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Show 308 Kaysersberger Yorhof - Keffendorf. Vogtei um 60020 Gulden in den Pfandbesitz des Lazarus I von Schwendi, Herrn zu Hohenlandsberg. 1580 folgte dessen Sohn Johann Wilhelm von Schwendi, nach 1609 dessen minderjährige Tochter Helene Eleonore; seit 1613 deren erster Gemahl, Unterlandvogt Graf Jakob Ludwig von Fürstenberg ; nach 1636 ihr zweiter Gemahl, Baron Philipp Nikolaus von Leyen ; er musste vor Bernhard von Weimar flüchten; unter schwedischem und später französischem Schutze übernahm der Oberst von Hattstein die Verwaltung. Gegen 1651 machte die Familie Leyen-Schwendi mit Glück ihre Ansprüche wieder geltend. Ib74 übertrug Ludwig XIV. die Reichsvogtei an Franz Demadry und verwandelte sie lb97 in ein Erblehen; es folgten als Erben Joseph Depecherie 1710, dann u m 1719 Alexis Tranchant, Graf de la Yerne, Herr von Borey. 1739 übertrug der König die Vogtei K. an die Familie von Andlau: Baron Franz Anton v. A. bis 1780, dann Graf Franz Anton. Sohn Franz Leonors v. A. K a y s e r s b e r g e r V o r h o f (-Kopf) s Yorhof (-Kopf). K a y s e r s h ö f e l , früherer AO. der Gce. Hagenau (Ka. u. Kr. gl. X., U.-E.i. Is45 abgebrochen. K a y s i n g s w a l d , Staatswald (Gde. Urbeis, Ka.Schnierlach. Kr.Rappoltsweiler, O.-E.i. 621 ha. Oberförsterei Kaysersberg. (Kiefer, Fichte, Lärche, Tanne, Buche, Birke, K r u m m holzkiefer und Arve.) Granit. Schwarzer und weisser See. I Reisberg (Riesberg). 57 ha gehörten zur Abtei Pairis; Der Rest bis 1883 der Gde. Urbeis. Durch im Jahr 1S51 erfolgte Aufforstung des früheren 1849 gekauften Abteiwaldes und durch die 1862 erfolgte Aufforstung der Oedländereien der Gde. Urbeis wurde der Staat zuerst Miteigentümer und am 1. Mai 1883 durch Kauf Eigenthümer des Waldes. Den Namen erhielt der Wald durch Erlass des Statthalters vom 2. Juli 1SS7 zur Ehrung des früheren Oberförsters Kaysing, welcher sich u m die Wiederbcwaldung besondere Verdienste erworben hatte. K e b e s p r e . Wir. .Gde. u. Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler O.-E.i. 15 E. 2 Hsr. A u Quebusprey 1741 (Flurnamen Le Keht pre 1760; Canton Kfbesprey 1780, Sennhütte. K e c h i n g e n , Df. (Gde. Garsch [s. 1809], Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.i. 290 E. 84 Hsr. Keingcn893; K o e k i n g e n 1235; K e c h i n g e n 1402; K e k i n 1724. Vor 18 9 -eibständig und seit 1790 zum Ka. Kattenhofen gehörig. - K. war getheilt zwischen dem Gerichte Kattenhofen und d e n H e rr schatten H a m und M eilberg. In K. war 893 die Abtei Prüm begütert; der Besitz. 12 Hüben, war damals einem Ministerialen zu Lehen gegeben. Später hatte das Kloster Marienthal in Luxemburg hier Besitz. K e d i n g e n , Df. (Ka. Metzerwiese [1790-1802 Ka. Lüt-tingen]. Kr. Diedenhofen-Ost. L.). Im Jahre 1900 413 E. 95 Hsr. K. war vor 1311 selbständige Gde., wurde dann mit Homburg <H.-Kedingen) vereinigt, durch Verordnung vom 30. Jan. 1902 aber wieder davon abgetrennt und wieder selbständige Gde. mit Beibehaltung seines Bannes. - Ke-tingas 898; Cartingis 1123; Kartingis 1139; K e - d a n g e lSb9. - Die Gde. umfasst den HO. K. '387 E. 90 Hsr.) und den AO. Elzinger-Mühle. - P. 111. Kl. Bhf. Ortseinnehmerei. (Oberförsterei Kedingen s. Gde. Sierck.) Kantonalarzt. Apotheke. F w . (s. 1857, 2 Spritzen). Krgv. (s. 24. Nov. 1878). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr Metzerwiese (s. 1802), die Gden. Kedingen und Homburg-Bidingen umfassend. Kirche des hl. Remigius (1. Okt.). - Sandsteinbruch. Dampfgipsmühlc von Semin is. 1893. 12 Arbeiter). Kleine Getreidemühle. Vogesenclubsektion Kannerthal (s. 1S95), K. gehörte zu der Probstei Sierck und war Kirchengut mit mittlerer und Grundgerichtsbarkeit der Karthause Rettel. Es war ehemaliger Besitz der Abtei St. Arnulf bei Metz mit Kerlingen und Mallingen, zum Priorat Kerlingen (s. d.) gehörig. Die hohe Gerichtsbarkeit, welche noch 1419 zu i St. Arnulf gehörte, scheint später, wohl 1158, durch die Obervögte, die Herzöge von Lothringen, eingezogen und an die Herren von Lewenstein, später an die Buseck, verliehen worden zu sein, von welchen die Herren von Homburg 1680 die Hälfte, die andere Hälfte 1697 vom Könige durch Kauf erworben haben. Die Untervogtei scheint schon früher zu Homburg gehört zu haben. Die Karthause Rettel, welche im Besitz des Priorates Kerlingen der Abtei St. Arnulf 1458 nachgefolgt war, hatte in Kedingen sowie in Metzeresch, Esch und Terlingen, bis zur Revolution die mittlere und die Grundgerichtsbarkeit, Kirchensatz und Zehnten. - In K. war die Abtei Gorze schon 898 begütert gewesen. Die Abtei Villers-Bettnach scheint ebenfalls hier Güter besessen zu haben. - K. war bis zur Revolution Sitz eines Archipr. des Metzer Bisthums, welches die Pfarreien Altdorf, Bettingen, Bettsdorf, Bibisch, Brcttnach, Brittendorf.Drechingen,Ebersweiler, Eblingen, Eisingen, Endorf, Filsdorf, Freisdorf, Gelmingen, Hessdorf, Inglingen, Kedingen, Kemplich, Königsmachern, Lüttingen, Menskirchen, Metzeresch, Metzerwiese, Schemerich. Valmünster, Vigy, Vry, Wallerchen, Wolsdorf mit ihren Annexen umfasste. Den Kirchensatz hatten die Karthäuser aus Rettel, früher die Abtei St. Arnulf (s. ob.). K e d i n g e r B a r a c k e s. Chätillon-Höhe. K e f f e n a c h , Df. (Ka. Sulz u. W . [s. 1790], Kr. Weissenburg, U.-E.). ISO E. 38 Hsr. (10 GRe.) - 180 m. - AG. Sulz u. W . (4,1); Bhf. Sulz (4,5). - Keffenach 1312; Keffen-n a c h 1408. - StEBez. Sulz u. W . Armr. (Gründungsjahr unbekannt). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Sulz u. W . (s. 1802). Schutzheiliger hl. Georg (23. April i. Filialen Birlenbach und (s. 1802) Memmelshofen, ferner gehören zur Pfarrei noch die Katholiken in Drachenbronn. Filiale der prot. Pfarrei in Birlenbach und der ref. Pfarrei in Kleeburg. - Getreidemühle. K. war ursprünglich Reichslehen, wurde 1348 von Kaiser Karl IV. den Fleckenstein verliehen. Doch müssen die Ochsenstein Mitbesitzer gewesen sein, denn diese besassen den Ort im 15. Jhdt. als zur Burg Löwenstein gehörig und gaben ihn den Puller von Hohenburg als Unterlehen. Nach Aussterben der Ochsenstein 1485 kam K. an deren Erben, die Bitsch-Zweibrücken, 1570 an Hanau-Lichtenberg. Unterlehner blieben die Sickingen als Erben der Hohenburg. Erst 1649 wurde der Ort von Pf alz -Z w eibrücken (als hanau-lichtenbergisches Lehen?) erworben und blieb in dessen Besitz bis zur Revolution (zum Amte Katharinenburg, später Amt Kleeburg, gehörig), seit löSO unter französischer Oberhoheit. Als zum A m t Klecburg gehörig werden 1789 in Keffenach 2 Höfe, der Deutschherrenhof und der Hof St. Wal-burga, genannt. - U m 1530 wurde die Reformation in K. eingeführt und es wurde Sitz einer protestantischen (reformirten) Pfarrei, zu derauch Birlenbach gehörte ; seit 1729 jedochFiliale der reformirten Pfarrei Kleeburg. 16S5 wurde K. zum Theil wieder katholisch, 1688 hatte es, wie es scheint, einen eignen katholischen Pfarrer, der auch im Besitz der Kirche war. 1702 wurden die Katholiken jedoch wieder vertrieben. 1710 der katholische Gottesdienst aufgehoben. Erst 1719 wieder ein katholischer Pfarrer eingeführt, der von Pfalz-Zweibrücken bezahlt wurde. Seitdem Simultaneum bis 1804, wo die Katholiken eine eigene Kirche erhielten. Landkapitel Weissenburg. Zur kath. Pfarrei gehörten im 18. Jhdt. ausser den heute noch dorthin verpfarrten Gemeinden noch Hunspach, Ingolsheim und Neuhof (verschwundene Meierei bei Gde. Hunspach), ferner von 1802-180s Bremmelbach, von 1808 an einige Zeit auch der Wir. Oberhof (Gde. Hunspach). G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Weissenburg) 32,2 ha. K e f f e n b a c h s Moder 18. Keffendorf, Wir. (Gde. Ohlungen, Ka. u. Kr. Hagenau, U.-E.). 99 E. 15 Hsr. Schon 1401 erwähnt. . Gehörte zum R eichsdorf Ohlungen (s. d.) und wurde mit diesem nach 104S von Ludwig XIV. von der Landvogtei Hagenau abgetrennt kam an die Familie von Ruze und von dieser 1706 durch Kauf an die von Worstadt. - Gehörte auch |