| OCR Text |
Show 551 Langenthalbach - Langmattrunz. es als bischöfi. strassb. Lehen im Besitz der Wildgrafen, 1 111 als hcrzogl. lothringisches Lehen im Besitz der Herren von Ettendorf. Nach dem Aussterben derselben (1409) ist wieder der Bischof von Strassburg der Oberlehnsherr. Unterlehner der Ettendorf zu L wurden, nach einer vorübergehenden Verpfändung an die Lichtenberg, 1403 die Ostertag von Winstein,die bereits seit 1308 ettendorfische Güter in L. zu Lehen trugen und 1384 auch die Ochsensteinschen Besitzungen daselbst Meierei und das «Nummengerichtv 134o von Kloster Biblisheim angekauft) erworben hatten. Sie blieben auch unter der Oberlehnsherrschaft des Strassburger Bisthums Besitzer. U m diese Zeil unterschied man in L. zwei Theile, das Oberdorf (Obergericht) und das Unterdorf (Untergericht). Das (Jn-terdorf wurde schon 1415 von den Winstein den Puller von Hohenburg verpfändet, war aber 1444 wieder im Besitz der Winstein. Das Oberdorf erscheint dagegen 1441 im Besitz der Uttenheim, 1464 der Bach von Neustadt und der Fülle von Geispolsheim. Beide Theile waren damals noch bischöfi. strassb. Lehen. Als solche müssen sie dann bald nachher in den Besitz der Lichtenberg gekommen sein, denn sie gehörten zu der Erbschaft, die der letzte Lichtenberg 1480 hinterliess. Das Unterdorf kam bei der Erbtheilung an I lanau-Lichtenberg und wurde von diesem trotz Protestes von Seiten des Strassburger Bischofs 1602 den Eckbrecht von D ü r e k h e i m verliehen, die es nach Aussterben der II inau-Lichtenberg in einem Pr. i g-egen Hessen-Darm-stadt behaupteten. Das Oberdorf wurde noch 1480 von dein /weiten Erben der Lichtenberg, Bitsch-Zweibrücken, beansprucht, jedoch von Kurpfalz (angeblich als zum Amte Kleeburg gehörig in Beschlag genommen und von diesem bald darauf an Pfalz-Zweibrücken abgetreten Amt Kleeburg . Auch dieser Theil kam und zwar schon 1535, durch Verleihung von Pfalz-Zw eibrücken an die Dürekheim, die dann von 1602 ab den ganzen Ort bis zur Revolution im Besitz hatten. - Bei L. fanden am 5. August 1870 kleine Schar-mützel zwischen bayerischen und französischen Truppen statt: am 6. August in der Schlacht bei Wörth Artilleriegefecht bei L. zwischen Deutschen und Franzosen. - 1552 wurde in L. die Reformation eingeführt. Prot. Pfarrei seit 1554 mit Filialen Fröschweiler (bis 1750), Dambach (bis 1847) und Windstein (dgl... Auch der Weiler Linienhausen (Gde. Nehweiler) gehörte, soweit protestantisch, bis ls'04 zur Pfarrei Langensulzbach. Das Patronatsrecht besassen die Herren von Dürekheim. Die Katholiken von L. gehörten von jeher zur Pfarrei Wörth. - Römische Funde: Bas-reliefs und Altäre, auch Inschriften und sonstige Skulpturen. Im Gebiete der Gde. 4 Gräber deutscher, bei Wörth gefallener Soldaten, worunter 2 Sammelgräber, ausserdem das Denkmal des Kaisers Friedrich III. (1895 enthüllt , das Denkmal des hess. Jägerbat. Nr. 11, des 6. Thür. Inf.-Reg. Nr. 95, des Westfäl. Füsilier-Reg. Nr. 37 und noch ein deutsches Armeedenkmal; ferner ein franz. Denkmal (Mausoleum). Zu einem 2. franz. Denkmal ist erst das Fundament gemauert. Gern ein de wald (Oberförsterei Lembach' 482,0 ha. 187-265 m über dem Meere. Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper.. Buche. Eiche, Ahorn, Espe. Birke, Eisbeere, Kiefer, Fichte, Lärche.) Gehört der Gde. seit dem Jahre 1758. Siffer, J., Description de deux monuments romains . . . retrouves Tun ... ä Niederbronn. l'autre ä L. (Bull.de la Soc. p la con. des Mon. hist. d'Als. 2e ser. III. Mem. p. 63 etc.) Langenthalbach s. Bärenbach 6. L a n g e n t h a l e r K r e u z , 102,5 m, Waldblösse, auf der ein steinernes Kreuz steht, Kreuzung zahlreicher Wege, auf dun Plateau nordwestl. über St. Johann bei Zabern. L a n g e n w a l d , Hl (Gde. Dehlingen. Ka. Saarunion, Kr. Zabern, U.-E.-. 14 E l Hs. 1838 entstanden. Langenwasen (Grand Trait). Wir. Gde. u. Ka. Schnierlach. Kr. Rappoltsweiler, O.-E). 77 E. 13 Hsr. - Im dorff zu Langenwasen mit eigenem Bann. 1442; Au Grandtrey lb40. Langenweiher, Fsths. u. Sgm. (Gde. Sturzelbronn, Ka. Bitsch. Kr. Saargemünd, L.). 3 E. 1 Hs. U m 18b0 erbaut. Langenweiher. im Modergebiet (240 m ü. M.) 2 km südl. Sturzelbronn - '»,412 ha. Karpfen-Fischerei. Wird nicht abgelassen. Besitzer Baron von Dietrich. Zu- und Abfls. s. Windsteinerbach 1. Lange Rain, Der, Bergrücken, 270 m, östl. Bärenthal. Ka. Bitsch. Langeregass, Hsr. .Gde. Sulzern, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). Früher AO., jetzt Theil der Gde. Sulzern. Langeren, Hsr. (Gde. Sulzern, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). 25 E. 6 Hsr. - An dem La nn goren guetl 1570; am Langeren 1607. Langersbach s. Windsteinerbach 7. Langertsgraben s. 111 oo. Langesträng (Stiegelmann), Hsr. Gde. Oher-bronn, Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, U.-E.). 4 E. 1 Hs. Hiess v..r isss Stiegelmann; um 174o entstanden. Langetzelgraben s. Saar 27. Lange W a n d , Die, franz La Cöte de Plaine, nach drei Seiten scharf abfallender Berg, 8S1,7 m, die südöstliche Fortsetzung des Katzensteines (s. d.i zwischen dem Weiler Bambois und dem Dorf Champenay, nordwestl. Plaine im oberen Breuschthal. Langfeld, B. bei Hohwald, s. Heidenkopf oder Heidebuckel. Langfelder auf Kleinsteiländer, Gartenhs. 1.1. u. Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen, L.). 1 Hs. 18b2 erbaut. Langfurchengraben s. Rhein-Rhone-Kanal 2. Langgiessen s Kraft 2. Rhein c>. Langgiessenschluth s Rhein 9. Langgraben s. Ehn o. Mossel 6, Nied 13. Zinsel 13, Lauch 26. Langgrundhaus, verschw. Hs. (Gde. Gerstheim, Ka. u. Kr. Erstein, U.-E.). 1889 abgebrochen Langhardtkopf, B., 5sl m. südl. Dagsburg. Langheck, Hf. 'Gde. Bischdorf. Ka. Grosstänchen, Kr. Forbach, L.). 6 E. 1 Hs. - l-s4J auf einer Rodung im Bischwald erbaut. Langheck, H. (südliche Abdachung, bei 324,4 m TP.), zwischen Nussweiler und Tentelingen, Ka. u. Kr. Forbach. Langlach, Wir. (.de. Münzthal-St. Louis, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.i. 86 E. 10 Hsr. 1859 entstanden. Langmatt s. a. Ober-, Unterlangmatt. Langmatt, Hs. (Gde. Mollkirch, Ka. Rosheim. Kr. Molsheim, U.-E.). 1 Hs. Früher dabei eine Sägemühle, welche aber seit 1889 ausser Betrieb war und 1897 abgerissen worden ist. Langmatt, Hs. <Gde. Oberbronn, Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, U.-E.). 7 E. 1 Hs. LTm 1750 entstanden. Langmatt, Wir. (Gde. Rimbach, Ka. Masmünster, Kr. Thann, O.-E). 8 E. 4 Hsr. Soll seit etwa 1750 bestehen. Langmatt, zerst. Ort (Gde. St. Louis, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L). Lag im Banne des zerstörten Dorfes Heigerst (s. d.i. 1705 und 1710 als Weiler des Reichsfürsten-thums. früher der Probstei Lixheim erwähnt; er lag eine Viertelstunde von St. Louis entfernt. Ein Rest davon war das 1899 abgerissene Haus Lang matt. 183S standen noch mehrere Häuser. Langmattbächel s. Zinzel 5, Zorn 15. Langmattenthalbächel s Mossig 7. Langmattenweiher s. Zinsel. L a n g m a t t e r Berg, Westhang des Breitschlosses (s. d.). LangmattermUhle, M. u. Hf. (Gde. Schönburg, Ka. Lützelstein, Kr. Zabern, U.-E.), s. Kreuzmühle .Langmatter-mühle . Langmattgraben s. Eichel 0, Liesbach 2. Langmattrunz s. Thur 17. |