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Show L. man - Lemberg. Archipr. Mörchingen (s. 1804, vorher Annexe der Pfarrei I Ti tingenj. Kirche des hl. Stephan (3. Aug.), zuletzt 1887 erneuert - Kleine Werkstätte für landw irthschaftliche Maschinen mit Motorenbetrieb. L. war Dorf der Herrschaft Tetingen K. d.i und wie | diese getheilt, ein Viertel gehörte zur Reichsgrafschaft , Kriechingen (s. d.i, ein Viertel zur bischöflichen Lehensherr-schaft Hessen (s. d. ; die übrige Hälfte war Kirchengut der Abtei St. Avold im Bailliage Vic. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Püttlingen) 49,b ha. L e m a n , Wir. (Gde. Zell, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E... oo E. 19 Hsr. - l'n terrain nature de jardin et champ situe au Lev m a n 1723; canton L e m a n 1742; c h a m p s du L'Aiman .terre, päturage, pres) 17b0. - Der Wir. soll seit etwa 1790 bestehen. L e m b a c h , Df. iKa. [s. 1790] u. Kr. Weissenburg, U.-E.). U.jo E. 284 Hsr. (12 GRe.' - 190 m. - AG. Weissenburg (14.6); HSt. L. 0,46). - L o n u n b u a c h a r o m a r c a 786; L ö n b ü c h 1422. - Die Gde. umfasst den HO. L. (1195 E. 24.' Hsr.., die AO. Altpfaffenbronn, Disteldorf, Engenthal, Fleckenstein, Frönsburg, Gimbel, Im Thal. Katzenthal, Neupfaffenbronn, Sagemühle, Sulzthal, Trautbronn, Welschthal .früher Frönsburg, Fsths.), Welschthal Hf. , Ziegelhütte, die unbew. O. Ruinen Fleckenstcin und Frönsburg und die verschw. O. Beyenhütte, Forlen, Hichtenbach, Röhrenthal, 's Barados Hof, 's Kratze Hütte, 's Tonys Hütte, Thalenber-gerhof. - P F. Oeff. Fernsprechstelle. Ortsfi rnsprechein-richtung (Umschaltestelle, s. 1900). Bhf. (s. 1899). Seit 1890 Gerichtstage. Gendarmeriestat, Oberförsterei (Forstauf-sichtsbez. Strassburg-Hagenau.. Ortseinn.Uebergangssteuer-stelle. StEBez. Weissenburg. Kantonalarzt. Armr. (Gründungsjahr unbekannt . Wasserltg. (s. 1889). Kriegerverein (s. 21. Jan. 1894 . - Kath Hilfspfarrei des Dek. Weissenburg (s. 1812). Schutzheiliger hl. Jakobus (25. Juli . Zur Pfarrei gehören auch die Katholiken in Mattstall. Prot. Pfarrei Augsb. Konf.. s. 1802zum Konsistorium Weissenburg (Inspektion Weissenburg, zuerst Landau) gehörig. Simultankirche. Die Israeliten gehören zum Rabbinat Weissenburg. Jüd. Fi iedhof ebendort. - Ziegelhütte 1848 von Bürgermeister Knoll erbaut, jetzt Falzziegelfabrik von Heichclbeck, lb Arbeiter). 8 Steinbrüche. Lohgerberei. Sägemühle. Oelmühle. 2 (ictrcidemühlen. Holz-, Wein- und Viehhandel. Hausir-handel mit Lumpen. Mitte Febr., Ende Mai. Anfang Sept. und Mitte Nov. Krammarkt. Fischereigenossenschaft für die Sauer, den Steinbach, Heimbach und Schmelzerbach. L. scheint früher, nach angrenzenden Flurbezeichnung, n. wie «Lange Gasss, zu urtheilen, grössere Ausdehnung gehabt zu haben als jetzt. Es zerfiel in zwei Theile, den Flecken L. und das Dorf L. durch die Sauer von einander getrennt). Beide waren ursprünglich im Besitz der Herren von Ettendorf, der Flecken als bischöflich strassburgisches Lehen, das Dorf als Allod, und beide wurden 1356 den Herren von Fleckenstein zu Lehen gegeben. Nach dem Aussterben der Ettendorf 1409 blieben die Fleckenstein im Besitz beider I Theile. (An die Herrschaft Fleckenstein erinnert noch der frühere Name Fleckmühle für die jetzige Obermühle. Es ruhen noch Lasten auf ihr. die ursprünglich wohl nur der Herrschaft gegenüber bestanden.) Nach dem Tode des letzten Fleckenstein 1720 kam das bischöfliche Lehen (der Flecken i an die Vizthum von Egersberg. die Göllnitz, die Gayling und die Joham von Mundolsheim, sämmtlich Erben des letzten Fleckenstein, das Allod (Dorf) in den Besitz derVizthum allein, trotzdem 1712 die Rohan-Soubise die Anwartschaft auf L. erhalten hatten.- Im 30jährigen Kriege hatte L. viel zu leiden, ebenso in den Kriegsunruhen 1704-05 Spanischer Erbfolge-kricLr und in den Revolutionskriegen. - Kirchlich gehörte L. schon 1425 zur Kaplanei des Schlosses Fleckenstein, und zwar auch nach der Einführung der Reformation 1543. Erst seit 1603 selbständige protest. Pfarrei mit den Filialen Mattstall und Niedersteinbach (beide 1816)17 abgetrennt). 1716 wurde das Simultaneum eingeführt; seitdem kath. (königl.) Pfarrei des Landkapitels Oberhagenau mit den Filialen Mattstall und Niedersteinbach (letzteres 1825 abgetrennt). Die Kirchenbücher der prot. Pfarrei gehen bis 1603 zurück. Die Kirche ist 1755 erbaut. - Früher wurde bei L. Erz gegraben. Die Erze fanden ihre Verwendung auf der Eisenschmelze von L. (unweit des heutigen Hofes Ziegelhütte). die in der Revolutionszeit verschwunden sein soll. Die Einwohner von L. sollen früher Holzrechte auf dem Krähberg - d.i gehabt haben, die durch Versteigerung des Berges zur Zeit der französischen Revolution verloren gegangen sind. Bis in die böer Jahre des 19. Jhdts. wurden für das Hüttenwerk in Schönau (s.d.) eine Art Schiefersteine bei L. gebrochen, die zur Herstellung des Eisens verwendet wurden, - L. liegt a m Keltenwege von Weissenburg nach Bitsch, Römische Funde. Gerne in de w a l d (Oberförsterei Lembach) 987,8 ha. 190 bis 160 m über dem Meere. Diluvium, Buntsandstein, Muschelkalk, Vogesensandstein. (Eiche. Buche, Kiefer, Fichte, Birke, Espe, Esche, Erle, Lärche.) F[orrer, R.], Römischer Altarstcin von L. (Antiquitäten- Zeitschrift o, isoa, S. 142.1 L e m b a c h e r S c h a n z e n , am linken Ufer des Sauerbaches, oberhalb der Strasse Lembach-Schönau, bei der Einmündung des Dentelthales; sie stammen aus den Kämpfen di 1 90er Jahre des 18 Jhdts. L e m b e r g , Df. (Ka. Bitsch [1790-1802 KHO.], Kr. Saargemünd. L.i. 1665 E. 329 Hsr. (18 GRe.) - 400 m. - AG. Bitsch (7,9); Bhf. L. (0,4). - L e y m b e r g 1302; L o o h e m - berg und L e y m b e r g 1594. - Besteht aus den zwei Dörfern Unteres Dorf und Hohe First (oberes Dorf), die genau auseinander gehalten werden. Die Gde. umfasst den HO. L. (1025 E. 319 Hsr.) und die A O . Obere-Bildmühle und Untere-Bildmühle. Hatte bis 1845 Münzthal-St. Louis (nachher selbständig) als A O . Im Gebiet der Gde. lag der verschw. O. Alt-Bitsch. - P. III. Kl. T. Bhf. (s. 1869). Gendarmeriestat. Ortseinn. StEBez. Bitsch. Arzt. Apoth. Krgv. (s. 1. Apr. 1889). - Kath. Hilfspfarrei (s. 1802) des Archipr. Bitsch. Schutzheiliger hl. Moritz (22. Sept.). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Bitsch. - Buchhandlung (s. 1886). Weinhandel. Ende Mai und Anfang Okt. Krammarkt (im Okt. 2 Tage). L. gehörte zu der Herrschaft Bitsch (s. d.) und zwar zur Meierei Biningen. Oft mit Lemberg in der Pfalz verwechselt. Hier war die Abtei Sturzelbronn durch Schenkung des Grafen Eberhard von Zweibrücken seit 1312 begütert. - Kirchlich gehörte L. im 18. Jhdt. zur kath. Pfarrei Siersthal 1802 wurde es selbständige Pfarrei, bis 184b mit St. Louis als Pfarrannexe. Kirche 1822 neugebaut, 1877 vergrös-sert. - Ueber Schloss Alt-Bitsch s. bes. Artikel Zwei neolithische Steinbeile im Dürrenwald gefunden. Im «Bonenkeler-wald » befindet sich an einem Felsen aus Vogesensandstein, nahe einer Quelle, dem «Pompösen Bronnen», ein römisches Basrelief von vorzüglicher Ausführung. Es zeigt den unteren Theil zweier menschlicher Gestalten, wohl Silvanus und Diana, von Hunden und Hirschen umgeben. Im Dreybilter-thal, einem Nebenthal des Eichelbachthales, waren im 18. Jhdt. an einem Felsen (unweit des Leichenbachermühlen-weges) drei menschliche Figuren eingehauen. Michaelis, Das Felsrelief a m pompösen Bronn. (Jahrb. der Ges. f. lothr. Gesch. u. Alterthumskunde VII, 1895, S. 128-103.) L e m b e r g , Kanton. Der Ka. L. (1790-1802), 1790-95 zum Distrikt Bitsch, 1800-02 zum Arrondissement Saargemünd gehörig, umfasste die Gden. Althorn, Enchenberg, Götzenbrück, Holbach, Lambach, Lemberg, Meisenthal, Mombronn, Mutterhausen, Saareinsberg, Siersthal, Sucht. Von diesen wurden durch das ArrC-te vom 22. Okt. 1801 Althorn, Götzenbrück, Lemberg, Mutterhausen, Saareinsberg dem Ka. Bitsch, die übrigen dem Ka. Rohrbach zuge- |