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Show 94 Bilzermühle - Biningcrbach. nus, deren Patronat den Herren von W'eitersheim zustand. Den grossen Zehnten besass zur Hälfte das Domkapitel, zur Hallte das Stift Neuburg. - Die Pfarrkirche ist 1838 erbaut worden, doch stammen die unteren (romanischen I Theile des Thurmes aus dun 12. Jhdt. B i l z e r m ü h l e . M. Gde. Bilzheim, Ka. Ensisheim, Kr. Gebweiler, O.-E.). 11 E. 1 Hs. Kl. Getreidemühle. Soll sehr alt sein. Bilzheim, IM Ka. Ensisheim [1790-1802 Ka. Rufach], Kr. Gcbweik-r, O.-E.). 252 E. 62 Hsr. (lo GRe.) - 202 m. - AG.Ensisheim (12,2) ; Bhf.Rufach (6,9).- Biloltzhein 1296; ma. Bilze. - Die Gde. umfasst den HO. B. (231 E. 60 Hsr.) und die AO. Bilzermühle und Thurwald. - StEBez. Rufach 1. Fw. (s. 1878, 1 Spritze). - 1802-8 und s. 1820 kath. Hilfspfarrei des Dekanats Ensisheim des Bisthums Strassburg. 11808-20Filiale von Oberhergheim.) Schutzheiliger hl. Georg (23. April). B. gehörte zum habsburgisehen Stammgut 1303. Die Einkünfte hatte damals seit 16 Jahren Johann's von Laubgassen Sohn als Burglehen für Ensisheim. Begütert: Kloster St. Leonhard in Basel seit 1300; die Deutschordenskomthurei Rufach im 14. Jhdt.; St. Valentin in Rufach besass A\Tald und Felder, durch welche 1698 der neue Kanal nach Neubrei-sach gelegt wurde. Die Inhaber des Klosters, die Jesuiten, hatten im Ib. Jhdt. wegen des AValdes Streit mit dem Strassburger Prätor von Klinglin, dessen Familie noch 1789 im Besitz des Gutes war. B. gehörte zur Arogtei Ensisheim. - 1141 Pfarrei des Basler Landkapitels citra Rhenum, den Kirchensatz hatte das Stift St. Alartin in Colmar. G e m e i n d e w a l d 52,8 ha (Oberförsterei Rufach). B i m e s d o r f e r B e r g , 350 m, w. Kemplich, Ka. Aletzerwiese, Kr. Diedenhofen-Ost, L. B i n d e l e s w e i h e r , im Larggebiet, 0,6 k m westl. Bisel. - 1,05 ha. Fischerei. AVird alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfluss zum S ep te r w e i h er. B i n d e r n h e i m , Df. (Ka. Alarkolsheim [s. 1790], Kr. Schlettstadt, L'.-E.c 714 E. 131 Hsr. (12 GRe.) - 160 m. - A G . Alarkolsheim (16,7); Strbst. Diebolsheim (4,3). - Birn-he im 778; Binre nhei m 11. Jhdt.; ma. Bi n d er e. - StEBez. Sundhausen. Armr. (s. 1822). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Alarkolsheim (s. 1802); Schutzheiliger hl. Ulrich (4. luli). - Erheblicher Tabackbau. B. wird 77* zuerst erwähnt; die Abtei Eschau erscheint daselbst als begütert. Auch die Abtei Ebersmünster hatte schon im frühen Alittelalter Besitz in B. Später erscheint B. als Eigengut des B i s t h u m s Strassburg (vielleicht gehörte es zu den der Abtei Ebersmünster entfremdeten Gütern) und gehörte zum Amte Benfeld (früher A m t Bernstein). 1803 wurde das Dorf zur Hälfte eingeäschert. - Kirchlich gehörte B. zum Landkapitel Rheinau. 1466 Rektorat und Plebanat. 1666 erscheint B. als Filiale von Hilsenheim, 1693 jedoch wieder als eigene Pfarrei. Das Patronatsrecht besass der Dompropst von Strassburg. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Schlettstadt) 49,8 ha. Bindernheimerbach s. Kraft 1. B i n g e n , Df. (Ka. u. Kr. Bolchen, L. [1790 Ka. AVaibels-kirchen, 179:' Ka. Rollingen, 1795-1802 wieder Ka. AVaibels-kirchen]). 435 E. 142Hsr. (10 GRe.) - 240m. - A G . Bolchen (10,8); Bhf.Kürzel(6,7). - B u o n v i l l e 1245; B u n g a 1302; Bingen 1433; Bionvillc 1869. - Die Gde. umfasst den H O . B. (323 E. 103 Hsr.) und den A O . Alorlingcn (s. 1812, vorher selbstdg). - P. F. Ortseinn. StEBez. Bolchen I. AVasserltg. (s. 1897). Fw. s. lsf.i, i Spritze).-Kath.Hilfspfarrei (s. 1804) des Archipr. Bolchen. Kirche des hl. Johannes d. T. (24. Juni). Die Protestanten gehören zur Pfarrei St. Avold. - Kl. Getreidemühle. - Wein- und Salzhandel. 27. Febr. und 26. Juni Kram-und Viehraarkt. B. war 1648Dorf des P a y s Alessin (Franc-Alleu) und Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit. Es war alter Besitz der Abtei St. Avold. Die A'ogtei wurde 1245 als Lehen des Bisthums Aletz durch Robert von Niuviller-Rollingen getragen, welcher durch Belchnung des Bischofs Conrad von Aletz das Dorf damals auch als Pfandlehen besass. 1299 löste St. Avold die Besitzung ein und behielt sie mit allen Rechten bis 155.5. Damals überliess die Abtei St. A.. u m sich von einer Abgabe von 120 Quarten Korn, welche sie jährlich an Xassau-Saarbrückcn zahlen musste, zu befreien, Bingen dem Grafen von Saarbrücken. 1563 überliess sie ihm auch noch Kirchensatz und Zehnten, welche zuerst ausgenommen worden waren. 1610 verkaufte Sibylla, Frau von Kriechingen, eine geborene Gräfin von Saarbrücken, die ganze Herrschaft mit allen Rechten dem Aletzer Generalprocurator Jolv. 1678 war Bingen zwischen den Erben Jolv und den Auburtin getheilt. Als Theil i?)-Herren in Bingen werden später genannt: 1692 dieBoudier; 1702 de Salse; 17*0Dulaux; 1728-1741 D e Jacomel de Bienassise ; 1755 de Feauveau; 17o7 D u Pillard de Requin ; 1790 Jacques R e m y Francois. - Die A'ogtei, welche ursprünglich Besitz des HausesNeuviller-Rollingen war, wurde später zwischen den Zweigen Alengen und Rollingen getheilt. Letzterer Antheil war (im 15.Jhdt.) zwischen den von Esch 'Burg Esch), Chäteau-Aroue5 Rollingen und AVaibelskirchen wiederum getheilt. - B. war bis zum Konkordat Pfarrei des Archipr. Waibelskirchen. Kirche 1769 zuletzt erneuert. Kirchensatz und Zehnten (-. o.) gehörten den Ortsherren. - Der zweistöckige Kirchthurm, noch romanisch, scheint früher befestigt gewesen zu sein. G e m e i n d e w a l d 55,6 ha (Oberförsterei Bolchen). B o u l a n g e , G., Note sur Bionvillc. (AI6m. de l'Ac. de Aletz 1852-53, Ire ptie. p. 407.) B i n g e n (Beingen), verschw. Df. (Gde. A'olmeringen, Ka. u. Kr. Bolchen, L.). - Bienges 1199; Baianges 127o ; B e g e n g e n 1277; B e a n g e s 1301; B a i n g a 1360; B a n de Bingen p r o c h e G u a n g u e r c h e n 1669; Beg-n y 168*. - Das Dorf lag zwischen Volmeringen, Heinkingen, Petringen und Brechungen. Auf seinem öden Bann stand noch 1778 die Kapelle St. Alarguerite. Bingen wird 1294 und 1306 als allodialer Besitz bezeichnet und ist von 1276 -1361 durch die Herren von Rupigny, Bertringen u. s. w. stückweise an die Abtei Villers-Bettnach geschenkt worden. 1343 und 1360 wird es noch als Pfarrdorf aufgeführt, 1667 nur noch als Hof, welcher indessen 1778 vollständig zerstört war. B i n i n g e n , Df. (Ka. Rohrbach [s. 1790], Kr. Saargemünd, L.). 1050 E. 239 Hsr. (12 GRe.) - 320 m. - AG. Rohrbach (1,6); Bhf. R. (2,9). - Beningen 1594; Binningen 1681. - Die Gde. umfasst den H O . B. (995 E. 227 Hsr.) und die A O . Bombacherhof, Felsenhof, Küsterwald, Alittelste-Mühle (auch AVeckersmühle gen.), Alohrenhof, Oberste-AIühle, Un-te- rste-AIühle ; die verschw. O. Jananhof, Kirschbach (z. Th., vgl. Alombronn und Rohrbach), AVeiler. - StEBez. Rohrbach. Fw. (s. 1883, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Rohrbach (s. 1821, vorher Filiale von Rohrbach). Kirche Alariä Geburt (8. Sept.). - Die Protestanten gehören zur Pfarrei Bitsch. 3 kleine Getreidemühlen, Branntweinbrennerei. - Hausind.: Strohhutflechtcrci, für eine Firma in Saarunion. B. war Dorf und Sitz einer Aleierei der Herrschaft Bitsch (s. d.) und eines Lehens derselben. - Das Dorf scheint schon im 14. Jhdt. von der Herrschaft zu Lehen vergeben worden zu sein; denn 1351 verkauften die Brüder Johann und Albert von Ettendorf dem Gerhard von AVarsberg, was sie in Bieningen in der Grafschaft Bitsch mit hoher, mittlerer und niederer Gerichtsbarkeit hatten. 1646 wurden Biningen und Rahlingen dem Obersten de Verveine für 25000 Frcs. verpfändet, gleich darauf 1647 dem Servais van Oncle de Annette. Diese Familie war noch 1711 im Besitze von Biningen. - B. war bis 1821 Filiale der kath. Pfarrei Rohrbach. G e m e i n d c w a l d 78,4 ha (Oberförsterei Lemberg). B i n i n g e r b a c h s. Büttenerbach 3. |