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Show 31 o Franzosenpass - Frauenbcrg. richtung einer Lungenheilanstalt, zu welcher die AVittwe des Bergmeisters Bees in Aletz ein Kapital gestiftet hatte. F r a n z o s e n p a s s , Hs. (Gde. u. Ka. Rixingen, Kr. Saarburg, L. . o E. 1 Hs. Befand sich früher, unter dem Namen Col des Francais, auf dem Banne von Gondrexange, brannte ab und wurde 1894 auf dem von Rixingen wieder aufgebaut; war bis 1896 Wirthshaus und ist seitdem Dienstwohnung des Maschinenwärters bei der Turbine am Alarne-Rhein- Kanal, Gemarkung Rixingen. Frapouille, Sgm. (Gde. u. Ka. Gross-AIoyeuvre, Kr. Diedenhofen-West, L.). 6 E. 1 Hs. 1813 erbaut. W a r bis 1891 Getreidemühle und wurde 1896 zu einer Holzsägemühle eingerichtet. Fraquelfing, Df. (Ka. Lörchingen [s. 1790!, Kr. Saarburg, L.i. 154 E. 43 Hsr. (10 GRe.) - 330 m. - A G . Lörchingen (4,4); Hp. Nitting (0,5). - B r a c h a H i n g en 1135; V r a h elfingen 1205; Fraquelfin 1238. - Im Gebiete der Gde. lag der ehem. Hf. Rembach. - StEBez. Lörchingen. , - Filiale der kath. Hilfspfarrei in Hattigny. Kirche z. E. der Himmelfahrt Alariä. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Deutsch-Avricourt. - Geschäftssprache franz. - Hausindustrie: Stickerei, für Unternehmer in Lörchingen. F. war Dorf der Herrschaft Türkstein (s. d.). Hier war schon im Jahre 1000 und noch 1135 die Abtei Hugshofen im Elsass begütert, 1205 und 1238 die Abtei Haute-Seille. 1238 wird ein Ritter Rudolf von Fraquellin erwähnt. Schirmherrschaftliche Rechte in F. hatten früher die Grafen von Lützelstein. Diese Rechte sind mit Pfalzburg an Lothringen übergegangen. - F. war schon 1205 und noch im 16. Jhdt. Pfarrsitz, im 17. fhdt. aber war es bereits Annexe der Pfarrei Hattigny. Kirche 1731 erbaut. Kirchensatz und Zehnten besass im 11. Jhdt. die Abtei Hugshofen, später die Abtei Haute-Seille. - Archäologisches: Gallische Alünzen, sowie bedeutende Reste einer römischen Niederlassung mit A'otiv-steinen und Inschriften, Wasserleitung, Mosaikspuren, Alünzen und andere Gegenstände jener Zeit sind in der L'm-gegend von F. gefunden worden. Frarupt, AVlr. (Gde. Leberau. Ka. Alarkirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.i. 37 E. 7 Hsr. F o r a r u 1517 iFlurname); F o u r a y r u p 1596. Hof und Ziegelei Froirupt, südl. v om Leberthal, 18. Jhdt. Frarupt Kaltbach), s. Leber 21. Frau, G r o s s e , IL, s. <irosse Frau. F r a u - A n n a w e i h e r (Haneweiher), 2 AATeiher im Illgebiet 2 k m südwestl. Heimersdorf, 3,8 ha; Fischerei. AVerden alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfluss zum Stcinigensbach s. 111 33. F r a u e n a c k e r k o p f , 7l'o,7 m, nördl. Alünster. F r a u e n b a c h s. Weisse Saar 9. F r a u e n b ä c h e l s. Breusch 29. F r a u e n b e r g , Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Saargemünd, L.i. 422 E. 90 Hsr. (10 GRe.) - 205 m. - A.- und L G . Saargemünd (5,7); Bhf. Folpersweiler (3,7). - F r a w e n b u rg 1371. - Hatte 1811-33 Folpersweiler (vor- und nachher selbstdg.) als A O . - P. F. Uebergangssteuerstelle. Ortseinn. StEBez. Saargemünd II. Krgv. Frauenberg-Blies-Ebersingen (s. 8. Alai 1892 . - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Saargemünd is. 1802), zu welcher bis 1890 Folpersweiler (dann selbstdg.' gehörte. Kirche des hl. Jakobus iL Aelt. (25. Juli). Filiale: Blies-Ebersingen. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Saargemünd, die Israeliten zum Rabbinat Saargemünd. - Kalksteinbruch (5 Arbeiter;; kleine Getreidemühle. Dorf und Burg Frauenberg war Sitz der Herrschaft Frauenberg s. d.). F. war ehemals Pfarrei des Aletzer Archipr. St. Arnuald. Den Kirchensatz hatte die Abtei Tholey. - Römische Reste. V o m alten Schlosse sind noch zwei Thürme und Ruinen übrig. - Im rechten Flügel des 1033 zerstörten, u m 1700 theilweise neu erbauten, 1783 grösstentheils abgebrannten Schlosses hat A'illeroy 17*6 eine Fav c-ncefabrik errichtet, die 1789 in das säkularisirte Kloster AVadgasscn verlegt wurde. Thilloy, Frauenherg. (Alem. Soc. arch. AIos. 7, 1864, S. 159.i (Auch bes.) Metz 1865. F r a u e n b e r g , Herrschaft (Gde. Frauenberg. Ka. u. Kr. Saargemünd, L.). Die reichsunmittelbare Herrschaft Frauenberg umfasste Schloss und Dorf Frauenberg (letzteres früher Linterdingen, auch Le-uterdingen und Lenterdingen genannt). Der zur Herrschaft gehörige Hof B u s c h b a c h bei Forbach war seil 1555 gemeinschaftlicher Besitz der Herrschaften Frauenberg und Forbach und stand unter lothringischer Hoheit, wie auch die zu Frauenberg gehörigen Antheile an AVittringen und Blies- Ebersingen; in letzterer Ortschaft nämlich war 1621 der AVisi n g e r b a n n , Lehen von Bitsch (heute die Höfe Gross- und Klein-AVisingerhof>, erworben worden. Rechts der Blies gehörten zur Herrschaft Antheile an Bliesmengen und Bliesbolchen. Schloss Frauenberg (auch Frauenburg genannt i scheint erst im 14. Jhdt. erbaut worden zu sein und zwar auf lothringischem Gebiete. 1370 haben die Brüder Friedrich und Jakob von Sierck einen Burgfrieden wegen Frauenberg geschlossen. Es scheint, dass damals die Herren von Sierck von den Herren von Alengen, deren Stammburg in Bliesmengen im 14.Jhdt. zerstört worden war, einen Theil der Herrschaft Alengen erworben und zu dessen Sicherung die Frauenburg erbaut haben. Der den Alengen verbliebene Antheil an der Herrschaft kam später an die stammverwandten Rollingen, die von den Kriech in gen beerbt wurden. Die Nachkommen der vorgenannten Brüder von Sierck blieben im gemeinschaftlichen Besitze. Nach dem. Erlöschen der Friedrich'schen Linie (um 1440) blieb die Jakob'sche Linie Sierck-Aloncler, die 1442 in den Keichs-grafenstand erhoben wurde, im Gemeinbesitze. Als Reichsgrafen scheinen die Sierck, welche Dorf Frauenberg noch 1459 von Lothringen zu Lehen nahmen, für Schloss und Dorf Frauenberg die lothringische Hoheit nicht mehr anerkannt zu haben. Nach dem Erlöschen des Hauses Sierck (1492) wurden dessen Güter unter den Tochtermännern vertheilt, Frauenberg und Forbach erhielt Graf Hanemann von Leiningen-Rixingen (Gemahl der Elisabeth von Sierck), t 1506, der nur zwei Töchter hinterliess: Elisabeth, vermählt mit Graf Emich von D a u n - F a l k e n s t e i n , und AValburga, vermählt mit Johann von H o h e n f e l s zu Reipolzkirchen, welche sich 1507 in die Herrschaften Frauenberg und Forbach theilten. Elisabeths von Daun Enkelin, Barbara, vermählt mit Graf Joh. Jak. von Eberstein, hat 1554 die Hohenfcls'schc Hälfte von Frauenberg durch Tausch erworben. Graf Casimir von Eberstein (f 1060 als der Letzte seiner Linie) wurde beerbt von seiner nach-gebornen, mit dem Herzog Friedrich August von \V ü r 11 e m - be rg-Neustadt 1679 vermählten Tochter Albertine Sophie Esther. Der Herzog hat 1686 die Herrschaft, die inzwischen von Frankreich (1681) dem Freiherrn von der Leyen zu Blieskastel verliehen worden war, an die Familie de AI erlin verkauft, welcher 1711 im Erbgange die Familie d'Au-berv und 1783 (durch Kauf) der französische Alinister, Graf de V c r g c n n e s , Baron von AATelferdingen, folgten. Der ganze Besitz ist 1793 als Nationalgut eingezogen und 1796 verkauft worden. Lothringen hat seine Landes- und Lehenshoheit 1701 zur Anerkennung gebracht; das herrschaftliche Zvvischcngericht tbuffet) zu Frauenherg bestand auch nach der Gerichtsorganisation von 1751 bis zur Revolution. Litt er.: s. Frauenberg (DL). [dPr.] F r a u e n b e r g , Südhang gegen das von Türkheim zu den Drei Aehren aufsteigende Thal, östl. der grossen Stras-senkehre. F r a u e n b e r g , A'orberg, 425 m, auf dem linken Ufer des von Thannenkirch kommenden Bergenbaches, östl. Thannenkirch, Ka. Rappoltsweiler; auf demselben der Hirten stein is. d.). |