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Show Eisensteinbrüche - Ellweiler. 251 entlegen, ist erst Ende des 17. Jhdts. erbaut worden. Die ganze Sage soll erst 1815 durch badische Ofliziere nach Zabern und Umgegend gebracht und dort lokalisirt worden sein. Vgl. Albers, J. H., Schillers Ballade «Der Gang nach dem Eisenhammer» und die muthmassliche Oertlichkeit derselben im Elsass. (Sonntagsbeil, der Els.-Lothr. Ztg. v. 30. Mai 1880, Nr. 125.) Dazu: Beilage zur Gde.-Ztg. f. E.-L. 1880, 10. Juli. Pfannenschmid, H., Kunigunde, Grälin von Sa-vern, eine Grälin von Mörs-Saarwerden. (Monatsschrift f. d. Geschichte AVestdeutschlands VI, 1880, S. 173-181.) Eisensteinbrüche. Arb.-Hs. (Gde. Rüssingen, Ka. Fentsch, Kr. Diedenhofen-West, L.i. 7 E. 1 Hs. 1870 erbaut. E i s e r n e H a n d , franz. Alain de fer, eine 3 Aehren haltende, krallenartige Hand an einer alten Eiche, wohl ein alter AVegweiser, 652 m, südwestl. unter dem Galz (s. d.) bei Drei Aehren. Vgl. Stöber, Sagen des Elsasses. Neue Ausg. I, S. 142. Elbersforst, abg. Ort, bei Balbronn (Ka. AVasselnheim, Kr. Alolsheim, U.-E.). Esphcnwiltre 754, E l w e r s - f o r s t 1284, capella v i 11 a e Elbersforst 1368, Matten zu Eylbcrsforst u m 1400. AArarEigengut der Geroldseck, nach deren Ableben getheilt zwischen den A\Tangen und den Rappoltstein. Lehensträger : vor 1340 die Stahel von AVest-hofen, 1340Joh. von Bilonisheim, 1362 Klaus von Rentingen.- Begütert: von Alters her Kloster Alaursmünster; 754 Kloster Hornbach (Pfalz); ab 1287 Frauenstift Strassburg, das später fast den ganzen Bann in Händen hatte und auch heute noch über bedeutenden AA'aldbesitz zu E. verfügt; 15. Jhdt. Kirche von Strassburg. - Abgegangen vor 1367, in welchem Jahre, da nur noch ganz wenig Einwohner vorhanden, die Kapelle von E., die einen eigenen Geistlichen hatte, wieder mit der Pfarrei AA'esthofen vereinigt und von dort aus bedient wurde. Kirchensatz: Kloster Alaursmünster. - Der Bann kam 1792 an Balbronn, ein Theil an AVesthofen. Erhalten AVald-bezirkname E. - Kapelle 1663 abgebrochen, 1732 neuerbaut (Kreuzkapelle) und. bis zur Revolution, wo sie profanirt wurde, von der Pfarrei AA'esthofen versehen. Ruine derselben erhalten. - A'ergl. L. A. Kiefer, Gesch. Notizen über E. und seine Gemarkung. Strassb. 1888. - Siehe auch Eimersforst. Fsths. Elbersweilerbach s. Rothe Saar. El-Biar, Ldgt. (Gde. u. Ka. Oberehnheim, Kr. Erstein, U.-EJ. 2 E. 1 Hs. Seit 1865 N a m e des A O . Au-Alühle (s. d.). Elig, ehem. Wir. (Gde. Alzingen, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L.). Jetzt nur noch Alühle, mit dem Dorfe Alzingen vereinigt. - Elig war früher AATlr. der Herrschaft Berus, bezüglich der Hochgerichtsbarkeit; das übrige war Besitz der Abtei Rettel und gehörte zur Aleierei Odenhofen. E. war Annexe der Pfarrei Tromborn. Elingen, Wir. (Gde. AA^eimeringen [s. 1811], Ka. Diedenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 145 E. 28 Hsr. - E l e n ge 1306; Ellingen 1681. - A'or 1811 selbständige Gde.und als solche s. 1790 zum Ka. Kattenhofen, s. 1795 zum Ka. Oetringen und 1802-11 wieder zum Ka. Kattenhofen gehörig. Hat seinen bes. Bann behalten. Seit 1894 hat es noch ein bes. Kataster neuer Art. Aluttergotteskapelle. E. war Weiler der Probstei Diedenhofen. Hier besass die Herrschaft Scheuern (Lagrange) einen Freihof. Im IS. Jhdt. war das Df. mit ganzer Gerichtsbarkeit zuerst den de Breiffilhac, Grafen de Trevoux, zu Lehen gegeben worden, welche 1748 dafür reversirten. Der Ort ist nicht mit Illingen bei Diedenhofen oder mit Hellingen beim Hackenberg und Hellingen in der Nähe von Rodenmachern zu verwechseln. E l i n g e r b a c h s. Alosel 26. Ellbach, Df. (Ka. Dammerkirch [s. 1790], Kr. Altkirch, O.-E.). 150 E. 38 Hsr. (10 GRe.) - 320 m. - A G . Dammerkirch (4,0); Bhf. Dammerkirch (4,6). - E l n b a c h 1271; ma. Allbach. - StEBez. Dammerkirch. - Filiale der kath. Pfarrei Dammerkirch. Kirche der hl.Peter und Paul(29. Juni). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar, die Reformirten zur Pfarrei Altkirch. E. war Df. des .Meierthums Dammerkirch, Herrschaft T h a n n , dabei Schi o s sb er g (s. d.), befestigtes Lager, Ursprung unbekannt. G e m e i n d c w a l d (Oberförsterei Altkirch) 80,2 ha. Ellbach (Gde. Sewen, Ka. .Masmünster, Kr. Thann, O.-E.). Früher AO., jetzt Theil der Gde. Ellbach s. lll 78. Eilbächlein s. Larg 17. Ellenbach, abg. Ort, zwischen Sieweiler und Ottweiler (Ka. Drulingen, Kr. Zabern, U.-E.). E l e n b a c h 847. - Begütert: s47 Kl. AVeissenburg, später Abtei Neuweiler. - Der grosse und der kleine Zehnte gehörte der Grafschaft Lützelstein, wurde 1570 an Saarwerden abgetreten. Noch 1344 wurden in E. 14 den Grafen von Saarwerden gehörige Häuser gezählt. 1518 und 1.553 als verödet bezeichnet. - Der Bann wurde zwischen Sieweiler, Ottweiler und Drulingen getheilt. Ellen weiler, abg. Df. zwischen Gemar und Rappoltsweiler (Gde., Ka. u. Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). Hillone-viler 728; Ellinwilr 1252; Ellenweyler 1593. Graf Eberhard vom Nordgau schenkte 728 dem Kl. Alurbach Güter zu Ellenweiler, welche er an einen gewissen Haimericus verlehnt hatte. Das Df E. war Reichslehen und ist von 1298 an im Besitze der Herren von Rappoltstein nachzuweisen. Es wurde angeblich im (leckenkriege (1444) arg mitgenommen, und die Gemeinde, welche in den Jahren 1378-1385 aus etwa 40 selbständigen Haushaltungen bestand, siedelte nach Rappoltsweiler über. Die Gebäude von E., unter denen das Dominikanerinnenkloster sich a m längsten gehalten zu haben scheint, verfielen nach und nach: 1699 standen nur die Kirchenmauer sowie das «Ellenweyrer hochge-richt mit drey säulen*. Der D i n g h o f wurde - wie sein Name (der Königin von LTngarn Dinghof 1409) andeutet, vermuthlich von der Königin Elisabeth ' gegründet oder erworben (nach 1310?) und dem Kloster AVindisch im Aargau zugewandt. Im 16. Jhdt. findet er sich im Besitze des Colmarer Bürgers Hans Goll (1566), den sein Schwiegervater Philipp Dürninger beerbte (etwa 1575). Letzterer starb vor 1593, und seine Nachkommen besassen den Dinghof bis ins 17. Jhdt. (über 1603 hinaus fehlen die Nachrichten). - Allem Anschein nach wurde der Dinghof schon vor 1432 nach Rappoltsweiler verlegt: vergl. Urk. v o m 1. Juli 1432, w o gesagt wird, dass von einem halben, im Ellenwciler Bann gelegenen Acker Reben > jerlich gänt ein halb ame wins vnd ein halb hun der küngin von Vngern in den dynghoff gen Rappolezwilr» ; «der dinckhoff alhie>> (d. h. zu Rappoltsweiler) 1511; «ernewerüng Ellenweyler oder der königin von Vngern dinckhoffs zu Rappoltzweyller» vom Jahre 1593. - D o m i n i kanerinnenkloster, erwähnt 1368 und 1500-1511; um 1539 nach Schlettstadt verlegt. - E. war Pfarrei des Landkapitels Ultra colles Ottonis des Bisthums Basel; Schulz-heiliger: St. Blasius. - Ecclesia Ellenwilr, vicarius ibidem, cappellanus ibidem 1441. Ueber den Inhaber des Kirchensatzes ist nichts bekannt; der Zehnte, von dem Baseler Stift schon 1344 veräussert, k a m 1427 an die Herrschaft Rappoltstein. Das nach E. benannte edle Geschlecht ist urkundlich von 1252 bis etwa 1450 nachzuweisen. Ellerlachgraben s. Eichel 10. Eiligmauer, Bl. (Gde. Stossweier, Ka. Alünster, Kr. Colmar, O.-E.). 9 E. 1 Hs. Besteht s. 1875. Ellweiler, Df. (Gde. Lupershausen [s. 1811], Ka. u. Kr. Saargemünd, L.). 175 E. 40 Hsr. - El viller 1512. Vor 1SH selbständig; s. 1790 zum Ka. Püttlingen gehörig, k am es 1802 zum Ka. Saaralben und noch in demselben Jahre zum 1 Elisabeth von Lützelburg, Königin von LTngarn und Böhmen, Tochter Kaisers Sigmund. Wittwe von König Albrecht IL von Oesterreich. |