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Show Halles - Ham. 391 (s. d.). Es scheint ursprünglich Besitz der Abtei Longeville gewesen zu sein (die noch bis zur Revolution dort einige Grundrenten bezog), dann Vogtherrschaft der Abtei in Händen der von Warsberg-Rollingcn. Die Besitzungen der Herren von Finstingen-Falkenberg in H. sind 1320 mit Genehmigung derselben durch LIeinrich von Wedesheim dem Cuno von AVarsberg übertragen worden. 1351 war Isem-bert von Rollingen im Besitze von H. in welchem aber noch die stammverwandten Herren von Alengen Rechte hatten. Alit Brüchen war H. schon 1573 an die von Henningen verpfändet worden, welche 1681 dafür in Aletz huldigten. - Das Dorf scheint schon 1121 einer der sechs zur Pfarrei Möhringen gehörigen Weiler gewesen zu sein. Gemeindcwald (Oberförsterei Bolchen) 50,6 ha. Halles s. auch Petites-Halles. Halles, Wir. iGde. St. Kreuz im Leberthal, Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 91 E. 6 Hsr. Gehört zur kath. Pfarrei St. Magdalena in Markirch. - Eisengiesserei 6 Arbeiter. Handweberci der Firma Simon & Cie. in Markirch, 68 Arbeiter. - Der AVciler soll schon um 1600 bestanden haben. Halles, AVlr. iGde. Urbach, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 39 E. 8 Hsr. - En la Halle 1606, Aecker, Alatten, 9 Zinspflichtige und 1 Scheuer; «La forest seigneuriale nonmee La Rochatte de la Halle» 1701. - Herrschaft Rappoltstein. Hallingen, Df. Ka. u. Kr. Bolchen, L.). (1790 Ka. Bolchen, 1792-1802 Ka. Waibelskirchen.) 78 E. 27 Hsr. (10 GRe.) - 335 m. - AG. Bolchen (4,2); Bhf. Bolchen (4,4). - Haldenge 1223; Hai dingen 1240; Haildange 1299; Hallingen 1011; H a Hing 1869. - StEBez. Bolchen I. - Annexe der kath. Hilfspfarrei Afomersdorf (s. 1802). Kapelle des hl. Vincenz. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. H. gehörte zu der lothringischen Lehensherrschaft Freisdorf (s. d.), welche die ganze Gerichtsbarkeit besass, und war wohl alter Bestandtheil der ehemaligen Herrschaft Bolchen. 1240 werden die St. Stephan's-Güter (Besitz der Aletzer Kirche) in Haldingen als Lehen derFinstingen-Falkenberg bezeichnet. Sie wurden damals durch Gottfried von Haldingen getragen, dessen Nachkommen noch 1318 und 1321 genannt werden. 1347 verpfändete Heinrich von Warsberg, genannt von Blankenheim, seinen Besitz in H., den er von den Finstingen zu Lehen trug, an Cuno von Bolchen. 1611 erklärten die von Warsberg und Faust von Stromberg und von Lewenstein, Mitherren von Freisdorf, dass das Dorf H., welches zwischen Maizieres (Alacker)und Heisdorf läge, ihnen gehörte wegen der Herrschaft Freisdorf, und dass sie es dem Gerard Philippe verpfändet hätten. In der That reversirten noch 1681 die Herren von Eltz für H. - H. war bis zum Konkordat (1802) Annexe der Pfarrei Waibelskirchen. Hallingen, Hs. (Gde. Ruhlingen, Ka. u. Kr. Saargemünd, L.). 1 Hs. - 1850 auf der Stelle eines gleichnamigen, im 17. Jhdt. zerstörten Hofes mit eigenem Banne erbaut. Das zerstörte H., zwischen Ruhlingen, Wölferdingen und Grossblittersdorf gelegen, bildete mit Stieringen und Ditschweiler eine Gde. Ursprünglich Lehen der Grafschaft Blieskastel in Händen der Herren von Alengen i Bliesmengen i, von diesen 1416 an die Rollingen, 1548 an die Kriechingen übergegangen. Das Dorf scheint schon vor 1500 zerstört worden zu sein; nach dem dreissigjährigen Kriege war der Bann wieder im Besitze der Herrschaft Blieskastel. Der Bann wurde 1764 neu versteint. Lempfrid, H., Verschw. lothr. Orte. (Jb. f. Gesch. E.- L.'s IV, 1888, S. 100.) Hallingen, Wir. (Gde. Püttlingen [s. 1811], Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 68 E. 16 Hsr. - \ror 1811 selbständig, s. 1790 zum Ka. Rodemachern, s. 1802 zum Ka. Kattenhofen gehörig. - Haldingas 773; Heldingen 1334; Haltingen lbS9. - Kapelle des hl. Wilibrord. - Der Wir. gehörte z. Th. zur Aleierei Rentgen (s.d.), LIerrschaft Rodemachern z. Th. auch den Herrschaften Preisch und Püttlingen. Ausserdem hatte dort die Grafschaft Rüttgen eine Grundherrschaft. Orts wald (Oberförsterei Diedenhofen) 0,0 ha. Halmoze, AVlr. (Gde. Metairies-St. Quirin, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). 37 E. 16 Hsr. - Annexe der Pfarrei St. (Juirin. - Ehemaliger Hof des Benedictirer- Priorats St. Quirin (s. d.i. 1635 durch Krieg und Pest entvölkert und verlassen. 1733 von dem damaligen Prior Herb als Hof aufgebaut. 1756 bestand H. schon aus drei Häusern und einer Ziegelei. Halmsbach s. Nied 15. Halsberg, IL, 3,30 m, nördl. Ham unter A'arsberg, Ka. u. Kr. Bolchen. Halsdorf, Df. (Gde. Grindorf [s. 1811], Ka. Sierck. Kr. | Diedenhofen-Ost, L.). 297 E. 76 Hsr. - H a i 1 s t o r f f 1084 ; H a-lestorf 1322; Halstorf 1594; Halstroff 1869. - \ror lsll selbständig und 1790 zum Ka. Sierck, 1795-1806 zum Ka. i Launsdorf, dann wieder zum Ka. Sierck gehörig. Hat seinen besonderen Bann behalten. - AVasserltg. (s. 1891). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Sierck (s. 1807), auch die Gde. Grindorf umfassend. Kirche des hl. Petrus und Paulus (29. Juli), 1898 zuletzt erneuert. Gehörte zu dei Meierei Bisingen (s. d.) in der lothringischen Probstei Sierck (s. d.). H. wie fast alle übrigen Dörfer der Aleierei war alter Besitz der Abtei Rettel. Bei Aufhebung derselben blieb die Hochgerichtsbarkeit bei Lothringen; die Alittel- und Grundgerichtsbarkeit dagegen wurde an die Karthäuser in Rettel überlassen. Die Untervogtei war Lehen von Lothringen und wurde während des Alittelalters, 12.-16. Jhdt., durch die Familien von Valcourt, Aloncler und Sierck getragen. H., das u m 1635 zerstört worden war, blich bis nach 1681 öde und verlassen. - Die alte Kirche war 1756 erbaut worden. Den Kirchensatz hatte die Abtei Busendorf. Eine Kapelle, welche im 15. Jhdt. schon in H. bestand, und dem hl. Sebastian gewidmet war, wurde 1792 verbrannt. - Auf dem «Heidenberg» römische Reste. Orts w a l d (Oberförsterei Kedingen) 28,9 ha. Halsdorf, Fsths. (Gde. Grindorf, Ka. Sierck, Kr. Diedenhofen- Ost, L.i. 3 E. 1 Hs. 1888 erbaut. H a l s d o r f e r b a c h s. Heltenbach 5. Halsidrac, Hf. Sidrac 1610. - Wurde 1793 mit Ri-vage, Ste. Agathe und Tivoli (s. diese) zur Gde. Sablon (s. iL' vereinigt. Halspach s. Larg 15. Haltbach s. Süffel 1. Haltenheim, abg. Ort, vermuthlich bei Alundolsheim, in dessen Nähe die Haldenburg stand (Ka. Schiltigheim, j Landkr. Strassburg, U.-E.). Haltenheim war Mitte des 14. j Jhdts., theilweise bischöflich strassburgisches Lehen. Wegen [ des bischöfllichen Schlosses Haldenburg s. Haldenburg. Haltingen, abg. Ort bei Hagenbach i Ka. Dammerkirch, Kr. Altkirch. O.-E.). Name erhalten: Haltingerweiher. Haltwerda, Hs. (Gde. Buss, Ka. Metzerwiese, Kr. Diedenhofen- Ost, L.). 3 E. 1 Hs. U m 1800 erbaut. Der Name soll daher stammen, dass die Schiffer, welche aus der Rheinprovinz Kohlen die Alosel hinauftransportirten, dort Halt machten. H a m s. auch Nieder-, Oberham. H a m , verschw. Ort (Gde. Longeville bei Aletz, Ka. u. i Kr. Aletz, L.). H a m 1027; le ban de Hain 1491. - Lag, '' wie es scheint, auf der St. Symphorieninsel; der Ort selbst ist nicht genau bekannt. Es ist öfter die Rede von einem Ban de Ham, in welchem die Abteien St. Symphorien, St. A'incenz und das Spital St. Nicolas in Aletz begütert waren. Abel, Ch., Reapparition d'un village disparu devant ' Metz. (Alem. de l'Ac. de Aletz 1885-86, S. 315-321.) H a m , Landmeierei oder Schultheissenamt s. Dieden- I hofen, Markvogtei oder Probstei, Ille. |