| OCR Text |
Show '.'Ol Delme - Dernier-Plein. Burg scheint der Stammsitz des Rittergeschlechts derer von Craincourt, früher von Delme genannt, gewesen zu sein, welche die A'ogtei u m 1210 dem Aletzer Bischof Jakob von Lothringen verkauft haben. Delme wurde dann der Amtssitz der bischöflichen Domäne Ban de Delme. 1335 erklärte Rollon de Phlin, dass er und seine Nachkommen zur Burghut in Delme, jährlich während 0 Wochen und dazu einmal auf Befehl des Bischofes persönlich zu erscheinen verpflichtet seien. AVann Delme entfestigt wurde, ist nicht bekannt (vielleicht 1635, w o das Dorf vollständig zerstört wurde). 1564 fand an jedem Alontage ein AVochenmarkt statt, welcher 1615 auf den Donnerstag verlegt wurde. Drei Jahrmärkte wurden in D. abgehalten. - Zu der Pfarrei D. gehörten bis 1802 auch Puzieux und Xocourt. Den Kirehen-satz hatte seit dem 13. Jhdt. der Abt von St. Nicolas du Pre in Verdun. - Archäologische Funde : Ein Bronzeschwert' gallische und römische Alünzen, Gräber mit Waffen und merowingischen Thongcfässen. D e l m e , Archipresbyterat i Landkapitel). D. war schon vor dem Konkordat Sitz eines Archipr. (Archidiakonat Vic). zu dem damals die Pfarreien Am<Jl<5court, Arrayc, Bacourt, Bey, Bioncourt, Brin, Burthecourt, Chambrey, Chäteau-Salins, Craincourt. Delme, Donjeux, Faulx, Fossieux, Fresnes-en- Saulnois, Gremecey, Hannocourt, Jallaucourt, Lemoncourt, Letricourt, Leyr, Malaucourt, Alanhoue, Moivron, Alorville bei Vic, Salonnes, Tincry, A^ic und Villers-les-Moivron gehörten. D e l m e (Bann von), Herrschaft, s. Nomeny iReichs-markgrafschaft). D e l m e , Kanton (Kr. Chäteau-Salins, L.). Umfasst die Gden. Ajoncourt*. Alaincourt*, Aulnois*, Bacourt. Baudrecourt, Brehain, Chäteau-Brehain, Chenois, Chicourt, Craincourt*, Delme*, Donjeux, Fonteny*, Fossieux*, Fremery, Hannocourt, Jallaucourt*, Juville, Laneuveville-en-Saulnois*, Lemoncourt*, Lesse, Liocourt*, Lucy, Alalaucourt*, Marthil, Alorville a. d. Nied, Oriocourt*, Oron, Prevocourt, Puzieux*, St. Epvre, Tincry*, Villers-aux-Oies, Viviers*, Xocourt* und enthält auf 205,7993 qkm 2518 bewohnte Häuser etc. mit 9179 Einwohnern. Der Ka. D., 1790 zum Distrikt A'ic, 1790-95zum Distrikt, 1800-70 zum Arrondissement Chäteau-Salins gehörig, umfasste seit 1790-1802 19 Gden., die ihm, ausser Faxe, das seit 1886 A O . von Fonteny ist, auch jetzt noch als selbständige Gden. angehören (oben mit * bezeichnet). 1802 kamen hinzu Brehain, Chäteau-Brediain und Alarthil aus dem Ka. Dalheim. Die übrigen, ihm jetzt zugehörenden Gden , gingen erst nach 1802 aus dem Ka. Nomeny in den Ka. Delme über. D e l m e , Wlf., s. Franz. Nied 8. D e l m e r R ü c k e n , franz. Cöte de D e l m e , mit zwei Gipfeln : südl. 403,1 m TP. und nördl. 397,9 m TP., östl. Liocourt, Ka. Delme, Kr. Chäteau-Salins. D e m b e r g , 623 m, westl. über Bühl bei Gebweiler [an tennelbcrge 1250; a m tennenberg 1506; a m then-berg . . . auff Thennberg, XVIII. Jhdt.]. Der D. gilt als einer der Versammlungsplätze der Hexen, desshatb im A'olke auch Hexenbuckel genannt; der Gipfel ist bedeckt mit Felspartien von z. Th. grotesken Formen. Im 18. Jhdt. wurden im Demberg Hematitminen ausgebeutet. Vgl.Bleicher et Faudel, Alatcriaux IY. D e n g e l b e r g , Hf. (Gde. Felleringcn. Ka. St. Amarin, Kr. Thann, O.-E.). 7 E. 1 Hs. Entstehungszeit unbekannt. Soll so alt sein wie Felleringen selbst. D e n g e l b e r g , der südl. Abhang des vom Drehkopf anstrahlenden Bergrückens hei AVesserling. TP. bei 753.2 m. Dengeisheim (Dengolsheim), Wir. (Gde. Sesenheim, Ka. Bischweiler, Kr. Hagenau, U.-E.). 227 E. 41 Hsr. - D h a n c l e o b a h e i m 7751Trad.AV z.);TeckeIsheim 1359; D e n c k e l a h e i m 1372,- D a n g k r o t z h e i m 1402; ma. D an-ge I se. - Schon 775 und 784 erwähnt, wo die Abtei Weissenburg daselbst begütert erscheint. Gehörte wie Sesenheim (s. d.) zum Uffried (s. d.) und zur Herrschaft F l e c k e n stein. Ein Hof in D. gehörte der Abtei Königsbrück und wurde ihr 1187 von Kaiser Friedrich I. bestätigt. Ein adliges Geschlecht von D. wird im 14. und 15. Jhdt. in Hagenau erwähnt. Denisrain, AVlr. (Gde. Alollau, Ka. St. Amarin, Kr. Thann, O.-E.). 18 E. 2 Hsr. Soll seit mehr als 200 Jahren bestehen. Wahrscheinlich früherer Besitz der Kirche des hl. Dionysius in Weiler (Kr. Thann). D e n n a c h , abgeg. Ort bei Hausgauen (Ka. u. Kr. Altkirch, O.-E.). T e n n a c h 1345; A l t e n a c h e r guet 1745. - Begütert: 1489 Kloster St. Alban (Basel). - Zerstört durch die Schweden. - Flurnamen erhalten: Altenach-(Alt-Den-nach-) Feld, A.-Holz. Ueberreste: Kapelle St. Britzgen (s. d.), angeblich auch die 1894 abgerissene Maurerhütte (s. d.). D e n n e n b e r g , im Volksmunde und auf AIB. D e n - nenburg, der nördl. A^orsprung des auf der Landesgrenze gelegenen Neuberges (Grenzst. 3558), s. Kirchberg im Doller-thal [dannberg 1568]. D e n s c h , Hfe. (Gde., Ka. u. Kr. Hagenau, U.-E.). 29 E. 3 Hsr. Anfang des 19. Jhdts. erbaut. Dentelbach, s. Sauer 1. D e n t i n g e n , Df. (Ka. u. Kr. Bolchen [s. 1793-1802 Ka. Ottendorf], L.). 245 E. 83 Hsr. (10 GRe.) - 245 m. - AG. Bolchen (3,1); Bhf. Bolchen (3,7). - Denttingen 1240; Dintanges 1284, 1360. - Die Gde. umfasst den HO. D. (230 E. 80 Hsr.) und die AO. St. Heinrich, St. Johann und Wellingen (Hs.), sowie den verschw. O. Wellingen. - StEBez. Bolchen IL - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Bolchen (s. 1804); Kirche zu E. der Enthauptung Joh. d. Täufers (29. Aug.). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - Stahlwaarcnfabrik zur Herstellung von Sägen und Wagenfedern (31 Arbeiter), Annexe des Hauptbetriebes in Bolchen. Der Stahl wird aus Solingen und England bezogen. Kleine Getreide- und kleine Oelmühle. D. war Dorf der Reichsgrafschaft Kriechingen (s. d.) mit ganzer Gerichtsbarkeit. Der Besitz war zwischen den Herren von Kriechingen (.2/3) und den Herren von Soetern, wegen der Herrschaft Dagstuhl (* / 3) noch bis 1768 getheilt. Der Dagstuhler Antheil wurde in diesem Jahre an die Kongregation de Notre D a m e in Aletz verkauft. - D. scheint ursprünglich Bestandtheil der Finstingen'schen Herrschaft Bolchen gewesen zu sein. 1240 trug Gottfried von Haldingen (LIallingen bei Bolchen) die Güter, die Sanct Stephan zugehörten (Aletzer Kirche), in Haldingen, Dentingen und Gobe-dingen zu Lehen. 1284 erklärte Herzog Ferry von Lothringen, dass er nach Ableben des Johannes von Varsberg auf D. keine Ansprüche zu erheben hätte. Als Erbe desselben folgten die Dorswciler-Kriechingen und die von Dagstuhl. - D. war schon 1369 und bis zum Konkordat Pfarrei des Archipr. Waibelskirchen (s. Wellingen, verschw. Ort). Kirche 1791 zuletzt erneuert. Den Kirchensatz hatte die Aebtissin von Fraulautern. - Der alte Kirchthurm, wohl noch aus dem 11. (?) Jhdt., ist 1894 abgerissen worden. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Bolchen) 11 ha. D e n z e r s w e i h e r im Larggebiet, 1,5 k m nw. Ballersdorf. - 1,75 ha. Fischerei. Wird alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfluss zum H a s e n b e r g w e iher, mit dem er durch D a m m zusammenhängt. D e p u i s le m o u l i n s. Aloulin, depuis le. Derlingoutte, verschw. Hf. (Gde. Grandfontaine, Ka. Schirmeck, Kr. Alolsheim, U.-E.). 1894 abgebrochen. Dermicher Mühle, Obere und Untere s. Obere Dermicher Alühle und Untere Dermicher Alühle. Dernier-Plein, verschw. Hf. (Gde. Grandfontainc, i Ka. Schirmeck, Kr. Alolsheim, U.-E.). Siehe Petite-Ferme. |