz s. Thur 10. B u r e (Beuern), Wir. (Gde. Tressingen [s. 1811], Ka. Fentsch, Kr. Diedenhofen-West, L.). 108 E. 34 Hsr. - Beura in comitatu Wabrinse882; B u r e 1380; B u re pres Bassompierre 15. Jhdt. - A'or 1811 selbständig und 1790 zum Ka. Aumetz, s. 1802 zum Ka. Audun-le-Roman gehörig. - Muttergolteskapelle W a r Weiler der l'revi'.te Longwj und Bestandtheil der Herrschaft Oettingen s d.). 882 schenkte Hildebert, Sohn des Grafen Berenger, seine villa Beura (in comitatu Wabrinse mit allem Zubehör dein Kloster St. Veit zu Ver-dun. In Bure w.u die Abtei St. Pierremont begütert (1272 bis 170H . Orts wal d (Oberförster) i Di< denhofen) 43,6 ha. B u r g , III Cd,. Püttlingen, Ka. Kattenhofen, Kr. Die-denhofen- Ost, L). * E 1 Hs. - Wahrscheinlich auf der Stelli d's ehemaligen Burghofes der Herrschaft Püttlingen s ,i i ntstanden. B u r g , die, (auf Generalstabskarte Burk), B., 326 m, im Osten und Süden vom Spielersbach umflossen, zwischen Volksberg, Ka. Drulingen und Ratzweiler, Ka. Saarunion. Daselbst eine alte Befestigung; eine Umwallung in Form eines Trapezes (Alaase: 235 m, 176 m, 497 m ) ; der Wall hat stellenweise noch 12 m Höhe und an seiner Basis 7 m Breite. Funde von dort aus der Steinzeit im Aluseum zu Zabern. Der umschlossene Raum heisst im Volksmunde die «A'er-sunkene oder V e r l o r e n e Stadt». Vergl. Stöber, Elsäss. Sagen, N. A. II, S. 127 u. 526. Quiquerez, A., Chäteau de la Burg. (Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als 2e ser. I\r, Alem. p. 121 - L'*.) Burgaltdorf, Df. (Ka. Dieuze [1790 Ka. Dieuze, 1795 Ka. Bessingen, 1*02 wieder Ka. Dieuze], Kr. Chäteau-Salins, L.c 291 E. 119 Hsr. (10 GRe.) - 230 m. - A G . Dieuze (8,5), HSt. Gebling (2,4c - Altdorpfo 7o4 (? Trad. AViz.i; Altorf 1126; B u r i g a 1 troff 1301; Altortf pri-s de W a r g a - ville 1525; Bourgaltroff 1869; ma. Burgaltrof. - Die Gde. umfasst den HO. B. (280 E. 85 Hsr.), den AO. Beidersdorf und den verschw. O. Garde de Dieu. - StEBez. Bensdorf. Wasserltg. (s.dem 18. Jhdt.). F w . (s. 1853, 3Spritzem. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Dieuze (s. 1802). Kirche des hl. AVendelin (20. Okt.). - Geschäftssprache französisch. AATar Dorf und Sitz 1) einer Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit mit Kirchengut in dem bischöflichen Bailliage A'ic. Diese Herrschaft umfasste die (.den. Burgaltdorf mit dem AVlr. Beidersdorf, Gebling und das verschwundene Dorf Recklingen. 2) Einer A'ogteiherrschaft, Lehen der Landvogtei Hagenau (des Erzhauses Oesterreich) mit einem befestigten Schlosse, 309 Alorgen Ackerland und einem Antheil (die Hälfte) an den Hochgerichtsgefällen und an den Bussen. - I. Herrschaft und Dorf. Burgaltdorf war schon im 8. Jhdt. Besitz der Abtei AA'eissenburg, welche Altorf mit Bessingen u m 764 durch letztwillige Schenkung von Alberich, Sohn des Sigihelm, erworben hatte. Kurze Zeit nach der Schenkung, von 764 ab, hatte die Abtei AVeissenburg dem Schenker den Besitz in Altorf und Bessingen gegen eine jährliche Abgabe von 80 Scheffel Salz zu Lehen gegeben. Der mit Gütern, Zehnten, Renten, Leibeigenen u. s. w. reich ausgestattete Hof in Altorf erscheint noch 1193 und 1215 als Besitz der Abtei. Doch wird gleichzeitig Altorf unter den Gütern aufgezählt, welche während der Unruhen zur Zeit der Alinderjährigkeit des Kaisers Otto III. durch Otto, Sohn des Herzogs Conrad des Rothen von Lothringen, der Abtei AVeissenburg (991) entzogen worden sind. 1280 wird erwähnt, dass die Abtei schon früher Altorf verkauft und die Herren von Scharfeneck, genannt von Aletz (de Aletis), die den Zehnten von Altorf zu Lehen hatten, damals mit anderen Gütern entschädigt habe. Altorf wird in der That schon in der L'rkunde vom 9. April 1128, durch welche Papst Hono-rius IL die Güter des Domkapitels von Aletz bestätigte, aufgeführt. Die Herrschaft verblieb bis zur Revolution dem Domkapitel. - II. A'og t ei-Her r schaft. 1235 hat der Bischof Johann von Apremont seinem Neffen Gottfried von Apremont, der für den Bischof die Burg Lützelburg erobert hatte, die Vogtei von Burgaltdorf mit den dazu gehörigen Dörfern zu Lehen gegeben. Sie blieb aber nicht lange in dessen Händen. sondern befand sich, wahrscheinlich durch Tausch, schon 1240 in denen des Graf en Heinrich von Zweibrücken; die A^ogtei ging später in den Besitz der jüngeren Linie der Zweibrücken- Bitsch über. Im Streite des Domkapitels mit Bischof Rcnaud von Bar wurde (1307) dem Bischof vorgeworfen, dass er gestattet habe, dass Graf Walram von Zweibrücken ein festes Schloss in Burgaltdorf erbaut und dadurch die Rechte der Kirche verletzt habe. - Burgaltorf bildete im 15. und 16. Jhdt. meist das Witthum der Frauen des Hauses Zweibrücken. Zwischen dem Domkapitel und den Grafen entstand 1527 ein Streit: das Domkapitel behauptete gegen dieselben. den Grafen nur Schirmrechte zuständen, während diesi aul Anerkennung ihrer herrschaftlichen Rechte bestanden. 1548 |