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Show 226 Dolier, An der - Domfessel. 27. Bannwasser [Bonwasser 1548; pahnwasser 1699], Verbindung zwischen Dollernbächlein, recht. Uf., nördl., und Doli er, link. LT., südl. Lutterbach, kreuzt zweimal die Alülhausen-Strassburgcr Eisenb. - 2,5 km. 3 Brücken. 28. H ä r i n g s g r a b e n , recht. LT., mündet nördl. Dornach, entspringt nördl. Niedermorschweiler - 3 km. 29. Egelessen- oder Dorf graben, recht. LT., mündet südl. Pfastatt, Abltg. aus dem Steinbächlein - Dornach (2 Fbrk.), Alülhausen - 1,5 km. [Genossenschaft des Dorfgrabens Dor-na. ch, staatlich genehmigt 1894, 18 Betheiligte.] 30. 111- kanal [Canal de decharget, recht. Uf.. mündet westl. Burz-weiler, Abltg. der 111 in Alülhausen, zum Schutze von Alülhausen, Alodenheim und Dornach gegen Hochwasser, 1843 durch Emil Dollfuss angelegt, kreuzt die Colmarer Eisenbahn - 3 km, 7 Brücken. Doller, A n der. Hs. (Gde. Dornach, Ka. Alülhausen- Süd, Kr. Alülhausen, O.-E.). 1" E. 1 Hs. Soll seit Anfang des 19. Jhdts. bestehen. Dollergraben s. Hl (obere). Dollern, Df. (Ka. Alasmünster [s. 1790], Kr. Thann O.-E.). 591 E. 116 Hsr. (12 GRe.) - 471 m. - A G . Masmünster (7,4); Bhf. Alasmünster (7,7). - Doldern ca. 1500; T h o l ier 1576; Toi der 1576; ma. Doli er. - Die Gde. umfasst den HO. D. (512 E. 103 Hsr.). die A O . Fennematt, Gräber, Holzschlag, Hoben, Kreitland, Krims, Löger, Pfeder, Schönenbühl (der frühere A O . Eveneck zählt jetzt zum AO. Pfeder) und den verschw. O. Stricdel. - HSt. Oberbruck-Dollern (s. 1. Aug. 1901). StEBez. Alasmünster. - Kath. Hilfspfarrei des Dek. Alasmünster (s. 1879), vorher Filiale von Sewen.Kirchen-fest 14. Sept. (Kreuzerhöhung). - Baumwollweberei W w e. Karl Gasser, mit AA'asser- und Dampfkraft, ca. 100 Arbeiter. Sagemühle mit Wasser- und Dampfkraft. AVcberschiffchen-machcrei mit Wasserkraft. Steinbruch. D. gehörte zur Herrschaft Alasmünster, oberes Aleierthum, und unterstand dem Gerichte Gewenheim. 1482 besass die Abtei .Masmünster daselbst 8 Hüben. - Die Pfarrei gehörte bis 1801 als Filiale von Sewen zum Landkapitcl Alis münster des Bisthums Basel. G e m e i n d e w a l d (Graberwald) 122,7 ha (Oberförsterei Alasmünster). (Tanne, Buche.) Im Besitz der Gemeinde seit dem 13. Jhdt. Dollern, Fluss, s. Doller. Dollernbächlein s. Doller 27, 111 4o. Dolvingen, Df. "Ka. Finstingen [1790-1802 Ka. Saarburg], Kr. Saarburg, L.). 430 E. 87 Hsr. (10 GRe.) - 277 m. - AG. Finstingen (9,8); Bhf. Saarburg (5,8). - Dolvinga 1263; D o l e v a n g e 1291 ; Dolfingen 1491. - Die Gde. umfasst den H O . D. (408 E. S3 Hsr.) und die A O . Saarwald, St. Ulrich, Schnackenhof (Klemershof). - StEBez. Finstingen. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Finstingen (s. 1802). Kirche des hl. Alartin (11. Nov.). 1840 neu gebaut. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Saarburg. Ueber die Kapelle St. Ulrich und die Alissionsanstalt der Oblaten vgl. St. LUrich. D. war Dorf der Herrschaft Saareck (s.d.); die Abtei Hessen und, wie es scheint, auch die Abtei Neuweiler waren hier früher begütert. D. war Pfarrei (schon 1544) des Aletzer Archipr. Bockenheim ; den Kirchensatz hatte die Komthurei St. Johann von Bassel; durch Bulle von 1437 des Baseler Concils war die Pfarrei der Komthurei einverleibt worden. - Römerweg nach Saaralhen. Römische Reste. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Saarburg) 120,9 ha. Alittelwald. Schon 1633 war die Gde. im Alitbesitze der AValdungen Bergmatt, Rothmatterwald, Bubenickel, Rothe-hikel und Etzelwald. 1681 beanspruchte die Herrschaft Saareck das ausschliessliche Eigenthum an diesen AValdungen ; der Gerichtshof zu Luneville entschied 1699 zu Gunsten der Gde., die 1755 bei der Eigenthumstheilung mit der Herrschaft Saareck den Bergwald mit dem Rothmattwald erhielt. D o m a n g e v i l l e , Df. iGde. Sanry a. d. Nied [s. 1812], Ka. Pange, Kr. Aletz, L.i. 98 E. 26 Hsr. - D o m e n g e villi- 14()4; ma. D o m a n g e v i l l e . - Vor 1812 selbstdg.; s. 1790 zum Ka. Kürzel, s. 1792 zum Ka. Alaizeroy, S. 1802 zürn Ka. Pange gehörig. - Gehört zur kath. Pfarrei Pange; Kapelle des hl. Laurentius. D. war Df.des Pays Alessin (Saulnois) und Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit, von der Aletzer Abtei St. Vincenz lehensrührig, zu welcher Pont k Domangeville und früher Pange (s. Pange) gehörte. Lehensträger waren 1320-1408 die Paillat, 1448 die Desch, später die Baudoche und Beauveau, dann 1600-1665 die Leduchat z. Th. und 1676-1730 de Legoullon z. Th., 1682 die Allion i'/*); die Persode C/4), 1719 die Baudcsson, 1734 die de St. Aubin; dann wurde D. durch Thomas, Herrn von Pange, 1777 erworben. Domangeville wurde 1404 vollständig zerstört, 1492 durch den Ritter Hannes Krantz geplündert, 1528 von Franz von Sickingen verbrannt. - D. war stets Annexe der Pfarrei Pange. Domangevillerbach s. Franz. Nied lo. D o m e v r e , verschw. Df. (Gde A'axy, Ka. u. Kr. Chäteau- Salins, L.). D o m e u v r e que ciet en A'ale de W a x y 1303; D o m ei vre 1360. - D. war Dorf des <Wal de Vax} (s. d.i und lag in der Nähe des gegenwärtigen Aloulin de Domevre. Es scheint schon während des 14. Jhdts, zerstört worden zu sein: es blieb nur allein die Pfarrkirche übrig, welche bis 1747 benutzt, dann nach A'axy verlegt wurde. D o m f e s s e l , Df. (Ka. Saarunion [1793-1801 Ka. Diemeringen], Kr. Zabern, L'.-E. >. 336 E. 72 Hsr. (10 GRe.) - 240 m. - AG. Saarunion (5,5); Bhf. D. (0,6). - Dunnvaszel um 1300; ma. D o m f ä s s e l , Donfässel. Die Deutung des Namens als Domus A'asallorum beruht auf einer dichterischen Erfindung von Aloscherosch; der N a m e ist vielmehr wohl von dem in Lothringen verehrten Basollus abzuleiten, wie Dombasle, St. Johann von Bassel u. s. w. - Die Gde. umfasst den H O . D. (323 E. 70 Hsr.i, den A O . Schlosshof und die verschw. O. Dreimülen (Vi, Heimeldingen (z. Th., vgl. Dehlingen und Völlerdingen) und Limbach iz. Th.., vgl. Lorenzen und A'öllerdingen). - Tclegraphenbetriebsstelle mit öff. Fernsprechstelle. Bhf. (s. 1895). StEBez. Saarunion. Armr. (s. 1844). AVasserltg. (s. 1SS6). Fw. (s. 1S47, 1 Spritze.) - Filiale der kath. Pfarrei A'öllerdingen (s. 1891, vorher selbstdg.). Prot. Pfarrei Augsb. Konf. (s. 1894) des Konsistoriums Diemeringen, Inspektion Lützelstein. Prot. Kirche. Filiale: A'öllerdingen (s. 1894, vorher Filiale von Saarunion). - Hausindustrie: Strohhutflechterei, für eine Firma in Saarunion. D. gehörte zur Grafschaft S a a r w e r d e n (s. d. , war den Herren von Falkenstein zu Lehen gegeben, 1540 jedoch von der Grafschaft wieder eingezogen worden. Bei der Theilung derselben (1745) fiel es an Nassau-Saarbrücken (Amt Harskirchen). Ein adliges Geschlecht von D., Anfang des 15. Jhdts. ausgestorben, trat 1415 seine Güter an Saarwerden ab. Ein anderes Adelsgeschlecht, die Storre verkauften 1377 ihren Hof gleichfalls an die Grafschaft. - 1557 wurde die Reformation in D. eingeführt. A'on da bis 1629 prot. Pfarrei mit Filiale Völlerdingen. 1680 ergriffen die Katholiken Besitz von der Kirche und errichteten mit Unterstützung des Bischofs von Aletz eine kath. Pfarrei. 1698 wurde dann ein Simultaneum eingerichtet, das bis 1893 gedauert hat; dann wurde D. selbstdge. prot. Pfarrei. Die Protestanten waren 1698-1894 nach Lorenzen eingepfarrt gewesen. - Der Sage nach soll im Alittelalter in D. ein Collegiatstift bestanden haben und 1522 aufgelöst worden sein. - An D. k a m ein Theil des Bannes der abgegangenen Orte Limbach und Heimeldingen (s. d.i. - D. liegt am Keltenwege von Buchsweiler nach Saarunion. Römische Funde, bestehend in Bautheilen einer Villa, Heizröhren, AVasserleitung, Strassenbauten u. s. w., 1859 aufgedeckt. Kirche aus dem 14. Jhdt., baulich verwandt mit der von |