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Show Drehkopf - Dreihäuser. 2 ! Drehkopf s. Trehkopf. Drehlochbach s. Thur 13. D r e i - A e h r e n , AVlr. (Gde. Ammerschweier, Ka. Kaysersberg, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 47 E. 12 Hsr. - 6S0 m. - Zu den dreyen A e h r e n in Habsthal 1.500; A d tres spicas 1498; franz. Trois 6pis. - 1 dazu gehöriges Gasthaus und 2 Häuser liegen im Bann der Gde. Niedermorschweier, 4 dazu gehörige Häuser in dem der ('.de. Türkheini, Ka. AA'inzenheim, Kr. Colmar. - P. T. Fernsprecheinrichtung (s. 1898). - Alet. St. IL O. 060 m. Regenstat. - Die Errichtung einer Alissionsschule der «Weissen Väter» ist geplant. - Luftkurort. Bergbahn Türkheim- Drei-Aehren, eröffnet 15. Alai 1899 (s. Türkheim). Entstanden aus einem Wallfahrtsort, der Ende des 15. Jhdts. zuerst erwähnt wird und der Sage nach sich an eine Erscheinung der Jungfrau Alariä knüpft, die drei Aehren in der Hand gehalten haben soll. Schon 1493 wurde eine Kapelle errichtet und der Obhut eines Einsiedlers übergeben. D a sich der Ruf des AA'allfahrtsortes bald mehrte, konnte bereits 1503 eine Kaplanei gestiftet werden, deren Patronatsrecht den drei Herrschaften abwechselnd zustand, welchen Ammerschweier (s. d.) gehörte. 1632 wurde die Kapelle von den Schweden geplündert, 1636 sammt dem Gasthause verbrannt, wobei jedoch das alte heilige Bild unversehrt blieb. Die Kapelle wurde bald darauf wieder hergestellt und daneben ein Kloster errichtet, das 1651 zum Priorat erhoben und zuerst mit regulirten Chorherren, lö."> mit Benediktinern von Pairis besetzt und 1661 den Antonitern von Isenheim xintergeordnet wurde. Alit diesen k a m das Kloster 1771 an den Johar.niterorden, der es 1779 den Kapuzinern von Colmar überliess. In der Revolution wurde Kapelle und Kloster von der Stadt Ammerschweier angekauft. A'on 1842-74 wurde die Kapelle von Priestern des kostbaren Blutes versehen. - Heute ist Drei-Aehren einer der beliebtesten Ausflugsorte im Elsass. - Bronze-Funde und keltischer Ringwall auf der G a l z (s. d.). Die Kirche ist spätgothisch mit einigen Statuen und Alobiliar aus dem 15. und 16. Jhdt. B e u ch ot, J., Notre D a m e des trois Epis dans la Haute- Alsace. Rixheim 1891. Blanc, F., L'e'glise et le prieure de Notre-Dame des Trois-Epis. Origines et fondation. (Rev. d'Als. 1868, S. 165-170; 289-296.) Dietrich, J, L a vierge des Trois Epis. (Bull, de la Soc. Belfortaine d'emulation 2e ann6e. 1874.) Ferraris, J., Notice histor. sur le pelerinage de Notre D a m e des trois Epis. Colmar 18ö7. Franz, Drei- Aehren und die Vogesen zwischen Alünster- und Kaysersber-gerthal. 1. Theil: Drei-Aehren, Umgebung. Strassburg 1895. (Streifzüge und Rastorte im Reichlande und den angrenzenden Gebieten. 8. u. 10. Heft.) Geschichte des Marianischen Gnadenortes Drei Aehren. Einsiedeln, New-York und Cincin-nati 1867. - Gründliche und AVahrhaffte Hvstorv, A'rsprung und Anfang der weitherümbten AVallfahrt A'. L. F. zu Dreyen Aehren im Elsass . . . (Neudruck) Colmar 1809. Ring, de, Le pelerinage des Trois Epis. (Rev. d'Als, 1862, S. 209-217.) Stob er, Aug., Drei-Aehren. Nach Natur, Legende und Geschichte. (Neue Alsatia, Alülhausen 1885. S. 89-100.) Dreibannstein, Grenzstein der drei Gemarkungen Markirch, Altweier und L'rbach. in der Einsattlung, T e u felsplatz genannt, 1120 ni, zwischen w. Steinköpfle (1118.2 m ) , südöstl. Tcufelskopf (1136 m ) und nördl. Hirzberg (1135 m ) in der Br£zouardgruppe, nördl. L'rbach, Ka. Schnierlach. Kr. Rappoltsweiler. D r e i B e r g e , die, drei in der Richtung von N. nach S. liegende Kuppen (271, 271 und 275,1 m, TP), nördl. Biedesdorf, Ka. Dieuze, Kr. Chäteau-Salins. D r e i b o r n s. Bist 6. D r e i b r u n n e n , Df. (Ka. u. Kr. Saarburg, L.). 1036 E. 192 Hsr. d'2 GRe.) (1790-1S02 Ka. Niederweiler). 300 m. - A G . Saarburg (11,4); Bhf. A'allerysthal-D. (0,5). - Drei-tironn 1751; D r e i b r o n n lesA'erreries 1777; Trois- Fontaines lsoo. - Die Gde. umf. den HO. D. (741 E. 127 Hsr.) und die AO. Föschen, Freiwald, Vallerysthal. Bis 1884 geh. dazu auch der AVlr. Klein-Harzweiler, der dann AO. der Gde. Harzweiler wurde. In dem Banne von D. lagen ferner die verschw. Orte Rapirsthal (AI.) und Titter-valcn (Hf.). - P. 111. Kl. A'allerysthal-D. T. Bhf. Vallerys-thal- D. (s. 1892). Gerichtstage (s. 1892). StEBez. Saarburg 11. Arzt. Armr. (s. 1881). Sparkasse (s. 1887). AVasserltg (s. 1881.) Verbds.-Fw. (s. 1885, 1 Spritze). Krgv. A'allervsthal-D. (s. 1. Januar 1890). - Gehört zur kath. Hilfspfarrei Biherkirch, der AO. Vallerysthal jedoch zur Hilfspfarrei Hochwalsch. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Saarburg. - 2 Sandsteinbrüche (9 Arbeiter). Glasfabrik der jetzigen Anonymen Gesellschaft der Vereinigten Glashütten von A'allerysthal und Portieux, 1836 als Zweigbetrieb der 1855 eingegangenen Glasfbrk. in Hochwalsch, durch den Besitzer Frhrn. von Klinglin begründet, beschäftigt zur Zeit 1460 Arbeiter (1875 wurden876 Arbeiter beschäftigt). Hergestellt werden sämmtliche gepresste, geschliffene, geätzte, gravirte und dekorirte Hohlglaswaaren, sowie LThrengläser. Jahresproduktion von rund 2 Alillionen Alark. 1S97 ist die Fabrikation von Kunstgläsern nach dem A'orbikle von GalLS in Nancy eingeführt worden. Uhren- und Brillenglasschleiferei von Hirsch und Hammel, 1848 durch einen Arbeiter Avril gegründer, beschäftigt zur Zeit 684 Arbeiter. Es werden L'hren- und Brillengläser - letztere seit 1S95 -, Barometer- und Kompassgläser, facettirtc, flache und gebogene Gläser aus Spiegel-, Tafel- und farbigem Glas, sowie feine optische Gläser von grosser Reinheit hergestellt. Allein an LThrengläsern werden jährlich 200000 Gross erzeugt. AVeinhandel. D. war Dorf des A m t s Saarburg und Lehen desselben mit ganzer (5erichtsbarkeit. Es gehörte früher zum Banne von Biberkirch. Das Dorf ist aus einer Glashütte entstanden, welche Anton von Lützelburg in dem ihm gehörigen Freiwald auf der Stelle einer älteren Glashütte 1699 gründen liess. Sie wurde 1707 mit der von Hochwalsch (s. d.) vereinigt. - D. gehörte schon im 18. Jhdt. zur Pfarrei Biberkirch. Im Walddistrikt Föschen römische Reste (Mer-curstele). D r e i b r u n n e n w e g , AVeg von Alarkirch am geologisch interessanten Steinbruch St. Philipp vorüber nach Altweier. D r e i - E g i s h e i m . Burgtr. s. Hoh-Egisheim. Drei E i c h e n , freier Platz mit Aussicht auf die Ebene und den Schwarzwald, am Südhang des Heidenkopfes bei Niederbronn (s. d.i. Drei E x e n , volksthümliche Bezeichnung für die 3 Egisheimer Schlösser. S. unter Hoh-Egisheim. Dreifaltigkeitskapelle (Gde. Freimengen, Ka. St. Avold, Kr. Forbach, L.). Auf einer westlich vom Dorfe gelegenen Anhöhe; unbedeutender Zopfbau. Dreifrankenbrunnen s. Saar 9. Dreihäuser, Hsr. (Gde. Alachern, Ka. St. Avold, Kr. Forbach, L.). 19 E. 3 Hsr. Nach Anlegung der 8>trasse St. Avold-Püttlingen im 18. Jhdt. entstanden. Dreihäuser, Hsr. (Gde. Rothendorf, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L.i. 12 E. 3 Hsr. Sollen Ende des 17. Jhdts. entstanden sein. Dreihäuser, Wir. (Gde. Blotzheim, Ka. Hüningen, Kr. Alülhausen, O.-E.). Ist Bestandtheil des Aussenorte-s Neuweg derselben Gde. D r e i h ä u s e r , AVlr. (Gde. u. Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L ) . 596 E. 124 Hsr. - Les Trois Alaisons 1779. - Wasserltg. (s. 1898). Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Pfalzburg, seit 1858, vorher Annexe der Pfarrei Pfalzburg. Kirche lsoo erbaut zu Ehren der unbefleckten Empfängniss (8. Dez.). - Der Weiler wird 1779 zuerst erwähnt. Dreihäuser, AVlr. Gde. AVillingen, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L.). 50 E. 10 Hsr. L'm 17o0 entstanden. |