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Show 560 Launsdorf - Lautenbach. der hl. Barbara (4. Dez.). Die Reformirten gehören zur I Pfarrei Diedenhofen. L. gehörte zu der Unterprobstei Sierck (s. d.) und wurde 1661 an Frankreich abgetreten. Es scheint alter Besitz oder Hausgut des Ardennischen Geschlechtes gewesen zu sein. 1053 schenkte Graf Gottfried von Verdun an die dortige Abtei St. Vanne einen Frohnhof mit 12 anderen Hüben, nebst Wald und Wiesen in Laumesfeld. Dagegen erklärt 1334 Herzog Raoul von Lothringen, dass er L. zu Lehen vom Erzstifte Trier trage. 1595 war jedoch das Dorf mit ganzer Gerichtsbarkeit alleiniger Besitz des Herzogthums Lothringen. - L. war früher Pfarrei des Trierisehen Land' kapitels Perl. G e m e i n d e wald: L besitzt mit Hargarten (s. d.) zusammen 9,16 ha Antheil an dem Gemeindewald Kerlingen und Genossen .Oberförsterei Kedingen i. L a u n s d o r f , Df. (Ka. Sierck [1790 Ka. Waldwiese, 1795 bis 1806 KHO.]. Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 47'J E. HC Hsr. du GRe.) - 350 m. - AG. Sierck (12,2); Bhf. S. (13,2). - Lunesdorf 1023; L u m e s d o r f 1594; Launstroff lSo9. - Die Gde. umfasst den HO. L. (318 E. 74 Hsr.) und die A O. Flatten (s. Is27. und Scheuerwald (s. 1812, vorher selbstdg.). Hatte 1812 bis 1880 noch das dann selbständig gewordene Ritzingen zum AO. Durch Grenzvertrag vom 2.3. Okt. 1829 hat Frankreich an Preussen einen kleinen Theil des Bannes von L. nördlich der Strasse von Saarlouis nach Luxemburg überlassen. Der durch denselben Vertrag von Preussen an Frankreich abgetretene Weiler Sc heu er w a l d ist durch Ordonnanz vom 7. Okt. 1830 der Gde. L. zugetheilt worden. - StEBez. Waldwiese. Wasserltg. (s. 1890). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Sierck s. 1802 . die Gden. L. und Ritzingen umfassend. Kirche des hl. Martin (11. Nov.). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Diedenhofen. Gehörte zu der Unterprobstei Sierck. L. scheint alter Besitz der Abtei St. Maximin gewesen zu sein, weiche auch dort 1023 den Kirchensatz inne hatte. Später stand die ganze Gerichtsbarkeit Lothringen zu. der Grundbesitz dagegen, sowie der Kirchensatz waren 1742 von der Familie von Buseck zu Lehen getragen. Rettel hatte dort einige Güter. ! - L. war vor lso-j Pfarrei des Trierischen Landkapitels ! Perl. Kirche 1750 erbaut, 1841 vergrössert. Ueber den Kirchensatz s. oben. G e m e i n d c w a l d (Oberförsterei Busendorf) 80,9 ha. L a u n s d o r f , Kanton. Der Ka. L. (1795 -1806), lsoo-1806 zum Arrondissement Diedenhofen gehörig, umfasste 1795 bis 1802 die Gden. Bethingen (nebst Wehingen), Bettingen, Biringen, Bischdorf, Bisingen, Büdingen, Dreisbach, Grindorf, Halsdorf, Keuchingen, Kirf, Laumesfeld, Launsdorf, Nohn, I Oberleucken, Oefft, Orschholz, Reimelingen, Ritzingen, Scheuerwald, Schwemlingen, Tünsdorf, Tüntingen, Wald-weisdorf, Waldwiese, Weiler, Weiten, Wellingen. 1802 kamen j hinzu Apach, Evendorf, Hüntingen, Kirchnaumen, Kirsch b. Sierck, Merschweiler, Montenach, Ober-Sierck, Rettel, Rüsdorf, Sierck aus dem Ka. Sierck, Flasdorf, Hilbringen, Mondorf, Silvingen und Zeiringen aus dem Ka. Gross-Hemme-rs-dorf. 1806 gingen alle (.den. in den Ka. Sierck über. Launsdorferbach s. Heltenbach 1 Lausberg (Albrechtshäuserhof), Wir. (Gde. Morsbronn, Ka. Wörth, Kr. Weissenburg, U.-E.). 13 E. 2 Hsr. Alter Hof der Abtei Walburg, soll so alt sein wie Morsbronn. Ueber die W e g n a h m e des Hofes in der Schlacht bei Wörth vgl. das Generalstabswerk üb. den dtsch.-frz. Krieg, I, 1, S. 254-257 u. 261-2b3. L a u s k o p f , kleiner Kopf, 312 m, nördl. über dem oberen Ende des Dorfes Obersteinbach, Ka. Weissenburg. L a u t e n b a c h , Df. .Ka. Gebweiler [1790-ls02 Ka. Sulz|, Kr. Gebweiler, O.-E.i. 2032 E. (Sterbt. 23,3, leb. Geb. 28,bauf 1000.) 329 Hsr. (18 GRe.) - An der Lauch. 400 m. - AG. Gebweiler (6,0); Bhf. L. (0,0). - Lu tte n b a c h 810; ma. Lüttebach. - Die Gde. umfasst den HO. L. (1346 E. 218 Hsr.), die A O . Dürrenbach, Erlenbach, Kapellenacker, Lautenbach (Fsths.i, Lcrehenfeld, Marin Astruc & Cie. (Fbr.), Sägefelsen, St. Gangolf, Schweighausen (Df.), Schweighausen (Fsths.); und den verschw. O. Ziegelacker; der früher noch erwähnte A O . Klein (W.) zählt seit 1888 zu Sägefelsen.- P. F. Bhf. (s. 1884). Gendarmeriestal. Ortseinn. StEBez. für die Gden. Bühl, Lautenbach, Lautenbach-Zell, Linthal, Murbach. Wasserltg. (s. 1897). F w . (s. 1879, 1 Spritze). Krgv. (s. 8. April iso.)). _ Kath. Hilfspfarrei (s. 1802) des Dekanats Gebweiler. Schutzheiliger hl. Johannes der Täufer (24. Juni). 1802-3b Filiale: Linthal, das nachher selbständige Hilfspfarrei wurde. Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. - Baumwollzwirnerei und Nähfadenfabrik N. Schlumberger & Cie. in Gebweiler; 171 Arbeiter. Baumwollzwirnerei Theo-phil Gerrer; 15 Arbeiter. Sagemühle und Baugeschäft Gebr. Bentzinger; 17 Arbeiter. Das Dorf gehörte dem Benediktinerkloster gleichen Namens, welches von Honau aus gegründet wurde und trotz seiner Lage im Bisthum Basel unter Jurisdiktion des Strassburger Bischofs stand. Schon im 11. Jhdt. wurde es in ein Chorherrenstift umgewandelt, gerieth während des Investiturstreits in Verfall , ca. 1137 mit Hülfe Werners von Habsburg neu begründet, stand es unter Vogtei und fast im Besitze der Habsburger, welche ihre Rechte 1361 den Hattstatt überliesseil. V o n diesen kaufte 13b7 das Stift die Vogtei und die Güter; es besass ausser L. noch Schweighausen, Linthal und Höfen. - 1263 zerstörten die Kanoniker von L. eine ihnen benachbarte Burg (Judenburg?). Ib32 wurden die Archive vor den Schweden nach Basel und Hildesheim geflüchtet, die von Basel 1652 zurückgebracht. 1789 traten die Stiftsherren ihre Güter an ihre aufrührerischen Unterthanen ab. 1793 überfielen die Bauern von L. zusammen mit denen von Rimbach und Rimbach-Zell die Orte Gundolsheim und Rädersheim. Vgl. Gundolsheim. - Kirchlich gehörte das Df. bis 1801 zum Landkapitel Markolsheim des Bisthums Strassburg. Den Kirchensatz hatte das Stift Lautenbach. - Berühmt ist Manegold von L. durch seine Streitschriften gegen Wenrich und Wolfelm von Köln, worin er auf's eifrigste die Grundsätze Gregors VII. vertritt. Er musste 1086 aus dem Elsass weichen und wurde Dekan zu Raiten-bach, 1090 war er bei der Gründung des Klosters Marbach betheiligt, 1103 war er noch a m Leben. Propst von L. bis ca. 1486 war der berühmte Staatsrechtslehrer Petrus von Andlau, dessen Buch de imperio Romano 1612 zuerst gedruckt wurde. Er lehrte an der Universität Basel, deren Vizekanzler er längere Zeit war. Gleichzeitig war sein Freund, der Kaplan am Münster zu Basel, Hans Knebel, Stiftsherr zu L.; sein Tagebuch von 1473-76 bildet Bd. II der Baseler Chroniken. Die Pfarrkirche, früher dem hl. Michael und Gangolf, jetzt dem hl. Johannes dem Täufer geweiht, stammt aus romanischer Zeit (gesch. Dkm.), die Seitenschiffsmauern aus dem IX.-X. Jhdt.; Schiff' und Transept sowie Vorhalle (Xarthex) und Thürme aus dem 12. Jhdt., der Chor aus dem 13. Jhdt. Im Innern Chorgestühl aus dem 14. Jhdt. Kanzel aus dem 17. Jhdt., von dem nämlichen Meister, der den Altar in der Sebastianuskapelle zu Dambach (U.-E.) gemacht hat. Mehrere gute spätgothische Holzskulpturen. Einige Reste alter Glasmalereien; der alte Altar aus dem 13.Jhdt. befindet sich noch unter der Mensa des heutigen Hauptaltares. Nördlich an das Chor angebaut finden sich Reste eines spätgothischen Anbaues aus dem 15. Jhdt. mit Kreuz-gangspuren. Auf der Südseite der Kirche ein altes Gebäude aus dem 14. Jhdt. Im Pfarrhause romanische Skulpturreste. Die Kirchhofskapelle, ehemalige Leutkirche aus dem 14.- 15. Jhdt., ist nur noch theilweise (Chor) vorhanden und enthält einige Glasgemäldereste. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Gebweiler) 325,5 ha. 338-551 m über dem Meere. Buntsandstein, Granit, Grauwacke. (Tanne, Eiche, Birke, Kastanie.) Der Wald scheint |