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Show .INS Hagcnau-AVcissenburg - Hagenauerwald. tions de la paix de Rysswik. La Haye 1699. 4 Bde. Acta memorialia et declarationes in puncto juramenti lidelitatis ex capite supremi Dominii S. Christ. Regiae Galliarum Maiestati in praefecturam provincialem decem civitatum imperialium in Alsatia competentis. Ratisbonae 1671, 4°. A d u m b r a t i o brevis et succincta jurium praefecturae pro-vincialis Hagenoensis in decem civitates imperiales etc. 4°. [Ohne Angabe von Jahr u. Druckort. 17. Jhdt.] Propo-sitions- Plinkten, so anno 1664 von Duc Mazarin, Oberlandvogt zu Colmar [den zehn kaiserlichen Städten] vorgetragen worden. 1664 4°. D u o memorialia ad comitia Ratisb. a civitatibus unitis imperialibus in Alsatia exhihita K'atisb. 1665. 4°. Relatio summaria ex actis publicis in causa civitatum imperialium in Alsatia unitarum. 1670. 4°. Me-moriale der vereinigten Reichsstädten in dem Elsass an den Reichstag u m Interposition bei dem König in Frankreich. 1673. 4°. Einfältige Vorstellung und Examination der Frage, ob Colmar dem König in Frankreich die Logi-rung oder Durchzug verweigern kann. 1674. 4°. Spach, Louis, L e fond de la Prefecture de Haguenau et de la R6- gence d'Ensisheim. Strassburg 1856. Ders., Rapport k Mr. le Prefet du Bas-Rhin sur les fonds de la Prefecture de Haguenau et de la Rt-gence d'Ensisheim. Strassburg 1856. Teil seh, Die Reichslandvogteien in Schwaben und im Elsass zu Ausgang des 13. Jhdts. Bonn 1SS0. (Inaug.-Diss.) Schoepflin, Alsat. ill. II, S. 557 ff. Batt, Das Eigenthum in Hagenau. 2 Bde. Colmar 1876 u. 1S81. Guerber, Hist. de Haguenau. 2 Bde. 1876. Kuester, Das Reichsgut in den Jahren 1273-1313. Leipzig 1883. H a g e n a u - W e i s s e n b u r g , Reichstagswahlkreis, umfasst nach Beschluss des Bundesrathes (Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 1. Dez. 1873) die Kr. Hagenau und AVeissenburg. - AVahlergebnisse: Eingeschr. Abgegeb. Davon Jahr w;;v,io.- ct,-mmo„ni f« ««• Gewählt A\ ahler Stimmen»/,, G e w ä h l t , o/0 1874 28170 84,9 1877 28187 1878 28102 1881 26311 1884 25666 1887 26204 1890 25548 1893 25826 78,1 80,1 50.8 54,8 88,6 57,7 84,1 47,5 52,5 4S,6 45,8 53,7 69,6 40,0 53,0 Hartmann Nessel Schmitt-Batiston v. Dietrich Prz. v.Hohenlohc H a g e n a u e r - V o r s t a d t , Hsr. (Gde. u. Ka. Bischweiler, Kr. Hagenau, LL-E.). 19 E. 4 Hsr. 1862 entstanden. H a g e n a u e r w a l d , Staatsforst (ungetheilt zwischen dem Staate und der Stadt Hagenau) (Gde., Ka. u. Kr. Hagenau, U.-E.). Auch «Heiliger Forst >, «Reichsforst > genannt. 13781 ha. Oberförsterei H a g e n a u - O s t 6591 ha. 9 Forsthäuser : Schirrhein, Kranzhübel, Stiefelhardt, Donauberg, Erzlach, Eberbach, Wolfswinkel, Birklach und Heu-scheuer. Oberförsterei H a g e n a u - W e s t 7190 ha. 10 Forsthäuser: Dachshübel, Hundshof, Bruderhaus, Zinsel, Stocklach, Grosseiche, Surburg, Walburg und Mattsthal. (Kiefer, Eiche, Buche.) Diluvium, Alluvium, Oberpoliocän. Der Heilige Forst mit den umliegenden Dörfern war altes Königsgut, von welchem Kaiser Otto I. 968, Kaiser Otto III. 994, Stücke an die Abtei Selz vergaben, und wurde nach der Vereinigung des Elsass mit dem Herzogthum Schwaben (925) herzogliche Domäne. Nach dem Tode Hermanns IL, «Herzog von Alemannien und Elsass» (1003), erfolgte eine Dreitheilung; der erste Theil blieb beim Herzogthum und scheint nach Aussterben des Mannesstammes (1038) von Kaiser Heinrich IV. (1056-1105) eingezogen worden zu sein, der durch seine Grossmutter Gisela von Schwaben (Gemahlin Kaiser Konrads IL, Mutter Kaiser Heinrichs III.) schon einen Antheil ererbt hatte. Nach dem Tode Kaiser Heinrichs V. ill25) ging der Besitz auf dessen Schwager Friedrich I. von Hohenstaufen über, dessen Enkel, Kaiser Friedrich Barbarossa, auch den dritten .Theil des Forstes erworben hat. Mathilde von Schwaben, Schwester der vorerwähnten Gisela, hatte nämlich ihren Antheil ihrer Tochter Sophie von Lothringen, Erbin von Bar, hinterlassen und diese wurde von ihrem Sohne Dietrich, Grafen von Alüm-pelgard, beerbt, dessen Nachkomme, Graf Reinhold von Lützelburg (t 1143), sein Drittel a m AValde (tertiam arborem) der Abtei Neuburg geschenkt hat. Kaiser Friedrich Barbarossa hat diesen Theil durch Tausch erworben. Der so wiedervereinigte Besitz ist nach Erlöschen der Hohenstaufen 1268 wieder Reichsgut geworden. 1017 räumte Heinrich IL dem Bischof Wernher zu Strassburg den Wildbann ein. Rechte a m Forste sind ertheilt worden 110b durch Kaiser Heinrich V. der Abtei AValburg, 1156 durch Friedrich I. dem Kloster Neuburg. 1164 ertheüte Friedrich I. den Hage-nauern das Recht auf Brennholz und Bauholz, und das Recht auf AVeide den Gden. Hagenau, Kaltenhausen und Schirrhein. 1337 hat Kaiser Ludwig der Baier der Stadt Hagenau die Alitaufsicht über den heiligen Forst zugestanden. 1347 erhielt die Stadt den Burgbannwald zur Vergrösserung ihrer Felder. 1347 und 1348 bestätigte Karl IV. die Rechte und bestimmte, dass der heilige Forst niemals von der Stadt getrennt werden solle. Forstordnungen von 13b5 und 1435. 1438 bestätigte Albrecht IL, 1442 Friedrich III. die Rechte der Stadt. 1448 hatten die Herren von Lichtenberg Forstrechte vom Reich zum Pfand. 1472 liess Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz als Landvogt den Leuten, die aus dem AVald kamen, die Kärche zerhauen und die Leute nach Lützelstein bringen. 1476 wählte die Stadt Friedrich I. zum Schirmherrn und dieser stellte die Rechte der Stadt am Forste wieder her. 1504 überliess Alaximilian I. das Alast- und Weiderecht im ganzen AValde der Stadt. Nachdem die an Kurpfalz verpfändete Landvogtei 1556 durch Kaiser Ferdinand I. von Pfalzgraf Ottheinrich eingelöst worden war, erfolgte die Verwaltung des AAraldes durch die Landvogtei und durch die Stadt; 1558 wehrte sich die Stadt mit Erfolg gegen die Anlage eines Thiergartens, sowie gegen eine neue Jagdordnung. 1607 verweigerte die Stadt dem Grafen von Hanau-Lichtenberg die Holzrechte. Seitdem widersetzte sich die Stadt Jahrzehnte hindurch auf Grund ihres Nutzungs- und Alitaufsichtsrechtes den Anordnungen der Landvogtei. 1648 kam die Landvogtei an Frankreich. Im weiteren Laufe der Zeit konnte die Stadt, die entvölkert und verschuldet war, sich nicht mehr gegen die Eingriffe der Landvogtei in ihre Rechte wehren. 1717 6. Nov. erkannte der Staatsrath, dass der AVald dem König und der Stadt Hagenau gemeinsam je zur Hälfte gehöre. Die AA^eide-und Holzrechte der Bürger von Hagenau in dem durch Grenzsteine mit der Hagenauer Rose bezeichneten Bürgerwalde waren schon durch Entscheidung des Staatsrathes vom 28. Aug. 1696 geregelt worden. 1791 wurde der AA'ald ungetheiltes Eigenthum zwischen Staat und Stadt. 1842 23. Alärz hat der Appellhof in Colmar das Recht auf Weide den Gden. Alerzweiler, Schweighausen, Niedermodern, Ueberach, Bitschhofen, Griesbach, Forstheim, Eschbach, Hüttendorf, Dauendorf und Alinwershcim zuerkannt. 1843 4. April LTrtheil des Tribunals Strassburg, das den in Sufflenheim ansässigen Töpfern das Recht Thon zu graben, zusprach. 1872 an die Alilitärverwaltungfürden Artillerieschiessplatz 716ha, 1887 für den Kavallerieübungsplatz 243 ha, ferner 1884 für die Bahnlinien Hagenau-Buchsweiler 9 ha, 1892 für Walburg-AVörth 1 ha, 1894 für Hagenau-Röschwoog 3 ha abgetreten. Eisenbahnen Hagenau-AVeissenburg und Hagenau-Saargemünd. Bitscher-, AVeissenburger- und Sufflenheimerstrasse. Petroleumquellen (1S91/92 wurde ein Bitumenbergwerk «Con-stant> betrieben). 1894 an die Eisenbahn Alerzweiler-Walburg- Selz 34,6 ha abgetreten, 1895 davon 2,6 ha zurückerworben. - Neolithische, Bronze-, Hallstatt- und L a Tene-Funde aus zahlreichen Grabhügeln bei Hagenau und Merzweiler; dann an den Keltenwegen von Kaltenhausen nach Schwabweiler |