| OCR Text |
Show oll Maizieres - Maladrie. Maizieres. Df. Ka Vic [1790 Ka. Bourdonnaye], Kr. Chäteau-Salins, L. S83 E 181 Hsr. (12 GRe.) - 240 m. - A G . Vic 20,9;; HSt. Azoudange (2,0). - Masires 1174. M a - cerii s 1 ls-2 . M ach er a 1331 : M a c h e r e n bei M a r i m o nt 1433. - Die Gde. umfasst den HO. M. (733 E. 158 Hsr.), die AO. Bagnesholz, Breiteburg, Hellocourt (s. 1885, vorher selbstdg.), Ober-Schirzingen, Port-Ste. Marie, Schirzinger- Mühle, L'nter-Schirzingen und die verschw. O. Liezey, Rancourt. (Der früher noch genannte AO. Petit-Paris bildet jetzt das Schleusenwärterhaus Nr. 11.) - P. III. Kl. T. Ortsfernsprecheinrichtung (L'mschaltestelle. s. 1902). HSt. Azoudange (s. 1864). Obergrenzktr. StEBez. Bourdonnaye. Armr. (s. 1812; Grundbes. 6,95 ha, darunter 6,01 ha Wald). Wasserltg. 's. 1863). Fw. (s. 1*74, 2 Spritzern. Krgv. (s. 1. Apr. 1893). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Vic (s. 1802). Kirche des hl. Michael (2f*. Sept.). - Geschäftssprache französisch. - Kleine Gipsmühle mit Gipssteinbruch. Dampfsägemühle (<> Arbeiter). - Handel: Bauholz, Getreide, Wein. M. gehörte zu der Kastellanei L a g a r d e (s. d.). scheint aber ursprünglich auch z. Th. zur Baronie Marimont gehört zu haben, denn in ihrem Revers an die Chambre Royale beanspruchten die Herren zu Rixingen noch einen Theil der Hochgerichtsbarkeit von M., welche indessen durch Vergleich von den Jahren 14L'7 und 1442 dem Bischof allein zugesprochen worden war. Die Baronie hatte eigentlich dort nur grundherrliche Rechte. Z u m Theil scheint der Ort schon ehr früh zu Lehen vergeben worden zu sein. 1182 wird ein Gervoldus de Maceriis erwähnt. 1272 reversirte Heinrich von Riste an Bischof Laurent für das Dorf und verpflichtete sich dagegen zur Burghut in Vic. 1311 erscheint M. als Pfandlehen des Bisthums in Händen der Ritter von Volmeringen, welche es 1358 als Unterpfand an die Familie Contrefort aus Marsal übcrliessen. .Auch die Rollingen-Warsbcrg hatten hier 1426 Besitz, sowie später die von Esch. 14ö0 folgten die Baudoche. Die Pfandschaft wurde schliesslich durch Bischof Heinrich von Lothringen eingelöst. Als spätere Lehensträger werden genannt 1522 Jean Comte, 1596 Jean Claudon, 1656 Peter Diethmar, 17o7 D u Bois Lignel. - In M. war die Abtei Hohenforst (Haute-Seille) durch Schenkung der Olrv und Thierry von Neuweiler llsöund 1194 begütert geworden, 1271 vermehrte Graf Dietrich von Rixingen-Werden noch diesen Besitz; auch die Templer hatten dort Güter, welche sie gegen andere in Gissellingen 1274 dem oben genannten Grafen übcrliessen. - Im 30jährigen Krieg zerstört, blieb das Dorf lange unbewohnt. Ende Okt. 1635 hatten auf der Stelle, noch heute le Haut de Gallas» genannt, die kaiserlichen Truppen unter Gallas ihr Hauptlager. (S. Haut-de-Gallas.) - 1790 erhielt M. einen Theil des Bannes des früheren Dorfes Xirxange (s. d.). - M. war schon 1360 Pfarrei des Archipr. Marsal. Den Kirchensatz hatte der Prior von Neuweiler. Zur Pfarrei gehörte bis 1802 auch der Hof Xirxange (Gde. Moussey'. - In den Waldungen zahlreiche Mardellen. Römische Reste im heutigen Friedhofe. Auf dem «Stembergi wurde im Jahre 1864 ein ausgedehntes germanisches Grabfeld entdeckt. Mehr als 100 Gräber wurden untersucht, alle genau nach Osten orientirt. Zahlreiche Waffen und Beigaben aller Art, Schmucksachen, spätrömische und merowingische Münzen, Thongefässe etc. wurden damals gefunden. Das Grabfeld wurde jedoch damals nicht vollständig untersucht. G e m e i n d e w a l d 265,2 ha, davon 234,0 ha in der Obcr-försterei Dieuze und 30,3 ha in der Oberförsterei Saarburg. (Laubholz-Mittelwald, vorwiegend Eiche und Weichhol/. Alter Besitz der Gde. Guillaume, Dicouverte d'un eimetiere merovingien ä M. Journ. de la Soc. d'arch. lorr. 13, 1664, S. 60-67.) Maizieres b. M e t z , Df. (Ka. Metz [1790 KHO., 1792 Ka. Lorrv bei Metz. 1802-70 Ka. Metz I.], Kr. Metz, L.). 1091 E. 218 11-r. 12 GRe. - lo" m. - A.-, L.- u. SchwG. Metz 10,8); Bhf. Maizieres b. Metz (0,6). - Masieres 1218; Maixeire 1287. - Die Gde. umfasst den HO. M. b. Metz (1064 E. 213 Hsr.), die A O . Brieux und Fercau-Moulin und den verschw. O. Leirs. (Der frühere AO. Forges gehört jetzt zum HO.; - P. III. Kl. T. Bhf. (s. 1854). Gendarmeriestat. StA. II. StEBez. Metz II. 2 Aerzte, darunter ein Kanto-nalarzt. Apoth. Armr. (s. 1877). Sparkasse s. 1890). Wasserltg. (s. 1893). Vcrbds.-Fw. (s. 1892, 1 Spritze). Krgv. (s, 24. Juli 1892). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. St. Vincenz in Metz (s. 1802). Kirche des hl. Martin (11. Nov.). Die Reformirten gehören zur reformirten Pfarrei Metz, die Juden zum Rabbinat Metz. - Sammelplatz der bedeutenden Jaumontsteinbi iiehe b. Roncourt. Hochofenwerk mit Eisengiesserei (416 Arbeiter) und 3 Hochöfen ; gegründet 1873 von der Societe" miniere : et metallurgique de Maizieres-les-Metz, welche sich jedoch, ohne die begonnenen 2 Hochöfen fertigzustellen. 1879 auflöst) 1881 durch Lamarche und Schwanz in St. Johann-Saarbrücken von den Gläubigern angekauft, ausgebaut und 1882 in Betrieb gesetzt. Die letzte Firma, Lamarche & Co. in St. Johann- Saarbrücken, vereinigte sich 1896 mit der Hüttengesellschaft Noveant in Gross-Moyeuvre und Friedr. Mansuy in Heinitz (Trier) zu der Aktiengesellschaft vMontan-Gesellschaft Lothringen- Saar». 1898 wurde der 3. Hochofen in Betrieb gesetzt. 1899 ging das W e r k in den Besitz der belgischen Gesellschaft Sambre 6e Mosel in Brüssel über. Die Jahresproduktion betrug 1899 S98091 Roheisen und 667 t Gusswaaren. Eine mit dem W e r k verbundene Schlackensteinfabrik, welche 1898 in Betrieb gesetzt wurde, ist 1S99 wieder eingegangen Ein neues Hochofenwerk, edie Mosclhültc, mit vorläufig 2 Hochöfen, hat 1898 den Betrieb begonnen und 1899 mit 356 Arbeitern 33335 t Roheisen erzeugt. M. gehörte zu dem Pavs Messin (Val de Metz) und war Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit, zu welcher die verschwundene Ortschaft Leirs (s. d.) gehörte. M. war alter Besitz der Metzer Kirche, von welcher es an die Abtei St. Vincenz, wohl bei deren Stiftung, gelangte. Die Vogtei, welche Lehen von Bar gewesen, wurde mit dem dortigen Grundbesitz der Lfntervogteiherren, der Troissin, 1268 und 1287 erworben. Die Herrschaft blieb bis zur Revolution Besitz der Abtei. Ein Hof, welcher Eigenthum der Familie Praillon war, kam tauschweise gegen die Herrschaft Tragny 1599 an St. Vincenz. - M. war bis 1802" Pfarrei des Metzer Archipr. Rombach. Kirchensatz und Zehnten gehörten dem Metzer Domkapitel und sind ihm schon 1128 bestätigt worden. - Römische Reste, besonders Kopf eines Jünglings mit anderen Skulpturen (1883 gefunden). Auf dem Kirchhofe 6 Kriegergräber von 1S70. G e m e i n d e wald (Oberförsterei Rombach) 19,7 ha. Maizieres, Kanton. Der Ka. M., 1790-92 zum Distrikt Metz gehörig, umfasste die Gden. Feves, Hagendingen, Hau-concourt, Ladonchamps. Lorry b. Metz, Maizieres, Marange- Silvange, Norroy-le-Veneur, Plappeville, Plesnois, Saulny,. Scm^court, Talingen, Thury, Vigneulles und Woippy; dieselben kamen 1792 sämmtlich zum Ka. Lorry b. Metz. M a j o r e n g u t , Gehöfte (Gde. Homburg, Ka. Habsheim, Kr. Mülhausen, O.-E.). 10 E. 2 Hsr. Soll schon im 18. Jhdt. bestanden haben. In der Nähe eine Muttergotteskapelle, die u m 1855 von der Frau des Eigenthümers Joseph : Schmitt erbaut worden ist. Maladrerie, ehem. Spital (Gde., Ka. u. Kr. Saargemünd, L.). 1633 wird »La Maladrerie de Sar-Gemind proche Neunkirehen erwähnt. Das Spital wurde im Laufe des I 30jährigen Krieges zerstört. Maladrie, Wir. (Gde. Hof, Ka. u. Kr. Saarburg, L.,. 52 E. 12 Hsr. - Ehemaliges Siechenhaus, wahrscheinlich im Mittelalter durch das Metzer Domkapitel gestiftet. Die hier bestehende Kapelle zum hl. Rochus ist ein streng orientirter einfacher und einschiftiger Bau der Spätgothik. Sie ist wohl die frühere Kapelle des Hospitals. Wallfahrtsort zum hl. Rochus. - Der N a m e Maladrie wurde früher vielfach auch für den in der Nähe liegenden Weiler Klein- I Eich (s. d.) der Gde. Rieding gebraucht. |