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Show Metz. 667 Litter.: Bouteiller, Notice sur les grands Cannes. (M6m. de l'Acad. 1860, XLI, 455ff.) C h aber t, Austrasie 1857 V, 258ff. M e u r i s s e 466. Hist. de M. II, 445, 529, 617, III, 220. - Car m e s dechaussös (Cannes de la reforme de Ste. The - rese, Petits Carmesi. Elisabeth de Sarnis, Witwe des Andre de Porcelets, und Madame de Montgommery hatten beschlossen in Metz ein Kloster der Filles Repenties zu gründen und vom Weihbischof Meurisse 1635 die Erlaubnis dazu erhalten. Der Plan realisirte sich nicht, da die Stadt Widerspruch erhob und der fromme Eifer der Stifterinnen wendete sich auf Betreiben des Pater Fulgens de S. Alexis, Superior des Petits Carmes in Nancy, der Verpflanzung dieses Karmeliterordens nach Metz zu. Bereits 1638 waren einige Mitglieder der Pariser Niederlassung in Metz erschienen und hatten Unterkunft in einem Hause an der Ecke der Bären- und Palaststrasse gefunden. 1644 wirkte ihnen Pater Alexis beim Gouverneur Marschall von Schomberg und danach bei Bischof und Stadtverwaltung die definitive Erlaubnis zur Gründung eines Ordenshauses aus. Die königliche Bestätigung erfolgte lö75. V o n den Jesuiten erwarben sie 1644 Haus und Kapelle von S. Eloy (in der Birnbaumstrasse) kauften einige Nachbarhäuser dazu und Hessen 1670 durch den italienischen Architekten Jean Beto Ordenshaus und Kirche bauen. Seit dem Jahre 1811 dient die Kirche als Stadtbibliothek. Litter.: Hist. de M. 111,277. Chabert, Austrasie V, p. 339ff. Burtin im Lorrain 1883, no. 3s, 41, 45. - K a r m e l i t e r i n n e n I Carmeiites). Bischof Henri von Bourbon genehmigte auf Bitten des Herzogs und der Herzogin von la Valette am 12. Mai 1623 eine Niederlassung der Karmelilerinnen zu Metz. Sie bewohnten ursprünglich ein Haus in der Nähe von Ste. Croix, siedelten dann nach der Bischofsstrasse über, und erwarben schliesslich das alte Maison d'Or nahe bei Ste. Segolene, w o sie noch heute ihre Niederlassung haben. Litter.: Hist. de M. III, 202, 224. - L a za ris t e n s. St. A n n e unter Erziehungshäuser. - M a g d a l e nenklos ter Religieuses de la Magdelaine des Soeurs Repentiesl. Sie sind im Jahre 1248 in Metz urkundlich nachweisbar, sollen aber schon seit dem 11. Jhdt. hier bestanden haben. Das älteste Kloster lag in der Nähe von S. Nicolaus. Im Jahre 1402 nach Viville 1542) wurde das Kloster dem Kollegiatstift St. Theobald, das 1444 niedergelegt worden war, überwiesen, und die Magdalenen-schwestern fanden Unterkunft in der auf dem alten Kirchhof der Cölestiner gelegenen Elisabethkapelle, die sie 1499 durch einen Neubau ersetzten. 1615 Reform; die Nonnen nannten sich seitdem Filles de la penitence und seit 1668 Chanoinesses de Ste.-Marie-Magdeleine. Der Versuch zweier Damen, Elisabeth de Sarnes, Witwe des Andre de Porcelets, und der M a d a m e de Montgommery von neuem ein Kloster der Filles-Repenties zu gründen, scheiterte, trotzdem der Weihbischof Meurisse im Jahre 1635 (Mai 6) bereits seine Zustimmung ertheilt hatte. 1805 wurde das Kloster als Gendarmeriekaserne verwandt und diese im Jahre 1872 an die Blandinenschwestern verkauft, die ein Spital einrichteten. Von der alten Klosterkirche ist nichts mehr vorhanden. Litter.: Meurisse 562. Hist. de M. II, 496, 650. Gallia Christ. XIII, 942. Abel, Bull, de la soc. d'archeol. et d'hist. de la Mos. V, 240. - N o t r e D a m e a u x C h a m p s s. Benediktiner. - M i n i m e n s. Franziskaner. - O b servante n s. Baudebrüder unter Franziskaner. - Pon t i ff ro y s. Cistercienser. - Le Petit Clairvaux s. Cistercienser.- P r ä m o n - stratenser. Heilig-Krcuzkloster (Abbatia Sanctae Crucis, Ste. Creux, S. Eligii 1449, St. Eloy) ehemaliges Prämon-stratenserkloster. Ein Conversus von Bella Walle kam zum Bischof Stephan von Metz '1120-1163) und erbat einen mit Weiden bestandenen Platz unterhalb der Stadt, Namens Runeiaware, zur Gründung eines Klosters. Der Bischof berieth mit seinen Bürgern» und gewährte nnter Zustimmung derselben die Bitte. Es bildete sich ein Konvent, das Kloster wurde gebaut und von Stephan geweiht. Als I einer der ersten oder vielleicht als erster Abt wird Zacha-rias genannt. Wegen der Moselüberschwcmmungen wurde , aber das Kloster auf einen Platz in der Nähe «in Buris>, der von einer Frau Ida zu diesem Zwecke geschenkt wurde, verlegt. W i e es scheint, war hier bereits eine Kirche Beatae Mariae virginis et St. Crucis; möglicherweise wurde aber auch der N a m e S. Crucis erst durch die Klosterverlegung , übertragen. A m alten Platze sollen die Mönche durch Nonnen ersetzt worden sein (daher noch heute Grange aux Dames); aber auch diese sind nach der Ueberlieferung durch Ueberschwemmungen vertrieben und haben dann, als sich Abt Zacharias mit den Mönchen nach Justberg, zurückzog, das Kloster in Buris erhalten. In Justberg entstand ein Zwist zwischen den romanisch und den deutsch sprechenden Brüdern, und die ersteren kehrten nach Metz zurück. Hier lebten sie nun nachdem neue Gebäude aufgeführt waren, mit den Nonnen im Doppelkloster. 1209 wird das claustrum soi orum S. Crucis urkundlicherwähnt. Später scheinen die Schwestern das Kloster verlassen zu haben. 1552 wurde das Kloster zerstört und die Mönche zogen sich nach ihrer städtischen Besitzung, die, (wie auch das Kloster ante muros 1449, den Namen St. Eligii oder St. Eloy führte, zurück. A m 26. Sept. 1590 wurde aber dieses Haus in Folge eines durch einen Bruder begangenen Verbrechens durch königliches Dekret aufgelöst und Gebäude wie Einkünfte zur Errichtung eines von der Stadt schon seit 1559 erbetenen Kolleges verwendet. Gregor XIV. sprach gleichfalls die Aufhebung des Klosters durch Bulle vom 22. Jan. 1591 aus, und Heinrich IY. w iederholte feierlich den Erlass von 1590 durch Dekret vom 8. Aug. 1597. Die Prämonstratenser unter dem Abte Chesneau opponirten erfolglos. Ueber das Kolleg s. Jesuiten und über die weiteren Schicksale des Gebäudes s. Carmes dechausses. Litt er.: Gallia christiana XIII. 836. Hist. de Metz II, 2:38ff. Epitaphien bei d'Hanoncelles II, 1(9, 115, 191,219,259.- Präsentation N o t r e - D a m e [de Sainte Elisabeth], Filles de, s. Franziskaner. - P u c e l l e s (les g r a n d e s) s. Benediktiner. - L e s P u c e l l e s d e s u s I o.u m u r kleineres Frauen- 1 klosier, das seit 1345 urkundlich begegnet, über dessen beschichte aber nichts Näheres bekannt ist. Vielleicht identisch mit der in gleicher Gegend befindlichen Beghinennieder-lassung. - L e s P u c e l l e s d e M a n c e s. Nach einer L'rkunde von 1304 en coste S. Marcel». Wir haben •."iist keine Kenntnis von dieser klösterlichen Niederlassung. Mit den Grandes Pucelles en la vigne S. Marcel sind sie nicht identisch. - P r o p a g a t i o n de foi i Seminaire de la i s. Erziehungshäiiser. - R e c o l l e c t e n s. Franziskaner. - R e f u g e m a i s o n de). Durch Lettres patentes von 1703 Februar wurde Bischof Cambout de Coislin ermächtigt auf eigene Kosten une maison de refuge sous le titre et l'invocation de S. Charles> zu gründen. Der Zweck ist, pour y enferrr.er les filles debauchees, les y instruire et exciter en elles l'esprit de penitence». Die Anstalt wurde zuerst in der Geisbergstrasse untergebracht. 1705 siedelte sie in ein Haus der S. Marcellenstrasse neben den Urstilinerinnen über. Die hier neugebaute Kirche 1709 geweiht. 1715 Juni 5 Vertrag, wonach Coislin für Leitung der Maison de refuge drei Schwestern «du monastere de Notre D a m e de Refuge de la ville de Nancy» anwarb. (Daher auch unter dem Namen Notre D a m e du Refuge). Hist. de M. III, 365. - S. S i m o n, Seminaire s. G r a n d S e m i n a i r e u n t e r E r z i e h u n g s h ä u s e r - T r i n i t a rier- D o m u s Ordinis sanctae Trinitatis et Redemptionis captivorum, religieux de la ; trinke oder de la redemption des captifs) haben sich ur-j sprünglich (1198 oder 1258?- in der Seillevorstadt niedergelassen, vertauschten aber 1266 diese erste Wohnung mit dem ehemaligen Vogteihofe, den sie von Abert des Arvolds erwarben (zwischen Poncelet- und Esplanadenstrassei. Die von ihnen hier erbaute Kirche 1319 geweiht. Umbau derselben 1477. Im Jahre 1552 mussten sie ihre Niederlassung den durch Anlage des Retranchement de G u L e vertriebenen |